21.2.2023 – Team-Training und Shopping Mall

Heute sind wir direkt aus unserem Hotel mit dem Taxi ins Crowne Plaza Hotel gefahren. Grund hierfür war ein groß angelegtes Team-Training mit dem Titel „Collaboration and Teamwork“. Der Tag wurde zwar speziell auf die Bedürfnisse unseres indischen Teams ausgerichtet, trotzdem nahmen wir (die deutschen Gäste) aber gerne Teil und hatten, so muss man anschließend feststellen, jede Menge Spaß. Die üblichen Gruppen-Spielchen und Motivations-Tips und Tools wurden gemeinsam „gespielt“ und besprochen. Letztendlich nichts neues für mich, da ich all das auf die eine oder andere Art in vielen anderen Trainings in den letzten 20 Jahren schon mal mitgemeacht habe. Für die vielen neuen Kollegen und Kolleginnen, die meisten sind noch keine 30 Jahre alt, war aber fast alles neu und als Team bildende (und bindende) Maßnahme war es die Zeit allemal wert.

Natürlich durfte die Verpflegung in den Pausen nicht fehlen und viele interessante Gespräche fanden gerade in diesen Pausen statt. Wo sonst bietet sich die Möglichkeit, auch mal ein wenig mehr über das private Leben, Bedürfnisse und Schwierigkeiten im Alltag der Menschen hier in der indischen Großstadt zu erfahren.

Am Ende der Veranstaltung bekamen wir alle eine kleine Trommel in die Hand gedrückt und wir bekamen die Aufgabe, eine Art Rhythmus zu entwickeln, den wir, aufgeteilt in zwei Teams, zum Besten geben durften. Es hat fast eine Stunde gedauert, bis dann auch geklappt hat und dem wilden durcheinander von ca. 35 Trommeln etwas abgestimmtes zu entnehmen war.

Typisch indisch gab es danach noch kurz die Gelegenheit zum Tanz. Auf der Leinwand wurde ein Ausschnitt eines berühmten Bollywood Films gezeigt und alle tanzten mit als die Musik startete und die berühmten Schauspieler auf einen fahrenden Zug quer durch eine schöne indische Landschaft eine typische Tanzeinlage zeigten. Der Film ist 26 Jahre alt, aber gerade wegen dieser Szene (Tanz-Choreografie auf fahrendem Zug) jedem Kind in Indien bekannt ist.

So gegen 18:30 Uhr waren wir dann fertig und mir wurde gesagt, dass wir (sechs indische Kollegen und Kolleginnen und ich) nun zu einer Shopping Mall fahren, um dort (erneut) typisches Street Food zu essen. Na gut, dachte ich mir, ein Abendessen muss ja sein und es wird bestimmt ganz nett. Lustig war dann bereits der Eingang der Mall, denn da war noch der ganze Schmuck aus der Weihnachtszeit aufgebaut und ich fühlte mich zwei Monate zurück versetzt. Im Innern war es dann aber doch nichts anderes als ein rießiges Einkaufszentrum, das es locker mit dem Centro in Oberhausen aufnehmen konnte. Unzählig viele Geschäfte und Gelegenheiten, ein Schnäppchen zu machen.

Als wir dann alle da waren, beschloss man, erst mal zum Bowling zu gehen. Das war total lustig, denn Hygiene wird hier nicht ganz so groß geschrieben. Man hatte die Wahl, barfuß, mit Strümpfen oder in den dort herumliegenden Schuhen zu spielen. Nein, es waren keine speziellen Bowling-Schuhe sondern x-beliebige Schuhe, die einfach so ins Regal gestellt wurden… Ich beschloss, in Strümpfen zu spielen, womit ich aber auch alleine war. Alle anderen spielten barfuß, was offenbar auch nicht unüblich war. Zum Glück konnte ich das Spiel gewinnen und der Respekt der Kollegen wuchs noch ein wenig mehr 🙂

Es war nun schon fast 20:30 Uhr als wir dann endlich zum Essen übergingen. Es war wie immer sehr lecker. Beschreiben kann ich es nicht wirklich, ich lasse mal die Bilder sprechen. Auch wenn das indische Essen nicht immer besonders lecker aussieht, für meinen Gaumen war es auch heute wieder etwas ganz besonderes.

Morgen sind wir dann wieder im Büro unterwegs und ich werde ein wenig hierüber schreiben und natürlich einige Bilder zeigen.

Liebe Grüße, Thomas

18./19.2.2023 Pune – Anreise und Ausflug zur FC Road

Es liegt nun schon über drei Jahre zurück, dass ich (Thomas) in Pune war. Umso größer war die Vorfreude, endlich (wieder) viele alte, neue und ehemalige Kollegen und Kolleginnen zu treffen. Natürlich war auch die Aussicht auf authentisches indisches Essen ein maßgeblicher Grund, die Reise nach Pune in Angriff zu nehmen.

Die Anreise startete am Samstag Früh um 9:30 Uhr, als das Taxi mich daheim abholte und nach Frankfurt zum Flughafen brachte. Der Fahrer war nicht besonders gesprächig, also beschäftigte ich mich mit meinen Gedanken über Heimweh und Vorfreude auf all das, was mich erwarten wird. Zum Glück waren die Straßen frei und die Fahrt nicht besonders lang. Kurz nach mir sind dann auch schon die Kollegen am Terminal angekommen und wir begaben uns auf den Weg zum Flugzeug. Die Koffer abgeben war schnell erledigt, der Weg zum Security Check dauerte umso länger. Zum Glück gab es zur über 100m langen Schlange noch eine weitere Schlange, die deutlich kürzer war, zum gleichen Ziel führte aber zum Glück nicht von allen als Abkürzung erkannt wurde.

Kurz vor dem Boarding wurde ich dann noch ausgerufen… Da ich einen Platz am Notausgang gebucht hattet, wurde ich gefragt, ob ich denn im Notfall bereit wäre, dem Personal im Flugzeugt zur Hand zu gehen. „Na klar“ war meine Antwort und ich durfte den Platz behalten.

Der Flug von Frankfurt nach Delhi war lang (ca. 8 Stunden) aber nicht langweilig, schließlich hat man eine große Auswahl aktueller Filme und Serien. Kaum in Delhi angekommen geht die Hektik los, denn man hat „nur“ drei Stunden Zeit, über Immigration, Koffer abholen, Koffer wieder abgeben und erneuten Security Check im nächsten Flieger nach Pune zu landen. Da man im Flughafen in Delhi von jeder Station zur nächsten immer einige gefühlte Kilometer zurücklegen muss, ständig kritsich kontrolliert oder durchleuchtet wird und immer wieder wartend in einer Warteschlange stehen muss, vergehen die drei Stunden wie im Flug und man ist am Ende froh, den Anschlussflug nicht verpasst zu haben.

Der Flug von Delhi nach Pune dauerte überraschend nur ca. 90 Minuten, womit wir dann um 6:15 Uhr endlich unser Ziel erreicht hatten. Mein Koffer hat das Ziel diesmal auch mit mir zusammen erreicht (beim letzten Mal bekam ich ihn erst einen Tag später). Das beim Hotel (The Westin) bestellte Taxi war aber nicht da und im Hotel wusste offenbar auch niemand, das man uns zusagte, eins zu schicken. Also direkt ins nächstbeste Taxi gestiegen und die 15 Minuten Fahrt zum Hotel überstanden. Auto fahren un Pune muss gelernt sein, ich selbst würde keine fünf Minuten ohne Unfall schaffen. Im Hotel angekommen erneut ein Security Check, dann Check-in und eine erste Begutachtung des Zimmers. Dann sind wir nochmal kurz zum Frühstück, die Müdigkeit zwang mich aber schnell wieder zurück ins Zimmer. Geschlafen hatte ich im Flugzeug leider nur ca. 15 Minuten, war also ziemlich übermüdet.

Um 13 Uhr klingelte der Wecker und nach einer erfrischenden Dusche machten wir uns auf den Weg zur FC Road (Taking A Trip Down Fergusson College Road, Pune (theculturetrip.com)), wo uns bereits zwei indische Kollegen erwarteten. Wir starteten mit einem Essen im Restaurant Vaishali, eins der besten im Ort, wo wir viele verschieden Leckereien probieren konnten, z.B. Masala Dosa, Uthapa, Cutlet und Dahi Wada. Dazu gab es einen Mango Lassi und zum Abschluss einen typisch indischen Tee. Danach sind wir noch ein wenig entlang der Straße gelaufen, haben die Eindrücke auf uns wirken lassen und noch ein paar Spezialitäten im Stehen gegessen, wir haben den Saft einer Kokosnuss (frisch geöffnet) getrunken sowie Dabeli und Momos gegessen 🙂

Mit vollem Magen ging es dann aber auch schon wieder zurück zum Hotel. Ein kurzes Nickerchen und dann ging es noch in die Hotel-Bar. Dort hat die Klimaanlage sehr gute Dienste geleistet (es war viel zu kalt), also sind wir nach draußen ins Freie. Dort fand eine private Party mit Life-Musik statt und man erlaubte uns, ein wenig abseits zu stehen und die Musik zu genießen.

Jetzt ist es 23:00 Uhr und ich bin ziemlich müde. Morgen Früh um 8:30 Uhr fahren wir ins Büro. Aber davon dann mehr im nächsten Bericht.

Liebe Grüße, Thomas

7. Oktober 2022 – Storck, Haribo und Balsen

Hallo

Heute Morgen ging es gut erholt auf den nach Hause Weg, im Vorfeld hatten wir schon besprochen, dass wir noch eine Nacht in Stuttgart bleiben. Kurz vor Stuttgart, in Metzingen, gibt es ein großes Outlet Center in dem wir Halt machten, um ein wenig zu shoppen. Leider gab es nichts, was uns wirklich gefiel. Ziemlich enttäuscht liefen wir an den Geschäften entlang und dann kam plötzlich das Geschäft Stock, auch Outlet… Also wir da rein und da gab es Lollies, Bonbons und Karamell. Wir haben richtig zugeschlagen. Für Halloween oder so Dann ging es weiter, vielleicht 200 Meter, da war dann Haribo. Es gab Gummibären nach Farben sortiert. Wir haben uns aber für ein vier Kilo Haribo Überraschungspaket entschieden. Thomas Arme wurden schon länger. Ich entdeckte dann auch noch Bahlsen. Dort gab es ein Herbstpaket mit Keksen, 12 Packungen… habe ich auch noch gekauft. Ich glaube das war dann wirklich Frustshoppen, Lindt habe ich dann Thomas Arme zuliebe ausgelassen. Danach ging es ins Hotel, in Herrenherg, Im Hotel haben wir typisch schwäbisch zu Abend gegessen es gab Linsen mit Spätzle und Wiener und einmal Zwiebelrostbraten mit deutschen Ravioli (Maultaschen).

Morgen lassen wir unseren Urlaub noch mit einem schönen Einkaufsbummel in Stuttgart ausklingen.

Bis bald Michi und Thomas

23. Juli 2022 – Kreta

Hallo

Morgen geht ein schöner Urlaub auf Kreta vorbei. Um 6:20 Ihr in der Früh geht es los und wir werden am frühen Nachmittag zu Hause sein und am Montag total entspannt in die Arbeit gehen. Der heutige Tag stand nochmal ganz unter dem Motto Essen und Entspannung. Das haben wir abwechselnd so gemacht und uns dazwischen im Pool bewegt. Für heute Abend haben wir uns noch in einem von den beiden Spezialitätenrestaurants hier zum Abschluss eingebucht und sind schon neugierig, welche Spezialitäten wir probieren werden. Das Hotel hier hat uns gut gefallen, es ist ein Hotel für Erwachsene, man kann viele Arten von Sport treiben, es gibt ein Fitnessstudio, ein Boxraum, Tennisplätze, Paddel-Tennis, Tischtennis, Boule, Shuffleboard, usw. Wir haben das aber alles nicht genutzt, sondern die Ruhe genossen und den eigenen Pool. Das ist wirklich Luxus pur, denn auch hier im Hotel sieht man, wenn man zum Frühstück geht, schon um 7:30 Uhr, dass jede Menge Liegen am Pool mit Handtüchern reserviert werden. Man denkt sofort typisch deutsch. Aber hier im Hotel gehörten wir zu den wirklich sehr wenigen Deutschen, das Hotel befindet sich fest in österreichischer Hand und der Dialekt ist wirklich Klasse. Heute Mittag war Thomas noch zu der Reiki-Massage, sagt sie war so gut wie zu Hause seine bevorzugte Thai-Massage. Ein wenig anders aber auch sehr gut. Kreta hat uns gut gefallen, wir hatten nur super schönes heißes Wetter, haben aber auch gesehen, wie schlecht Kreta durch Corona gekommen ist. Überall sieht man, wie schlecht es den Menschen hier zum Teil geht, wie sie wohnen müssen und wieviel hier leer steht. Kreta wird uns als schön in Erinnerung bleiben, aber nicht zu unseren Lieblingsreisezielen zählen, aber unser gebuchtes Zimmer mit dem Pool schon.

Nun lassen wir den Tag noch am Pool ausklingen, werden Koffer packen und dann hat uns der Alltag wieder. Im Oktober werden wir zum vierten Mal versuchen, unseren Urlaub im Berchtesgadener Land anzutreten. Bisher war er uns wegen Corona nicht gegönnt und wir schieben ihn leider seit zwei Jahren vor uns her.

Bis bald, Michi und Thomas

22. Juli 2022 – Kreta

Hallo

Heute stand und Morgen stehen die Tage ganz unter dem Motto Entspannung bevor es am Sonntag wieder nach Hause geht.

Wir haben ausgeschlafen und waren dann ganz gemütlich zum Frühstücken. Danach ging es zurück ins Zimmer auf die Terrasse und in den Pool. Den eigenen Pool zu haben ist schon eine super Sache, man muss keine Liege am Pool reservieren, man geht auf die Terrasse und in den Pool, wann immer man möchte. Manchen Bienen habe wir heute wieder das Leben gerettet. Des öfteren verwechseln die Bienen unseren Pool mit einer Landebahn, dann fischen wir sie heraus, wenn sie so wild umher strampeln, und setzten sie zum Trocknen ins Gras. Nach kurzer Zeit fliegen sie dann weiter. Um 12:00 Uhr gingen wir zum zweiten Kochkurs in diesem Urlaub. Zur Begrüßung gab es einen Raki, das bei 32 Grad um 12:00 Uhr mittags, Jamas. Es gab heute Tomatenbällchen, letzte Woche gab es Zucchinibällchen, beide waren lecker. Man nimmt das Gemüse (Tomaten/Zucchini), das man über hat, Fetakäse, Mehl, Backpulver, Oregano, Salz, Pfeffer, Minze, Petersilie und nach belieben Koriander, vermengt das ganze und backt es in heißem Öl aus, dazu gibt es Tsatsiki, also so ähnlich wie Kartoffelpuffer.

Danach lagen wir am Pool und Thomas hatte sich für 14:30 noch ein Hamam gebucht. Bei uns zu Hause ist das eine Waschung auf einem heißen Stein. Hier planschte Thomas in einem großen Wasserbecken und wurde an 11 Stationen unterschiedlich von Wasserstrahlen massiert. Danach lief er für eine Fußmassage über viel verschieden große Kieselsteine. Im Anschluß ging es in eine Sauna und dann in eine Kältekammer bei minus 13 Grad und dann in einen Ruheraum. Thomas hat es auf jeden fall genossenen und es gefiel ihm gut. Morgen hat er noch eine Kretische Reki-Massage, wir sind gespannt, was das sein könnte. So oder so sind wir heute richtig zur Ruhe gekommen, haben viel geschwommen, gesonnt, geruht und gegessen. Freuen uns auf die Fortsetzung morgen.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

21. Juli 2022 – Heraklion

Hallo

Heute haben wir ganz lange geschlafen, bis 7:30 Uhr. Nachdem wir gestern Abend noch bei einem leckeren Barbecue waren und auch den hiesigen Raki, pur, mit Honig und mit Zitrone probiert hatten, konnten wir so richtig gut schlafen. Schlafen klappt hier relativ gut, wobei es in der Nacht nur so auf 26 Grad abkühlt. Die Klimaanlage im Zimmer haben wir aus, da es meistens zu kalt wird und eine Erkältung vorprogrammiert ist. Thomas hatte eine Erkältung schon mit auf Kreta gebracht und die wird gerade besser.

Viel stand heute nicht mehr auf dem Programm. Wir fuhren nach dem Frühstück nach Heraklion und besuchten dort den Wochenmarkt. Wir mögen ja solche Märkte richtig gerne und auch dieser war toll. Es gab alles mögliche an Obst und Gemüse und das sehr günstig. Hier auf Kreta bekommt man das Obst und Gemüse auf dem Markt günstiger als im Supermarkt, gerade anders herum als bei uns zu Hause. Auch Kleidung und Schmuck wurden lauthals angeboten. Am Rande des Marktes haben wir Pause gemacht und uns einen Frappé gegönnt. Danach ging es zurück zum Auto, das nächste Ziel war der Hafen und die Innenstadt von Heraklion. Auf dem Weg dort hin machte mir die Hitze im Auto sehr zu schaffen, trotz Klimaanlage war es so heiß, es ging nur langsam voran und die Sonne schien brennend durch die Scheibe (33 Grad). Als wir dann einen Parkplatz am Hafen gefunden hatten, genossen wir den Wind am Hafen und bummelten an den kleinen Schiffen vorbei in die Stadt. Wir wollten noch ein wenig shoppen, aber ich konnte mich von der Hitze der Autofahrt trotz kalter Getränke nicht so gut erholen und um 14:00 Uhr haben wir unseren Bummel durch die Stadt abgebrochen, ließen auch die Besichtigung von Knossos sein und fuhren direkt ins Hotel zurück. Dort ging es zum ausgiebigen Schwimmen und Tauchen in den Pool, um abzukühlen. Gute Entscheidung. Der anschließende Burger und der Crêpe mit Nutella verhalfen uns zu neuen Kräften, alles war wieder gut. Den restlichen Nachmittag genossen wir im Pool und auf der Liege im Schatten. Das Leihauto geben wir heute Abend zurück und bleiben die nächsten zwei Tage entspannt im Hotel.

Bis Morgen, liebe Grüße,

Michi und Thomas

20. Juli 2022 – Myli Schlucht

Hallo

Heute ging es nach dem Frühstück zum Wandern zur Myli Schlucht, das Tal der Mühlen. Zu Hause hatten wir schon im Internet recherchiert und somit war der Startpunkt für uns gut zu finden. Wir sind die Schlucht bergab gegangen, das sind nur vier wunderschöne Kilometer. Es geht über Stock und Stein, über Wurzeln, über kleine Bachläufe, der Weg und die Umgebung sind sehr abwechslungsreich. Manchmal ist alles grün, dann wieder alles wild gewachsen, dann ganz viel Steinhänge und Steine auf den Boden, dazwischen immer wieder kleine Wasserfälle, viele alte Mühlen und ab und an mal eine kleine Kirche. Man fühlt sich wie in einem Zauberwald. Es war es absolut wert, diese kleine Runde bei dem heißen Wetter zu gehen und die Temperatur im Wald tat richtig gut. Auf den Weg musste man aber richtig gut achten und mit festem Schuhwerk waren wir auch gut ausgestattet. Natürlich gab es Touristen in Flip Flops mit blutigen Knien. Es gab aber auch Touristen, die sind die Schlucht bergauf gegangen. Respekt. Es ging nämlich teilweise richtig steil bergab (bergauf) und es wurde einem auch beim Abstieg sehr warm. Am Ende der Schlucht gab es eine kleine Taverne mit Bananenstauden und man fühlte sich ein wenig wie im Dschungel. Schön. Dort aßen wir auch lecker zu Mittag, Salat und auf einem Holzkohlengrill zubereiteten Fetakäse, mit 2 Cola und zum Nachtisch Wassermelone für 19 Euro. Perfekt. Im Internet hatten wir auch recherchiert, dass der Besitzer der Taverne uns gerne ein Taxi ruft, das uns die Schlucht wieder hoch zu unserem Auto bringt. Das haben wir natürlich genutzt. Ich hätte es niemals geschafft, die Schlucht zurück zu gehen, oder den Weg, den das Taxi steil bergauf im zweiten Gang und manchmal rutschenden Reifen nahm, zu gehen. Nach 10 Minuten waren wir wieder oben am Auto und es konnte nach Rethymno zum Stadtbummel durch die schöne Altstadt gehen. Wir fanden auch ein nettes Caffe für einen Frappé mit Vanilleeis. Ziemlich müde ging es zurück ins Hotel zum Baden in den Pool. Entspannt werden wir nun gleich zum Barbecue gehen, wir sind nämlich schon wieder ein wenig hungrig.

Bis Morgen, Michi und Thomas

19. Juli 2022 – Höhle von Psychro

Kalimera!

Habe nun auch endlich gelernt, was guten Tag heißt…

Heute Morgen haben wir es gemütlicher gestartet. Unsere Ziele waren heute nochmals die Lassithi Hochebene und die Höhle von Psychro. Der Weg zur Höhe ist großartig, da der Blick auf das Lassithi Plateau atemberaubend ist und immer wieder Ziegen oder Gänse die Fahrbahn kreuzen, auch die gepufferten Bäume liesen uns schmunzeln. Wir hatten auch Glück dass wir die Höhle vor den Touristenbusse erreichen konnten. Ab dem Parkplatz erreicht man die Tropfsteinhöhle über einen 1 km langen, steil ansteigenden Fußweg oder man lässt sich den Berg von einem Esel hinauftragen. Mein Plan war: ich nehme den Esel, Thomas wollte laufen, neben mir und dem Esel. Der Eselsritt hätte 10 Euro gekostet, ich dachte das ist eine Menge für 1 km und die Esel schnaubten auch ganz schön, so dass ich Mitleid mit den Esel hatte und es Vorzog, zu Fuß zu gehen. Welch eine blöde Entscheidung. Es war so steil, ich schaffte es aber mit ungefähr 15 Pausen. Dass dann in der Höhle auch noch insgesamt 400 Treppen kamen und ich dann auch schnaufte wie die Esel… Aber letztendlich war die Höhle schön, wie andere Tropfsteinhöhlen auch, aber in dieser wurde Zeus geboren und deshalb war sie einen Besuch wert.

Nach der Legende gab es eine Prophezeihung, dass der König der Welt, Cronus (Saturn), von seinem Sohn entthront werden wird. So verschlang Cronus seine Kinder zu seinem Schutz. Seine Frau, Rhea, gebar Zeus in der Diktäischen Höhle und behielt diesen Platz geheim vor Cronus. Sie hat Cronus ausgetrickst, und statt des Babys gab sie ihm einen Stein, der in die Wickelkleider des Babys eingehüllt war. Dann lies sie Zeus in der Höhle, um von den Diktäischen Kouretes (Lobgesang), unter dem Schutz und der Pflege der mythischen Ziege Amalthea und der Nymphe Melissa, aufzuwachsen.

Da wir heute wieder temperaturmäßig einen heißen Tag hatten, war der Ausflug in die Hochebene bei 23 Grad und in der Höhle von 8 Grad einfach sehr angenehm. Auf dem Rückweg machten wir in einer kleinen Taverne halt und aßen zu Mittag. Konnte man Essen, die Wassermelone mit der kleinen Flasche Raki versöhnte uns dann mit dem durchschnittlichen Essen.

Für unsere Bildung haben wir dann auf dem Weg nach Malia noch eine Olivenölfabrik besichtigt. Das war total interessant. Es war ein Bioölwerk und der Besitzer selbst zeigte uns die Maschinenkunde, startete uns kleine Videobotschaften und erklärte Details, wenn man danach fragte. Gelernt haben wir heute, dass Oliven die Farbe mit dem Reifegrad ändern. Grüne Oliven sind nicht so reif wie schwarze, je dunkler desto reifer und dass natives Olivenöl zum Braten und Frittieren ist und ca. 4-5 mal benutzt werden kann, extra natives Olivenöl ist das bessere und man benutzt es z.B. für Salat oder Brot. Grüne Oliven ergeben grünliches Öl und schwarze Oliven gelbes Öl.

Nach soviel Bildung ging es dann nach Malia. Dort hat man den Eindruck, manchen Urlaubern fehlt es davon. Malia hat in Kreta den Ruf, es sei eine Partyhochburg. Das trifft es auf den Punkt. Wir waren um 15 Uhr dort. Nur Jugendliche (16 bis ca. 25 Jahre), alle in Partystimmung oder in Badebekleidung auf Quads unterwegs, überall durch die Stadt in rasanter Fahrt. Die jungen Urlauber sind aber fast nur Engländer. Eine Bar reiht sich neben die andere, Tattoostudios, Partylocation, Minimärkte und Apotheken bilden das Ortsbild. Aber am Strand haben wir ein tolles Lokal entdeckt, die Tische wurden sozusagen vom Meer umspült, das war wirklich sehenswert. Am angrenzenden Strand stand Liegestuhl neben Liegestuhl bis zum letzen Sandkrümmel wurde der Strand genutzt. Irgendwie war es dort aber cool, wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus, man sitzt einfach da, schaut sich die jungen Leute an und fragt sich, waren wir auch so? Ich glaube, sie genießen und feiern mehr als wir das gemacht haben, vielleicht schaut man auch ein wenig wehmütig auf die coolen jungen Leute.

Bis morgen, Michi und Thomas

P.S Warum beschießen Griechen eigentlich die Straßenschilder?

18. Juli 2022 – Palmenstrand von Vai, Region Lasithi

Hallo

Heute Morgen sind wir schon um 6:40 Uhr aus dem Bett aufgestanden, haben uns gemütlich geduscht und waren Frühstücken. Zum Frühstück gibt es eigentlich alles, was man sich vorstellten kann und man in einem guten Ferienhotel eigentlich immer bekommt, hier gibt es aber auch noch selbstgemachte Müsliriegel mit Schoko oder Nuss. Lecker.

Um 8:30 Uhr saßen wir startklar im Auto für die lange Fahrt 157 km, 2,5 Stunden. Unser Ziel war der Palmenstrand von Vai im Osten der Insel, wir mussten einmal über die Berge. Wir hatten so eine schöne Fahrt, ein schöner Ausblick nach dem anderen und dazwischen noch die überall freilaufenden Ziegen (Kri-Kri Ziegen). Auf halber Strecke machten wir Pippipause in einem kleinen Cafe an der Straße. Die beiden älteren Besitzer waren so lieb und gastfreundlich. Wir durften mit Ihnen unter einem Baum auf der Terrasse Platz nehmen. Sie setzte sich zu uns und plauderte auf Englisch und er kam mit einem Eimer voll Kartoffel, die er dann alle wirklich schnell schälte. Damit wir nicht nur Kaffee hatten, holte sie sogar noch Butterkekse.

Danach ging es weiter an den Palmenstrand. Die Fahrt hat sich wirklich gelohnt, schon auf dem Weg dorthin sieht man am Straßenrand die Dattelpalmen stehen. Die Legende sagt, die Dattelpalmen sind von den weggeworfenen Steinen gewachsen, die in das Meer durch sarazenische Piraten geworfen wurden. Allerdings ist der Palmenhain 2000 Jahre alt und die Piraten sind nicht so alt. So hat sich diese Hypothese geändert und die Sarazenen wurden durch Phönizier ersetzt, die vor 20 Jahrhunderten das Mittelmeer regierten. Uns gefiel die Story mit den Piraten, die die Dattelsteine ausgespuckt haben, aber besser.

Vai war bis Anfang der 1970er Jahre völlig unbekannt, bis ein populärer Werbespot für die Bounty-Schokolade mit Kokosnuss hier gedreht wurde, mit dem magischen Hintergrund der Palmen. In der Werbung fielen Kokosnüsse von Bäumen, aber Vai-Palmen haben sie nicht. Die Kokosnüsse mussten fälschlicherweise aufgehängt werden, um den richtigen Eindruck zu erzeugen. 

Der Strand war aber für uns wirklich traumhaft, so wie wie man sich einen Traumstrand vorstellt.

Der Strand hat weißen Sand und flaches türkisfarbenes Wasser. An einigen Stellen gibt es glatte Felsen, während es auf der gegenüberliegenden Seite kleine Inseln gibt, die die Landschaft verschönern. Am Strand gibt es Liegestühle, Duschen, ein Restaurant,…

Eine tolle Aussicht auf den Palmenstrand von Vai findet man am rechten Rand des Strandes, wo es einige Treppenstufen hinauf geht. Dort bietet sich ein wunderbarer Überblick, auch auf die Palmen, für die der Strand so berühmt ist. Ab dem Aussichtspunkt führt ein relativ kurzer Trampelpfad an der Küste entlang und man kommt zu einem wirklich tollen FKK Strand (wußten wir aus dem Internet).

Wir beide waren noch nie an einem FKK Strand. Der Strand war traumhaft und mit uns nur noch drei weitere Pärchen da, abseits in kleinen Buchten. Also war es kein Problem uns nackig zu machen und im Meer zu schwimmen, so wie wir sind. Das war so herrlich. Für Euch haben wir aber nur Bilder von dem tollen Strand und ein Foto von Thomas im Meer. Wir fanden nackt baden im Meer wirklich toll. Nach einem schönen Mittag am Strand, ging es die lange aber kurzweilige Fahrt mit ein paar kleinen Fotostopps zurück zum Hotel.

Bis Morgen,

Michi und Thomas

17. Juli 2022 – Rethymnon

Hallo

Heute Morgen sollte es nach Val an den Palmenstrand von Val gehen, haben wir aber wegen der Hitze und der langen Fahrzeit verschoben. Also machten wir uns bei 33 Grad um kurz vor 10:00 Uhr auf nach Rethymnon. Wir sind seit Donnerstag hier und haben noch keine einzige Wolke am Himmel gesehen. Auf dem Weg nach Rethymnon, ca. 1:15 Fahrzeit, ca. 70 km, wurde uns klar, was uns hier in Kreta fehlt. Ich glaube uns fehlt hier in Kreta „Griechenland“. Man sieht hier kaum eine griechische Flagge, auch die Farben weiß/blau fehlen, sowie wie die Säulen und Statuen. Noch nicht einmal Ouzo trinkt man auf Kreta, sondern Raki. Das soll nicht heißen, dass es uns hier nicht gefällt, sondern nur, dass es hier nicht so „griechisch“ ist wie in Athen oder auf dem Peleponnes. Ab und zu findet man einen kleinen Hinweis auf die griechische Mythologie, aber wirklich nicht viel.

Auf dem Weg nach Rethymnon haben wir die Landschaft genossen, es geht immer an der Küste entlang und lässt sich gut fahren, einen Halt haben wir an einem Cafe gemacht und dann einen typischen Cafe Frappé mit Vanilleeis getrunken. In Rethymnon angekommen sind wir am Hafen, am Leuchtturm und dann durch die Altstadt spaziert. Die Sonne brannte so sehr, dass wir für Thomas auch einen Hut besorgen mussten. Aber nach weiteren 30 Minuten in der Stadt half auch der Hut nicht mehr und wir fanden eine super schöne Taverne, die im Schatten lag und uns zum Mittagessen animierte. Wir hatten, typisch griechisch, einen Bauernsalat, Gyros und Knobibrot. Also das Essen ist das einzige, was uns wirklich typisch griechisch vorkommt. Nach dem Essen wollten wir uns weiter die Sehenswürdigkeiten der Stadt ansehen, aber bei 35 Grad mussten wir uns dann eingestehen, dass das nicht geht. Kurz dachten wir darüber nach ob wir 3o Minuten weiter fahren und einen Rundweg in einer Schlucht laufen sollen, in der es angeblich etwas kühler sein soll und dort schöne Mühlen stehen. Aber auch diesen Gedanken haben wir verworfen und fuhren um 15:00 Uhr zurück ins Hotel und planschten den Rest des Mittags im Pool und hielten einen Nachmittagsschlaf. Den Abend werden wir nun gemütlich ausklingen lassen.

Bis Morgen, Michi und Thomas