20. Mai 2026 — Liverpool

Heute stand also Liverpool auf dem Programm.
Mit dem Taxi ließen wir uns zuerst zum Anfield fahren. Schon von außen merkt man sofort: Hier ist Fußball nicht einfach nur Sport – hier ist es Religion. Selbst wir Nicht-Profis konnten spüren, dass dieser Ort für die Fans etwas ganz Besonderes ist.

Natürlich blieb es nicht beim Anschauen. Für den kleinen Henry musste standesgemäß Fan-Nachwuchs-Ausstattung her. Also gab es einen Liverpool-Fanschal, kleine Fan-Socken und sogar ein Bilderbuch vom Liverpool F.C.. Spätestens jetzt gehört Henry wohl offiziell zur jüngsten Fanabteilung der Reds.

Danach ging es zu Fuß weiter Richtung Innenstadt. Henry ließ sich natürlich wieder von allem ablenken, was Räder hatte, blinkte oder Geräusche machte. Wahrscheinlich hätte er am liebsten jeden zweiten Bus persönlich untersucht. Und während wir Erwachsenen die Stadt anschauten, war Henry hauptsächlich damit beschäftigt, freundlich fremde Menschen anzulächeln — mit erstaunlich großem Erfolg.

Auf dem Rückweg Richtung Innenstadt legten wir noch eine kleine Pause an der Liverpool Central Library ein. Der Weg vom Stadion zurück war nämlich doch deutlich länger, als wir anfangs gedacht hatten.

Während Henry ganz friedlich im Wagen schlief, genossen wir kurz das Durchatmen und das Gefühl, einfach mitten in Liverpool unterwegs zu sein. Nach Fußballstadion, Fanshop und langem Fußmarsch machten sich unsere Beine inzwischen doch bemerkbar. Henry hingegen ließ sich davon überhaupt nicht beeindrucken — einmal kurz im Kinderwagen eingeschlafen und schon war die Welt wieder vollkommen in Ordnung.

So langsam merkten wir aber alle: Liverpool entdeckt man am besten zu Fuß … und dabei sammelt man automatisch einige zusätzliche Kilometer, die ursprünglich ganz sicher nicht geplant waren.

Zum Mittagessen gab es dann ganz typisch britisch Fish and Chips. Wenn man schon einmal in Liverpool ist, gehört das einfach dazu.

Der kleine Henry war natürlich sofort interessiert, sobald Essen auf dem Tisch stand. Und wie inzwischen üblich, wollte er selbstverständlich überall mitprobieren. Besonders die Pommes hatten es ihm angetan. Man könnte inzwischen meinen, Henry führt auf dieser Reise einen internationalen Geschmackstest durch — gestern schottische Crisps, heute britische Fish and Chips.

Jedenfalls war sehr schnell klar: Der Appetit unseres kleinen Mitreisenden wird von Tag zu Tag größer. Wahrscheinlich braucht er bald nicht nur ein neues Armband fürs Schiff, sondern auch eine eigene Portion auf der Speisekarte.

In der City von Liverpool haben wir dann – passend zu Henrys Pullover und seinem heutigen Outfit – tatsächlich Paddington Bär getroffen.
Henry war erst einmal etwas skeptisch, ob der kleine Bär mit Hut und Marmeladenbrot wirklich vertrauenswürdig ist. Während Mama noch versuchte, ihn zum gemeinsamen Foto zu motivieren, saß Paddington ganz entspannt auf der Bank und wartete geduldig.

Irgendwie passte das Bild perfekt zu unserem Tag in Liverpool: ein bisschen britisch, ein bisschen chaotisch und auf jeden Fall ziemlich niedlich.

Natürlich entdeckten wir im Kaufhaus auch sofort die typisch britische Seite von Liverpool: unzählige elegante Hüte und Fascinators in allen Farben und Formen.

Von knalligem Pink über sattes Grün bis hin zu königlichem Dunkelblau war alles dabei. Man hatte direkt das Gefühl, jeden Moment könnte irgendwo eine royale Gartenparty beginnen.

Zum Abschluss unseres Liverpool-Tages haben wir natürlich noch die berühmtesten Söhne der Stadt besucht: die The Beatles. Ein Erinnerungsfoto mit den Beatles gehört hier schließlich fast genauso dazu wie Fish and Chips oder Fußball.

Henry nahm das Ganze allerdings ziemlich entspannt. Ob echte Menschen, Straßenmusiker oder berühmte Statuen — Hauptsache, es gibt etwas zu entdecken. Und weil so ein langer Tag in Liverpool anstrengend ist, gönnte sich der kleine Mann zum Abschluss natürlich noch ein Eis.

Damit war sein persönlicher Höhepunkt des Tages vermutlich gefunden. Fußballstadion schön und gut, Beatles interessant … aber Eis gewinnt am Ende eben doch gegen alles.

Liebe Grüße, Lisa, Maik, Henry, Thomas und Michi.

P.S.: Morgen haben wir wieder einen Seetag.

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