21. Mai 2026 — Dritter Seetag

Heute war bei uns ganz klar: Entspannungstag. Unser dritter Seetag stand komplett unter dem Motto „faul sein, gut essen und einfach treiben lassen“.

Heute Morgen beim Aufwachen war das Wetter allerdings wirklich gruselig. Auf dem Weg nach Dover hing alles voller Nebel und grauer Wolken. Man konnte teilweise überhaupt keinen Horizont mehr erkennen. Das Schiff musste ständig sein Horn einsetzen, damit andere Schiffe gewarnt werden. Dieses tiefe Nebelhorn alle paar Minuten hatte schon eine ganz besondere Stimmung — irgendwie gemütlich und unheimlich gleichzeitig.

Nach dem Frühstück ging es für Henry natürlich erst einmal ins Spieleparadies. Dort hat der kleine Mann direkt neue Freunde gefunden und ordentlich gespielt, während wir Erwachsenen den Tag etwas ruhiger angingen. Ich, Michi, bin heute ein bisschen erkältet, aber nichts Dramatisches. Thomas nutzte den entspannten Tag natürlich professionell und verbrachte viel Zeit in der Sauna. Lisa und Maik beschäftigten sich derweil mit dem kleinen Henry.

Und Henry macht gerade riesige Fortschritte beim Laufen. Immer wieder läuft er schon ein oder zwei Schritte ganz alleine — meistens genau dann, wenn er gar nicht merkt, dass er gerade läuft. Oder wenn Papa ihn an der Hüfte leicht festhält und Henry einfach losmarschiert, ohne groß darüber nachzudenken. Und ehrlich gesagt: Auf einem schwankenden Kreuzfahrtschiff zählen die ersten Schritte wahrscheinlich doppelt.

Beim Mittagessen zeigte Henry dann sehr deutlich, dass er inzwischen ganz eigene kulinarische Vorstellungen hat. Sein Gläschen wollte er heute überhaupt nicht. Stattdessen standen Erbsen und Süßkartoffelstampf ganz hoch im Kurs. Das absolute Highlight waren allerdings die Spareribs von Mama. Die schmeckten ihm offenbar so gut, dass wir irgendwann vorsichtshalber den Tisch etwas umorganisieren mussten, damit nicht das komplette Umfeld an seinem Mittagessen beteiligt wird.

Sein Essen blieb übrig

Am Nachmittag änderte sich das Wetter dann plötzlich komplett. Seit etwa 14:30 Uhr hatten wir strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel. Allerdings war es ziemlich windig. Sobald man nicht irgendwo windgeschützt saß, wurde es richtig kalt. Aber Sonne macht selbst kalten Wind irgendwie angenehmer.

Vor dem Schlafengehen stand dann noch Henrys persönliches Abendprogramm an: Treppentraining. Mit großer Begeisterung krabbelte er die vielen Treppen auf dem Schiff rauf und runter — und das mittlerweile schon richtig gut. Dabei hatte er natürlich auch einige Zuschauer, die ihn begeistert beobachteten. Henry genoss die Aufmerksamkeit sichtbar und krabbelte stolz weiter, als wäre das Schiff heute nur für sein persönliches Fitnessprogramm gebaut worden.

Morgen sind wir dann in Dover wieder in England.

Liebe Grüße, Lisa, Maik, Henry, Thomas und Michi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.