Karibik 2013 – Unser erstes großes Abenteuer

Michi & Thomas | 24. Januar bis 9. Februar 2013 – rekonstruiert aus den ursprünglichen Reise-E-Mails.

Karibisches Strandmotiv
Karibik – Symbolbild aus unserer Mediathek

Vorwort – Ein Tagebuch aus der Vergangenheit

Es gibt Reisen, an die erinnert man sich noch viele Jahre später. Unsere Karibikkreuzfahrt im Januar und Februar 2013 war eine solche Reise. Zum ersten Mal waren wir in der Karibik und schickten regelmäßig E-Mails an Familie und Freunde. Damals war kostenloses WLAN auf den Inseln noch eine kleine Schatzsuche. Viele Jahre später sind die Nachrichten wieder aufgetaucht – und mit ihnen unsere Begeisterung und unser Humor.

24. Januar – Endlich geht es los!

Susanne brachte uns zum Bahnhof nach Mannheim, wo es mächtig kalt war. Nach ungefähr drei Stunden im ICE und einer weiteren Stunde S-Bahn erreichten wir die Gegend um den Münchner Flughafen. Wir übernachteten im Holiday Inn Express in Oberding-Schwaig; die Übernachtung mit Frühstück und Flughafentransfer kostete 119 Euro. Am nächsten Morgen sollte unser Flug in die Dominikanische Republik starten.

25. Januar – Karibik, wir sind da!

Nach dem Frühstück und mehreren Telefonaten mit Lisa und Susanne hob unser Flugzeug um 10:45 Uhr ab. Um 16:25 Uhr Ortszeit landeten wir in La Romana. Wir waren noch nie in der Dominikanischen Republik und noch nie in der Karibik gewesen! Busse brachten uns direkt zur Mein Schiff 1, die Koffer sollten vor unserer Kabine warten. Das Zimmer gefiel uns sofort, und der Kabinensteward richtete die Betten als Doppelbett her. Nach dem Abendessen im Atlantik stand die Seenotrettungsübung an. Für die Willkommensparty waren wir danach viel zu müde.

26. Januar – Unser erster Sonnenaufgang auf See

Um 3:30 Uhr waren wir wach: Unsere innere Uhr war noch in Deutschland. Gegen 5:30 Uhr standen wir auf, und um 7:08 Uhr bestaunten wir den ersten karibischen Sonnenaufgang. Nach dem ersten gab es noch ein ausgiebiges zweites Frühstück. Anschließend lagen wir auf dem Sonnendeck, Thomas holte Kaffee, und das Schiff nahm Kurs auf Aruba. Die Naschbar hatten wir übrigens schon entdeckt.

Tag 2 – Aruba: Der erste Traumstrand

Nach dem Frühstück liefen wir in die Stadt und fanden ein Starbucks, in dem viele Urlauber mit ihren Laptops eine Internetverbindung suchten. Eine Bedienung trug einen Zettel auf der Stirn, der Hilfe bei Internetproblemen für einen Dollar anbot. An der Hafenpromenade sahen wir frei lebende Leguane. Am Mittag ging es zum Eagle Beach: weißer Sand, türkisfarbenes Wasser und eine enorme Hitze. Nach etwa drei Stunden fuhren wir zurück; die Taxifahrten kosteten zehn Dollar je Richtung. Abends aßen wir Fisch bei Gosch und tranken Cocktails in der TUI-Bar. Außerdem hatten sich offenbar unsichtbare Tierchen im Schrank eingenistet, die nachts die Kleidung enger nähten.

Tag 3 – Curaçao: Farben, Musik und ein Weihnachtsmann

Willemstad auf Curaçao
Curaçao: Willemstad. Foto: Celerik / Wikimedia Commons, CC BY-SA.

Gemeinsam mit einem iranischen Ehepaar erkundeten wir Curaçao. Schon am Hafen fielen uns die gelben, orangen und blauen Häuser auf. Bunt gekleidete Menschen und Musik machten die Stadt lebendig. Wir staunten über die schwimmende Brücke, die für Schiffe zur Seite schwenkte. Ein Mann mit langem grauem Bart behauptete, der echte Weihnachtsmann zu sein. Nach vielen Schritten gab es Mittagessen und Mittagsschlaf an Bord. Für den Abend war eine Poolparty mit Schokoladenfrüchten geplant. Die Curaçao-Liköre sahen wir uns an, probierten sie aber nicht.

Tag 4 – Ein Seetag zum Genießen

An Bord wurde einiges angeboten: Kochkurse, Bingo, Musik, Vorträge, zwei Pools und drei Whirlpools. Der Seegang machte das Schwimmbecken fast zu einem Wellenbad. Wir gingen sogar ins Fitnessstudio und strampelten auf einem Ergometer mit Blick aufs Meer. Nach ungefähr zehn Minuten beschlossen wir allerdings, lieber essen zu gehen. Die abendlichen Shows verloren häufig gegen gutes Essen, Gespräche und Cocktails.

Tag 5 – St. Lucia: Karibik, wie wir sie uns erträumt hatten

St. Lucia begeisterte uns mit Farben, Leben und beeindruckender Natur. Die Marigot Bay war eine wunderschöne Bucht, in der wir uns gut vorstellen konnten, einfach zu bleiben. Auch die Hauptstadt bot viele Eindrücke. Ein kleiner, fast menschenleerer Strand gefiel uns sehr. In der Nacht hatten wir Lisa zum Geburtstag gratulieren können. Unsere geheimnisvollen Kleiderschrankbewohner waren immer noch nicht gefasst.

Tag 6 – Grenada: Die Insel der Gewürze

Schon beim Verlassen des Schiffes roch es nach Gewürzen. Mit einem Taxi erkundeten wir die Insel auf eigene Faust, kauften Gewürze, besuchten einen Wasserfall und auch ein weniger beeindruckendes Fort. Danach wartete ein herrlicher Strand. Gegen 18 Uhr legte das Schiff ab und nahm Kurs auf Barbados. Der Seegang war deutlich zu spüren – vielleicht spielte aber auch der eine oder andere Cocktail eine Rolle.

Tag 7 – Barbados: Das perfekte Karibikgefühl

Rihanna fanden wir trotz angestrengter Suche nicht. Dafür sahen wir uns die Hauptstadt und den Fischmarkt an. Ein Taxi brachte uns an Zuckerrohrplantagen vorbei ins Hinterland zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den Atlantik. Anschließend fanden wir einen fast menschenleeren Strand mit kristallklarem Wasser, der sogar unsere bisherigen Favoriten übertraf. Inzwischen hatten wir etwa 1.500 Fotos gemacht. Für den späteren Bilderabend kündigten wir an, dass Gäste besser viel Zeit mitbringen sollten. Mit genug Geld könnten wir uns vorstellen, hier länger zu bleiben; Lisa dürfte selbstverständlich mitkommen.

Tag 8 – Ein sehr anstrengender Seetag

Frühstück, Sonnen, Kaffee, Wasser, Cola, Mittagessen, Mittagsschlaf, Kuchen und Cocktails: Unser Tag war so voll, dass wir am Abend völlig erschöpft waren. Umziehen mussten wir uns eigentlich noch. Hunger hatten wir natürlich trotzdem – Seeluft macht schließlich hungrig.

Tag 9 – Dominica: Die grüne Überraschung

Wir hatten eher weiße Strände und Palmen erwartet, fanden aber eine Insel voller Regenwald. Mit etwa acht weiteren Reisenden fuhren wir in einem bunten Bus durch eine erstaunlich grüne Landschaft. Überall wuchsen Bananen, Limetten, Feigen, Kakao, Kaffee, Kokosnüsse, Sternfrüchte und Farne. Wir besuchten Schwefelquellen und Wasserfälle. Einen klassischen Traumstrand fanden wir nicht, aber die Natur war ohnehin der Höhepunkt.

Tag 10 – Antigua: Vielleicht der schönste Strand der Reise

Antigua war viel karger als Dominica, sollte dafür aber 365 Strände haben. Drei sahen wir uns an und entschieden uns für den Jolly Beach. Feinster weißer Sand und unglaublich klares Wasser – genau das Bild, das wir vor der Reise im Kopf gehabt hatten. Wir teilten einen kleinen Clip über Facebook. Für uns stand fest, dass wir bei einer erneuten Karibikreise gern wieder nach Antigua kommen würden. Thomas hatte einen Traumurlaub versprochen und sein Versprechen eingelöst. Am Nachmittag schlenderten wir durch St. John’s und sahen in der Ferne Montserrat.

Tag 11 – St. Martin: Flugzeuge zum Anfassen

Gelegentliche kurze Regenschauer störten bei ungefähr 30 Grad kaum. Erst besuchten wir Philipsburg und bewunderten die gut organisierten Taxis. Dann fuhren wir zum Maho Beach. Dort flogen Maschinen beim Landeanflug auf den Princess Juliana Airport scheinbar direkt über unsere Köpfe. Die ganz große Boeing 747 verpassten wir, aber auch die kleineren Flugzeuge waren beeindruckend. Nach ungefähr einer Stunde hatten wir reichlich Fotos und Videos gesammelt.

Tag 12 – Tortola und Virgin Gorda: Ein unvergesslicher Ausflug

The Baths auf Virgin Gorda
The Baths, Virgin Gorda. Bild: Wikimedia Commons.

Tortola war der letzte Inselhafen vor der Rückkehr nach La Romana. Am Morgen erkundeten wir die kleinen Geschäfte, Cafés und die Häfen voller Segelboote. Mittags startete unser einziger direkt über TUI Cruises gebuchter Ausflug. Mit einer Fähre fuhren wir etwa eine halbe Stunde nach Virgin Gorda. Bei The Baths erwarteten uns große rundgeschliffene Felsen, natürliche Wasserbecken, schmale Durchgänge und Leitern. Wir wateten durchs warme Wasser und kletterten zwischen den Steinen hindurch. Ein unvergesslicher Ort.

Tag 13 – 7. Februar: Unser vierter Hochzeitstag

Vier Jahre verheiratet – und wir durften mitten in der Karibik feiern. Wir begannen mit einem Sektfrühstück. Von 14 bis 16 Uhr hatten wir eine private Ruheinsel auf dem oberen Schiffsdeck reserviert. Während Puerto Rico an Steuerbord vorbeizog, rätselten wir kurz über den Unterschied zu Costa Rica – ohne Google blieb die Sache zunächst ungelöst. Für den Abend freuten wir uns auf das Steakrestaurant Surf & Turf. Dann hieß es schon Kofferpacken: Um ein Uhr nachts sollten die Koffer vor unserer Kabinentür stehen.

8.–9. Februar – Abschied von der Karibik

Am Freitag sollte das Schiff La Romana erreichen. Bis zum Nachmittag wollten wir noch Zeit an Bord oder in der Stadt verbringen; um 15 Uhr war der Flughafentransfer geplant. Für Samstagmorgen war die Landung gegen neun Uhr in München vorgesehen. Von dort sollte uns der Zug nach Mannheim bringen, wo Lisa uns abholen wollte. So endete ein Urlaub voller Erlebnisse, Eindrücke und unzähliger Fotos. In der letzten Mail verabschiedeten wir uns von unseren treuen Lesern – und stellten klar, dass wir nach der Rückkehr nicht täglich weiterschreiben würden.

Nachwort – Erinnerungen, die geblieben sind

Wir hatten türkisfarbenes Meer gesehen, tropische Wälder durchstreift, Gewürze gerochen, riesige Felsen bestaunt und Flugzeuge erlebt, die fast zum Greifen nah landeten. Wir hatten viel gelacht, gut gegessen und eine wunderbare Zeit miteinander verbracht. Besonders schön war, dass unsere Familie und Freunde zu Hause durch unsere E-Mails ein Stück mitreisten. Viele Jahre später sind diese Nachrichten ein Schatz geworden. Und die kleinen Tierchen, die heimlich die Kleidung enger nähten? Die haben wir bis heute nicht gefunden.

Archivhinweis: Die Texte sind aus den originalen E-Mails redaktionell nacherzählt, keine wortgetreue Abschrift. Die tatsächliche Heimreise ist nur als damalige Planung dokumentiert.

07.02.2013 vierter Seetag

Heute ist unser Hochzeitstag. Heute sind wir vier Jahre verheiratet. Heute machen wir es uns besonders schön. Begonnen haben wir schon mit einem Sektfrühstück und haben uns dann bis zum Mittagessen zurückgezogen 😉. Am Mittag, von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr hatten wir uns eine Ruheinsel gebucht. Das ist eine kleine Liegewiese für 2 Personen auf dem oberen Deck. Man ist alleine und hat seine Ruhe 😊 

Fast den ganzen Tag sahen wir zur Steuerbordseite die Insel Puerto Rico. So ganz sicher sind wir uns nicht, ob das identisch zu Costa Rica ist… Vielleicht ist es ja nur eine andere Schreibweise (Sprache). Inhaltlich bedeutet es ja das selbe. Mangels Google (schrecklich, diese Abhängigkeiten…) sind wir noch ratlos.

Am heutigen Abend möchten wir im „Surf and Turf“ essen gehen. Dort gibt es ganz ausgewählte und exklusive Steaks. Freuen uns schon den ganzen Tag darauf. Nach diesem ultimativen Genuß ziehen wir uns wieder heimlich, still und leise in unsere Gemächer zurück, um diesen, unseren Tag, in unvergesslicher Zweisamkeit ausklingen zu lassen (lol, rofl,…). 

Spaß beiseite, leider heißt es dann aber auch schon Koffer packen. Heute Nacht, besser gesagt morgen (Freitag) früh um 1:00 Uhr müssen die Koffer vor der Tür stehen. Morgen haben wir aber noch bis zum Nachmittag Zeit, uns La Romana in der Dominikanischen Republik anzusehen oder den Tag auf dem Schiff zu verbringen. Unser Transfer zum Flughafen findet um 15:00 Uhr statt. Leider endet dann auch schon viel zu schnell unser Urlaub und unser Reisebericht. Am Samstag morgen landen wir gegen 9:00 Uhr MEZ in München und fahren dann mit dem Zug nach Mannheim, wo uns Lisa abholt 🙂

So, dies ist nun wirklich das Ende unseres Reiseberichts. Nein, auch wenn uns vereinzelte Anfragen erreichten, werden wir daheim nicht weiter schreiben 😊 Wir haben uns immer über Eure Antworten und Reaktionen gefreut und es hat uns sehr viel Spaß gemacht, Euch an unserem Glück teilhaben zu lassen. Auch war es uns eine Freude, auf jeder Insel ein freies WLAN zu suchen 😊 was nicht immer einfach war.

Haben fertig

Liebe Grüße von Michi und Thomas

P.S. Wir freuen uns schon, wenn ihr alle zum Bilder schauen kommt.

06.02.2013 Tortola

So, Tortola ist jetzt die letzte Schiffsanlegestelle vor dem für unsere Reise endenden Zielhafen in der Dominikanischen Republik, Romana. Tortola gehört zu den Britisch Virgin Island, Kolumbus nannte Sie so, da Sie ihn optisch an eine fette Jungfrau erinnerten. Wir haben den Vergleich nicht gefunden. Am Morgen hat es hier zwei mal kurz geregnet, das ist aber jeweils ein Spuk von wenigen Minuten und dann ist alles so als wäre nichts gewesen. Am Morgen hatten wir uns Tortola angesehen, war ganz nett, muss man aber nicht sehen. Man beginnt auf der Insel erst mit dem Tourismus, es gibt einen botanischen Garten, dieser existiert aber auch noch nicht lange, daher auch nicht sehr interessant. Vereinzelt  findet man ein kleines Geschäft oder ein Cafe. Was auffällt hier, sind lauter kleine Häfen, mit Segelbooten und Jachten. Dazu gleich mehr.

Den einzigen Ausflug den wir über Tui gebucht hatten, fand am Mittag statt. Treffpunkt war 12:45 Uhr und mit uns noch 180 Leute. Im Hafen lag zum Glück nur ein anderes Schiff, die Costa. Teilweise liegen im März ca. acht große Schiffe im Hafen. Mit der ganzen Gruppe ging es vom Schiff zum Hafen auf eine Fähre. Wir fuhren zur Insel Virgin Gorda und dort zu „The Bath“. Die Ueberfahrt dauert 30 Minuten, vorab werden Tabletten gegen Seekrankheit verteilt. Leider waren sie schon aus bis wir dran waren, dafür gab es aber genug Spuckbeutel, die wir aber nicht brauchten, wir beide sind nämlich absolut seefest. Mit der Fähre angekommen fällt der Blick sofort auf einen wunderschönen Strand mit vereinzelten Schirmchen aus Palm-Blättern. Wir schwören: wie aus dem Prospekt. Danach ging es noch wenige Minuten mit einem Geländewagen weiter. Dann ist man dort an „The Bath“. Nach ein paar Schritten staunt man über die lieblich-bizarre Steinwelt, man watet barfuß durch warme natürliche Pools und klettert über schmale Leitern zwischen gerundeten Felsblöcken bis zum Strand. Super, einfach nur genial.

Wir wissen nun auch den Grund, weshalb auf der Nachbarinseln die vielen Jachten lagen. Viele der Reichen fahren wohl für den ein oder anderen Tag auf The Bath. Ein Anwesen ist dort wohl kaum bezahlbar. Rockefeller gründete 1964 das erste Hotel auf Vigin Goda. Die Insel wird uns schon unvergessen bleiben.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

05.02.2013 St. Maarten

Heute hat es doch tatsächlich mehrfach geregnet. Anscheinend sollen wir uns so langsam wieder an heimische Gefilde gewöhnen… Aber wir ließen uns nicht beeindrucken und trotztem dem Wetter. Schließlich regnet es meist nur ca. zehn Minuten und danach trocknet es ganz schnell wieder, was bei 30 Grad nicht gerade schwer ist 🙂

Der Tag begann mit einem Trip in die Stadt Philipsburg. Hier soll man günstig einkaufen können. Wir waren beeindruckt von den gut durchorganisierten Taxis. Auf allen anderen Inseln wurde man gefühlte 100 mal angesprochen, ob man denn nicht eine Inselrundfahrt oder einen Fahrt zum Strand braucht. Hier war es anders. An einer bestimmten Stelle standen die Taxis und man sagte dort, wo man hin will. Dann wurde man einer Gruppe zugeordnet und einem Taxi zugewiesen. Es war fast deutsche Gründlichkeit zu spüren.

Am Mittag fuhren wir dann endlich zum Flughafen-Strand (Maho-Bay, Princess Juliana Airport). Kaum angekommen, setzte auch schon die erste Maschine zur Landung an. Kaum zu glauben, aber man hat das Gefühl, man könne die Maschine berühren, so nah fliegt sie über die Köpfe hinweg. Es ist das Highlight der Insel, Menschen ohne Ende an diesem kleinen, nicht besonders schönen Strand. Alle 5-10 Minuten landet oder startet eine mehr oder weniger große Maschine. Die 747 haben wir leider verpasst, aber auch bei den etwas kleineren Maschinen ist man beeindruckt, wenn sie direkt auf einen zufliegt und nur ca. 10-20 Meter über den eigenen Kopf fliegt. Es ist schwer zu beschreiben, man muss es erlebt haben. Wir waren nur knapp eine Stunde dort, aber das hat gereicht, um unglaublich viele Erinnerungen (Fotos und Filme natürlich auch) mitzunehmen.

Zur Stadt gibt es zu sagen, daß sie total lebhaft ist, genauso wie der Stadtstrand. Mallorca auf St. Martin. Wir fanden es spaßig. Genauso interessant war heute, dass direkt neben uns ein richtig großes Schiff lag, auf dem nur homosexuelle Männer waren. Auf der „Mein Schiff“ sind ca 2000 Passagiere, dort waren es bestimmt 3000, die alle in die Stadt und an den Strand stürmten. Sie erregten eine Menge Aufsehen und uns wurde es nicht langweilig. Es gibt schon hübsche Männer 🙂

Gruß und Kuss

Michi und Thomas

04.02.2013 Antigua

So ihr Lieben, was sollen wir jetzt sagen. Diese Insel bestätigt nun die Ausnahme der Regel, dass die Karibik grün ist. Antigua ist das Gegenteil, ganz karg nur vereinzelt etwas grün und ab und zu eine Palme. Die Insel besitzt ehrlich 365 Strände, also für jeden Tag im Jahr einen anderen. Wir haben heute drei Strände davon angesehen. Einer schöner als der Andere. Eigentlich ist der Strand immer gleich auf dieser Insel, nämlich feiner weißer Sand ohne Steinchen. Das Wasser ist sowas von klar und jetzt kommts: Die Farbe!!!! Wir haben uns dann für den „Jolly Beach“ entschieden. Googeln lohnt sich! Es war genau so, wie man es sich erträumt. Leider können wir per Mail keine Bilder verschicken (die gibts beim Dia-Abend), haben aber einen kurzen Clip bei Facebook zur Verfügung gestellt.  Wir hoffen, dass wir Euch mit diesem Clip vermitteln können, was man hier spürt, denkt und fühlt. Auch steht für uns fest, sollten wir nochmals die Gelegenheit haben, in die Karibik zu Reisen, dann wird es hierher sein. Thomas hatte mir ja einen Traumurlaub versprochen. Ich muss zugeben, das hat er nun geschafft.  Es ist toll. 

Am späten Nachmittag haben wir uns noch St. John’s, das Städtchen dieser Insel, angesehen. War auch sehr schön, wir hatten aber immer noch die Strandbilder vor Augen. 

Nun geht es zum Essen und danach nehmen wir noch einen leckeren Coktail.

P.S.  Von Antigua aus konnte man die Nachbarinsel Montserrat sehen, die ja nicht mehr bewohnt ist, wegen dem noch aktiven Vulkan. Wir sahen ihn aber nicht Feuer spucken.

Bis Morgen. Ihr dürft auf den nächsten Bericht gespannt sein, es geht nämlich nach St. Maarten, wo einer der zehn „interessantesten“ Flughäfen der Welt ist. Hier hilft Euch YouTube weiter.

Michi und Thomas

03.02.2013 Dominica

Zuerst einmal an alle zu Hause: uns geht es immer besser und besser. 

Wir wissen aus Euren Mails, dass manche staunen, wie grün die Karibik ist. Auch hat der ein oder andere auch nicht mit Regenwälder gerechnet. So jetzt mal „Budder bei die Fische“, wir hatten uns die Karibik auch nicht so vorgestellt. Für uns sah die Karibik immer wie die Barcardi-Werbung aus. Klar, dass es in der Karibik auch mal einen Baum oder Strauch geben muss. Sucht man das Barcardi-Feeling, muss man wohl doch zu den Malediven fliegen. Das soll aber jetzt nicht enttäuscht klingen, wir sind zu 100% begeistert, nur hatten wir auch nicht mit Regenwäldern in dem Ausmaß gerechnet. Dass Karibik grüne Seiten hat, war zumindest einem Teil von uns klar.

So nun aber zu unserem tollen Tag. Dominica war von der Natur her die schönste Insel. Hier gibt es nur ganz wenig Touristik. Wir haben mit ca. acht anderen Touristen einen bunten Bus gemietet und haben eine Fahrt über die Insel gemacht. Wir wussten bisher nicht, wieviel Grüntöne es gibt. Die Insel ist total grün und dazwischen immer wieder bunte Farbklekse der Blüten und Früchten. Auf der Insel wachsen Bananen, Limetten, Feigen, Kakao, Kaffee, Kokosnüsse, Sternfrüchte usw. Die vielen Baumarten kann man gar nicht aufzählen. Die ganze Insel ist zudem übersäht mit Farn. Einfach wunderschön. Danach sind wir zu Schwefelquellen und Wasserfällen gefahren. Man kann es nicht beschreiben, leider lässt es sich auch nicht gut auf Bildern festhalten. Das Wasser ist ganz klar, man sieht die Fische. Leider gibt es hier keinen sehenswerten Strand. Und so was in der Karibik…

So nun geht es aber zum Abendessen und dann zum Tanzen und an die Bar.

Danach gehts wie immer mit ganz vielen Eindrücken ins Bett. Oft sind es so viele, daß man sie gar nicht so schnell verarbeiten kann. Einzuschlafen fällt da ganz schön schwer.

Fühlt Euch alle lieb gedrückt

Michi und Thomas

02.02.2013 Seetag 3

So, heute ist oder war Schiffstag. Der sah bei uns folgendermaßen aus. 6:30 Uhr Blick auf die Uhr, kurzes überlegen, ob man einen weiteren tollen Sonnenaufgang sehen möchte. Haben uns dann kurzerhand entschieden, uns noch einmal rumzudrehen und noch ein kurzes Stück zu schlafen. Eine weitere Stunde später haben wir uns dann doch aus dem Bett gequält, weil man will den Tag doch nicht verschlafen 🙂 Nach dem Duschen ging es dann auch gleich auf das Pooldeck. Vom Schiff aus war nochmals die Insel St. Lucia mit ihren 2 Bergen zu sehen. Letzte Woche sahen wir die Insel von der anderen Seite, wir sind nun nämlich auf dem Weg in die nördliche Karibik. So nach den ersten Fotos ging es zum Bug des Schiffes, um bei einer beeindruckenden Kulisse unser erstes Frühstück im Freien einzunehmen. Danach ging es folgendermaßen weiter: Sonnen, Wasser trinken, Kaffee trinken, Cola trinken, aufs Zimmer eine Stunde schlafen, Mittagessen, Wasser trinken, Cola trinken, Kaffee trinken, Mittagsschlaf, Kuchen essen, Kaffee trinken, Cocktail trinken. Jetzt liegen wir total erschöpft auf dem Bett, kämpfen mit unserem Schweinehund, der im Moment noch nicht duschen und sich zum Abendessen umziehen will. Hunger hätten wir aber schon wieder, da Seeluft hungrig macht, vom Durst ganz zu schweigen. Sollten wir vom Abendessen und dem anschließenden Cocktail nicht zu müde sein, werden wir noch tanzen gehen. Mist, jetzt haben wir schon wieder den Sonnenuntergang verpasst (waren eh Wolken da). 

Liebe Grüße an all die fleißigen daheim,

Michi und Thomas

01.02.2013 Barbados

Die schlechte Nachricht gleich zuerst, wir haben trotz anstrengender Suche bei 30 Grad Rihanna nicht finden können. Am Morgen hatten wir die Insel zu Fuß erkundet, wir sind in die sogenannte Hauptstadt gelaufen. In der sah es nicht aus wie in der Karibik, sondern eher wie ein missglückter Versuch einer supermodernen Stadt, bei der man ab und zu vergessen hat, die alten Gebäude zwischendrin zu entfernen. Auf dem Weg haben wir noch den Fischmarkt besucht. Lecker… Hoffentlich kauft das Schiff nicht hier seinen Fisch. Ach, sollte jemand von Euch lust auf einen Bilderabend haben, dürft ihr gerne eine Flasche Wein und einen leckeren Salat mitbringen, es könnte nämlich länger werden 🙂  Bis jetzt haben wir schon ca. 1500 Fotos gemacht. Am Mittag fuhren wir mit einem Taxi ins Hinterland, haben dort Zuckerrohrplantagen gesehen. Als Highlight hielten wir auf einem Berg. Von dort kann man den Atlantik sehen. Wir haben nämlich gelernt: Barbados liegt im Westen am karibischen Meer und im Osten im Atlantik. Danach fuhr uns der Taxifahrer noch an den Strand. So, und was sollen wir Euch jetzt sagen? Da war es, das absolute Bacardi-Feeling. Mit uns waren noch ca. sechs Leute da. Das Wasser wirklich kristallklar und türkis. Am Strand nichts außer Sand, Thomas und Michi. Wir dachten ja schon von den anderen Stränden, daß sie nicht mehr zu toppen wären, waren sie aber heute doch. Ab und zu lagen angespülte Steine im Wasser, die man nicht haben muss, ansonsten wirklich perfekt.

Dann noch ein kleines Anliegen von uns. Wenn ihr uns nicht so schnell wiedersehen wollt, geben wir Euch gerne unsere Kontonummer und Bankleitzahl. Wir sind einstimmig der Meinung, dass wir es in der Karibik mit Geld im Überfluss locker aushalten können. Lisa, Dich würden wir mitnehmen, alle anderen dürften immer zu Besuch kommen.

So, morgen haben wir einen Seetag und werden uns von den vielen Eindrücken erholen.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

31.01.2013 Grenada

Grenada ist die Gewürzinsel der Karibik. Dies merkt man sofort beim Verlassen des Schiffes. Der Duft der vielen Gewürze liegt in der Luft. Als es Abend wurde, hatte man wirklich das Gefühl, man könne jetzt keine Muskatnuss mehr riechen. Wir hatten ein Taxi gemietet und die Insel wieder auf eigene Faust erkundet. Zuerst haben wir eine Rundfahrt gemacht, dann Gewürze gekauft und einen Wasserfall besucht Ach da gab es auch noch ein Fort, dies war aber nicht wirklich sehenswert. Am Mittag ging es dann an den Strand. Dieser war wirklich herrlich, türkisfarbenes Wasser und weißer Strand. Wir sind gespannt, ob dies noch zu toppen ist. Das Schiff legte dann gestern Abend um 18.00 Uhr schon wieder ab und nahm Kurs auf Richtung Barbados. Somit fuhren wir heute Nacht über den Altlantik, was wir auch deutlich spüren konnten. Im Bett ist der Seegang überhaupt kein Problem, nur wenn man in der Nacht mal aufstehen muss… Kann aber auch sein, dass wir nur einen Cocktail zu viel hatten.

Nun freuen wir uns auf Barbados. Mit viiiiel Glück läuft uns Rihanna über den Weg…

Fortsetzung folgt.

Viele liebe Grüße,
Michi & Thomas

30.01.2013 St. Lucia

In der Nacht haben wir Lisa erreicht und konnten ihr zum Geburtstag gratulieren. Wir hoffen, sie hatte einen schönen Tag und hat viel gefeiert.

St. Lucia ist eine so superschöne Insel, kaum zu beschreiben. Man kann es noch nicht einmal auf Bildern festhalten, man muss es einfach spüren. Hier haben wir Karibik gefunden, wie man sie sich vorstellt. Marigot Bay: Eine wunderschöne Bucht, ideal für Segler und Auswanderer, die ihre Ruhe haben wollen. Die Hauptstadt kann man fast nicht beschreiben, so viele außergewöhnliche Eindrücke, Farben, Menschen und Leben. Der Strand war zwar nicht besonders groß, dafür waren aber nur sehr wenige Menschen da. Fast ein Strand ganz für uns alleine. Freut Euch auf die Bilder, die zeigen mehr, als wir es hier beschreiben können.

Ach ja: Wir machen Jagt auf die kleinen Viecher, die nachts die Kleider enger nähen. Gefunden haben wir sie noch nicht, aber wir sind uns ganz sicher, daß sie da sein müssen…

Zum Glück gibt es auf jeder Insel den einen oder anderen freien Internet-Zugang. So können wir Euch auf dem Laufenden halten.

Viele liebe Grüße,

Eure Urlauber