19. September 2026 – Botanischer Garten und Rumprobe

Heute ist der 19. September 2026. Wir haben richtig gut geschlafen – kein Wunder, denn gestern Abend sind wir um 23 Uhr einfach nur noch todmüde ins Bett gefallen. Wir waren fix und fertig, aber es war auch wieder ein richtig schöner Abend.

Wenn man zu sechst unterwegs ist, gibt es eigentlich immer etwas zu erzählen und vor allem unglaublich viel zu lachen. Irgendjemand haut garantiert den nächsten Spruch raus, und schon geht es wieder los. Genau das macht diese Tage gerade so schön. Wir sechs verstehen uns einfach richtig gut – und offenbar sorgt diese Kombination auch dafür, dass wir abends deutlich länger durchhalten als sonst.

Heute Morgen waren die Akkus jedenfalls wieder voll. Um 8 Uhr haben wir uns alle zum Frühstück getroffen, denn natürlich musste auch der nächste gemeinsame Tag geplant werden. Für heute hatten wir uns eigentlich ein etwas gemütlicheres Programm vorgenommen: den Botanischen Garten besuchen, anschließend eine Rumprobe machen und danach einfach mal schauen, was der Tag noch so bringt.

Um 10 Uhr ging es los. Unser Taxifahrer von gestern holte uns wieder am Hotel ab. Und er hatte tatsächlich seine Hausaufgaben gemacht: Nachdem wir gestern an einem Ananasfeld gestanden hatten, an dem noch nichts reif war, hatte er sich über Nacht schlau gemacht und fuhr mit uns zuerst zu einem anderen Feld. Und siehe da – diesmal gab es Ananas in allen Stadien, von noch nicht ganz reif bis erntereif. Jetzt wissen wir also endgültig, wo unser täglicher Frühstücksnachschub herkommt.

Danach ging es weiter zum Botanischen Garten. Der ist wirklich riesig und wunderschön, und es gab jede Menge zu entdecken und zu bestaunen. Sogar Flughunde haben wir dort gesehen. Natürlich haben wir versucht, sie zu fotografieren – was sich als gar nicht so einfach herausstellte.

Und wie schon die letzten Tage festgestellt: Zu sechst macht einfach alles noch ein bisschen mehr Spaß. Vor allem beim Fotografieren entstehen ständig neue Ideen. Robert ist darin inzwischen unser Spezialist – egal ob schöne Bilder oder irgendwelche verrückten Fotoposen, ihm fällt garantiert etwas ein.

Als Abschluss unseres heutigen Ausflugs stand noch die Besichtigung einer Rumfabrik auf dem Programm – natürlich inklusive Rumprobe. Und sagen wir mal so: Danach wurde die Stimmung im Taxi auf der Rückfahrt nicht unbedingt ruhiger. 😂

Gegen 16 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Den restlichen Nachmittag haben wir dann ganz gemütlich ausklingen lassen: Cappuccino am Strand, ab ins Meer und einfach nur genießen. Nach den vielen Eindrücken der letzten Tage tat so ein entspannter Abschluss richtig gut.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

18. September – Einmal quer über Mauritius

Heute stand unsere Inselrundfahrt auf dem Programm. Schon gestern hatten wir uns einen Taxifahrer gebucht, der uns heute einmal quer über Mauritius fahren sollte. Der Preis war vorher festgelegt: umgerechnet 45 Euro pro Paar – für einen ganzen Tag wirklich fair. Unser erster Stopp war ein kleines Museum für Schiffsmodellbau. Dort entstehen die filigranen Modelle tatsächlich noch komplett von Hand. Schon spannend zu sehen, wie viel Geduld und Feinarbeit in so einem kleinen Schiff steckt.

Danach ging es weiter in die Berge. An einem Aussichtspunkt gönnten wir uns erstmal leckere Himbeeren und anschließend drehten wir eine Runde um einen erloschenen Vulkankrater. Die Aussicht war wunderschön und spätestens nach der Runde hatten wir auch das Gefühl, uns unser nächstes Essen redlich verdient zu haben.

Weiter ging es zur Tempelanlage Ganga Talao, auch Grand Bassin genannt, einem der wichtigsten hinduistischen Pilgerorte auf Mauritius. Rund um den heiligen See stehen Tempel und riesige Götterstatuen. Viele Menschen auf Mauritius haben indische Wurzeln, denn ihre Vorfahren kamen vor allem im 19. Jahrhundert als Vertragsarbeiter auf die Insel. Bis heute prägen hinduistische Traditionen, Feste und Tempel das Leben hier ganz deutlich. Für Unterhaltung sorgte außerdem ein kleines Äffchen, das sich ganz selbstverständlich eine Mandarine vom Gabenteller schnappte und damit verschwand. Robert ist übrigens unser Fotograf für die besonderen Momente – er macht nicht nur richtig schöne, sondern auch herrlich witzige Bilder. Thomas und ich haben uns deshalb irgendwann sogar vor den Tempelstatuen auf den Boden gelegt und posiert. Für ein gutes Urlaubsfoto muss man eben manchmal Opfer bringen.

Danach war erstmal Lunch angesagt und wir haben uns kurz gestärkt. Eine Teeplantage haben wir anschließend noch von außen angeschaut, bevor es weiter in eine Art Adventure Park ging. Dort gab es die Siebenfarbige Erde, einen Wasserfall, Riesenschildkröten und jede Menge Natur zu sehen. Die angebotenen Action-Abenteuer haben wir allerdings großzügig anderen überlassen – für uns war das viele Laufen heute schon Action genug.

Zur Stärkung nach dieser Runde gab es einen Mango Lassi und Kaffee. Der Mango Lassi war wirklich richtig lecker. Auf dem Rückweg hielt unser Taxifahrer dann noch an einem Ananasfeld, weil keiner von uns bisher gesehen hatte, wie Ananas eigentlich in der Natur wachsen. Hier essen wir sie fast jeden Morgen zum Frühstück, deshalb war das natürlich interessant. Leider war gerade keine Erntezeit, sonst hätten wir wahrscheinlich direkt zugeschlagen.

Gegen 18 Uhr waren wir wieder im Hotel, haben kurz die Füße hochgelegt und sind danach zum Abendessen gegangen. Das Essen hier ist wirklich richtig lecker. Zum Abschluss ging es natürlich noch an die Strandbar. Das Lustige ist, dass wir es mit unserer Truppe abends tatsächlich bis 23 Uhr schaffen. Wir haben ständig etwas zu lachen, einer setzt noch einen drauf und es ist einfach nur spaßig und herrlich unkompliziert. Genau so soll Urlaub sein.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

17. September – Ankunft auf Mauritius

Wir landen in Mauritius – endlich! 🌴

Hinter uns liegt ein wirklich schöner Flug: leckeres Essen, bequeme Sitze und insgesamt eine sehr angenehme Reise. Gegen 22:00 Uhr haben wir unsere „Schlafposition“ eingenommen und versucht, ein bisschen Ruhe zu bekommen.

Thomas hat tatsächlich etwas geschlafen, ich dagegen eher weniger. Turbulenzen hatten wir zwar keine, aber das Flugzeug hat die ganze Zeit ein wenig gewackelt – und wahrscheinlich war auch einfach zu viel Vorfreude im Kopf, um richtig einschlafen zu können. 😄

Um 5:45 Uhr mauritischer Zeit sind wir schließlich gelandet – hier sind wir Deutschland zwei Stunden voraus. Nach einer kurzen Wartezeit ging es mit dem Bus weiter zu unserem Hotel.

Und der erste Eindruck: richtig schön! Es ist eher klein, total schnuckelig und genau so, wie wir es mögen. 🌴

Im Hotel angekommen, wunderten wir uns allerdings: Wo sind eigentlich Heiko und Heidrun? An der Rezeption sagte man uns, dass wir schon bald zum Frühstück gehen könnten. Also setzten wir uns an einen Tisch und schrieben den beiden erst einmal: Wir sind da!

Und dann kam der Auftritt des Tages. 😂

Kurze Zeit später tauchten Heiko und Heidrun unter großem Tohuwabohu auf. Und Heiko hatte tatsächlich Wort gehalten: Er trug ein Baströckchen! Damit hatte er schlagartig die Aufmerksamkeit des gesamten Lokals – und natürlich ganz besonders unsere. 😂

Wir haben uns köstlich amüsiert und vor allem darüber gefreut, dass er seine Ankündigung tatsächlich durchgezogen hat. Wer so zum Frühstück erscheint, kann zumindest nicht behaupten, unauffällig in den Urlaub gestartet zu sein.

Im Schlepptau hatten die beiden Maika und Robert, ein Pärchen, das sie gleich bei ihrer Anreise kennengelernt hatten. Heiko und Heidrun waren nämlich mit satten sechs Stunden Verspätung auf Mauritius angekommen. Im Hotel lernten sie dann Maike und Robert kennen – und offenbar passte es auf Anhieb.

Also wurden uns die beiden heute Morgen gleich beim Frühstück vorgestellt. Und was sollen wir sagen: Auch wir fanden sie auf Anhieb richtig nett. Kurzerhand wurde deshalb beschlossen: Ab sofort werden die Unternehmungen nicht mehr zu viert, sondern zu sechst gestartet. So schnell kann eine Reisegruppe wachsen. 😄

Erst einmal wurde allerdings ganz, ganz ausführlich gefrühstückt. Schließlich gab es viel zu erzählen. Danach haben wir uns zusammengesetzt und Heiko hat direkt einen Plan für unsere gemeinsame Woche ausgearbeitet. Mal schauen, wie viel davon wir tatsächlich genauso machen – Urlaub und Pläne sind ja bekanntlich zwei Dinge, die nicht immer hundertprozentig zusammenpassen. 😂

Mittags ging es dann noch an den Strand. Und tatsächlich waren alle im Meer – außer mir. Mir war es einfach viel zu kalt. 🥶 Ich glaube allerdings, dass meine Müdigkeit da ordentlich mitgemischt hat. Nach einer praktisch schlaflosen Nacht fühlt sich wahrscheinlich selbst Mauritius ein bisschen frisch an.

Wobei: Das Wasser ist tatsächlich nicht gerade badewannenwarm. Vielleicht gebe ich ihm morgen noch einmal eine Chance. 😉

Am Nachmittag sind wir noch gemütlich am Strand entlang in die Stadt gebummelt. Viel mehr musste es für unseren ersten Tag dann auch wirklich nicht sein.

Als wir zurück im Hotel waren, gab es um 18 Uhr Cocktails und kleine Häppchen. 🍹 Genau das Richtige, um diesen ersten Tag langsam ausklingen zu lassen.

Um 19 Uhr geht es jetzt gleich zum Abendessen – und danach werden Thomas und ich vermutlich einfach nur noch todmüde ins Bett fallen. Ich glaube, heute muss uns niemand in den Schlaf wiegen. 😴

Was wir aber unbedingt noch sagen möchten: Es ist wirklich schön, wie gut wir sechs uns verstehen. Heiko, Heidrun, Maika und Robert haben sogar mit ihrer Planung gewartet, bis wir angekommen waren, damit wir gemeinsam besprechen können, was wir in den nächsten Tagen unternehmen möchten.

Das fanden wir einfach richtig schön. ❤️ Und jetzt freuen wir uns sehr auf die kommenden Tage, auf unsere gemeinsamen Unternehmungen und darauf, Mauritius zu entdecken.

Für heute allerdings ist Schluss – unsere Betten rufen ziemlich laut. 😂

Liebe Grüße aus Mauritius und bis morgen! 🌴☀️
Michi & Thomas

Mauritius, wir kommen! 🌴🇲🇺 16.09.2026

Heute geht’s los! ✈️🌴

Erst einmal Richtung Flughafen – um 16:30 Uhr hebt unser Flieger nach Mauritius ab. Nachtflug, hoffentlich ein bisschen Schlaf, und morgen früh gegen 6 Uhr Ortszeit sind wir da. Für alle, die Mauritius erst mal auf der Karte suchen müssen: Indischer Ozean, östlich von Madagaskar, Südhalbkugel und zwei Stunden vor Deutschland. Während hier langsam der Herbst anklopft, beginnt dort der Frühling. Uns erwarten türkisblaues Wasser, Traumstrände, grüne Berge, Wasserfälle und Palmen – klingt verdächtig nach Paradies. Und natürlich gibt es auch wieder wichtige Forschungsarbeit: Ob das Wasser auf der Südhalbkugel andersherum abläuft, haben wir in Südafrika eigentlich schon geklärt … aber gute Wissenschaft verlangt Wiederholungsversuche.

Eigentlich hatten wir alles gut im Griff. Wirklich. Wir haben Business Class gebucht und dürfen jeweils 30 Kilo Gepäck mitnehmen – und ich war fest davon überzeugt, dass eigentlich alles im Koffer ist. Bis Thomas mir dann ganz beiläufig vorgelesen hat, dass wir zusätzlich pro Person noch 16 Kilo Handgepäck mitnehmen dürfen. Zwei Gepäckstücke. Und eine Handtasche. Tja. Das war natürlich ein Fehler, mir das zu sagen. Denn plötzlich war da ja wieder Platz. Ganz viel Platz! Und da unsere Koffer noch nicht einmal annähernd bei zweimal 30 Kilo angekommen waren, fing ich an umzupacken. Vielleicht brauche ich doch noch ein Kleid mehr. Und eine Hose. Und noch einen Pulli. Und überhaupt – man weiß ja nie. Mauritius kann schließlich sehr überraschend sein. Und dann kam mein kleines Schuhproblem. Ich habe Wasserschuhe fürs Meer, Badeschuhe, ein Paar Pantoletten, Sandalen, Turnschuhe zum Wandern, zwei Paar Sandalen zum schnellen Reinschlüpfen, die natürlich auch zu Kleidern passen müssen … und eigentlich würde ich gerne noch meine Chucks mitnehmen. Thomas sagt nämlich immer, dass er Chucks zum Kleid total toll findet. Punkt. Also müssen die quasi mit. Das Beste kommt aber noch: Thomas hat mir allen Ernstes einen ganzen Rucksack voll mit Schuhen gepackt. Und als ich ihn ein bisschen ungläubig angeschaut habe, meinte er nur, er müsse schließlich auch noch Schuhe mitnehmen: Wanderschuhe, Badeschuhe, Wasserschuhe und zwei Paar Schuhe für die Freizeit zum Wechseln. Ganz ehrlich – wir fliegen zwei Wochen nach Mauritius und eröffnen dort vermutlich nebenbei ein Schuhgeschäft. Das ist doch bekloppt, oder? Dabei sollte das doch ein erholsamer Urlaub werden. Ruhe, Sonne, Meer, einfach mal abschalten. Und was mache ich? Ich habe schon Stress, bevor wir überhaupt losgeflogen sind. Heute Morgen fing ich nämlich schon wieder an, den Koffer umzupacken. Raus, rein. Raus, rein. Das Kleid doch mit. Die Hose vielleicht doch nicht. Den Pulli lieber wieder rein. Die Schuhe noch mal neu sortieren. Eigentlich müsste auf dem Koffer inzwischen stehen: „Bitte nicht öffnen – Inhalt emotional instabil.“ Um 12:30 Uhr ging es dann endlich Richtung Flughafen. Ob das Schuh- und Kleiderproblem bis dahin wirklich endgültig gelöst war? Sagen wir mal so: Der Koffer war zu. Mehr musste in diesem Moment niemand wissen. Irgendwann musste Schluss sein mit raus, rein, doch noch mal umpacken und der Frage, ob ich dieses eine Kleid nun wirklich brauche. Also Reißverschluss zu, Koffer ins Auto und los. Jetzt, kurz vor dem Abflug, kann ich zumindest sagen: Wir haben es geschafft. Mauritius wartet – und falls dort plötzlich irgendwo ein Schuhgeschäft fehlt, könnten wir vermutlich problemlos eins eröffnen.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

Koffer zu, Erwartungen hoch – Mauritius, wir kommen!

Die Koffer sind gepackt. Fast jedenfalls. Denn wie immer gibt es diese letzten Kleinigkeiten, bei denen man sich fragt, ob man sie wirklich braucht – und sie dann sicherheitshalber doch noch irgendwo dazwischenquetscht. Aber morgen ist es soweit.

Am 16. September 2026 fliegen wir nach Mauritius und kommen am 30. September 2026 wieder zurück. Zwei Wochen Insel, Meer, Sonne, Freunde, Geburtstag, Bergpläne und hoffentlich jede Menge Geschichten, die es später hier zu erzählen gibt. Unsere Erwartungen sind dabei ziemlich hoch. Sehr hoch sogar. Denn sagen wir es mal so: Dieser Urlaub war nicht gerade günstig. 😄 Also Mauritius – kein Druck, aber wir erwarten schon ein bisschen was.

Eigentlich beginnt unsere Mauritius-Geschichte aber schon viel früher, nämlich in der Karibik. Dort haben wir Heiko und Heidrun kennengelernt. Die beiden kommen aus Sachsen-Anhalt und gehörten zu diesen Urlaubsbekanntschaften, bei denen man schnell merkt: Das bleibt wahrscheinlich nicht bei einem netten Gespräch an Bord. Und tatsächlich blieb es nicht bei einem „Man müsste sich wirklich mal wiedersehen“.

Im Januar telefonierten wir per FaceTime miteinander – und irgendwann im Laufe dieses Gesprächs kam Mauritius zur Sprache. Und dann der große Zufall: Wir hatten alle unabhängig voneinander Mauritius gebucht. Nicht gemeinsam geplant, nicht abgesprochen, einfach so – und auch noch fast zur gleichen Zeit.

Da war natürlich schnell klar: Wenn wir schon zufällig gemeinsam auf Mauritius landen, dann müssen wir das auch richtig nutzen. Thomas und ich hatten für die erste Woche ursprünglich ein anderes Hotel gebucht. Das haben wir dann kurzerhand geändert und wohnen nun vom 17. bis 24. September im Veranda Grand Baie. So können wir mit Heiko und Heidrun nicht nur tagsüber unterwegs sein, sondern auch abends zusammensitzen, essen, trinken, quatschen und wahrscheinlich ziemlich viel lachen.

Seit der Karibik haben wir uns inzwischen auch schon zweimal wiedergesehen. Einmal für ein schönes gemeinsames Wochenende in Mainz inklusive Fernsehgarten. Und erst vor wenigen Wochen dann noch einmal in Goslar.

Dieses Treffen hatte allerdings schon einen ganz klaren Mauritius-Bezug. Thomas und Heiko haben nämlich beschlossen, auf Mauritius gemeinsam einen Berg zu besteigen. Und wenn Männer so etwas planen, muss natürlich vorher trainiert werden. Also ging es auf den Brocken.

Während Heidrun und ich die deutlich angenehmere Variante gewählt haben und shoppen gingen, machten sich Thomas und Heiko von Schierke aus auf den Weg nach oben. Training für Mauritius. Der Brocken hat seine Aufgabe dabei ziemlich ernst genommen. Thomas hatte danach einen Muskelkater, über den noch eine ganze Weile gesprochen wurde. 😄 Ob der Berg auf Mauritius genauso gründlich arbeitet, werden wir bald herausfinden.

Aber bevor überhaupt irgendjemand einen Berg besteigt, gibt es noch ein anderes Versprechen einzulösen. Und das betrifft Heiko. Aus irgendeinem Grund – wie genau wir an diesen Punkt gekommen sind, weiß vermutlich keiner mehr so genau – hat Heiko angekündigt, uns bei unserer Ankunft im Hotel im Bastrock zu begrüßen.

Tja. Das Problem bei solchen Aussagen ist: Wir merken uns so etwas. Sehr genau. 😄 Heiko und Heidrun fliegen schon am Wochenende vor uns los, wir starten erst am Mittwoch. Das bedeutet: Die beiden haben genug Zeit, sich einzugewöhnen, die Gegend zu erkunden und vor allem irgendwo einen geeigneten Bastrock aufzutreiben. An mangelnder Vorbereitungszeit kann es also nicht scheitern.

Die erste Woche im Veranda Grand Baie wird wahrscheinlich ohnehin die etwas lebhaftere unserer beiden Urlaubswochen. Freunde, gemeinsame Ausflüge, schöne Abende, viel Lachen – und mittendrin ein besonderer Tag: Am 20. September hat Thomas Geburtstag. Geburtstag auf Mauritius, mit Freunden, unter Palmen – das klingt schon ziemlich gut.

Nach der ersten Woche verabschieden wir uns von Heiko und Heidrun und wechseln am 24. September ins LUX* Le Morne. Und damit beginnt praktisch Urlaub Nummer zwei. Die zweite Woche soll ruhiger werden: Strand, Meer, gutes Essen, ausschlafen, vielleicht auch einfach mal gar nichts tun. Mauritius genießen und für ein paar Tage alles andere ein bisschen weiter weg sein lassen.

So haben wir diesmal eigentlich zwei Reisen in einer: Woche eins im Veranda Grand Baie: Freunde, Ausflüge, Geburtstag, Bergpläne, gemeinsame Abende – und hoffentlich Heiko im Bastrock. Woche zwei im LUX* Le Morne: Ruhe, Strand, Genuss und ganz viel Mauritius.

Und jetzt? Jetzt stehen die Koffer da. Die letzten Sachen müssen noch rein, morgen geht es los – und die Vorfreude steigt langsam in Richtung Anschlag. Mauritius, wir sind bereit. Und ja: Die Erwartungen sind hoch. Sehr hoch. Aber du warst schließlich auch teuer. 😄

Liebe Grüße Michi und Thomas

23. Mai 2026 — Vierter Seetag

Heute hatten wir einen ganz entspannten letzten Seetag. Morgen früh endet unsere Reise in Hamburg und irgendwie sind diese zehn Tage wie im Flug vergangen. Ein bisschen traurig sind wir schon, denn wir, ich und Thomas werden die Drei zuhause bestimmt sehr vermissen.

Heute Morgen wachten wir bei strahlendem Sonnenschein auf und Thomas und ich konnten das richtig genießen. Zum ersten Mal seit Tagen war sogar Frühstück im Freien möglich – mit Sonne im Gesicht und Meerblick. Besser kann ein letzter Seetag eigentlich kaum starten.

Lisa, Maik und natürlich der kleine Henry machten dagegen erst einmal Urlaub vom Urlaub und schliefen gemütlich bis 8:30 Uhr. Eigentlich sogar bis 9:30 Uhr, denn die Uhren wurden in der Nacht wieder umgestellt. Irgendwann schafften die drei es dann aber doch noch zum Frühstück.

Um 11 Uhr besuchten Lisa und ich einen Strudel-Workshop. Das war wirklich richtig gut und natürlich mussten die Ergebnisse später auch getestet werden. Um 15 Uhr gab es dann die große Verkostung mit unseren Lieben – und ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass Henry vom Strudel restlos begeistert war. Sobald irgendwo Essen auftaucht, ist unser kleiner Feinschmecker schließlich sofort zur Stelle.

Den Nachmittag verbrachten wir ganz entspannt im Spieleparadies. Henry spielte, tobte und hatte noch einmal richtig Spaß, während wir Erwachsenen die letzten Stunden an Bord einfach genossen haben.

Und nun heißt es langsam Abschied nehmen. Morgen endet unsere Reise leider schon. Wir hatten wunderschöne Tage mit vielen lustigen Momenten, gutem Essen, Wind, Sonne, etwas Seegang und ganz vielen gemeinsamen Erinnerungen.

P. S. So sieht es übrigens am Platz aus Henry fertig ist mit Essen

Vielen Dank, dass ihr uns auf dieser Reise begleitet habt ☀️

22. Mai 2026 — Dover

Heute sind wir in Dover angekommen. Ich, Michi, war schon um 5:15 Uhr hellwach und habe Thomas geweckt, weil ich dachte, es wäre bereits 6:15 Uhr. Dafür wurde er immerhin mit einem traumhaften Sonnenaufgang belohnt. Lisa war übrigens auch schon viel zu früh wach und ebenfalls überzeugt, die Uhr wäre weiter. Wahrscheinlich liegt das einfach daran, dass unsere Handys und Uhren ständig automatisch die Zeitzone umstellen. Wenn man hier zwischen England und Frankreich unterwegs ist, springt die Uhr gefühlt dauernd hin und her. Frankreich hat nämlich die gleiche Uhrzeit wie wir zu Hause in Deutschland, England dagegen ist eine Stunde zurück. Deshalb leben wir hier die ganze Zeit irgendwie „eine Stunde hinter euch“.

Bei der Einfahrt nach Dover fuhren wir an den berühmten weißen Kreidefelsen vorbei – den sogenannten White Cliffs of Dover. Die bis zu über 100 Meter hohen Felsen bestehen aus heller Kreide mit schwarzen Feuersteinadern und sind eines der bekanntesten Wahrzeichen Großbritanniens.

Nach dem Frühstück sind wir zu Fuß nach Dover in die Stadt gelaufen. Dort haben wir uns erst einmal getrennt. Thomas und ich landeten in einem total süßen kleinen Café – und genauso süß war wohl auch Thomas’ Frappe. Ich glaube, da war mehr Sahne als Kaffee drin.

In der Stadt haben wir uns erst einmal aufgeteilt. Lisa und Maik waren mit Henry unterwegs, während Thomas und ich ganz entspannt mal wieder etwas Zeit zu zweit hatten und durch die Stadt gebummelt sind. Nach gut einer Stunde trafen wir uns aber wieder und gingen gemeinsam lecker Mittagessen.

Auf dem Rückweg zum Schiff liefen wir am Hafen entlang – bei absolutem Traumwetter. Nachdem wir uns noch ein leckeres Eis gegönnt hatten, beschlossen Lisa und Henry spontan, die Füße im Ärmelkanal baumeln zu lassen. Und ja: Henry fand das mindestens genauso spannend wie wir.

Auf dem Rückweg zum Schiff haben wir noch an einem schönen kleinen Kiosk direkt am Ärmelkanal Halt gemacht. Bei dem tollen Wetter ließen sich Lisa und Henry natürlich nicht zweimal bitten und planschten mit den Füßen im eiskalten Wasser. Henry fand das großartig 

Um 17:00 Uhr saßen wir dann gemütlich in der Hoheluft Bar auf dem Schiff. Für uns Erwachsene gab es einen Cocktail, und Henry bekam natürlich sein „Kinderbier“. Damit war er mindestens genauso zufrieden wie wir.

Für Henry gab es am Abend im Club der Seeräuber dann noch einen kleinen Sensorik-Kurs. Dort wurde gespielt, entdeckt und ausprobiert – genau nach Henrys Geschmack. Da wurde geklopft, gefühlt, bestaunt und natürlich auch alles ganz genau untersucht.

Liebe Grüße, Lisa, Michi, Henry, Maik und Thomas

21. Mai 2026 — Dritter Seetag

Heute war bei uns ganz klar: Entspannungstag. Unser dritter Seetag stand komplett unter dem Motto „faul sein, gut essen und einfach treiben lassen“.

Heute Morgen beim Aufwachen war das Wetter allerdings wirklich gruselig. Auf dem Weg nach Dover hing alles voller Nebel und grauer Wolken. Man konnte teilweise überhaupt keinen Horizont mehr erkennen. Das Schiff musste ständig sein Horn einsetzen, damit andere Schiffe gewarnt werden. Dieses tiefe Nebelhorn alle paar Minuten hatte schon eine ganz besondere Stimmung — irgendwie gemütlich und unheimlich gleichzeitig.

Nach dem Frühstück ging es für Henry natürlich erst einmal ins Spieleparadies. Dort hat der kleine Mann direkt neue Freunde gefunden und ordentlich gespielt, während wir Erwachsenen den Tag etwas ruhiger angingen. Ich, Michi, bin heute ein bisschen erkältet, aber nichts Dramatisches. Thomas nutzte den entspannten Tag natürlich professionell und verbrachte viel Zeit in der Sauna. Lisa und Maik beschäftigten sich derweil mit dem kleinen Henry.

Und Henry macht gerade riesige Fortschritte beim Laufen. Immer wieder läuft er schon ein oder zwei Schritte ganz alleine — meistens genau dann, wenn er gar nicht merkt, dass er gerade läuft. Oder wenn Papa ihn an der Hüfte leicht festhält und Henry einfach losmarschiert, ohne groß darüber nachzudenken. Und ehrlich gesagt: Auf einem schwankenden Kreuzfahrtschiff zählen die ersten Schritte wahrscheinlich doppelt.

Beim Mittagessen zeigte Henry dann sehr deutlich, dass er inzwischen ganz eigene kulinarische Vorstellungen hat. Sein Gläschen wollte er heute überhaupt nicht. Stattdessen standen Erbsen und Süßkartoffelstampf ganz hoch im Kurs. Das absolute Highlight waren allerdings die Spareribs von Mama. Die schmeckten ihm offenbar so gut, dass wir irgendwann vorsichtshalber den Tisch etwas umorganisieren mussten, damit nicht das komplette Umfeld an seinem Mittagessen beteiligt wird.

Sein Essen blieb übrig

Am Nachmittag änderte sich das Wetter dann plötzlich komplett. Seit etwa 14:30 Uhr hatten wir strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel. Allerdings war es ziemlich windig. Sobald man nicht irgendwo windgeschützt saß, wurde es richtig kalt. Aber Sonne macht selbst kalten Wind irgendwie angenehmer.

Vor dem Schlafengehen stand dann noch Henrys persönliches Abendprogramm an: Treppentraining. Mit großer Begeisterung krabbelte er die vielen Treppen auf dem Schiff rauf und runter — und das mittlerweile schon richtig gut. Dabei hatte er natürlich auch einige Zuschauer, die ihn begeistert beobachteten. Henry genoss die Aufmerksamkeit sichtbar und krabbelte stolz weiter, als wäre das Schiff heute nur für sein persönliches Fitnessprogramm gebaut worden.

Morgen sind wir dann in Dover wieder in England.

Liebe Grüße, Lisa, Maik, Henry, Thomas und Michi

20. Mai 2026 — Liverpool

Heute stand also Liverpool auf dem Programm.
Mit dem Taxi ließen wir uns zuerst zum Anfield fahren. Schon von außen merkt man sofort: Hier ist Fußball nicht einfach nur Sport – hier ist es Religion. Selbst wir Nicht-Profis konnten spüren, dass dieser Ort für die Fans etwas ganz Besonderes ist.

Natürlich blieb es nicht beim Anschauen. Für den kleinen Henry musste standesgemäß Fan-Nachwuchs-Ausstattung her. Also gab es einen Liverpool-Fanschal, kleine Fan-Socken und sogar ein Bilderbuch vom Liverpool F.C.. Spätestens jetzt gehört Henry wohl offiziell zur jüngsten Fanabteilung der Reds.

Danach ging es zu Fuß weiter Richtung Innenstadt. Henry ließ sich natürlich wieder von allem ablenken, was Räder hatte, blinkte oder Geräusche machte. Wahrscheinlich hätte er am liebsten jeden zweiten Bus persönlich untersucht. Und während wir Erwachsenen die Stadt anschauten, war Henry hauptsächlich damit beschäftigt, freundlich fremde Menschen anzulächeln — mit erstaunlich großem Erfolg.

Auf dem Rückweg Richtung Innenstadt legten wir noch eine kleine Pause an der Liverpool Central Library ein. Der Weg vom Stadion zurück war nämlich doch deutlich länger, als wir anfangs gedacht hatten.

Während Henry ganz friedlich im Wagen schlief, genossen wir kurz das Durchatmen und das Gefühl, einfach mitten in Liverpool unterwegs zu sein. Nach Fußballstadion, Fanshop und langem Fußmarsch machten sich unsere Beine inzwischen doch bemerkbar. Henry hingegen ließ sich davon überhaupt nicht beeindrucken — einmal kurz im Kinderwagen eingeschlafen und schon war die Welt wieder vollkommen in Ordnung.

So langsam merkten wir aber alle: Liverpool entdeckt man am besten zu Fuß … und dabei sammelt man automatisch einige zusätzliche Kilometer, die ursprünglich ganz sicher nicht geplant waren.

Zum Mittagessen gab es dann ganz typisch britisch Fish and Chips. Wenn man schon einmal in Liverpool ist, gehört das einfach dazu.

Der kleine Henry war natürlich sofort interessiert, sobald Essen auf dem Tisch stand. Und wie inzwischen üblich, wollte er selbstverständlich überall mitprobieren. Besonders die Pommes hatten es ihm angetan. Man könnte inzwischen meinen, Henry führt auf dieser Reise einen internationalen Geschmackstest durch — gestern schottische Crisps, heute britische Fish and Chips.

Jedenfalls war sehr schnell klar: Der Appetit unseres kleinen Mitreisenden wird von Tag zu Tag größer. Wahrscheinlich braucht er bald nicht nur ein neues Armband fürs Schiff, sondern auch eine eigene Portion auf der Speisekarte.

In der City von Liverpool haben wir dann – passend zu Henrys Pullover und seinem heutigen Outfit – tatsächlich Paddington Bär getroffen.
Henry war erst einmal etwas skeptisch, ob der kleine Bär mit Hut und Marmeladenbrot wirklich vertrauenswürdig ist. Während Mama noch versuchte, ihn zum gemeinsamen Foto zu motivieren, saß Paddington ganz entspannt auf der Bank und wartete geduldig.

Irgendwie passte das Bild perfekt zu unserem Tag in Liverpool: ein bisschen britisch, ein bisschen chaotisch und auf jeden Fall ziemlich niedlich.

Natürlich entdeckten wir im Kaufhaus auch sofort die typisch britische Seite von Liverpool: unzählige elegante Hüte und Fascinators in allen Farben und Formen.

Von knalligem Pink über sattes Grün bis hin zu königlichem Dunkelblau war alles dabei. Man hatte direkt das Gefühl, jeden Moment könnte irgendwo eine royale Gartenparty beginnen.

Zum Abschluss unseres Liverpool-Tages haben wir natürlich noch die berühmtesten Söhne der Stadt besucht: die The Beatles. Ein Erinnerungsfoto mit den Beatles gehört hier schließlich fast genauso dazu wie Fish and Chips oder Fußball.

Henry nahm das Ganze allerdings ziemlich entspannt. Ob echte Menschen, Straßenmusiker oder berühmte Statuen — Hauptsache, es gibt etwas zu entdecken. Und weil so ein langer Tag in Liverpool anstrengend ist, gönnte sich der kleine Mann zum Abschluss natürlich noch ein Eis.

Damit war sein persönlicher Höhepunkt des Tages vermutlich gefunden. Fußballstadion schön und gut, Beatles interessant … aber Eis gewinnt am Ende eben doch gegen alles.

Liebe Grüße, Lisa, Maik, Henry, Thomas und Michi.

P.S.: Morgen haben wir wieder einen Seetag.

19. Mai 2026 — Greenock

Als wir heute Morgen aufwachten, war erstmal nicht viel zu sehen. Eigentlich sah alles gleich grau aus – Himmel grau, Meer grau, irgendwo dazwischen vermutlich noch Schottland. Nur ab und zu flog mal eine Möwe vorbei. Die hatte anscheinend bessere Orientierung als wir. Also war erst mal duschen und frühstücken angesagt, in der Hoffnung, dass sich draußen vielleicht doch noch etwas mehr erkennen lässt. Natürlich durfte auch das Zähneputzen von Henry nicht fehlen. Danach bekam er stolz sein T-Shirt angezogen, das ich extra für unseren Urlaub bedruckt hatte.

Nach dem Frühstück ging es mit Henry erst einmal in den Spielkreis. Dort wurde gespielt, geklettert und ein grünes Krokodil ausführlich getestet. Danach machten wir uns wetterfest und liefen bei typisch schottischem Wetter nach Greenock. Also: Regen. Viel Regen. Und zwischendurch zur Abwechslung noch ein bisschen mehr Regen.

Henry fand das Ganze allerdings großartig. Das Regenverdeck seines Kinderwagens klappte durch den Wind ständig auf und zu und er machte begeistert selbst mit. Für ihn war das vermutlich die Attraktion von Greenock schlechthin. Henry ließ sich vom Regen jedenfalls überhaupt nicht beeindrucken. Dick eingepackt im gelben Regenanzug grinste er fröhlich durch Greenock, als wäre genau dieses Wetter extra für ihn bestellt worden.

Übrigens stammt aus Greenock James Watt, der die Dampfmaschine entscheidend verbessert hat. Während die Stadt also Industriegeschichte bietet, beschäftigen wir uns inzwischen eher mit einer anderen schottischen Spezialität: Crisps. So heißen hier nämlich Chips — und davon gibt es in Schottland und Irland gefühlt ungefähr 17.000 Sorten.

Lisa hat daraus mittlerweile eine richtige Urlaubsmission gemacht: In jedem Hafen müssen neue Crisps getestet werden. Heute fiel die Wahl auf „Bangers & Mash“-Geschmack. Also Kartoffelbrei mit Bratwurst als Chip. Man weiß dabei nie so genau, ob das genial oder einfach nur völlig verrückt ist. Wir werden heute Abend den Selbstversuch noch starten.

Danach ging es für uns in die Sport Arena auf dem Schiff. Während draußen der schottische Regen gegen die Fenster prasselte, wurde drinnen ordentlich Gas gegeben.
Es wurde Fußball gespielt, Tischtennis gespielt und sogar die Kletterwand erobert. Henry testete inzwischen alles, was Rollen hatte – vom Roller bis zum Bobbycar. Und als hätte er nie etwas anderes gemacht, düste er geschniegelt durch die Halle, als wäre er schon seit Jahren Profi-Rennfahrer auf hoher See.

Besonders lustig war seine Frisur danach: eine Mischung aus „Ich hatte Spaß“ und „Ich wurde vom Nordseewind persönlich frisiert“.

Zwischendurch wurde natürlich auch fleißig gelaufen, balanciert und ausprobiert. Henry war überall gleichzeitig und hatte sichtbar Freude daran, die Sport Arena Zentimeter für Zentimeter zu erkunden.

Und weil so viel Bewegung bekanntlich hungrig macht, gab es später zur Stärkung noch leckere Chicken Legs. Henry nahm die Sache sehr ernst und prüfte das Hähnchen fachmännisch mit beiden Händen – schließlich muss man auf Kreuzfahrt ja auch die internationalen Spezialitäten testen.

Zum krönenden Abschluss des Tages ging es am Abend noch ins Theater. Dort gab es eine Vorführung mit Dudelsackspielern und traditionellen schottischen Tänzen.

Schon die ersten Töne des Dudelsacks sorgten bei uns für echtes Schottland-Gefühl. Henry war völlig fasziniert von der Musik, den bunten Kostümen und den schnellen Tänzen auf der Bühne. Er schaute aufmerksam zu, wippte begeistert mit und verfolgte alles mit großen Augen.

Damit endete ein Tag voller Bewegung, Spiel, schottischer Eindrücke und natürlich jeder Menge Spaß – genau so, wie man sich einen Urlaubstag auf der Reise durch Schottland vorstellt.

Definitiv brauchte unser Henry ein neues Deck-Armband.
Das alte kämpfte inzwischen sichtbar um sein Leben und schneidet schon leicht ein. Die Kombination aus Kreuzfahrtbuffet, Chicken Legs, Crisps und täglichem „Ich probiere einfach alles“ hat also deutliche Spuren hinterlassen.

Wir vermuten inzwischen: Henry gehört offiziell nicht mehr zum Babyclub, sondern zur kulinarischen Elite der Mein Schiff 2.

Morgen sind wir dann in Liverpool.

Liebe Grüße, Lisa, Maik, Henry, Thomas und Michi