7. August 2020 – Bergisel/Zoo Innsbruck

Hallo

Heute kommt unser Bericht aus dem heißen Innsbruck. Wir hatten heute auch 30 Grad, vor 3 Tagen noch 30 cm Schnee und 6 Grad. Wahnsinn…

Unser Tag startete heute schon früh, um 9:00 hatten wir schon einen Tisch zum Frühstück auf der Skisprungschanze Bergisel Sky gebucht. Das ist absolut empfehlenswert, während eines leckeren Frühstücks kann man den mutigen jungen Männern beim Springen von der Skischanze zusehen. Von 9:00 bis 12:00 Uhr kann man dieses Erlebnis genießen, wirklich toll. Sehr makaber fanden wir, die Springer ebenfalls, dass wenn man oben beim Absprung auf der Schanze steht, direkt auf den Friedhof schaut. Es gehört unseres Erachtens wirklich viel Mut dazu…

Im Anschluß wollten wir uns Innsbruck von der anderen Seite von ganz oben betrachten. Wegen der großen Hitze, dem mangelnden Schatten und der dünnen Luft schafften wir es mit der Hungerburgbahn trotzdem nicht bis ganz nach oben. Die Sicht auf Innsbruck war dennoch ganz grandios. Nach einer kurzen Pause setzten wir unsere Innsbruck-Tour im Zoo fort, da wir dort auf viel Schatten hofften. Im Alpenzoo von Innsbruck hatten wir das Gefühl, dass es auch dort nur bergauf geht, kein Schatten vorhanden ist und auch die Tiere sich größtenteils zurückgezogen haben. War aber trotzdem schön, vor allem der Bär hatte es uns sehr angetan. Zum Abschluss gab es noch ein Eis in der Innenstadt und dann ging es total überhitzt zurück in die Ferienwohnung.

Morgen steht Innsbruck zum Sightseeing nochmals auf unserem Plan.

Liebe Grüße aus dem nun auch heißen Österreich,

Michi und Thomas

6. August 2020 – Crystal Cube und Reschenpass

Hallo

In der Nähe der Aussichtsplattform des Fisser Zwölferkopfs steht auf 2.600 m Seehöhe ein Riesen-Würfel schräg mitten in der Landschaft. Hier finden man die Gourmet-Adresse hoch oben am Berg: Den Crystal-Cube in der Region Serfaus-Fiss-Ladis.

Während man sich in diesem Gourmet Restaurant in Serfaus kulinarisch verwöhnen lässt, genießt man auf Grund der vollständigen Verglasung einen fantastischen 360° Panoramablick auf das grandiose Bergpanorama, dies haben wir uns exklusiv für uns zwei gegönnt 🙂

Um 11 Uhr mussten wir an der Bergstation sein, fuhren mit der Seilbahn nach oben wurden dort von einem Jeep abgeholt und zum Würfel gebracht. Der Fahrer, Peter, war dann die nächsten 2,5 Stunden nur für uns da. Genial, zur Begrüßung bekamen wir schon einen Sekt und dann 7 verschiedene Gänge, total lecker. Witzig ist, dass der Glaswürfel für uns alleine war, wir von drinnen raus sehen konnten, die neugierigen Laute von außen aber nicht in den Würfel. Da wurde fotografiert, sich geschminkt usw.. Die Aussicht war genial, das Wetter war genial, einfach alles, gar nicht zu beschreiben… Nach dem leckeren Essen wurden wir wieder an die Seilbahn gefahren.

Den Nachmittag nutzten wir für eine Fahrt über den Reschenpass Richtung Nautens. Ein Stop an dem See mit dem versunkenen Dorf, aus dem See ragt noch die Kirchturmspitze. So schön anzusehen. Da wir ja in Italien waren genossen wir natürlich noch ein Eis in der Sonne, bevor es zurück nach Österreich ging.

5. August 2020 – Stuibenfall in Umhausen

Hallo

Heute haben wir uns auf das Internet verlassen und wollten und sind bis zum Fuße des Stuibenfall (Wasserfall) gewandert. Das Wetter war toll, heute haben wir 23 Grad und nach den letzten Tagen erscheinen uns die Temperturen wirklich schon heiß.

Um 9 Uhr machten wir uns mit unseren immer noch müden Knochen auf den Weg nach Umhausen. Im Internet stand: Vom Parkplatz führt der Wege vorbei am Ötzi-Dorf, Greifvogelpark und Waldcafe bis zum Fuß den Stuibenfalls. Der Weg dauert ca. 40 Minuten und ist auch für Kinder sowie Kinderwagen und Buggys bestens geeignet… Halten wir mal fest, wir kamen vorbei am Ötzi-Dorf, am Greifvogelpark und am Waldcafé, alles Andere war glatt gelogen. Es war ein Schotterweg, es ging steil bergauf, wir hatten um diese Uhrzeit 12 Grad, rangen nach Luft und waren klatschnass geschwitzt. Kleinkinder, Kinderwagen und Buggys waren nicht anzutreffen. Nach ca. 50 Minuten bergauf, ich war schon völlig erschöpft, kamen wir an der ersten Plattform (insgesamt 3 gibt es) des Wasserfalls an. Der Wasserfall war super anzusehen, das war aber auch das einzig Positive an dieser Stellte. Es sollte noch weiter bergauf bis zur zweiten und dritten Plattform gehen und dann kamen noch 700 Stufen. Obwohl es angeblich so ein kinderleichter Weg war, kapitulierte ich. Thomas lies mich an der ersten Plattform zurück und kam nach ca. 20 Minuten, dann genauso platt wie ich zu mir zurück. Wir schafften den Rückweg noch bis zum Waldcafé, in dem wir einen Kaffee tranken und etwas ruhten. Leider konnten wir dem Ötzi-Dorf vor lauter Schwäche keine Aufmerksamkeit mehr schenken. Nach kurzer Fahrt mit dem Auto bestaunten wir den Wasserfall dann doch noch von einer Aussichtsplattform von oben. Zurück im Ort Längenfeld gönnten wir uns eine leckere Pizza. Seit 15 Uhr liegen wir, immer noch entkräftet, in der Ferienwohnung auf dem Sofa und schaffen es noch nicht mal mehr in die Eisdiele…

Wir werden den Rest des Tages genau so auf dem Sofa oder Balkon verbringen und morgen frisch erholt in den Tag starten.

Man sollte einfach nicht alles dem Internet glauben (Fake News) 🙂

Liebe Grüße, Michi und Thomas

4. August 2020 – Sölden/007 Eiskalt

Hallo

Gestern Nachmittag fing es an zu regnen und hörte nicht mehr auf. Heute Morgen beim Aufwachen regnete es immer noch und dazu war es auch noch kalt, wir froren im Bett, da das Fenster offen war, sogar Thomas hatte die Decke bis zu den Ohren hoch gezogen.

Nach dem Duschen machten wir uns auf nach Sölden. Dort steht der ICE Q, das ist ein rundum verglaster Würfel in dem sich ein Gourmetrestaurant befindet und wir für 12:00 Uhr einen Tisch am Fenster bestellt hatten. In Sölden angekommen, besorgten wir die Tickets für die Gaislachkoglbahn, die uns nach oben bringen sollte. Es hatte allen ernstes an der Talstation um 11.00 Uhr 7 Grad und das heute am 4. August 2020. Zum Glück hatten wir für jeden von uns eine Fleecejacke, für auf das T-Shirt unter die Regenjacke. Innerhalb 12 Minuten fährt man mit einmal Umsteigen auf 3048 Meter. Leider konnten wir keinen Ausblick genießen, da die Wolken uns leider wieder die Sicht nahmen. Doch dann kurz vor dem erreichten Ziel, trauten wir kaum unseren Augen. Schnee. Es hatte in der Nacht geschneit und so lagen auf dem Berg ca.. 30 cm Neuschnee, alles weiß, nicht zu fassen, wie gesagt wir haben den 4. August 2020, auch das Personal ließ uns wissen, dass sie doch erstaunt heute morgen waren. Gestern waren wir ja auch 3100 Meter hoch und dort war es schneefrei. Der Anblick war aber unglaublich, da stand dann ein rießengroßer Glaswürfel im Schnee und drinnen befand sich das Gourmetrestaurant. Viele werden diese tolle Lokation kennen, hier wurde nämlich James Bond 007 Spectre gedreht, es gibt auch ein Museum direkt neben dem Lokal, das wir auch besucht haben. Im Lokal, in dem wir übrigens lecker gegessen haben, konnte man auch einen Martini geschüttelt, nicht gerührt, bestellen. Nach dem Museumsbesuch haben wir noch kurz die supertolle weiße Schneepracht im August bestaunt und uns dann aber ganz schnell um ca. 14:30 nach unten gemacht, wir waren ganz schön am bibbern, zum Glück hat unser Auto Sitzheizung.

Unser Weg führte uns weiter auf Europas höchste Straße, die Gletescherstraße, dort wurde die spekatakuläre Verfogungsjagd des Spectre Films gedreht. Da Thomas noch nicht genug von den Kurven hatten, es immer noch kalt war, beschlossen wir ganz spontan, über das Timmelsjoch nach Südtirol/Meran zu fahren. Was soll ich sagen der Kaffee dort in der Sonne bei 24 Grad, herrlich..

So nun sind wir zurück, es ist 20:00 Uhr, wir sind schon wieder platt, haben einen supertollen, kalten, schneereichen, in der Sonne sitzenden Tag hinter uns und freuen uns nun auf das Bett.

Liebe Grüße von den fast erfrorenen Michi und Thomas

3. August 2020 – Vent, Ötztal, Tirol

Hallo!

Heute morgen sind wir mit nicht so schönem Wetter aufgewacht, es war nebelig, oder besser gesagt die Wolken hingen ganz tief in den Bergen und für den ganzen Tag war Regen angesagt. Aber noch regnete es nicht und so machten wir uns um 8:30 Uhr schon auf den Weg zu unserem heutigen Abenteuer 🙂 den Rofenhöfen. In der Region Osttirol, in der wir zur Zeit sind, findet man neben festen Brücken und unterirdischen Tunneln auch häufig Hängebrücken. Die Hängebrücke Rofenhöfe im Ötztal ist eine solche, 46 Meter lang, 31 Meter über der Rofnerschlucht, 1967 erbaut, das sollte unser Ziel sein. Nach gut 40 Minuten kurvenreicher Strecke, zur Freude von Thomas, hatten wir Vent und die Sesselbahn erreicht. Vent liegt 1900 Meter hoch, unser Ziel für den Abstieg 3100 Meter, also entschieden wir uns, nach vielen Mutmacherworten von Thomas, für die Sesselbahn. Sesselbahn wie schrecklich, man muss da irgendwie reinspringen, dann den Bügel runter und die Füße aufstellen, damit der Bügel unten bleibt und dann geht es steil und steiler nach oben. Ich konnte gar nicht nach vorne schauen, aber auch nicht zur Seite, geschweige denn nach unten. Mein Held neben mir, gestand mir dann auch noch, dass ihm auch mulmig zu Mute ist 🙂 Dann mussten wir auch noch umsteigen und es ging weiter hinauf bis auf 3100 Meter. Oben angekommen, waren die Wolken zum Teil so tief, dass wir höchstens 50 Meter weit sehen konnten. Außer uns befand sich auch niemand auf dem Berg, schon in der Sesselbahn waren wir alleine 🙂 War toll. Wir wußten ja, es geht von nun an immer bergab 🙂 Auf den ersten paar Metern sahen wir auch gleich ein Murmeltier und ein paar Bergziegen, sehr sehr süß. Dann ging es weiter bergab, immer mehr Nebel oder Wolken wie man das nennen möchte. Wir überquerten einen kleinen Bach und dann hörten wir auch schon das Läuten von Kuhglocken. Ihr müsst Euch das jetzt so vorstellen: wir gehen nicht auf festen Wegen, sondern über Steine und kleine Rinnsale und können nicht weit sehen und dann plötzlich, durch ein wenig Geläut angekündigt stehen da zwei Kühe vor uns. Ich hatte sofort viel Angst, da war kein Zaun, nur wir und die zwei Kühe. Mein Thomas sagte: Michi, das geht schon, komm, in diesem Moment machte die Kuh dann zwei Schritte auf Thomas zu, der dann doch den Rückzug antrat. Ich war schon vor lauter Angst so schnell es ging über die Steine zurück gegangen. Nach kurzem Warten überzeugte mich Thomas zu einem zweiten Versuch, als Alternative gab es nur den Weg zurück, das wäre aber ein enormer Anstieg gewesen, wollte ich nicht also zweiter Versuch, doch nun fingen die beiden Kühe an zu poppen und ich hatte schon wieder Angst und Zweifel. Nach ca 20 Minuten mit mehreren Versuchen schafften wir es dann an diesen Kühen vorbei und ließen sie mit ihrem Geläute zurück. Der Weg war so steil und die Rofenhöfe und Geierwalli kamen nicht in Sicht. Als wir sie sahen, wurde uns dann auch sofort klar, dass wir bestimmt noch 30 Minuten absteigen, da der Berg so steil war und nun auch noch mein Knie weh taten. Aber wir schafften dies und gönnten uns dann um 12:30 Uhr einen Mittagsvesper. Danach ging es einen schönen Wanderweg zurück in den Ort, die Hngebrücke mit dem reißenden Bach darunter konnte uns nicht schrecken und auch fürchteten wir uns nicht vor den frei laufenden Pferden, das konnte uns auch nicht mehr schrecken. Durchgefroren, mittlerweile hatten wir noch 6 Grad, ging es ans Auto, kurz noch Brot und Schinken kaufen, nun sitzen wir total platt auf dem Sofa in der Ferienwohnung und lassen den Abend ganz ruhig ausklingen.

Liebe Grüße von der mutigen Michi und ihrem Held Thomas 🙂

Sautens/Tirol – 2. August 2020

Hallo an alle,

Um 7:00 Uhr heute morgen ging es los. Eigentlich wollten wir mit einem Leihauto fahren, wegen dem Platz, den Kilometern und meiner Blase, aber leider hatte uns die Leihwagenfirma vergessen. Aus diesem Grund wurde die Anzahl meiner Klamotten und Schuhe von Thomas drastisch reduziert. Allen Ernstes haben wir für die eine Woche einen gemeinsamen Koffer und jeder nur drei Paar Schuhe (habe trotzdem vier paar Schuhe) dabei 🙂 Mein Beckenboden ist dank unserer harten Federung im Auto nun auch gut trainiert, aber wir sind gut durchgekommen und wären auch nach vier Stunden am Ziel gewesen, wenn wir nicht so beeindruckt von den Bergen gewesen wären. Klar habe ich schon mal die Berge auf Mallorca gesehen und war auch schon im Allgäu und Thomas war als Kind schon in den Bergen, aber es hat uns doch wirklich erstaunt, wie schön der Anblick ist.

Ich habe schon am Forggensee gedrängelt, von der Autobahn zu fahren, das hat Thomas auch gerne gemacht. Nach einem kurzen Fußweg standen wir am Ufer des klaren Wassers und haben auf der gegenüberliegenden Seite in Ferne das Schloss Neuschwanstein bestaunt, dieses wollen wir auch noch dieses Jahr besuchen. Dieser kurze Abstecher von ca 30 Minuten hatte angeblich zur Folge, dass wir kurze Zeit im Stau standen, das war aber der Abstecher total wert. Doch dann, als Thomas endlich wieder Fahrt aufnehmen konnte, kamen wir an einen Aussichtspunkt, an dem man die Zugspitze von der Österreichischen Seite bestaunen konnte und Thomas musste erneut halten. Der Ausblick war es aber auch wert. Ohne weitere Pausen haben wir dann unser Ziel Sautens im Ötztal erreicht.

Wir haben eine schöne Ferienwohnung und nette Vermieter, die erstaunt waren, dass wir Wasser dabei haben. Die Vermieterin sagte, hier braucht man kein Wasser zu kaufen, das Wasser aus der Leitung ist gut. In diesem Ötzal gab es angeblich auch nur zwei Coronafälle… Also alles prima. Wir haben die Koffer abgestellt und uns gleich wieder auf den Weg gemacht. Hier war für heute Regen angesagt und wir wollten noch ein Stückchen spazieren gehen. Wir umrundeten den Piburger See und genossen den Anblick von den Bergen und auch dem See mit dem klaren Wasser und den Fischen darin. Dies erinnerte uns dann aber daran, dass wir wirklich außer einem Brötchen noch nichts gegessen hatten. Also ging es zurück nach Ötz, um Ötzi und ein Lokal zu suchen. Mit dem Lokal hat geklappt und wir haben super lecker gegessen. Ötzi blieb uns leider noch verborgen. Dafür haben wir in einem Souveniershop schon Murmeltiersalbe entdeckt. Der Besizer erklärte uns unter Schmunzeln, dass er die Murmeltiere am Morgen durch den Fleischwolf dreht und dann in eine Tube presst. Wir entschieden uns für eine Postkarte und gingen ohne Murmeltiersalbe. In dem Ort Ötz besuchten wir noch eine wunderschöne Kirche, die für mich aber leider zu Fuß nich zu erreichen war, so steil war der Anstieg, aber nicht umsonst haben wir ja ein Auto mit vielen PS.

So nun sind wir richtig müde, obwohl es erst kurz nach 19 Uhr ist. Werden nun noch ein Weilchen auf dem Balkon sitzen, Berge bestaunen. Thomas sagt, ihm fehlt der „Weit-Blick“ 🙂 Dann werden wir wohl frühzeitig schlafen gehen.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

27. Februar 2020 – Brüssel

Hallo

Heute schneite und regnete es ununterbrochen, trotz guter Bekleidung konnte man nicht spazieren, da man trotz Jacken, Mütze und Schirm nass wurde, also haben wir unser Tagesprogramm dementsprechend gestaltet.

Nach der Versorgung der Hühner und der Katze, heute waren auch noch zwei Eichhörnchen da, fuhren wir im Schneeregengestöber nach Brüssel zum Atomium. Wir waren kurz nach zehn dort angekomen, hatten im Internet gelesen, dass es dort immer sehr voll ist, man lange anstehen muss, wenn man keine Karten vorab im Internet gekauft hat. Wir hatten aber Glück, hatten die Kartennummer 3, kein Anstehen 🙂 Perfekt. Das Atomium ist wohl das bekannteste Wahrzeichen Brüssels. Das Kugelgebilde stellt ein Eisenmolekül in 165 milliardenfacher Vergrößerung dar. ich hatte es mir größer vorgestellt, Thomas kleiner 🙂 Es wurde für die Weltausstellung 1958 in Brüssel errichtet. Wirkt total futuristisch. Die neun glänzenden Kugeln strahlen sogar heute im Schneeregen immer noch. Man kann wie bei einer Entdeckungsreise durch einige Kugeln und Verbindungsgänge gehen. In der obersten Kugel befindet sich ein Lokal, in dem wir einen Kaffee getrunken haben und die schlechte Fernsicht bestaunt haben. Wir konnten aber beim Kaffee genießen gut nach unten auf Mini Europe werfen. Das ist ein Park, in dem die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Europa nachgebaut sind. 350 Sehenswürdigkeiten aus ganz Europa werden angblich gezeigt. Wirkte sehr interessant, wir wollten es aber wegen dem miesen Wetter nicht besuchen, sondern nur von oben im Warmen bestaunen :-). Auf dem Rückweg ging es durch Kugeln mit tollen Lichtinstallationen.

Im miesen, kalten Wetter ging es zurück ans Auto, wir beschlossen, uns als Nächtes das Europaviertel anzusehen. Da das Wetter nicht besser wurde, fuhren wir mit dem Auto das Gebiet ab. Dort befindet sich die Europäische Kommission, der europäische Rat, das EU-Parlament… ehrlich gesagt fanden wir das Europaviertel in Strasburg eindrucksvoller, wobei uns in Brüssel sehr oft gezeigt wurde, dass Europa die Zukunft ist.

Dann war es Zeit für die Mittagspause und das sollte unser kulinarisches Highlight für unseren Belgien Urlaub geben, abgesehen von den Pralinen, Schokoladen und Waffeln, die wir schon die letzten Tage gegegessen hatten. Wir hatten uns im Vorfeld informiert und erfahren, dass das kulinarische Highlight Belgiens Moules Frites sind und man diese am besten im Le Chou isst. Also sind wir genau dort hin, hatten Glück und bekamen noch einen kleinen Tisch im vollen Lokal. Moules Frites sind Muscheln mit Pommes. die Portion kostes 23 Euro. Happig dachte ich, aber okay. Wir entschieden uns dann aber für ein Menü, man durfte sich eine Vorspeise, ein Muschelgericht und ein Dessert für zusammen 32 Euro wählen. Thomas bestellte ein Carpaccco und ich Scambies in einer total leckeren Soße, mit etwas Knoblauch. Die waren so lecker. Thomas’ Vorspeise auch. Dann kamen die Muscheln, für jeden ein Töpfchen mit der entsprechenden Soße, dazu gibt es Pommes, die einfach furchtbar lecker schmecken, wenn man sie in den Muschelsud tunkt. Der Kellner brachte uns jedem sein Muscheltopf und band uns unter Gekicher ein Lätzchen um. (Jedem Gast, der Muscheln bestellte). So lecker. Da ich schon satt war, wählte ich zum Dessert nur noch einen Eiskaffee, Thomas nahm einen warmen Apfelkuchen mit Eis und Sahne. Diesen musste er vor mir verteidigen. So lecker. Vom Lokal gab es dann noch Weingummis in Form des Menneken Pis, das auch ihm Lokal, mit Fußballtrikot und Mundschutz (passend zum Coronavirus) hing und als Abschluss einen Schnaps. Das Essen war so lecker, wirklich ein Higlight.

Nach dem Essen stand bei immer noch miesen, aber nun vom Gemüt erträglichen Wetter, der Besuch des Margitte Museums auf dem Plan. Wegen aber urplötzlich vollem Bauchgefühl und überkommender Müdigkeit, beendeten wir unseren Brüsselausflug unf flüchteten auf das Sofa 🙂

Morgen beenden wir unseren Belgienurlaub und fahren nach Hause, werden eventuell noch kurz in Holland oder Aachen halten, werden Euch auf jeden Fall morgen nochmals schreiben.

Liebe Grüße vom Sofa, Michi und Thomas

26. Februar 2020 – Center Park

Hallo

Heute ist Aschermittwoch und wir waren den ganzen Tag faul. Ich habe Knieschmerzen, so dass wir leider nicht wirklich etwas unternehmen konnten, habe fleißig eingecremt und geschont, vielleicht kann ich morgen wieder laufen und dann werden wir nochmals nach Brüssel fahren. Heute morgen war es hier leicht weiß und richtig kalt. Die Hühner kamen sogleich zum Frühstück, Thomas trennt ihnen die Rinde vom Brot, da Thomas diese zu hart findet und die Hühner lieber das weiche Brot mögen. Die Katze kam erst heute Nachmittag, unser Nachbar hat eine Decke raus gelegt und da mummelt sie sich ein. Wir haben Futter, aber keine Decke 🙂

Wir sind nur zum Einkaufen kurz weg gewesen, haben uns trotz Fastenzeit mit Schokolade und Pralinen eingedeckt, den Rest des Tages haben wir mit Quatschen, Fernsehen, Mittagsschlaf, Essen und Naschen verbracht. Nun hoffen wir ganz fest, dass es dem Knie morgen besser geht und wir nochmals nach Brüssel fahren können. Haben aber mal ein paar Bilder vom Park gemacht.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

25.02.2020 – Antwerpen und 10.000 Kalorien

Helau

Heute am Fasnachtsdienstag ging es nach Antwerpen, die Hafenstadt an der Schelde. Die Katze fehlte heute Morgen, Hühner und ein Eichhörnchen waren aber da. Thomas ließ aber der Katze ihr Futter da und heute abend war der Teller leer und die Katze zur Freude von Thomas wieder da.

In Antwerpen haben wir einen Parkplatz direkt im Zentrum für 10 Euro am Tag gefunden. Als erstes ging es in den wunderschönen Bahnhof von Antwerpern, zurecht gilt er als einer der schönsten Bahnhöfe der Welt. Beim Anblick der historischen Eingangshalle kann man nur staunen. Danach ging es in das jüdische Viertel von Antwerpen, 35 Synagogen, 10 Schulen und zahlreiche koschere Restaurants gibt es. Viele Männer tragen einen langen schwarzen Mantel, einen schwarzen Hut, stattliche Bärte und die typischen Haarlocken, oder einfach nur eine Kippah. An dieses jüdische Viertel grenzt dann direkt das Diamantenvietel, alles Kamera-überwacht, alle Straßen, jedes Geschäft. In einem Diamentengeschäft hatten wir eine nette kompetene Beratung haben aber nichts gekauft, das ganze war einfach nur nett, nicht aufdringlich. Antwerpen ist mit 1500 Diamtenfirmen die Hauptstadt der Diamantenindustrie. Dort ist auch die Diamantenbörse. Dann ging es auf den Grote Markt, das Herz der Altstadt, wieder umrahmt von Gildenhäusern und dem Rathaus. In der Mitte des Platzes steht ein großer Brunnen, mit dem Helden Brabo von Antwerpen, der eine abgehackte Hand des Riesen Druon Antigon nach gewonnenem Kampf in die Schelde wirft. Der Riese verlangte Wegzoll von vorbeifahrenden Schiffern auf der Schelde, konnten diese nicht zahlen, hackte er ihnen die rechte Hand ab und warf sie in die Schelde. Übrigens soll auch der Namen Antwerpen – „Hand werfen“ von dieser Legende kommen. Auch die Liebfrauenkirche, die Kathedrale, haben wir kurz besichtigt, auch zwei Bilder Rubens hängen dort.

An der Schelde entlang ging es dann zum Het Steen, das älteste Gebäude von Antwerpen. Antwerpen hat den größten Hafen Belgiens, nach Rotterdam der zweitgrößte Hafen Europas und die größte Schleuse der Welt. Das MAS Museum grenzt direkt an den Hafen, ist 10 Stockwerke hoch, zeigt mehrere verschiedene Austellungen. Von oben hat man einen supertollen kostenlosen Ausblick über Antwerpen.

Nach einem tollen Mittagessen, ausgeruht, starteten wir eine Schokoladentour. Erster Stopp das Café Mundi, wir tranken Café mit Schokolade und einen Café brulee. Gut. Zweiter Stopp bei Elisa Pralines, um eine antwerpische Spezialität zu probieren, die antwerpischen Handjes, Zartbitterschokolade gefüllt mit Marzipancreme. Klar haben wir uns auch noch mit 4 bis 5 anderen Pralinen eingedeckt und ein wenig genascht. Lecker. Dann ging es in die Quetzal Chokolade Bar. Schon beim Öffen der Tür riecht es herrlich nach Schokolade und überall entdeckt man Zuckerbomben. Wir nahmen einen Chocoladenmelk Quetzal mit vier verschiedenen Schoki. Außerdem zwei klitzekleine Brownies und ein Schokofondue. Ich glaube, wir hatten einen Zuckerschock, konnten nur noch kichern und uns freuen… Wir brauchten eine kurze Pause und besuchten das Rubensmuseum. Interessant. Nun stand der vierte Schokostopp an, da wir schon einiges ganascht hatten und auch schon müde waren, waren wir gar nicht mehr so motoviert. Aber glaubt uns erst jetzt kam der Höhepunkt, schon beim Betreten dieser heiligen Hallen des Star Chocolatiers Dominique Persoone fühlt man sich wie ineinem Schloss, überall Schokolade. Man kann bei der Produktion zusehen. Wir haben drei Pralinen gekauft, eine mit Bacon, eine Praline die im Jahr 2016 zur Besten der Welt gekürt wurde und eine dritte, die einem mit den Worten: Vorsicht Orgasmus-Gefahr überreicht wird. Die letztere Praline probieren wir heute vorm Schlafen gehen. Mit neuem zuckerangereichtertem Blut ging es dann noch in eine Einkaufsgalerie, aber nicht lange, der Zucker im Blut war nach den heutigen 14 km Fußweg dann doch schnell verbraucht und die Müdigkeit gewann, also fuhren wir zurück.

Morgen möchten wir, falls wir uns wieder bewegen können, Bäuche sind voll, Gliederschmerzen nochmals nach Brüssel.

Jetzt werden noch Pralinen genascht 🙂

Gute Nacht, Michi und Thomas

24. Februar 2020 – Brüssel

Ahoi

Heute ist Rosenmontag, wir hatten gut geschlafen und die Hühner und die Katze haben uns heute morgen nett begrüßt. Zuerst dachten wir an Mord auf unserer Terasse, da lag etwas weißes, das nach leerer Eierschale aussah, der Verdacht war dann aber doch unbedründet. Davor boten uns die Hühner und der Hahn um 8:00 Uhr schon Sex zum Ansehen auf der Terrasse.

Dann haben wir kurz die Wettervorhersage angesehen und beschlossen, nach Brüssel zu fahren und heute so viel wie möglich im Freien zu unternehmen, da die Wettervorhersage jeden Tag etwas schlechter vorhersagt. War kein Problem, war gut fahren. Wir fuhren direkt in die Stadtmitte und nahmen auch das Parkhaus im Zentrum der Stadt. Das erste Ziel war der Grande Place, ein großer Platz umrandet von Zunfthäusern, deren tolle Fassaden den Platz prägen. Das Rathaus mit seinem Turm und den vielen Skulpturen ist besonders schön. Im Broodhuis befindet sich das Stadtmuseum, in diesem werden zum Beispiel die Kostüme des Menneken Pis gezeigt.

Es ging weiter durch die Stadt, wir suchten die Touristeninfomation, da wir dort eine Karte für die Comic-Strip-Route kaufen wollten. Die erste Touristeninformation war aber nur für den Landesteil Flandern zuständig, also bekamen wir dort leider keine Karte. Weiter ging es und Pommespause war angesagt, im Fritland, die sollen die besten Fritten haben…, sie waren aber auch lecker, Preis für Fritten pro Portion 4 Euro, mit Soße deiner Wahl, die Portion war aber nicht zu schaffen, zu groß. Im Anschluss besuchten wir das Menneken Pis. Es war heute nackt, so wie man es kennt, manchmal trägt es zu Karneval ein Kostüm :-). Da hatten wir Glück. Die Legenden erzählen von einem Jungen, dessen Wasserstrahl ein feindseliges Feuer, das die Stadt bedrohte, löschte. Zu seinen Ehren wurde die Statue aufgestellt. Die Statue soll aber auch für den Humor der Brüsseler stehen. Es gibt auch ein Jeanneke Pis (Mädchen) und einen Hund Zinneken Pis.

Dann gab es wundervoll leckere Waffeln, überall in Belgien riecht es nach diesen Waffelbäckern und die schmecken wirklich gut.

Auch in der zweiten Touristeninformation bekamen wir den Plan leider nicht, dort gab es ihn nur in französicher und holländischer Sprache. Weiter ging es über den Mont des Arts, das ist der Übergang zwichen der Ober- und Unterstadt, dort befinden sich viele Museen. Direkt nach dem Übergang steht man dann auch am Palais Royal, dem Palast…

Und siehe da, gegenüber ist dann auch endlich die dritte Touristeninformation und die haben den Comic-Strip-Plan. Viele Comics komen aus Belgien, z.B. Tim und Struppi, Lucky Luke, Gaston und die Schlümpfe. Seit 1991 werden zu Ehren der Comic-Helden Brüsseler Hauswände und Fassaden bemalt. Diesen Rundgang von ca. 2,5 Stunden wollten wir laufen, leider wurden wir von Schokolade und Baguettes aufgehalten. Nun war es schon 15:30 Uhr und es regnete immer mehr, sodass wir nach Comic-Zeichnung 5, total nass, abbrechen mussten. Kaffee-Pause. Dann haben wir uns nach 14 km, schweren Beinen, schmerzenden Füßen auf den Heimweg gemacht. Einen schönen Stop gab es noch auf einem abendlichen Wochenmarkt. Der Rückweg war sehr angenehm, da in Belgien die Autobahnen nachts beleuchtet sind. Man sagt, man sieht sie sogar vom Welall aus… 19:30 Uhr waren wir zurück.

Mal sehen, was das Wetter morgen zulässt… viele liebe Grüße, Michi und Thomas