Ballestainseln und Central

Der heutige Tag begann wieder sehr früh. Abfahrt war um 6 Uhr morgens, weil wir wieder zurück nach Lima mussten.
Alleine die Fahrt dort hin dauert ungefähr 7 Stunden und wir hatten ja noch einen Zwischenstopp bei den Ballestainseln auf dem Plan. Diese Inseln sind bekannt dafür, die Heimat unzähliger Vögel und Seelöwen zu sein.

Nach 4 Stunden und einer kleinen Pause an einer Tankstelle, sind wir schließlich am Hafen angekommen, von dem unser Ausflug starten sollte.
Mit ungefähr 20 anderen Reisenden sind wir nach kurzer Wartezeit in unser Motorboot gestiegen.
Die Fahrt ähnelte einer Pazifik-Wildwasserbahn, kaum einer wurde nicht zumindest etwas nass. Danke Nicole, für die Reisetabletten!
Ca. 25 Minuten nachdem es losging, sind wir an den Inseln angekommen. Es waren aber eher riesige Felsen und Klippen als Inseln. Überall darauf waren wirklich unzählige Möwen, Tölpel. Pelikane und andere Vögel zu sehen. Auch ein paar Pinguine haben wir entdecken können. Bei der Masse an Vögeln war es nicht verwunderlich, dass Maik ein kleines Geschenk von oben abbekommen hat. Das soll ja bekanntlich Glück bringen. Noch eine kleine Randnotiz zu dem Thema: Zuletzt im Jahr 2011 wurde der Kot der Vögel von den Inseln abgekratzt, ratet mal, wie viel das gewesen ist…4000 Tonnen.
Natürlich dürfen wir die Seelöwen nicht vergessen. Zu der Zeit als wir da waren, haben sich die meisten aber ausgeruht und lagen ziemlich regungslos da. Trotzdem war es schön, die Tiere dort beobachten zu können.
Auf dem Rückweg hatten wir noch richtig Glück und haben sogar ein paar Delphine sehen können. Wobei es eigentlich nur ihre Rückenflossen waren. Das zählt aber trotzdem.

Nach der Bootstour ging die Busfahrt weiter, bis wir zum Mittagessen an einem Fischrestaurant angehalten haben. Das Essen war gut, aber viel zu viel, besonders, weil heute Abend noch einer unserer Höhepunkte wartete, dazu später mehr.

Um ungefähr 19:30 sind wir wieder in Lima angekommen und Maik konnte endlich seinen Koffer in Empfang nehmen. 3 Tage ohne sind dann auch genug. Wir haben unser Zimmer bezogen und schon mal unsere Tasche für die anstehenden 3 Tage im Dschungel vorbereitet, bevor wir mit dem Taxi zum Abendprogramm gefahren sind, dem aktuell sechstbesten Restaurant der Welt, das Central.

Der Gedanke, hinter diesem Restaurant ist, Peru in all seinen Facetten zu schmecken. Unser Menü besteht aus 12 Gängen, jeder davon steht im Zusammenhang mit einer bestimmten Höhenlage in Peru. Serviert wird, was dort zu finden ist. Eine wirklich außergewöhnliche aber auch super Erfahrung, die wir erleben durften. Die Gerichte waren zumindest für Lisa zum Teil eher eine Dschungelprüfung, aber es war uns von Anfang an klar, dass wir keine „normalen“ Gerichte serviert bekommen. So hatten wir allerhand Gräser, Blätter, Knollen, viel Fisch, viel Meeresfrüchte, Leber, Ententatar und ganz vieles mehr, dass wir erstmal und Ruhe googeln müssen. Ohne Zweifel war der Service jedoch absolut super. Jeder Gang sowie die empfohlene Essreihenfolge wurde erklärt. Zum Abschluss gab es noch eine Führung durch das Restaurant, wo wir auch nochmal die wissenschaftliche Abteilung, die die Produkte testet sowie die Experimentierküche, in der neue Kreationen entwickelt werden sehen konnten. Auch haben wir einige der über 170 Zutaten, die wir heute gegessen haben in ihrer Ursprungsform gesehen. Ein kleines Büchlein und die Menükarte bleiben uns zusammen mit der Erinnerung an ein echtes Erlebnisdinner erhalten.

Jetzt liegen wir im Bett und freuen uns auf die kommenden 2 Nächte im Dschungel (wenn doch nur schon die Inlandsflüge vorbei wären…)Dort haben wir leider kein Internet (kein Wunder), deswegen werden wir erst wieder in Cusco schreiben können. Dafür gibt es dann gleich mehrere Tage auf einmal zum Lesen.

Gute Nacht und bis bald
Lisa und Maik

Nasca

Hallo zusammen,

die guten Neuigkeiten zuerst: Maiks Koffer ist wieder in Lima angekommen, sodass wir ihn morgen Nachmittag wieder bei uns haben. Ihr könnt euch vorstellen, wie erleichtert wir waren. Nachdem Maik heute mein „männlichstes“ T-Shirt anprobiert hatte, hat er sich spontan wieder für das T-Shirt von gestern entschieden 😊. Vielleicht können wir ja heute irgendwo eins kaufen. 

Unser Wecker hat um halb 6 geklingelt und nach kurzem Frühstück ging es direkt wieder in den Bus und weiter Richtung Nasca, eine Stadt, die hauptsächlich durch die berühmten Wüstenbilder, die Nasca-Linien, bekannt wurde. Die Nasca-Linien sind große, geometrische, in den Sand gekratzte Linien, die Tier- oder Menschenfiguren darstellen sollen. Die Deutsche Maria Reiche hat ihr Leben der Erforschung dieser Linien gewidmet und in ihrem ehemaligen Haus, das heute ein Museum ist, haben wir viel darüber erfahren. Vorallem aber, dass niemand so richtig weiß wie die Linien dort hin kamen und warum sie dort sind. Zum wiederholten Male begegnete uns in unserem Urlaub nun das Thema Aliens, wir vermuten aber, dass es eher die Inkas waren, evtl. aber um mit Aliens zu kommunizieren, wie unser Guide meint. Die bekanntesten Theorien gehen jedoch davon aus, dass die Symbole die Stellen kennzeichneten, an denen Bodenwasser gefunden wurde. Wieso man diese aber nicht einfach mit einem X markiert hat, bleibt noch zu klären. Außer Frage steht dabei, dass die Präzession ohne maschinelle Hilfsmittel und den „Blick von Oben“ wirklich beeindruckend ist. 

Wo wir gerade beim Blick von oben sind… Wir machten einen Kurzen Zwischenstopp an einem Aussichtsturm, von wo aus wir die ersten Figuren sehen konnten. Um einen noch besseren Blick zu haben, Stand zusätzlich ein Rundflug über die Nasca-Linien auf dem Programm. Trotz Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, da es immer mal wieder zu Zwischenfällen kommt, wollten wir beide den Rundflug machen. Von dem Aussichtspunkt aus konnten wir allerdings das Flugzeug in Aktion gesehen. Schnell wurde klar, wieso wir heute das Mittagessen auslassen sollten… Noch schneller war klar, dass Lisa den Rundflug auslassen wird 😊. Ein kurzer Zwischenstopp in unserem Hotel bestätigte diese Vermutung. Lisa nutze Sonne, Pool und Buch und entspannte eine Runde, während Maik sich mit zum Ausflug machte.

Der Flughafen war nur ca. 10 Minuten vom Hotel entfernt und als wir dort ankamen musste erst mal jeder Teilnehmer auf eine Waage steigen damit die Flugzeuge gleichmäßig „beladen“ werden konnten. Nach einem kurzen Weg zu unserer Propellermaschine gab es eine schnelle Fotopause, bevor es dann schon in die Luft ging. Unser Rundflug dauerte ca. 30 Minuten und ging an insgesamt 14 in den Sand gescharrten Motiven vorbei. Wer findet z.B. Den Kolibri?

Als wir nach dem Flug wieder festen Boden unter den Füßen hatten, bekam jeder aus unserer Gruppe noch ein Zertifikat und es ging zurück zum Hotel. Ich denke, dass es nichts für Lisa gewesen wäre, zumal sich 3 andere aus unserer Truppe während des Überflugs überhaupt nicht wohl gefühlt haben. 

Nach einer kurzen Pause sind wir zwei kurz in die Stadt gelaufen. Am Hauptplatz und vielen Restaurants vorbei haben wir für Maik in einer Art Kiosk noch ein Nasca T-Shirt gekauft, damit er endlich aus dem alten Shirt rauskommt. 
Zum Abendessen ging es heute in ein nettes Restaurant. Essenstechnisch können wir uns bisher nicht beklagen, wobei die ausgefalleneren Sachen wohl auch noch auf uns warten. 
Morgen geht es schon um 06:00 Uhr weiter. Ziel ist wieder Lima, ca. 7 Busstunden entfernt. Wir haben allerdings noch 1-2 Programmpunkte auf dem Weg, von denen wir euch aber morgen mehr berichten wollen.
Gute Nacht und bis morgen!

Lisa&Maik

Wir versuchen morgen nochmal ein paar Bilder nachzureichen. Das W-LAN gibt gerade auf.

Ankunft Lima und Huacachina

Hallo zusammen,
was sollen wir sagen… wir sind denkbar schlecht in unseren Urlaub gestartet, hatten aber letzten Endes trotzdem einen schönen ersten Urlaubstag. Aber von Anfang an:
Wir hatten einen sehr ruhigen Flug und konnten beide ein paar Stunden schlafen. In Lima angekommen sind wir dann direkt zur Gepäckabgabe und sollten danach unsere Gruppe treffen. Nachdem manche Koffer nun schon in der 5. Runde vorbei kamen und nur noch sehr wenige Leute am Band standen, war klar, dass irgendwas nicht stimmte. So war es dann auch… Maiks Koffer hat gefehlt, zusammen mit noch zwei anderen aus einer anderen Gruppe. Aktuell wissen sie noch nicht genau wo der Koffer ist, vermuten aber, dass er eine Station weiter geflogen ist. Die Reiseleitung kümmert sich und wir hoffen derzeit, dass wir ihn am dritten Tag (da sind wir wieder in Lima) wieder bekommen. Hoffentlich wissen wir morgen aber schon mehr. Es ist natürlich trotzdem total ätzend. Alle Klamotten von Maik sind im Koffer, genauso wie unser gesamter Kulturbeutel. Das nötigste haben wir an einem kleinen Straßenkiosk gekauft und 1-2 Sachen können wir untereinander tauschen. Ein Mann aus der Gruppe hat Maik auch schon ein T-Shirt angeboten, aber dolle ist das alles nicht. Aber weitergehen muss es trotzdem. Von da an wurde es auch besser:


Nach einem kurzen Frühstücksstopp ging es direkt weiter zu einer Pisco-Brennerei. Pisco oder auch als Cocktail gemischt der Pisco-Sour ist das peruanische Nationalgetränk. Die Führung hatten wir in ca. 10 Minuten hinter uns gebracht, sodass es gleich zur Verkostung ging. 10 Pisco-Runden später dachten wir auch schon gar nicht mehr an den Koffer und waren in Urlaubsstimmung :-).

Weiter ging’s zu unserem heutigen Hotel in einer kleinen „Wüstenoase“. Optional stand eine Sand-Buggy-Tour auf dem Programm, die wir natürlich mitgenommen haben, auch wenn wir keine all zu großen Erwartungen hatten, da man nicht selbst fahren durfte.  Es war dann aber doch deutlich lustiger und auch deutlich abenteuerlicher als gedacht und hat sich auf jeden Fall gelohnt. Unserer Fahrer hat alles gegeben und wir wären sicherlich nicht so wie er über die zum Teil sehr steilen und sehr hohen Dünen geschossen. Zwischendurch haben wir noch 2 mal zum Sandboarden angehalten und sind auf dem Bauch liegen mit einem Snowboard die Dühne runtergerodelt. Das haben von unserer Gruppe dann aber nur noch wir zwei und ein andrer gemacht, der Rest hatte sich aufs fotografieren beschränkt. Wir hatten wirklich richtig Spaß, sind jetzt aber auch froh nach dem Abendessen endlich im Bett zu sein. 


Morgen geht es dann um 07:00 weiter nach Nasca. Wir werden jeden Abend schreiben und hoffen dann so oft wie möglich veröffentlichen zu können.

Liebe Grüße

Lisa&Maik

Abflug 17.08.2019

Hallo zusammen,
heute startet unser Peru-Urlaub! Lange haben wir gewartet und dann ging es die letzten Wochen auf einmal ganz schnell. Heute Mittag ging es los zum Flughafen nach Frankfurt, wo uns Mama und Thomas überrascht haben. Wir haben uns sehr darüber gefreut und die Wartezeit bis zum Abflug verging wie im Fluge. Mittlerweile sitzen wir in Madrid und warten auf das Boarding für unseren 12,5-Stunden-Flug nach Lima. Wir hoffen etwas schlafen zu können, denn da wir um 06:00 Uhr Ortszeit (bei euch dann 13:00 Uhr) ankommen, geht unser erster Tag in Peru direkt los. 
Wir freuen uns total auf den Urlaub, auch wenn wir noch gar nicht wirklich einschätzen können wie es uns gefällt. Das erste mal Südamerika, das erste Mal Gruppenreise und das erste mal (zumindest für uns) so richtig Abenteuer. 


Wir freuen uns, dass ihr wieder alle mitlest und hoffen euch so oft wie möglich schreiben zu können. Wir werden diesmal nur nicht jeden Tag W-LAN, oder Strom, oder … fließend Wasser… haben :-), aber wann immer es geht, werden wir euch von unseren Erlebnissen berichten. 


Liebe Grüße 

Lisa&Maik

5. August 2019 – Trier

Hallo

Heute Morgen, gleich nach dem Frühstück, gab es nochmals einen langen Spaziergang durch das schöne Trier und am Moselufer entlang. Danach machten wir nur einen ganz kurzen Abstecher nach Luxemburg zum Tanken und Kaffee kaufen.

Wir fuhren nach Merzig in den Wolfspark Werner Freund und bestaunten dort die Wölfe, die heute bei den wiederum warmen Temperaturen, leider nur faul im Gehege lagen. Die Wölfe taten genau das. was wir auch gern getan hätten. Wir hatten aber noch nicht genug, es ging weiter nach Ensdorf. Das Saarpolygon in Ensdorf (Saar) ist ein Denkmal zur Erinnerung an den im Juni 2012 endgültig beendeten Steinkohlebergbau im Saarrevier. Läuft man um den Polygon herum, sieht er von jedem Blickwinkel anders aus. Leider schaffte es unser innere Schweinhund nicht, diesen blöden 1 km langen steilen Berg hoch zu gehen und somit mussten wir diesen Saarpolygon von unten bestaunen.

In Kaiserslautern haben wir dann den Tag beim Mexikaner gemütlich ausklingen lassen.

Unser Rheinland-Pfalz Urlaub beenden wir hiermit. Morgen geht es den ganzen Tag nach Sinsheim in die Therme, die Seele baumeln lassen und die Füße hochlegen, entspannen. Thomas geht dann am Donnerstag, auch schon wieder in die Arbeit.

Abschließend möchten wir sagen, wir Leben in einer tollen Gegend, mit so vielen schönen Ortschaften, Burgen und überhaupt die Landschaft ist toll. Vor unserer „Haustür“ ist es wirklich schön und vieles hat man schon lange nicht mehr gesehen oder auch vergessen. Besonders begeistert hat uns Rüdesheim und eigentlich können wir uns gar nicht festlegen…

Liebe Grüße, Michi und Thomas

4. August 2019 – Trier

Ave!

Trier, den ganzen Tag Trier. Heute Morgen sind wir um 9:00 Uhr gestartet und bis um 18:00 Uhr kreuz und quer durch Trier gelaufen. Kein antikes Gebäude und keine Treppen habe wir ausgelassen. Aber 18:00 Uhr war dann genug, den ganzen Tag hatten wir super Wetter, Sonnenschein ohne Ende, bei 29 Grad. Wir starteten bei der Porta Nigra, das am bestehen erhaltene römische Stadttor. Weiter ging es zum Hauptmarkt mit dem Petrusbrunnen und dem Marktkreuz, auch haben wir die St. Gengolf Kirche besichtigt, deren Eingang etwas versteckt liegt und haben auch das Glockenspiel sowie das Spielzeugmuseum bestaunt. Dann gab es erst Mal eine wohlverdiente Kaffeepause, bevor es dann in den Trierer Dom und die danebenliegende Liebfrauenkirche ging. Der Dom ist beeindruckend, beeindruckend ist die große Sammlung von Kunstwerken, heiligen Reliquien und Grabmälern. Im Vorfeld hatte ich gelesen, dass im Dom von Trier sehr viele Tiere in der Form von Bildern zu finden sind (ca. 20 verschiedene). Ich denke wir haben sie alle, auch die Dommaus, die nur manche Besucher finden, war für uns eine leichte Übung. So sind wir nun stolze Besitzer von Bildern von der Trierer Dom-Maus.

Neben dem Dom, ist gleich die Liebfrauenkirche zu finden, diese haben wir natürlich auch nicht ausgelassen und dann ging es zur Wasseruhr, vorbei an der großen Konstantinbasilika mit dem dahinter liegenden Kurfürstlichen Palais mit Garten. Der Garten ist superschön angelegt, mit vielen Statuen. Unser nächsten Ziel sollte aber das Amphitheater in natürlicher Hanglage sein. Ich möchte das Wort Hanglage hier noch mal deutlich betonen und möchte auch die vielen Treppen, die wir heute wieder gestiegen sind, nicht außen vor lassen. Es war so heiß. Aber wir hatten ja noch nicht alles gesehen, also zurück zur Kanstantinbasilika, wieder durch den wunderschönen Park, mit den noch immer gleichen Statuen vorbei an den Kaiserthermen zur Römerbrücke. Aber dann war Schluß! Wir waren alle erledigt, erschöpft, durstig. Leider war nun unser Auto viel zu weit weg, es stand ja an der Porta Nigra, also sind wir zu Fuß an die Jugendherberge gelaufen und die Männer haben dann das Auto, mittels anderem Auto, besorgt. In der Kartoffelkiste waren wir dann alle lecker zu Abend essen, natürlich mit einem kleinen Spaziergang durch die Stadt. Prima.

Ich habe von zu Hause aus, schon mit dem Dom geschrieben und veranlasst, dass heute Abend die Marinestatue auf dem Petriberg nur für meinen Thomas brennt (beleuchtet wird). Man überweist einen geringen Betrag, nennt ein Wunschdatum und einen Namen, für wen die Statue leuchten soll, man bekommt dann eine Urkunde und nur für denjenigen leuchtet dann sie Marinestatue. Ist das nicht schön?

Liebe Grüße, Michi und Thomas

3. August 2019 – Saarschleife und Trier

Hallo

Heute sind wir erst um 13 Uhr gestartet. Mit unseren Freuden haben wir uns an der Raststätte Pfalz getroffen und dann ging es auch schon los. Wir fuhren an die Saarschleife. Zu Hause hatten wir uns schon laut Internet den schönsten Aussichtspunkt herausgesucht und zwar den sog. „Cloef“. Wir alle fünf, Sabine, Lea, Uwe, Thomas und ich waren erstaunt, wie viele Menschen an diesem Ort waren, um die Saarschleife zu bestaunen. Wir waren doch alle davon ausgegangen, dass wir da ziemlich alleine sein würden. Aber dort saßen viele Leute mit Getränken, Musik und Wasserpfeife. Der Ausblick auf die Saarschleife ist aber auch schön. Man kann, wenn man möchte, auch den Baumwipfelpfad entlang gehen und schaut dann nochmals von einer höheren Stelle auf die Saarschleife, was aber wirklich nicht nötigt ist und die 10 Euro Besucherpreis für den Baumwipfelpfad kann man anders investieren.

Nachdem wir die obligatorischen Bilder im Postkartenpanorama geschossen haben, machten wir uns auf nach Saarburg.

Die von herrlichen Weinbergen und Wäldern eingebettete Kleinstadt Saarburg lädt zum gemütlichen Bummeln durch die historische Altstadt ein. Zwischen hübschen Fachwerkhäusern fließt der Leukbach, der von kleinen Brücken überquert wird. Das Highlight von Saarburg ist der 20 Meter hohe Wasserfall am Buttermarkt, der als größter innerstädtischer Wasserfall Europas gilt.

Gleich neben dem Saarburger Wasserfall findet man ein kitschiges und zugegebenermaßen etwas in die Jahre gekommene Café namens Petit, in dem wir für einen relativ hohen Touristenpreis (6,50 Euro) köstlichen original Saarburger Apfelstrudel in der Sonne genießen konnten. Nach kurzem Bummeln durch das Örtchen, um unsere mindestens 10.000 Schritte am Tag voll zu bekommen, ging es dann nach Trier in die Jugendherberge. Die ist sehr schön und alles ist frisch renoviert und liegt direkt am Moselufer. Dort sind wir dann zum Abendbrot im Paulaner eingekehrt. Satt und zufrieden schlüpfen wir nun ins Bett und Morgen früh machen wir uns auf zum Sightseeing nach Trier.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

2. August 2019 – Burg Berwartstein

Hallo

Nach einer Nacht in der Jugendherberge in Bad Bergzabern haben wir noch gemütlich gefrühstückt und dann ging es auch schon los. Übrigens ist uns etwas aufgefallen, die Gäste der Jugendherbergen haben wirklich alle Altersklassen und das Prinzip funktioniert wirklich gut. Im Eigentlichen bestehen nur kleine Unterschiede zum Hotel. Bei Abreise zieht man das Bett ab und bringt die Wäsche mit den gebrauchten Handtüchern in einen vorgerichteten Korb. Im Frühstücksraum ist der Tisch eingedeckt und ein Namensschild steht auf dem Tisch. Es gibt zum Frühstück Wurst, Käse, Marmelade, Obst, Joghurt und Müsli, Kaffee und Tee… Nach dem Frühstück stellt man sein Geschirr auf einen Wagen. Klar ist es in einem Hotel meist luxoriöser, aber benötigt man das immer für eine Nacht , wenn man abends müde ins Hotel kommt und eigentlich nur noch schlafen gehen möchte? Lustig war, was uns die letzten Tagen schon aufgefallen war, die Gäste der Jugendherbergen haben morgens nichts vom Frühstücksbuffet stibitz, keine Brötchen für den Ausflug und auch keinen Apfel oder Banane. Im Gegensatz dazu kauften sie Ausflugspakete für vier Euro mit Wasser, zwei geschmierten Brötchen, Obst und mit etwas Süßem. Fanden wir witzig, dass die Leute, die ggf. mehr auf ihr Geld achten, in dieser Beziehung die Anständigeren waren. Dies war nur eine Beobachtung…

Um 10:00 Uhr hatten wir schon die ersten 4 km hinter uns. Wir sind in Oberotterbach einen Waldgeisterweg entlang spaziert. Dort hat ein (oder mehrere) Holzschnitter viele Baumstumpfe mit Holzschnitzarbeiten bearbeitet. Lauter Geister, Pilze und Tiere. Macht viel Spass, dort zu laufen und die Waldgeister zu bestaunen.

Danach ging es auf die Burg Berwartstein. Zuerst dachten wir, sollen wir wirklich noch eine Burg ansehen? In unseren Köpfen besteht die Pfalz schon fast nur aus Burgen, das ist aber auch so. Der Burgführer erklärte: Pfalz bedeutet nämlich, Burgähnliche Palastanlage. Hier in der Gegend gibt es viele Pfalzen und daher der Name Pfalz. Auf jeden Fall war dies eine lustige Burgbesichtigung und wir haben viel von dem frechen Raubritter Hans Trapp erfahren und wie er die Elsässer geärgert hat. Die Elsässer fürchten heute noch Hans Trapp und angeblich kommt heute an Weihnachten im Elsass zu den braven Kindern das Christkind und zu den bösen der Hans Trapp.

Dann ging es zurück nach Hause, wir machten noch einen kurzen Zwischenstopp in Pirmasens und besuchten die Schokoladenfarbik Wawi. Hier ging das Thema Weihnachten dann weiter, in vollen Zügen war die Produktion von Weihnachtsmännern im Gange, die man von Anfang bis Ende begleiten konnte. Heute in vier Monaten öffnen wir ja auch schon das zweite Türchen am Kalender. Also es weihnachtet schon ein bisschen in der Pfalz. Na klar haben wir dann noch ganz viel Schokolade probiert und gekauft…

Nun genießen wir einen schokoladigen Abend zu Hause und morgen geht es Richtung Trier weiter.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

1. August 2019 – Elsaß und Südpfalz

Hallo!

Nach einer Nacht zu Hause ging es heute morgen los in die Südpfalz. Um 9:30 Uhr waren wir in Schweigen-Rechtenbach. Wir ganz alleine, noch keine Touristen in Sicht. Schön. Um 10:30 Uhr wollten wir gerne am Kalkofen, an der Maginot Linie, eine Führung mitmachen. Auf dem Hinweg sah man schon einen Panzer stehen. Viele Touristen waren nicht da, mit uns vielleicht zehn. Alle trugen sie warme Jacken, dicke Hosen, feste Schuhe. Beim Ticket kaufen wurde uns mitgeteilt dass es etwas frisch sein könnte bei der Führung. Also zurück ans Auto und die Jacken ausgepackt. Dann ging die super interessante Führung los. Natürlich mit einem Berganstieg, stöhn, dann in die Festung, Treppen, stöhn… und dann wurde es nicht etwas frisch, sondern richtig kalt. Nämlich 13 Grad. Ich hatte ein paar Jeans an, Thomas nur kurze Hosen. Noch dachten wir, das geht schon. Der Guide hatte soviel Spaß an seinem Tun und erklärte und erklärte, es war auch super spannend, aber mittlerweile auch super kalt. Noch ein wenig und meine Nase wäre abgefallen, auch Thomas hatte kalt. Nach gut zwei Stunden war diese super interessante Führung vorbei, wirklich empfehlenswert. Als wir aus dem Bunker schnatternd wieder raus kamen, staunten die nächsten Teilnehmer nicht schlecht…

Zum Aufwärmen ging es ohne eingeschaltete Klimaanlage zur Burg Fleckenstein, auch bekannt als Rätselburg. Der Parkplatz war unterhalb der Burg gut zu finden. Nach einem kurzen Aufstieg, vorbei an der Köhler-Ausstellung, fast oben angekommen, merkte Thomas, die Tickets liegen im Auto. Super. Thomas ging zurück. Den anschließenden Flaumkuchen, hatte er sich verdient.

Natürlich wollten wir die Burg mit den Rätseln besichtigen. 21 Stück. Wir wurden anhand der Rätsel durch den Wald geführt, natürlich immer bergauf, stöhn. Dann die Burg in Sicht, total kaputt, was aber noch stand waren Türme und Mauern, die natürlich nur mit Treppen zu erklimmen war. Die Aussicht super. Hätten wir nicht so einen großen Ehrgeiz, hätten wir die Tour mit den Rätsel abgebrochen. Es war heiß und anstrengend. Wir sind aber überzeugt, ohne die Rätsel wäre die Burg sehr uninteressant, so war es wirklich gut gemacht und wirklich empfehlenswert. Wir waren heute auch Königin und König, haben Einhörner getroffen und erfahren, wenn diese ihr Horn ins Wasser halten, wird das Wasser klar und rein. Auch haben wir den Gesang der Elfen entschlüsselt und erfahren, was Franzosen von Elwetrittsche halten. War wirklich ein schöner Tag.

Heute übernachten wir in einer Jugendherberge in Bad Bergzabern, die Zimmer sind wieder gut und das Personal super nett, haben uns für das Abendbrot einen super Tip gegeben. Wir waren im Gasthaus „Zum Haas“. Lecker.

Liebe Grüße,
Michi und Thomas

31.Juli 2019 – Burg Eltz

Hallo

Langsam aber sicher entwickelt sich unser Rheinland-Pfalz/Elsaß Urlaub in einen Wander-Burgen-Urlaub.

Gestern Abend lagen wir allen Ernstes um 21:00 Uhr in den Betten und es dauerte garantiert nicht länger als fünf Minuten und wir waren im Tiefschlaf. Heute Morgen 7:30 Uhr habe ich dann voller Tatendrang Thomas aus dem Teifschlaf geholt und ihn zu unserer nächsten Tour ermuntert. Thomas schwächelt ein klitzekleines bisschen und klagt über Rückenschmerzen, ich vermute das kommt vom Rucksack, gepackt mit vielen lebenswichtigen Dingen, die man täglich mehr oder weniger benötigt und dann das Richtige doch nicht dabei hat, weil es irgendwer wieder ausgepackt hat. Naja. Zuerst ging es auf die Burg Eltz. Äußerst genial an dieser Burg ist, dass man vom Parkplatz aus bergab zum Schloss läuft. Auch diese Burg ist sehr schön und gut erhalten, wir hatten eine schöne Führung und bestaunten die Schatzkammer. Die Burg Eltz war übrigens früher auf dem 500 DM Schein. Thomas musste für den Rückweg nicht wirklich von mir überzeugt werden, den Shuttlebus zu nehmen, der Hinweg ging nämlich ziemlich bergab. Frisch gestärkt mit einem Kaffee im Burggasthof ging es dann in den schönen Ort Cochem. Cochem war uns zwar schon bekannt von einem früheren Besuch, ich hatte aber einen schönen Stadtspaziergang im Internet herausgesucht. Das Ziel hatte ich zu Hause nicht gelesen. Nach einem klitzegleinen Bummel durch die Stadt ging es dann hoch zum Kloster, über Treppen und Treppen mit Gestöhne und Gejammer. Allen Ernstes war das Kloster dann zu, aber nicht so schlimm, die Treppen gingen ja nun herunter. Drei Straßen weiter sollten wir schon wieder steil bergauf… doch wir haben dazugelernt, schnell in den Plan des Stadtspaziergangs geschaut und gemerkt, dass es nun zu Fuß auf die Reichsburg gehen sollte. An dieser Stelle haben wir den Stadtspaziergang Cochem abgebrochen. Es ging ohne Umweg zum leckeren Mittagessen. Auf dem Nachhauseweg haben wir noch in Bingen Halt gemacht, haben uns die Stelle angesehen, an der die Nahe auf den Rhein trifft, schlenderten am Rhein entlang und besuchten noch das Hildegart von Bingen Museum. Super was sie alles konnte und wusste. Weiter ging es nach Bad Bergazbern. Mit einem Eis bummelten wir durch die Fußgängerzone, die uns nicht besonders gefiel. Dann ging es wirklich nach Hause, Thomas‘ Rücken schmerzt immer noch ein wenig, dazu kamen jetzt noch ein wenig die Waden und die Knöchel. Thomas vermutet, ich möchte ihn zu Tode spazieren.

Heute schlafen wir zu Hause und morgen geht es ins Elsaß

liebe Grüße, Michi und Thomas