28. September – Tiere und die wilde See

Heute waren wir wieder früh auf den Beinen. Um 6:30 Uhr klingelte der Wecker und um 7:30 Uhr saßen wir schon beim Frühstück. Für 9 Uhr waren wir mit unserem Taxifahrer Vitish verabredet, denn heute wollten wir noch einmal etwas von Mauritius sehen.

Das Wetter war dabei etwas eigenwillig: Es war schön warm und es regnete nicht wie aus Eimern – dafür kam ständig dieser ganz feine Regen herunter. So ein Regen, bei dem man zuerst denkt: „Ach, das geht doch“, und fünf Minuten später merkt, dass man trotzdem nass wird. Zum Glück hatten wir unsere Regensachen dabei.

Unser erstes Ziel war der La Vanille Nature Park im Süden der Insel. Der Park liegt mitten im Grünen und ist besonders für seine riesigen Aldabra-Schildkröten und seine Krokodile bekannt.

Ich glaube, die über 1.000 Riesenschildkröten sind wirklich nicht untertrieben – die waren einfach überall! Man konnte sich Futter holen und die Schildkröten selbst füttern. Vorher bekamen wir allerdings noch den freundlichen Hinweis, dass man ein bisschen auf seine Finger aufpassen sollte, denn die Tiere können durchaus zubeißen.

Damit war meine anfängliche Begeisterung gleich mit einer kleinen Portion Respekt gewürzt. Ich stand also vor einer dieser riesigen Schildkröten und fütterte sie ganz vorsichtig von vorne. Dummerweise hatte ich dabei nicht bedacht, dass Schildkröten zwar gemütlich aussehen, sich aber offenbar hervorragend anschleichen können. Plötzlich kamen von hinten noch drei dieser Riesen auf mich zu. Und wenn man mittendrin steht, wirken die wirklich gewaltig! Irgendwie eine Mischung aus E.T., Dinosaurier und Urzeitmonster auf Zeitlupe.

Wir hatten ja in der ersten Woche schon Riesenschildkröten gesehen und sogar angefasst. Aber hier? Keine Chance! Bei diesen Exemplaren wusste man überhaupt nicht, wo man anfangen und wo man besser aufhören sollte mit dem Streicheln. Also blieb es beim Füttern mit Sicherheitsabstand. Unglaublich, wie viele dieser riesigen Urzeittiere dort ganz gemütlich durch die Gegend spazierten.

Die Krokodile kannten wir inzwischen ja schon – davon hatten wir auf Mauritius bereits einige gesehen. Aber hier gab es um 11:30 Uhr eine Krokodilfütterung, und die war wirklich spannend. Das Futter hing an einem Seil an einem langen Stock und das nackte Hühnchen baumelte direkt über den geöffneten Mäulern der Krokodile. Sobald eines zuschnappte, gab es ein unglaublich lautes Klopfgeräusch. So ein Krokodilmaul hatten wir noch nie aus nächster Nähe zuschnappen hören – da zuckt man automatisch ein bisschen zusammen.

Danach ging es noch ins Insektenhaus. Dort gab es Schmetterlinge, Spinnen, Heuschrecken und was weiß ich noch alles für Krabbeltiere. Auf einem unserer Fotos präsentiert Thomas eine riesige Heuschrecke und hält zum Größenvergleich seine Hand davor. Abartig, wie groß dieses Ding ist!

Und dann begegnete uns noch ein ganz entspannter Java-Hirsch. Der lief dort tatsächlich einfach so herum und ließ sich völlig gelassen von mir streicheln. Während ich bei den Riesenschildkröten lieber etwas Sicherheitsabstand gehalten hatte, war hier sofort Kuschelkurs angesagt. Der Hirsch schien jedenfalls nichts dagegen zu haben und genoss seine Streicheleinheiten ganz offensichtlich.

Unser größtes Interesse galt allerdings den Flughunden. Wir hatten sie auf Mauritius schon mehrmals abends frei herumfliegen sehen, aber ein vernünftiges Foto? Keine Chance! Hier konnten wir sie endlich einmal ganz in Ruhe aus der Nähe anschauen. Und die sind tatsächlich richtig niedlich. Wenn man ihre Gesichter sieht, versteht man sofort, warum sie Flughunde heißen: Sie sehen wirklich ein bisschen aus wie kleine Hunde – nur eben mit Flügeln.

Danach ging es erst einmal zum Mittagessen. Vitish brachte uns in ein Restaurant, in dem auch die Einheimischen essen gehen – genau so etwas mögen wir. Kein schickes Touristenlokal, sondern einfach dort essen, wo die Locals essen. Und es war richtig lecker!

Gut gestärkt ging es anschließend weiter, gefühlt von einem Fotopoint zum nächsten. Dazwischen wurde natürlich auch ein bisschen gewandert. Da es immer noch immer wieder regnete, waren die Wege teilweise ganz schön glatt. Thomas wollte für ein besonders schönes Foto noch auf einen kleinen Berg beziehungsweise Felsen hinauf – und dann passierte es: Er rutschte aus und fiel hin. Ergebnis: ein verletzter Finger und eine ordentlich schmutzige Hose. Zum Glück ist weiter nichts passiert. Und Thomas würde vermutlich sagen: Für das Foto hat es sich gelohnt.

Die Küste zeigte sich heute von einer ganz anderen Seite. Das Meer war richtig stürmisch, die Wellen beeindruckend und zwischendurch schaffte es sogar die Sonne immer wieder durch die Wolken. Dadurch sah die Landschaft jedes Mal ein bisschen anders aus.

Und überhaupt gab es unterwegs ständig etwas Neues zu entdecken: braunen Zucker, Bananen, Pistazien, Kaktusfeigen, die wilde Küste und die stürmische See – heute war irgendwie von allem etwas dabei. Mauritius kann eben nicht nur Postkartenstrand und türkisblaues Wasser. Heute zeigte uns die Insel ihre wilde Seite – und die war mindestens genauso schön.

Gegen 16 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Nach diesem erlebnisreichen Tag brauchten wir erst einmal eine kleine Stärkung: Am Strand gab es Eis und Kaffee – genau das Richtige nach so viel Herumfahren, Wandern und Fotografieren.

Und während ich hier gerade unseren Tag aufschreibe, ist Thomas neben mir völlig erschöpft eingeschlafen. Kein Wunder – er hat heute schließlich alles gegeben: geklettert, fotografiert, ist ausgerutscht und hat dabei immerhin nur einen verletzten Finger und eine ordentlich schmutzige Hose davongetragen. Aber Hauptsache, das Foto ist im Kasten!

Jetzt lassen wir den restlichen Nachmittag ganz gemütlich am Strand ausklingen. Nach diesem Tag haben wir uns das verdient.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

27. September 2026 – LUX* Le Morne

Für heute war wieder ein reiner Strandtag geplant. Ganz früh am Morgen, gegen 7:30 Uhr, ging es für uns schon an den Strand – erst einmal gemütlich auf die Liege und die Ruhe genießen. Gegen 8:00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zum Frühstück.


Beim Frühstück zeigt sich dann wieder ganz deutlich, wie unterschiedlich wir ticken: Bei mir gab es ganz klassisch Brötchen, Butter und Marmelade – und Thomas? Der startet natürlich lieber herzhaft und exotisch in den Tag. Wer welches Frühstück hatte, dürfte nicht allzu schwer zu erraten sein. 😉

Während des Vormittags am Strand wehte uns plötzlich immer wieder ein herrlicher Duft nach frisch gebackenen Waffeln um die Nase. Das roch so gut, dass ich irgendwann zu Thomas sagte: „Jetzt geh mal schauen, wo dieser Waffelduft herkommt!“ Ein paar Meter weiter wurde das Geheimnis gelüftet: An der Strandbar wurden tatsächlich frische Eiswaffeln gebacken. Natürlich musste ich sofort eine haben. Thomas kam kurze Zeit später mit einer noch warmen Waffel und Vanilleeis zurück – einfach köstlich. Keine Stunde später zog schon der nächste verführerische Duft vorbei. Diesmal entdeckte Thomas Lammkebab, und damit war auch unser Mittagessen beschlossen. Man könnte also sagen: Hier muss man eigentlich gar nicht überlegen, was man essen möchte. Man legt sich einfach an den Strand, wartet auf den nächsten guten Duft – und schickt Thomas los. 😄 Wir werden hier wirklich rund um die Uhr verwöhnt.

Und dann gab es heute noch eine kleine Überraschung, über die ich mich ganz besonders gefreut habe. Manchmal sind es ja gerade die kleinen Dinge, die einem im Urlaub besonders in Erinnerung bleiben.

Ich hatte diese kleine Stoffpuppe schon seit Tagen immer wieder gesehen und fand sie einfach total süß. Eigentlich dachte ich jedes Mal: „Michi, für eine Puppe bist du doch wirklich schon ein bisschen zu alt.“ Aber irgendwie musste ich trotzdem jedes Mal hinschauen. Und im Laufe des Vormittags saß sie plötzlich auf unserem Bett. Thomas hatte sie heimlich besorgt und mir damit eine richtig schöne Überraschung gemacht. Ich fand das so lieb von ihm. Besonders schön finde ich, dass die Puppe hier auf Mauritius handgemacht wurde und mit ihrem Verkauf ein guter Zweck unterstützt wird. Damit ist sie für mich nicht einfach nur ein Souvenir, sondern eine ganz besondere Erinnerung an diese Reise. Jetzt ist sie eben doch meine – und ganz ehrlich: Für manche Dinge ist man wahrscheinlich einfach nie zu alt. 😊

Kurz nach 18 Uhr geht auf Mauritius die Sonne unter. Den ganzen Tag hatten wir am Strand verbracht – faul, satt, zufrieden. Ein bisschen schwimmen, ein bisschen Leute beobachten, zwischendurch essen und ansonsten wirklich konsequent nichts tun. Urlaub kann so anstrengend sein. 😄

Für 17:30 Uhr hatten wir uns wieder Sauna und Jacuzzi gebucht. Das ist inzwischen unser Lieblingsabschluss nach so einem Strandtag. Erst wird ordentlich geschwitzt, dann im warmen Wasser weiterentspannt – und danach ist man so angenehm müde, als hätte man den ganzen Tag Schwerstarbeit geleistet. Viel Programm brauchten wir danach jedenfalls nicht mehr. Der Tag hatte genau genug geleistet.

Und so ging auch dieser wunderschöne Strandtag ganz gemütlich zu Ende. Ein schöner Abend zu zweit, ein Platz im The Beach und zum Abschluss diese traumhafte Pavlova. Mehr braucht es manchmal gar nicht. Na gut – vielleicht noch zwei Löffel. 😄

Liebe Grüße Michi und Thomas

26. September 2026 – Mauritius, LUX* Le Morne

Heute wäre meine Mama 80 Jahre alt geworden. Leider ist sie nicht mehr bei uns, aber unsere Gedanken waren heute Morgen natürlich ganz besonders bei ihr. Solche Tage sind einfach anders – auch hier, weit weg auf Mauritius.

Gestern Abend hatten wir noch einen richtig schönen Abend. Nach dem Strand wollten wir uns eigentlich langsam für das Abendessen fertig machen, als wir plötzlich Trommelgeräusche hörten. Direkt neben unserem Hotel liegt ein öffentlicher Strand, und genau von dort kamen die Klänge. Natürlich mussten wir noch einmal runtergehen und nachsehen. Einheimische saßen dort zusammen, trommelten und tanzten am Strand – eine ganz besondere Stimmung.

Und wenn wir schon einmal da waren, haben wir natürlich auch gleich noch den Sonnenuntergang mitgenommen. Hier auf Mauritius geht die Sonne momentan schon kurz nach 18 Uhr unter – dafür aber wirklich wunderschön.

Um 20 Uhr waren wir dann im Strandrestaurant zum Abendessen. Und was sollen wir sagen: Das war sowas von gut! Ein perfekter Abschluss für einen richtig schönen Abend.

Schlechtwetter im Paradies – gibt’s offenbar auch. Nach dem Frühstück machten wir das Beste daraus und sind 4 Kilometer am Strand entlang gewandert. Das klingt mit Meerblick, Palmen und Sand unter den Füßen erst einmal herrlich entspannt. Aber der Strand ist hier teilweise ziemlich schräg, und zusammen mit dem weichen Sand wurde die Strecke deutlich anstrengender als gedacht. Am Ende waren wir jedenfalls ordentlich geschafft – aber immerhin gut für den Kalorienverbrauch. 😄

Das ist doch mal Service! 😄 Wir liegen gemütlich am Strand, müssen nicht einmal aufstehen und können uns trotzdem etwas zu trinken oder zu essen bestellen. Einfach den QR-Code auf dem Foto öffnen, die Beach-Service-Karte anschauen und aussuchen, worauf man gerade Lust hat. Herrlich bequem – so lässt man sich im Urlaub wirklich gerne verwöhnen.

So öffnet ihr den QR-Code: Beim iPhone den QR-Code im Foto länger gedrückt halten und den Link öffnen. Bei Android klappt es je nach Gerät genauso oder über Google Lens beziehungsweise die QR-Code-Erkennung in der Galerie.

Nachdem wir am Vormittag noch am Strand gewesen waren, wurde es uns irgendwann doch zu frisch. Der Wind war ziemlich kühl, also gingen wir erst einmal gemütlich zum Mittagessen. Danach hatten wir die passende Idee für dieses Wetter: Sauna!

Hier kann man allerdings nicht einfach spontan in die Sauna gehen, sondern muss vorher einen Termin buchen. Also reservierten wir uns für 14 Uhr einen Saunabesuch. Und das war richtig schön. Es gibt eine heiße Sauna, ein Dampfbad und draußen einen Jacuzzi. Während es leicht regnete, saßen wir im herrlich warmen Wasser – der Jacuzzi hatte gefühlt bestimmt an die 40 Grad. Einfach genial.

Natürlich zeigte sich ausgerechnet nach unserem Saunagang plötzlich wieder die Sonne. Wir waren von der Sauna ordentlich aufgeheizt – und draußen wurde es auf einmal ebenfalls wieder richtig warm. Wie man es hier heute macht, macht man es irgendwie verkehrt. 😄

Also ging es für uns erst einmal auf die Liege auf unserer Veranda. Nach Sauna und heißem Jacuzzi war ein bisschen Nichtstun genau das Richtige. Und wenn sich die Sonne schon wieder blicken lässt, muss man das schließlich ausnutzen. 😄

Den Rest des Tages ließen wir ganz gemütlich am Strand ausklingen – lesen, aufs Meer schauen und einfach nichts tun. Genau so hatten wir uns diese zweite Urlaubswoche vorgestellt. Abends machten wir uns noch einmal schick und beendeten den Tag mit einem richtig leckeren Abendessen. Ein perfekter Abschluss für einen wunderbar entspannten Tag.


Liebe Grüße, Michi und Thomas

25. September 2026 – Guten Morgen aus dem Paradies

Nun sind wir also im LUX* Le Morne – und was sollen wir sagen: Es ist einfach wunderschön. Schon gestern bei unserer Ankunft waren wir völlig begeistert, und auch heute Morgen fühlt es sich noch ein bisschen unwirklich an.

Wir haben richtig gut geschlafen und waren trotzdem schon um 6:15 Uhr wach. Groß fertig gemacht wurde sich nicht – kurz Zähne geputzt, etwas übergeworfen und los ging es an den Strand. Das Schöne an unserem Zimmer: Wir müssen wirklich nur ein paar Schritte gehen und stehen schon mit den Füßen im Sand. Das Meer können wir sogar von unserer Terrasse aus sehen. Genau so hatten wir uns diese zweite Urlaubswoche vorgestellt.

Den ganzen Tag haben wir heute eigentlich nur eines gemacht: gar nichts – und das war herrlich. Wir waren im Meer schwimmen, im Pool, zwischendurch Mittagessen, wieder im Meer, wieder im Pool und ansonsten lagen wir einfach faul auf unseren Liegen. Hier weht ständig ein angenehmer Wind, wir hatten etwa 24 Grad und keinen einzigen Fleck Wolke am Himmel. Trotzdem ist die Sonne unglaublich intensiv. Man merkt beim Eincremen tatsächlich sofort, wo man eine Stelle vergessen hat. Irgendwie verrückt: Die Luft fühlt sich durch den Wind angenehm an, aber die Sonne hat richtig Kraft.

Müde macht so ein Tag übrigens auch – wobei wir uns nicht ganz sicher sind, ob das wirklich nur an Sonne, Meer und frischer Luft liegt oder ob die letzte, ziemlich volle Woche noch ein bisschen nachwirkt.

Zum Mittagessen saßen wir direkt am Strand, die Füße im Sand – einfach unglaublich schön. Genau solche Momente sind es, für die man eigentlich gar nicht viel braucht.

Jetzt ist es 17:30 Uhr und in etwa einer halben Stunde geht die Sonne unter. Danach heißt es duschen, gemütlich zum Abendessen gehen und den Tag ganz entspannt ausklingen lassen.

Und morgen? Da hoffen wir einfach auf genau dasselbe Programm: möglichst wenig tun und möglichst viel genießen.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

24. September 2026

24. September 2026

Heute Morgen war es plötzlich ungewohnt ruhig beim Frühstück. Unsere vier Mitreisenden waren abgereist, und auf einmal saßen Thomas und ich ganz alleine da, tranken in Ruhe unseren Kaffee und ließen die vergangenen Tage ein bisschen Revue passieren. Nach einer Woche voller Unternehmungen, Gespräche und ganz viel Lachen war diese Ruhe fast schon ungewohnt.

Dabei kam uns wieder eine Frage in den Kopf, über die wir uns hier schon öfter gewundert hatten: Mauritius gehört doch zu Afrika – warum sehen dann so viele Menschen eher indisch aus?

Die Antwort liegt in der Geschichte der Insel. Im 19. Jahrhundert kamen sehr viele Arbeitskräfte aus Indien nach Mauritius, und viele von ihnen blieben dauerhaft hier. Deshalb ist die Insel bis heute stark indisch geprägt – bei den Menschen, den Tempeln, den Traditionen und natürlich auch beim Essen.

Für Thomas ist das natürlich besonders praktisch, denn indisches Essen liebt er. Für ihn dürfte Mauritius kulinarisch also ruhig noch ein bisschen indischer sein. Insgesamt ist die Insel eine spannende Mischung aus Afrika, Indien, Europa und China – und genau das macht sie so besonders.

Nach einem gemütlichen Frühstück machten Thomas und ich uns noch einmal auf den Weg in die Stadt. Eigentlich wollten wir nur zu einem Geldautomaten, aber diesmal nahmen wir nicht den Weg zu Fuß am Strand entlang, den wir in den letzten Tagen schon öfter gegangen waren. Stattdessen gönnten wir uns die etwas schönere Variante und fuhren mit dem Wassertaxi nach Grand Baie.

So wurde selbst der Weg zum Geldautomaten noch zu einem kleinen Urlaubserlebnis. Die Sonne schien schon richtig schön, und auch das Wasser war am Morgen bereits angenehm warm. So machte die kleine Fahrt mit dem Wassertaxi gleich noch mehr Spaß.

Gegen 11 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Dann hieß es Koffer packen, denn um 12 Uhr wurden wir abgeholt und zu unserem neuen Hotel gebracht. Damit endete unsere erste Woche im Norden – und für Thomas und mich begann nun der zweite Teil unseres Mauritius-Urlaubs.

Als wir im neuen Hotel ankamen, waren wir erst einmal völlig überwältigt. Schon der Eingangsbereich war kaum zu toppen. Ich glaube, ich bin im Paradies. Es war einfach so wunderschön, dass ich tatsächlich Tränen in den Augen hatte. Alles wirkte unglaublich großzügig, elegant und gleichzeitig entspannt – Palmen, Wasser, offene Bereiche und überall dieser Blick ins Grüne und aufs Meer.

Wir liefen erst einmal ein bisschen durch die Anlage und kamen aus dem Staunen kaum heraus. Nach der lebhaften ersten Woche fühlte sich das hier plötzlich wie eine ganz andere Art Urlaub an. Genau so hatten wir uns unsere zweite Woche vorgestellt: ankommen, genießen, nichts müssen und uns einfach verwöhnen lassen.

Und dann unser Zimmer – beziehungsweise eher unsere kleine Urlaubswelt. Großzügig, wunderschön eingerichtet und mit ganz viel Platz. Spätestens da war klar: Hier könnten wir es definitiv eine Woche aushalten.

Um 16 Uhr machten wir es uns dann am Strand gemütlich. Der liegt direkt vor unserem Haus – näher ans Meer geht eigentlich kaum. Bequeme, gut gepolsterte Liegestühle, Sonnenschirme, Palmen und das Meer direkt vor uns. Was will man eigentlich mehr?

An jedem Sonnenschirm gibt es sogar so einen kleinen Service-Knopf. Drückt man darauf, kommt tatsächlich ein Kellner vorbei und bringt einem Wasser. Also spätestens da war klar: Diese zweite Woche wird wirklich eine Woche zum Verwöhnenlassen.

Den Sonnenuntergang genossen wir dann ganz gemütlich mit Marshmallows. Thomas grillte sie für mich auf einem kleinen Grill – und ja, das war tatsächlich ziemlich romantisch. So kann ein Abend auf Mauritius gerne öfter aussehen.

Vor dem Abendessen machten wir uns noch gemeinsam frisch. Unsere Dusche hier ist so riesig, dass wir problemlos zu zweit hineinpassen – da fühlt man sich fast ein bisschen wie in den Flitterwochen. Und davon gibt es hier im Hotel tatsächlich jede Menge. Aber wir finden: Nach 17 Ehejahren darf man sich ruhig auch noch ein bisschen Flitterwochengefühl gönnen.

Das Abendessen war übrigens genial. Die Auswahl war riesig und wir wussten gar nicht so recht, wo wir anfangen sollten. Nach diesem langen und besonderen Tag waren wir dann aber ziemlich platt. Gegen 22 Uhr fielen wir müde ins Bett – zufrieden, satt und sehr gespannt auf unsere ersten richtigen Tage hier im neuen Hotel.

Liebe Grüße Michi und Thomas

23. September 2026 – Unser letzter gemeinsamer Tag

Heute Morgen trafen wir uns um 7:30 Uhr zu unserem letzten gemeinsamen Frühstück. Ein bisschen Wehmut war schon dabei, denn unsere gemeinsame Woche neigte sich langsam dem Ende zu.

Aber bevor es ans Abschiednehmen ging, stand noch ein letzter gemeinsamer Ausflug auf dem Programm. Natürlich wieder mit Vitich, unserem Taxifahrer, der uns in dieser Woche tatsächlich jeden Tag begleitet hatte. Inzwischen kannte er uns und unsere kleine Truppe schon ziemlich gut. Thomas und mir hat er sogar angeboten, uns auch in der zweiten Woche zu fahren, falls wir noch irgendwohin möchten. Ein Angebot, auf das wir ganz sicher noch einmal zurückkommen werden.

Heute ging es noch einmal in den Süden der Insel. Eigentlich waren wir in den vergangenen Tagen erstaunlich oft in dieser Richtung unterwegs – aber es gab einfach immer wieder etwas Neues zu entdecken. Thomas und Heiko hatten bei ihrer Bergbesteigung besonders schöne Aussichtspunkte gesehen und uns so davon vorgeschwärmt, dass wir sie uns unbedingt auch anschauen wollten.

Und sie hatten wirklich nicht übertrieben. Es war einfach wunderschön. Kein klassischer weißer Sandstrand, sondern Berge, sattes Grün, Wasserfälle dazwischen und immer wieder traumhafte Ausblicke über die Landschaft. Ab und zu saß irgendwo ein Äffchen. Genau diese Mischung macht diese Gegend so besonders.

Danach ging es für uns zum ersten Mal nach Chamarel zu den Siebenfarbigen Erden. Schon beeindruckend, wie viele unterschiedliche Farbtöne dort ganz natürlich nebeneinander zu sehen sind. Dort legten wir anschließend noch eine kleine Pause ein, tranken Cappuccino und probierten frisch gepressten Zuckerrohrsaft.

Gegen 15:30 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Dort gönnten wir uns erst einmal Crêpes und Hamburger – schließlich mussten wir uns nach so viel Sightseeing dringend stärken.

Danach kam der weniger schöne Teil des Tages: Koffer packen. Heidrun, Heiko, Maika und Robert reisen morgen ab und für Thomas und mich geht es weiter in ein anderes Hotel im Süden der Insel.

Ganz ehrlich: Die vier werden uns richtig fehlen. Wir hatten eine unglaublich schöne Woche zusammen, haben so viel erlebt und vor allem wahnsinnig viel gelacht. Es war einfach eine richtig tolle Zeit zu sechst – und eines ist jetzt schon sicher: Wir werden uns auf jeden Fall wiedersehen.

Danke an euch vier für diese wunderschönen und lustigen Tage!

Thomas und ich verlassen unser Hotel morgen erst gegen 12 Uhr und dann beginnt für uns der zweite Teil unserer Mauritius-Reise. Darauf freuen wir uns natürlich auch sehr: eine Woche Strand, entspannen und einfach mal die Seele baumeln lassen.

Denn so wunderschön diese Woche zu sechst auch war – sie war ganz schön intensiv. Viele Ausflüge, viele Eindrücke und eigentlich wurde den ganzen Tag geredet und gelacht. Jetzt freuen wir uns deshalb auch ein bisschen auf ein paar ruhigere Tage.

Zum Schluss möchten wir noch einmal ganz besonders Danke sagen – an Heiko und Heidrun sowie Robert und Maika.

Diese gemeinsamen Tage mit euch werden uns wirklich in Erinnerung bleiben. Wir haben so viel zusammen erlebt, gesehen, geredet und vor allem unglaublich viel gelacht. Es war einfach schön, wie unkompliziert und selbstverständlich wir als Gruppe zusammengewachsen sind.

Gerade deshalb fiel uns der Abschied auch nicht ganz leicht. Nach so vielen gemeinsamen Erlebnissen, Gesprächen und lustigen Momenten fühlt sich das Ende dieser Woche schon ein bisschen komisch an.

Danke euch vier für diese besondere Zeit, für eure Gesellschaft und für all die schönen Erinnerungen, die wir mitnehmen.

Und eines steht fest: Wir hoffen sehr, dass wir uns bald wiedersehen – und wer weiß, vielleicht klappt es ja tatsächlich irgendwann noch einmal mit einem gemeinsamen Urlaub. Wir wären sofort dabei.

Liebe Grüße Michi und Thomas

22. September 2026 – Port Louis

Heute Morgen haben wir richtig lange geschlafen – bis 6:30 Uhr. Danach haben wir ganz gemütlich gefrühstückt.

Heute waren wir nur zu viert unterwegs, denn Maika und Robert hatten in ihrem Honeymoon-Paket eine Katamaranfahrt dabei. Also machten sich Heiko, Heidrun, Thomas und ich auf eigene Faust auf den Weg nach Port Louis, der Hauptstadt von Mauritius.

Und das Ganze war ein echtes Schnäppchen: Wir nahmen einfach den ganz normalen Linienbus. Für die gut einstündige Fahrt zahlten wir gerade einmal 48 Rupien pro Person – umgerechnet etwa 88 Cent. Wobei „Linienbus“ hier nicht ganz das Gleiche bedeutet wie bei uns zu Hause. Die Busse sind ziemlich alt, ein bisschen schmuddelig und bei der Federung hat man offenbar irgendwann beschlossen: Die Fahrgäste können ruhig merken, wenn die Straße ein Schlagloch hat. 😄 Aber genau das machte die Fahrt auch irgendwie besonders. Man sitzt mitten zwischen den Einheimischen und bekommt unterwegs viel vom ganz normalen Alltag auf Mauritius mit.

Den ganzen Nachmittag bis etwa 16:30 Uhr machten wir dann Port Louis unsicher. Wir schlenderten über die Märkte, bummelten an der Waterfront entlang, gingen shoppen und kauften natürlich auch ein paar Souvenirs.

Natürlich durfte auch das Blue Penny Museum nicht fehlen. Dort sahen wir uns die berühmte Blaue Mauritius und ihre rote Schwester an. Die beiden Briefmarken stammen aus dem Jahr 1847 und gehören zu den bekanntesten Briefmarken der Welt. Berühmt wurden sie unter anderem durch den Aufdruck „Post Office“ statt „Post Paid“. Von der roten One-Penny-Marke und der blauen Two-Pence-Marke existieren heute nur noch sehr wenige Exemplare. Im Museum werden jeweils eine rote und eine blaue Marke gezeigt – die beiden Exemplare wurden 1993 zusammen für rund 1,5 Millionen Euro erworben. Schon verrückt, was so ein winziges Stück Papier wert sein kann.

Auch die berühmte Pferderennbahn Champ de Mars wollten wir uns ansehen. Und kaum standen wir dort, gab es für Heiko kein Halten mehr: Er galoppierte kurzerhand selbst los. 😂 Für ein paar Sekunden hatten wir also unser ganz persönliches Pferderennen in Port Louis – nur ganz ohne Pferd. Der Mann braucht offensichtlich keine Startnummer, nur genug freie Fläche.

Zwischendurch gingen wir auch in eine Kirche. Und dort begann dann eine ganz besondere Mission: die Suche nach einer Toilette. Wir hatten den Tipp bekommen, dass es in der Kirche eine geben sollte. Also fragten wir eine Frau, die dort gerade sauber machte. Sie erklärte uns, wir müssten hinten aus der Kirche hinaus und im gegenüberliegenden Gebäude beim Sekretariat nachfragen.

Gesagt, getan. Dort ging dann tatsächlich eine Frau mit uns zu einer Tür – allerdings nicht zu irgendeiner Tür. Diese Toilette war gefühlt besser gesichert als so mancher Tresor. Dreifach abgeschlossen! 😂 Sie schloss alles auf und tatsächlich: Wir durften hinein.

Das Thema Toiletten ist hier auf Mauritius überhaupt so eine Sache. Zumindest nach unseren bisherigen Erfahrungen findet man im öffentlichen Bereich nur sehr wenige. Wenn man eine findet, ist sie leider oft nicht besonders sauber – und Toilettenpapier sollte man vorsichtshalber selbst dabeihaben. Im Hotel ist das natürlich überhaupt kein Problem. Aber unterwegs gilt inzwischen fast schon: Wer eine saubere Toilette findet, hat einen kleinen Hauptgewinn gezogen. 😄

Nach so viel Kultur, Shopping, Pferderennen und Toiletten-Abenteuer hatten wir uns ein Mittagessen wirklich verdient. An der Waterfront fanden wir ein schönes Lokal und aßen dort richtig lecker. Mit Blick auf das Wasser ließ es sich natürlich besonders gut aushalten.

Danach ging es weiter durch Port Louis, noch ein bisschen schauen, stöbern und das bunte Treiben genießen.

So verging der Nachmittag wie im Flug, und gegen 16:30 Uhr machten wir uns schließlich wieder auf den Rückweg. Port Louis war laut, quirlig, bunt und ganz anders als unser bisheriges Mauritius – und genau deshalb richtig spannend.

Maika und Robert hatten heute ja ihren Honeymoon-Ausflug mit dem Katamaran und am Abend wartete noch ein ganz besonderes Highlight auf sie: ein Candlelight-Dinner direkt am Strand. Natürlich hatten wir uns vorgenommen, dieses romantische Dinner ein kleines bisschen zu „crashen“. 😄

Heiko zog dafür noch einmal sein Baströckchen an, wir bemalten Teller, setzten Hütchen auf und machten uns entsprechend schick. Heiko servierte uns dann in voller Montur sogar noch Cola. Das Ganze war schon ziemlich lustig – wahrscheinlich nicht ganz die romantische Überraschung, die Maika und Robert bei einem Candlelight-Dinner erwartet hatten. 😂

Danach ließen wir den Abend noch ganz gemütlich gemeinsam ausklingen. Morgen verbringen wir noch einmal unseren letzten gemeinsamen Tag zu sechst, bevor sich unsere Wege übermorgen trennen. Ein bisschen schade ist das schon – wir hatten zusammen wirklich unglaublich viel Spaß.

Liebe Grüße Michi und Thomas

21. September 2026 – Mauritius

Für Thomas und Heiko war heute Morgen schon um 5 Uhr die Nacht vorbei. Während wir anderen uns im Bett noch einmal gemütlich umgedreht haben, hatten die beiden Großes vor: Sie wollten den Le Morne Brabant besteigen, den markanten Berg ganz im Südwesten von Mauritius.

Gestern Morgen hatten wir ihn beim Dolphin Watching schon vom Meer aus gesehen – heute wollten die beiden nun selbst hinauf. Der Le Morne Brabant ist 556 Meter hoch und von oben hat man einen tollen Blick über die Lagune, das Riff und den Indischen Ozean. Besonders spannend ist die Gegend wegen des berühmten „Underwater Waterfall“, der auch oft als Blue Hole bezeichnet wird. Dabei stürzt natürlich kein Wasser tatsächlich in die Tiefe. Durch Sand, Sedimente und die unterschiedlichen Wassertiefen entsteht aber von oben die verrückte optische Täuschung, als würde das Meer in einem riesigen Loch verschwinden.

Eigentlich wollten wir uns genau dieses Schauspiel mit dem Hubschrauber anschauen. Das wäre bestimmt traumhaft gewesen – allerdings waren ungefähr 400 Euro pro Person dann doch eine Hausnummer. Da haben wir beschlossen, dass das Blue Hole auch ohne uns auskommen muss. Thomas wollte ihm heute wenigstens zu Fuß ein bisschen näherkommen.

Vorbereitet waren die beiden schließlich bestens. Extra dafür hatten Thomas und Heiko schon den Brocken bestiegen – Mauritius kann also eigentlich kaum schwieriger sein als der Harz. Dachten sie zumindest. Um 5:30 Uhr wartete der Taxifahrer und los ging es.

Und tatsächlich kamen sie fast bis ganz nach oben. Es fehlte wirklich nur noch das letzte Stückchen. Genau dann fing es allerdings an zu regnen. Der Weg wurde immer glitschiger und irgendwann siegte die Vernunft. Trotz guter Wanderschuhe war klar: Hoch wäre vielleicht irgendwie noch gegangen, aber man muss ja auch wieder runter. Und der Abstieg auf dem nassen Untergrund wäre vermutlich das größere Abenteuer geworden. Also hieß es: lieber umdrehen. Ärgerlich, wenn das Ziel schon fast zum Greifen nah ist, aber Sicherheit geht einfach vor.

Unten wartete der Taxifahrer schon wieder auf die beiden. Ganz umsonst war der Ausflug aber trotzdem nicht, denn auf dem Rückweg zeigte er ihnen noch zwei richtig schöne Aussichtspunkte. Thomas und Heiko wollen uns am Mittwoch dorthin mitnehmen. Gegen 15 Uhr kamen die beiden schließlich wieder ins Hotel zurück – und Thomas sah sogar noch erstaunlich fit aus. Mal sehen, was seine Beine morgen dazu sagen.

Heidrun und ich hatten unterdessen ein deutlich weniger sportliches Programm. Wir sind zum Shoppingcenter gefahren und hatten uns davon ehrlich gesagt viel, viel mehr versprochen. Der große Shoppingrausch blieb jedenfalls aus. Um 12:30 Uhr waren wir schon wieder zurück im Hotel und haben uns lieber den schönen Dingen des Lebens gewidmet: Strand, Kaffee und quatschen. Kann man schließlich auch als Tagesprogramm gelten lassen.

Ein bisschen erfolgreich waren wir beim Einkaufen dann aber doch: Heidrun und ich hatten drei kleine Flaschen Rum mitgebracht, jeweils 375 Milliliter. Die konnten wir natürlich schlecht bis Deutschland ungeöffnet wieder mitnehmen. Als Thomas und Heiko zurück waren, ging es erst einmal baden. Danach mussten wir noch auf Robert und Maika warten, die ebenfalls zu Fuß unterwegs waren.

Als schließlich alle sechs wieder zusammen waren, saßen wir am Strand und haben unseren Rum probiert. So lässt sich das Warten auf das Abendessen natürlich hervorragend überbrücken.

Um 19 Uhr waren wir zum Lobster essen. Dafür hatten wir uns vorher angemeldet und für uns war dieser Abend ein absolutes Highlight. Schon als wir ankamen, war alles wunderschön angerichtet und wir haben uns richtig darauf gefreut.

Los ging es mit Lobster-Tatar auf Knoblauchtoast. Danach gab es einen Lobstersalat mit karamellisierter Ananas und Chimichurri-Sauce und anschließend einen Lobster-Cappuccino. Schon bis dahin war alles wirklich unglaublich lecker.

Und dann kam natürlich der Star des Abends: der gegrillte Lobster mit Flusskrebsbutter, saisonalem Gemüse und Safranreis. Heiko hatte sich vorher sogar schlau gemacht, wie man so einen Lobster richtig auseinanderbaut, wie man die kleinen Beinchen leer bekommt und natürlich auch an das Fleisch in den Scheren kommt. Wir waren also theoretisch bestens vorbereitet. Als unser Lobster kam, war er allerdings schon halbiert – ein bisschen Arbeit blieb uns aber trotzdem noch. Und egal wie elegant oder unelegant wir uns dabei angestellt haben: Er war einfach nur lecker!

Zum Nachtisch gab es dann noch flambierte Ananas und Banane mit Gewürzrum und Vanilleeis. Danach waren wir endgültig satt und glücklich. Für uns war dieses Lobster-Dinner wirklich eines der kulinarischen Highlights unserer bisherigen Reise.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

20. September 2026 – Thomas’ Geburtstag

Thomas’ Geburtstag hatte eigentlich schon am Vorabend angefangen. Heidrun, Heiko, Maika und Robert hatten im Restaurant ganz liebevoll seinen Geburtstagstisch vorbereitet.

Am Morgen haben wir Thomas dann erst einmal alle zusammen ein Geburtstagsständchen gesungen. Und danach kam die nächste Überraschung vom Hotel: eine Schokotorte. Kann ein Morgen besser anfangen als mit Schokolade zum Frühstück? Eigentlich nicht.

Danach stand unser Geburtstagsausflug auf dem Programm. Wir hatten eine Ganztagestour gebucht: zuerst zu den Delfinen, anschließend weiter zum Crystal Rock und später zum Strand mit Barbecue. Die Delfine tatsächlich im Meer zu sehen, war natürlich etwas ganz Besonderes. Gleichzeitig hatten wir dabei aber auch ein ungutes Gefühl. Es waren mehrere Boote unterwegs, und teilweise wirkten die Delfine regelrecht gehetzt. Das hat uns nicht gefallen. So schön es war, die Tiere zu sehen – schöner wäre es gewesen, wenn man ihnen mehr Ruhe und Abstand gelassen hätte.

Danach wurde der Tag deutlich entspannter. Weiter ging es zum Crystal Rock und anschließend zum Strand mit Barbecue. Sonne, Meer, Mauritius – und wir sechs mittendrin. Ich bin ja eigentlich niemand, der stundenlang einfach nur am Strand liegen kann. Ein reiner Badeurlaub wäre für uns nichts – irgendwann würde mir schlicht langweilig werden. Aber hier mit den anderen vier ist selbst Strandzeit alles andere als langweilig. Es wird gelacht, Quatsch gemacht, gefilmt und irgendeiner hat garantiert schon die nächste verrückte Idee.

Gegen 16 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Da wir alle ordentlich Hunger hatten, wurde erst einmal das Crêpe-Buffet geplündert. Schließlich mussten wir uns kurz stärken, denn vor dem Abendessen wartete schon die nächste Rumprobe auf uns – diesmal direkt im Hotel. Und sagen wir mal so: Der Rum konnte sich durchaus sehen lassen.

Danach ging es zum Abendessen, und das war wieder richtig gut. Der Nachtisch hier ist sowieso gefährlich. Es gibt so viele Kuchen und Desserts, dass man sich eigentlich jedes Mal fest vornehmen müsste, nur eines zu probieren. Funktioniert natürlich nicht. Vor allem, weil die Sachen angenehm süß und nicht völlig überzuckert sind – und genau das macht die Sache noch schlimmer.

Für Thomas war es rundum ein gelungener Geburtstag. Schokotorte, Delfine und vor allem richtig nette Freunde um uns herum, mit denen man herrlich Blödsinn machen kann. Es war einfach ein richtig schöner Tag. Gegen 22 Uhr machten wir uns dann schon bettfertig, denn Heiko und Thomas wollten am nächsten Morgen früh den Berg besteigen.

Liebe Grüße
Michi und Thomas

19. September 2026 – Botanischer Garten und Rumprobe

Heute ist der 19. September 2026. Wir haben richtig gut geschlafen – kein Wunder, denn gestern Abend sind wir um 23 Uhr einfach nur noch todmüde ins Bett gefallen. Wir waren fix und fertig, aber es war auch wieder ein richtig schöner Abend.

Wenn man zu sechst unterwegs ist, gibt es eigentlich immer etwas zu erzählen und vor allem unglaublich viel zu lachen. Irgendjemand haut garantiert den nächsten Spruch raus, und schon geht es wieder los. Genau das macht diese Tage gerade so schön. Wir sechs verstehen uns einfach richtig gut – und offenbar sorgt diese Kombination auch dafür, dass wir abends deutlich länger durchhalten als sonst.

Heute Morgen waren die Akkus jedenfalls wieder voll. Um 8 Uhr haben wir uns alle zum Frühstück getroffen, denn natürlich musste auch der nächste gemeinsame Tag geplant werden. Für heute hatten wir uns eigentlich ein etwas gemütlicheres Programm vorgenommen: den Botanischen Garten besuchen, anschließend eine Rumprobe machen und danach einfach mal schauen, was der Tag noch so bringt.

Um 10 Uhr ging es los. Unser Taxifahrer von gestern holte uns wieder am Hotel ab. Und er hatte tatsächlich seine Hausaufgaben gemacht: Nachdem wir gestern an einem Ananasfeld gestanden hatten, an dem noch nichts reif war, hatte er sich über Nacht schlau gemacht und fuhr mit uns zuerst zu einem anderen Feld. Und siehe da – diesmal gab es Ananas in allen Stadien, von noch nicht ganz reif bis erntereif. Jetzt wissen wir also endgültig, wo unser täglicher Frühstücksnachschub herkommt.

Danach ging es weiter zum Botanischen Garten. Der ist wirklich riesig und wunderschön, und es gab jede Menge zu entdecken und zu bestaunen. Sogar Flughunde haben wir dort gesehen. Natürlich haben wir versucht, sie zu fotografieren – was sich als gar nicht so einfach herausstellte.

Und wie schon die letzten Tage festgestellt: Zu sechst macht einfach alles noch ein bisschen mehr Spaß. Vor allem beim Fotografieren entstehen ständig neue Ideen. Robert ist darin inzwischen unser Spezialist – egal ob schöne Bilder oder irgendwelche verrückten Fotoposen, ihm fällt garantiert etwas ein.

Als Abschluss unseres heutigen Ausflugs stand noch die Besichtigung einer Rumfabrik auf dem Programm – natürlich inklusive Rumprobe. Und sagen wir mal so: Danach wurde die Stimmung im Taxi auf der Rückfahrt nicht unbedingt ruhiger. 😂

Gegen 16 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Den restlichen Nachmittag haben wir dann ganz gemütlich ausklingen lassen: Cappuccino am Strand, ab ins Meer und einfach nur genießen. Nach den vielen Eindrücken der letzten Tage tat so ein entspannter Abschluss richtig gut.

Liebe Grüße, Michi und Thomas