24. September 2026

24. September 2026

Heute Morgen war es plötzlich ungewohnt ruhig beim Frühstück. Unsere vier Mitreisenden waren abgereist, und auf einmal saßen Thomas und ich ganz alleine da, tranken in Ruhe unseren Kaffee und ließen die vergangenen Tage ein bisschen Revue passieren. Nach einer Woche voller Unternehmungen, Gespräche und ganz viel Lachen war diese Ruhe fast schon ungewohnt.

Dabei kam uns wieder eine Frage in den Kopf, über die wir uns hier schon öfter gewundert hatten: Mauritius gehört doch zu Afrika – warum sehen dann so viele Menschen eher indisch aus?

Die Antwort liegt in der Geschichte der Insel. Im 19. Jahrhundert kamen sehr viele Arbeitskräfte aus Indien nach Mauritius, und viele von ihnen blieben dauerhaft hier. Deshalb ist die Insel bis heute stark indisch geprägt – bei den Menschen, den Tempeln, den Traditionen und natürlich auch beim Essen.

Für Thomas ist das natürlich besonders praktisch, denn indisches Essen liebt er. Für ihn dürfte Mauritius kulinarisch also ruhig noch ein bisschen indischer sein. Insgesamt ist die Insel eine spannende Mischung aus Afrika, Indien, Europa und China – und genau das macht sie so besonders.

Nach einem gemütlichen Frühstück machten Thomas und ich uns noch einmal auf den Weg in die Stadt. Eigentlich wollten wir nur zu einem Geldautomaten, aber diesmal nahmen wir nicht den Weg zu Fuß am Strand entlang, den wir in den letzten Tagen schon öfter gegangen waren. Stattdessen gönnten wir uns die etwas schönere Variante und fuhren mit dem Wassertaxi nach Grand Baie.

So wurde selbst der Weg zum Geldautomaten noch zu einem kleinen Urlaubserlebnis. Die Sonne schien schon richtig schön, und auch das Wasser war am Morgen bereits angenehm warm. So machte die kleine Fahrt mit dem Wassertaxi gleich noch mehr Spaß.

Gegen 11 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Dann hieß es Koffer packen, denn um 12 Uhr wurden wir abgeholt und zu unserem neuen Hotel gebracht. Damit endete unsere erste Woche im Norden – und für Thomas und mich begann nun der zweite Teil unseres Mauritius-Urlaubs.

Als wir im neuen Hotel ankamen, waren wir erst einmal völlig überwältigt. Schon der Eingangsbereich war kaum zu toppen. Ich glaube, ich bin im Paradies. Es war einfach so wunderschön, dass ich tatsächlich Tränen in den Augen hatte. Alles wirkte unglaublich großzügig, elegant und gleichzeitig entspannt – Palmen, Wasser, offene Bereiche und überall dieser Blick ins Grüne und aufs Meer.

Wir liefen erst einmal ein bisschen durch die Anlage und kamen aus dem Staunen kaum heraus. Nach der lebhaften ersten Woche fühlte sich das hier plötzlich wie eine ganz andere Art Urlaub an. Genau so hatten wir uns unsere zweite Woche vorgestellt: ankommen, genießen, nichts müssen und uns einfach verwöhnen lassen.

Und dann unser Zimmer – beziehungsweise eher unsere kleine Urlaubswelt. Großzügig, wunderschön eingerichtet und mit ganz viel Platz. Spätestens da war klar: Hier könnten wir es definitiv eine Woche aushalten.

Um 16 Uhr machten wir es uns dann am Strand gemütlich. Der liegt direkt vor unserem Haus – näher ans Meer geht eigentlich kaum. Bequeme, gut gepolsterte Liegestühle, Sonnenschirme, Palmen und das Meer direkt vor uns. Was will man eigentlich mehr?

An jedem Sonnenschirm gibt es sogar so einen kleinen Service-Knopf. Drückt man darauf, kommt tatsächlich ein Kellner vorbei und bringt einem Wasser. Also spätestens da war klar: Diese zweite Woche wird wirklich eine Woche zum Verwöhnenlassen.

Den Sonnenuntergang genossen wir dann ganz gemütlich mit Marshmallows. Thomas grillte sie für mich auf einem kleinen Grill – und ja, das war tatsächlich ziemlich romantisch. So kann ein Abend auf Mauritius gerne öfter aussehen.

Vor dem Abendessen machten wir uns noch gemeinsam frisch. Unsere Dusche hier ist so riesig, dass wir problemlos zu zweit hineinpassen – da fühlt man sich fast ein bisschen wie in den Flitterwochen. Und davon gibt es hier im Hotel tatsächlich jede Menge. Aber wir finden: Nach 17 Ehejahren darf man sich ruhig auch noch ein bisschen Flitterwochengefühl gönnen.

Das Abendessen war übrigens genial. Die Auswahl war riesig und wir wussten gar nicht so recht, wo wir anfangen sollten. Nach diesem langen und besonderen Tag waren wir dann aber ziemlich platt. Gegen 22 Uhr fielen wir müde ins Bett – zufrieden, satt und sehr gespannt auf unsere ersten richtigen Tage hier im neuen Hotel.

Liebe Grüße Michi und Thomas

23. September 2026 – Unser letzter gemeinsamer Tag

Heute Morgen trafen wir uns um 7:30 Uhr zu unserem letzten gemeinsamen Frühstück. Ein bisschen Wehmut war schon dabei, denn unsere gemeinsame Woche neigte sich langsam dem Ende zu.

Aber bevor es ans Abschiednehmen ging, stand noch ein letzter gemeinsamer Ausflug auf dem Programm. Natürlich wieder mit Vitich, unserem Taxifahrer, der uns in dieser Woche tatsächlich jeden Tag begleitet hatte. Inzwischen kannte er uns und unsere kleine Truppe schon ziemlich gut. Thomas und mir hat er sogar angeboten, uns auch in der zweiten Woche zu fahren, falls wir noch irgendwohin möchten. Ein Angebot, auf das wir ganz sicher noch einmal zurückkommen werden.

Heute ging es noch einmal in den Süden der Insel. Eigentlich waren wir in den vergangenen Tagen erstaunlich oft in dieser Richtung unterwegs – aber es gab einfach immer wieder etwas Neues zu entdecken. Thomas und Heiko hatten bei ihrer Bergbesteigung besonders schöne Aussichtspunkte gesehen und uns so davon vorgeschwärmt, dass wir sie uns unbedingt auch anschauen wollten.

Und sie hatten wirklich nicht übertrieben. Es war einfach wunderschön. Kein klassischer weißer Sandstrand, sondern Berge, sattes Grün, Wasserfälle dazwischen und immer wieder traumhafte Ausblicke über die Landschaft. Ab und zu saß irgendwo ein Äffchen. Genau diese Mischung macht diese Gegend so besonders.

Danach ging es für uns zum ersten Mal nach Chamarel zu den Siebenfarbigen Erden. Schon beeindruckend, wie viele unterschiedliche Farbtöne dort ganz natürlich nebeneinander zu sehen sind. Dort legten wir anschließend noch eine kleine Pause ein, tranken Cappuccino und probierten frisch gepressten Zuckerrohrsaft.

Gegen 15:30 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Dort gönnten wir uns erst einmal Crêpes und Hamburger – schließlich mussten wir uns nach so viel Sightseeing dringend stärken.

Danach kam der weniger schöne Teil des Tages: Koffer packen. Heidrun, Heiko, Maika und Robert reisen morgen ab und für Thomas und mich geht es weiter in ein anderes Hotel im Süden der Insel.

Ganz ehrlich: Die vier werden uns richtig fehlen. Wir hatten eine unglaublich schöne Woche zusammen, haben so viel erlebt und vor allem wahnsinnig viel gelacht. Es war einfach eine richtig tolle Zeit zu sechst – und eines ist jetzt schon sicher: Wir werden uns auf jeden Fall wiedersehen.

Danke an euch vier für diese wunderschönen und lustigen Tage!

Thomas und ich verlassen unser Hotel morgen erst gegen 12 Uhr und dann beginnt für uns der zweite Teil unserer Mauritius-Reise. Darauf freuen wir uns natürlich auch sehr: eine Woche Strand, entspannen und einfach mal die Seele baumeln lassen.

Denn so wunderschön diese Woche zu sechst auch war – sie war ganz schön intensiv. Viele Ausflüge, viele Eindrücke und eigentlich wurde den ganzen Tag geredet und gelacht. Jetzt freuen wir uns deshalb auch ein bisschen auf ein paar ruhigere Tage.

Zum Schluss möchten wir noch einmal ganz besonders Danke sagen – an Heiko und Heidrun sowie Robert und Maika.

Diese gemeinsamen Tage mit euch werden uns wirklich in Erinnerung bleiben. Wir haben so viel zusammen erlebt, gesehen, geredet und vor allem unglaublich viel gelacht. Es war einfach schön, wie unkompliziert und selbstverständlich wir als Gruppe zusammengewachsen sind.

Gerade deshalb fiel uns der Abschied auch nicht ganz leicht. Nach so vielen gemeinsamen Erlebnissen, Gesprächen und lustigen Momenten fühlt sich das Ende dieser Woche schon ein bisschen komisch an.

Danke euch vier für diese besondere Zeit, für eure Gesellschaft und für all die schönen Erinnerungen, die wir mitnehmen.

Und eines steht fest: Wir hoffen sehr, dass wir uns bald wiedersehen – und wer weiß, vielleicht klappt es ja tatsächlich irgendwann noch einmal mit einem gemeinsamen Urlaub. Wir wären sofort dabei.

Liebe Grüße Michi und Thomas

22. September 2026 – Port Louis

Heute Morgen haben wir richtig lange geschlafen – bis 6:30 Uhr. Danach haben wir ganz gemütlich gefrühstückt.

Heute waren wir nur zu viert unterwegs, denn Maika und Robert hatten in ihrem Honeymoon-Paket eine Katamaranfahrt dabei. Also machten sich Heiko, Heidrun, Thomas und ich auf eigene Faust auf den Weg nach Port Louis, der Hauptstadt von Mauritius.

Und das Ganze war ein echtes Schnäppchen: Wir nahmen einfach den ganz normalen Linienbus. Für die gut einstündige Fahrt zahlten wir gerade einmal 48 Rupien pro Person – umgerechnet etwa 88 Cent. Wobei „Linienbus“ hier nicht ganz das Gleiche bedeutet wie bei uns zu Hause. Die Busse sind ziemlich alt, ein bisschen schmuddelig und bei der Federung hat man offenbar irgendwann beschlossen: Die Fahrgäste können ruhig merken, wenn die Straße ein Schlagloch hat. 😄 Aber genau das machte die Fahrt auch irgendwie besonders. Man sitzt mitten zwischen den Einheimischen und bekommt unterwegs viel vom ganz normalen Alltag auf Mauritius mit.

Den ganzen Nachmittag bis etwa 16:30 Uhr machten wir dann Port Louis unsicher. Wir schlenderten über die Märkte, bummelten an der Waterfront entlang, gingen shoppen und kauften natürlich auch ein paar Souvenirs.

Natürlich durfte auch das Blue Penny Museum nicht fehlen. Dort sahen wir uns die berühmte Blaue Mauritius und ihre rote Schwester an. Die beiden Briefmarken stammen aus dem Jahr 1847 und gehören zu den bekanntesten Briefmarken der Welt. Berühmt wurden sie unter anderem durch den Aufdruck „Post Office“ statt „Post Paid“. Von der roten One-Penny-Marke und der blauen Two-Pence-Marke existieren heute nur noch sehr wenige Exemplare. Im Museum werden jeweils eine rote und eine blaue Marke gezeigt – die beiden Exemplare wurden 1993 zusammen für rund 1,5 Millionen Euro erworben. Schon verrückt, was so ein winziges Stück Papier wert sein kann.

Auch die berühmte Pferderennbahn Champ de Mars wollten wir uns ansehen. Und kaum standen wir dort, gab es für Heiko kein Halten mehr: Er galoppierte kurzerhand selbst los. 😂 Für ein paar Sekunden hatten wir also unser ganz persönliches Pferderennen in Port Louis – nur ganz ohne Pferd. Der Mann braucht offensichtlich keine Startnummer, nur genug freie Fläche.

Zwischendurch gingen wir auch in eine Kirche. Und dort begann dann eine ganz besondere Mission: die Suche nach einer Toilette. Wir hatten den Tipp bekommen, dass es in der Kirche eine geben sollte. Also fragten wir eine Frau, die dort gerade sauber machte. Sie erklärte uns, wir müssten hinten aus der Kirche hinaus und im gegenüberliegenden Gebäude beim Sekretariat nachfragen.

Gesagt, getan. Dort ging dann tatsächlich eine Frau mit uns zu einer Tür – allerdings nicht zu irgendeiner Tür. Diese Toilette war gefühlt besser gesichert als so mancher Tresor. Dreifach abgeschlossen! 😂 Sie schloss alles auf und tatsächlich: Wir durften hinein.

Das Thema Toiletten ist hier auf Mauritius überhaupt so eine Sache. Zumindest nach unseren bisherigen Erfahrungen findet man im öffentlichen Bereich nur sehr wenige. Wenn man eine findet, ist sie leider oft nicht besonders sauber – und Toilettenpapier sollte man vorsichtshalber selbst dabeihaben. Im Hotel ist das natürlich überhaupt kein Problem. Aber unterwegs gilt inzwischen fast schon: Wer eine saubere Toilette findet, hat einen kleinen Hauptgewinn gezogen. 😄

Nach so viel Kultur, Shopping, Pferderennen und Toiletten-Abenteuer hatten wir uns ein Mittagessen wirklich verdient. An der Waterfront fanden wir ein schönes Lokal und aßen dort richtig lecker. Mit Blick auf das Wasser ließ es sich natürlich besonders gut aushalten.

Danach ging es weiter durch Port Louis, noch ein bisschen schauen, stöbern und das bunte Treiben genießen.

So verging der Nachmittag wie im Flug, und gegen 16:30 Uhr machten wir uns schließlich wieder auf den Rückweg. Port Louis war laut, quirlig, bunt und ganz anders als unser bisheriges Mauritius – und genau deshalb richtig spannend.

Maika und Robert hatten heute ja ihren Honeymoon-Ausflug mit dem Katamaran und am Abend wartete noch ein ganz besonderes Highlight auf sie: ein Candlelight-Dinner direkt am Strand. Natürlich hatten wir uns vorgenommen, dieses romantische Dinner ein kleines bisschen zu „crashen“. 😄

Heiko zog dafür noch einmal sein Baströckchen an, wir bemalten Teller, setzten Hütchen auf und machten uns entsprechend schick. Heiko servierte uns dann in voller Montur sogar noch Cola. Das Ganze war schon ziemlich lustig – wahrscheinlich nicht ganz die romantische Überraschung, die Maika und Robert bei einem Candlelight-Dinner erwartet hatten. 😂

Danach ließen wir den Abend noch ganz gemütlich gemeinsam ausklingen. Morgen verbringen wir noch einmal unseren letzten gemeinsamen Tag zu sechst, bevor sich unsere Wege übermorgen trennen. Ein bisschen schade ist das schon – wir hatten zusammen wirklich unglaublich viel Spaß.

Liebe Grüße Michi und Thomas

21. September 2026 – Mauritius

Für Thomas und Heiko war heute Morgen schon um 5 Uhr die Nacht vorbei. Während wir anderen uns im Bett noch einmal gemütlich umgedreht haben, hatten die beiden Großes vor: Sie wollten den Le Morne Brabant besteigen, den markanten Berg ganz im Südwesten von Mauritius.

Gestern Morgen hatten wir ihn beim Dolphin Watching schon vom Meer aus gesehen – heute wollten die beiden nun selbst hinauf. Der Le Morne Brabant ist 556 Meter hoch und von oben hat man einen tollen Blick über die Lagune, das Riff und den Indischen Ozean. Besonders spannend ist die Gegend wegen des berühmten „Underwater Waterfall“, der auch oft als Blue Hole bezeichnet wird. Dabei stürzt natürlich kein Wasser tatsächlich in die Tiefe. Durch Sand, Sedimente und die unterschiedlichen Wassertiefen entsteht aber von oben die verrückte optische Täuschung, als würde das Meer in einem riesigen Loch verschwinden.

Eigentlich wollten wir uns genau dieses Schauspiel mit dem Hubschrauber anschauen. Das wäre bestimmt traumhaft gewesen – allerdings waren ungefähr 400 Euro pro Person dann doch eine Hausnummer. Da haben wir beschlossen, dass das Blue Hole auch ohne uns auskommen muss. Thomas wollte ihm heute wenigstens zu Fuß ein bisschen näherkommen.

Vorbereitet waren die beiden schließlich bestens. Extra dafür hatten Thomas und Heiko schon den Brocken bestiegen – Mauritius kann also eigentlich kaum schwieriger sein als der Harz. Dachten sie zumindest. Um 5:30 Uhr wartete der Taxifahrer und los ging es.

Und tatsächlich kamen sie fast bis ganz nach oben. Es fehlte wirklich nur noch das letzte Stückchen. Genau dann fing es allerdings an zu regnen. Der Weg wurde immer glitschiger und irgendwann siegte die Vernunft. Trotz guter Wanderschuhe war klar: Hoch wäre vielleicht irgendwie noch gegangen, aber man muss ja auch wieder runter. Und der Abstieg auf dem nassen Untergrund wäre vermutlich das größere Abenteuer geworden. Also hieß es: lieber umdrehen. Ärgerlich, wenn das Ziel schon fast zum Greifen nah ist, aber Sicherheit geht einfach vor.

Unten wartete der Taxifahrer schon wieder auf die beiden. Ganz umsonst war der Ausflug aber trotzdem nicht, denn auf dem Rückweg zeigte er ihnen noch zwei richtig schöne Aussichtspunkte. Thomas und Heiko wollen uns am Mittwoch dorthin mitnehmen. Gegen 15 Uhr kamen die beiden schließlich wieder ins Hotel zurück – und Thomas sah sogar noch erstaunlich fit aus. Mal sehen, was seine Beine morgen dazu sagen.

Heidrun und ich hatten unterdessen ein deutlich weniger sportliches Programm. Wir sind zum Shoppingcenter gefahren und hatten uns davon ehrlich gesagt viel, viel mehr versprochen. Der große Shoppingrausch blieb jedenfalls aus. Um 12:30 Uhr waren wir schon wieder zurück im Hotel und haben uns lieber den schönen Dingen des Lebens gewidmet: Strand, Kaffee und quatschen. Kann man schließlich auch als Tagesprogramm gelten lassen.

Ein bisschen erfolgreich waren wir beim Einkaufen dann aber doch: Heidrun und ich hatten drei kleine Flaschen Rum mitgebracht, jeweils 375 Milliliter. Die konnten wir natürlich schlecht bis Deutschland ungeöffnet wieder mitnehmen. Als Thomas und Heiko zurück waren, ging es erst einmal baden. Danach mussten wir noch auf Robert und Maika warten, die ebenfalls zu Fuß unterwegs waren.

Als schließlich alle sechs wieder zusammen waren, saßen wir am Strand und haben unseren Rum probiert. So lässt sich das Warten auf das Abendessen natürlich hervorragend überbrücken.

Um 19 Uhr waren wir zum Lobster essen. Dafür hatten wir uns vorher angemeldet und für uns war dieser Abend ein absolutes Highlight. Schon als wir ankamen, war alles wunderschön angerichtet und wir haben uns richtig darauf gefreut.

Los ging es mit Lobster-Tatar auf Knoblauchtoast. Danach gab es einen Lobstersalat mit karamellisierter Ananas und Chimichurri-Sauce und anschließend einen Lobster-Cappuccino. Schon bis dahin war alles wirklich unglaublich lecker.

Und dann kam natürlich der Star des Abends: der gegrillte Lobster mit Flusskrebsbutter, saisonalem Gemüse und Safranreis. Heiko hatte sich vorher sogar schlau gemacht, wie man so einen Lobster richtig auseinanderbaut, wie man die kleinen Beinchen leer bekommt und natürlich auch an das Fleisch in den Scheren kommt. Wir waren also theoretisch bestens vorbereitet. Als unser Lobster kam, war er allerdings schon halbiert – ein bisschen Arbeit blieb uns aber trotzdem noch. Und egal wie elegant oder unelegant wir uns dabei angestellt haben: Er war einfach nur lecker!

Zum Nachtisch gab es dann noch flambierte Ananas und Banane mit Gewürzrum und Vanilleeis. Danach waren wir endgültig satt und glücklich. Für uns war dieses Lobster-Dinner wirklich eines der kulinarischen Highlights unserer bisherigen Reise.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

20. September 2026 – Thomas’ Geburtstag

Thomas’ Geburtstag hatte eigentlich schon am Vorabend angefangen. Heidrun, Heiko, Maika und Robert hatten im Restaurant ganz liebevoll seinen Geburtstagstisch vorbereitet.

Am Morgen haben wir Thomas dann erst einmal alle zusammen ein Geburtstagsständchen gesungen. Und danach kam die nächste Überraschung vom Hotel: eine Schokotorte. Kann ein Morgen besser anfangen als mit Schokolade zum Frühstück? Eigentlich nicht.

Danach stand unser Geburtstagsausflug auf dem Programm. Wir hatten eine Ganztagestour gebucht: zuerst zu den Delfinen, anschließend weiter zum Crystal Rock und später zum Strand mit Barbecue. Die Delfine tatsächlich im Meer zu sehen, war natürlich etwas ganz Besonderes. Gleichzeitig hatten wir dabei aber auch ein ungutes Gefühl. Es waren mehrere Boote unterwegs, und teilweise wirkten die Delfine regelrecht gehetzt. Das hat uns nicht gefallen. So schön es war, die Tiere zu sehen – schöner wäre es gewesen, wenn man ihnen mehr Ruhe und Abstand gelassen hätte.

Danach wurde der Tag deutlich entspannter. Weiter ging es zum Crystal Rock und anschließend zum Strand mit Barbecue. Sonne, Meer, Mauritius – und wir sechs mittendrin. Ich bin ja eigentlich niemand, der stundenlang einfach nur am Strand liegen kann. Ein reiner Badeurlaub wäre für uns nichts – irgendwann würde mir schlicht langweilig werden. Aber hier mit den anderen vier ist selbst Strandzeit alles andere als langweilig. Es wird gelacht, Quatsch gemacht, gefilmt und irgendeiner hat garantiert schon die nächste verrückte Idee.

Gegen 16 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Da wir alle ordentlich Hunger hatten, wurde erst einmal das Crêpe-Buffet geplündert. Schließlich mussten wir uns kurz stärken, denn vor dem Abendessen wartete schon die nächste Rumprobe auf uns – diesmal direkt im Hotel. Und sagen wir mal so: Der Rum konnte sich durchaus sehen lassen.

Danach ging es zum Abendessen, und das war wieder richtig gut. Der Nachtisch hier ist sowieso gefährlich. Es gibt so viele Kuchen und Desserts, dass man sich eigentlich jedes Mal fest vornehmen müsste, nur eines zu probieren. Funktioniert natürlich nicht. Vor allem, weil die Sachen angenehm süß und nicht völlig überzuckert sind – und genau das macht die Sache noch schlimmer.

Für Thomas war es rundum ein gelungener Geburtstag. Schokotorte, Delfine und vor allem richtig nette Freunde um uns herum, mit denen man herrlich Blödsinn machen kann. Es war einfach ein richtig schöner Tag. Gegen 22 Uhr machten wir uns dann schon bettfertig, denn Heiko und Thomas wollten am nächsten Morgen früh den Berg besteigen.

Liebe Grüße
Michi und Thomas

19. September 2026 – Botanischer Garten und Rumprobe

Heute ist der 19. September 2026. Wir haben richtig gut geschlafen – kein Wunder, denn gestern Abend sind wir um 23 Uhr einfach nur noch todmüde ins Bett gefallen. Wir waren fix und fertig, aber es war auch wieder ein richtig schöner Abend.

Wenn man zu sechst unterwegs ist, gibt es eigentlich immer etwas zu erzählen und vor allem unglaublich viel zu lachen. Irgendjemand haut garantiert den nächsten Spruch raus, und schon geht es wieder los. Genau das macht diese Tage gerade so schön. Wir sechs verstehen uns einfach richtig gut – und offenbar sorgt diese Kombination auch dafür, dass wir abends deutlich länger durchhalten als sonst.

Heute Morgen waren die Akkus jedenfalls wieder voll. Um 8 Uhr haben wir uns alle zum Frühstück getroffen, denn natürlich musste auch der nächste gemeinsame Tag geplant werden. Für heute hatten wir uns eigentlich ein etwas gemütlicheres Programm vorgenommen: den Botanischen Garten besuchen, anschließend eine Rumprobe machen und danach einfach mal schauen, was der Tag noch so bringt.

Um 10 Uhr ging es los. Unser Taxifahrer von gestern holte uns wieder am Hotel ab. Und er hatte tatsächlich seine Hausaufgaben gemacht: Nachdem wir gestern an einem Ananasfeld gestanden hatten, an dem noch nichts reif war, hatte er sich über Nacht schlau gemacht und fuhr mit uns zuerst zu einem anderen Feld. Und siehe da – diesmal gab es Ananas in allen Stadien, von noch nicht ganz reif bis erntereif. Jetzt wissen wir also endgültig, wo unser täglicher Frühstücksnachschub herkommt.

Danach ging es weiter zum Botanischen Garten. Der ist wirklich riesig und wunderschön, und es gab jede Menge zu entdecken und zu bestaunen. Sogar Flughunde haben wir dort gesehen. Natürlich haben wir versucht, sie zu fotografieren – was sich als gar nicht so einfach herausstellte.

Und wie schon die letzten Tage festgestellt: Zu sechst macht einfach alles noch ein bisschen mehr Spaß. Vor allem beim Fotografieren entstehen ständig neue Ideen. Robert ist darin inzwischen unser Spezialist – egal ob schöne Bilder oder irgendwelche verrückten Fotoposen, ihm fällt garantiert etwas ein.

Als Abschluss unseres heutigen Ausflugs stand noch die Besichtigung einer Rumfabrik auf dem Programm – natürlich inklusive Rumprobe. Und sagen wir mal so: Danach wurde die Stimmung im Taxi auf der Rückfahrt nicht unbedingt ruhiger. 😂

Gegen 16 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Den restlichen Nachmittag haben wir dann ganz gemütlich ausklingen lassen: Cappuccino am Strand, ab ins Meer und einfach nur genießen. Nach den vielen Eindrücken der letzten Tage tat so ein entspannter Abschluss richtig gut.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

18. September – Einmal quer über Mauritius

Heute stand unsere Inselrundfahrt auf dem Programm. Schon gestern hatten wir uns einen Taxifahrer gebucht, der uns heute einmal quer über Mauritius fahren sollte. Der Preis war vorher festgelegt: umgerechnet 45 Euro pro Paar – für einen ganzen Tag wirklich fair. Unser erster Stopp war ein kleines Museum für Schiffsmodellbau. Dort entstehen die filigranen Modelle tatsächlich noch komplett von Hand. Schon spannend zu sehen, wie viel Geduld und Feinarbeit in so einem kleinen Schiff steckt.

Danach ging es weiter in die Berge. An einem Aussichtspunkt gönnten wir uns erstmal leckere Himbeeren und anschließend drehten wir eine Runde um einen erloschenen Vulkankrater. Die Aussicht war wunderschön und spätestens nach der Runde hatten wir auch das Gefühl, uns unser nächstes Essen redlich verdient zu haben.

Weiter ging es zur Tempelanlage Ganga Talao, auch Grand Bassin genannt, einem der wichtigsten hinduistischen Pilgerorte auf Mauritius. Rund um den heiligen See stehen Tempel und riesige Götterstatuen. Viele Menschen auf Mauritius haben indische Wurzeln, denn ihre Vorfahren kamen vor allem im 19. Jahrhundert als Vertragsarbeiter auf die Insel. Bis heute prägen hinduistische Traditionen, Feste und Tempel das Leben hier ganz deutlich. Für Unterhaltung sorgte außerdem ein kleines Äffchen, das sich ganz selbstverständlich eine Mandarine vom Gabenteller schnappte und damit verschwand. Robert ist übrigens unser Fotograf für die besonderen Momente – er macht nicht nur richtig schöne, sondern auch herrlich witzige Bilder. Thomas und ich haben uns deshalb irgendwann sogar vor den Tempelstatuen auf den Boden gelegt und posiert. Für ein gutes Urlaubsfoto muss man eben manchmal Opfer bringen.

Danach war erstmal Lunch angesagt und wir haben uns kurz gestärkt. Eine Teeplantage haben wir anschließend noch von außen angeschaut, bevor es weiter in eine Art Adventure Park ging. Dort gab es die Siebenfarbige Erde, einen Wasserfall, Riesenschildkröten und jede Menge Natur zu sehen. Die angebotenen Action-Abenteuer haben wir allerdings großzügig anderen überlassen – für uns war das viele Laufen heute schon Action genug.

Zur Stärkung nach dieser Runde gab es einen Mango Lassi und Kaffee. Der Mango Lassi war wirklich richtig lecker. Auf dem Rückweg hielt unser Taxifahrer dann noch an einem Ananasfeld, weil keiner von uns bisher gesehen hatte, wie Ananas eigentlich in der Natur wachsen. Hier essen wir sie fast jeden Morgen zum Frühstück, deshalb war das natürlich interessant. Leider war gerade keine Erntezeit, sonst hätten wir wahrscheinlich direkt zugeschlagen.

Gegen 18 Uhr waren wir wieder im Hotel, haben kurz die Füße hochgelegt und sind danach zum Abendessen gegangen. Das Essen hier ist wirklich richtig lecker. Zum Abschluss ging es natürlich noch an die Strandbar. Das Lustige ist, dass wir es mit unserer Truppe abends tatsächlich bis 23 Uhr schaffen. Wir haben ständig etwas zu lachen, einer setzt noch einen drauf und es ist einfach nur spaßig und herrlich unkompliziert. Genau so soll Urlaub sein.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

17. September – Ankunft auf Mauritius

Wir landen in Mauritius – endlich! 🌴

Hinter uns liegt ein wirklich schöner Flug: leckeres Essen, bequeme Sitze und insgesamt eine sehr angenehme Reise. Gegen 22:00 Uhr haben wir unsere „Schlafposition“ eingenommen und versucht, ein bisschen Ruhe zu bekommen.

Thomas hat tatsächlich etwas geschlafen, ich dagegen eher weniger. Turbulenzen hatten wir zwar keine, aber das Flugzeug hat die ganze Zeit ein wenig gewackelt – und wahrscheinlich war auch einfach zu viel Vorfreude im Kopf, um richtig einschlafen zu können. 😄

Um 5:45 Uhr mauritischer Zeit sind wir schließlich gelandet – hier sind wir Deutschland zwei Stunden voraus. Nach einer kurzen Wartezeit ging es mit dem Bus weiter zu unserem Hotel.

Und der erste Eindruck: richtig schön! Es ist eher klein, total schnuckelig und genau so, wie wir es mögen. 🌴

Im Hotel angekommen, wunderten wir uns allerdings: Wo sind eigentlich Heiko und Heidrun? An der Rezeption sagte man uns, dass wir schon bald zum Frühstück gehen könnten. Also setzten wir uns an einen Tisch und schrieben den beiden erst einmal: Wir sind da!

Und dann kam der Auftritt des Tages. 😂

Kurze Zeit später tauchten Heiko und Heidrun unter großem Tohuwabohu auf. Und Heiko hatte tatsächlich Wort gehalten: Er trug ein Baströckchen! Damit hatte er schlagartig die Aufmerksamkeit des gesamten Lokals – und natürlich ganz besonders unsere. 😂

Wir haben uns köstlich amüsiert und vor allem darüber gefreut, dass er seine Ankündigung tatsächlich durchgezogen hat. Wer so zum Frühstück erscheint, kann zumindest nicht behaupten, unauffällig in den Urlaub gestartet zu sein.

Im Schlepptau hatten die beiden Maika und Robert, ein Pärchen, das sie gleich bei ihrer Anreise kennengelernt hatten. Heiko und Heidrun waren nämlich mit satten sechs Stunden Verspätung auf Mauritius angekommen. Im Hotel lernten sie dann Maike und Robert kennen – und offenbar passte es auf Anhieb.

Also wurden uns die beiden heute Morgen gleich beim Frühstück vorgestellt. Und was sollen wir sagen: Auch wir fanden sie auf Anhieb richtig nett. Kurzerhand wurde deshalb beschlossen: Ab sofort werden die Unternehmungen nicht mehr zu viert, sondern zu sechst gestartet. So schnell kann eine Reisegruppe wachsen. 😄

Erst einmal wurde allerdings ganz, ganz ausführlich gefrühstückt. Schließlich gab es viel zu erzählen. Danach haben wir uns zusammengesetzt und Heiko hat direkt einen Plan für unsere gemeinsame Woche ausgearbeitet. Mal schauen, wie viel davon wir tatsächlich genauso machen – Urlaub und Pläne sind ja bekanntlich zwei Dinge, die nicht immer hundertprozentig zusammenpassen. 😂

Mittags ging es dann noch an den Strand. Und tatsächlich waren alle im Meer – außer mir. Mir war es einfach viel zu kalt. 🥶 Ich glaube allerdings, dass meine Müdigkeit da ordentlich mitgemischt hat. Nach einer praktisch schlaflosen Nacht fühlt sich wahrscheinlich selbst Mauritius ein bisschen frisch an.

Wobei: Das Wasser ist tatsächlich nicht gerade badewannenwarm. Vielleicht gebe ich ihm morgen noch einmal eine Chance. 😉

Am Nachmittag sind wir noch gemütlich am Strand entlang in die Stadt gebummelt. Viel mehr musste es für unseren ersten Tag dann auch wirklich nicht sein.

Als wir zurück im Hotel waren, gab es um 18 Uhr Cocktails und kleine Häppchen. 🍹 Genau das Richtige, um diesen ersten Tag langsam ausklingen zu lassen.

Um 19 Uhr geht es jetzt gleich zum Abendessen – und danach werden Thomas und ich vermutlich einfach nur noch todmüde ins Bett fallen. Ich glaube, heute muss uns niemand in den Schlaf wiegen. 😴

Was wir aber unbedingt noch sagen möchten: Es ist wirklich schön, wie gut wir sechs uns verstehen. Heiko, Heidrun, Maika und Robert haben sogar mit ihrer Planung gewartet, bis wir angekommen waren, damit wir gemeinsam besprechen können, was wir in den nächsten Tagen unternehmen möchten.

Das fanden wir einfach richtig schön. ❤️ Und jetzt freuen wir uns sehr auf die kommenden Tage, auf unsere gemeinsamen Unternehmungen und darauf, Mauritius zu entdecken.

Für heute allerdings ist Schluss – unsere Betten rufen ziemlich laut. 😂

Liebe Grüße aus Mauritius und bis morgen! 🌴☀️
Michi & Thomas

Mauritius, wir kommen! 🌴🇲🇺 16.09.2026

Heute geht’s los! ✈️🌴

Erst einmal Richtung Flughafen – um 16:30 Uhr hebt unser Flieger nach Mauritius ab. Nachtflug, hoffentlich ein bisschen Schlaf, und morgen früh gegen 6 Uhr Ortszeit sind wir da. Für alle, die Mauritius erst mal auf der Karte suchen müssen: Indischer Ozean, östlich von Madagaskar, Südhalbkugel und zwei Stunden vor Deutschland. Während hier langsam der Herbst anklopft, beginnt dort der Frühling. Uns erwarten türkisblaues Wasser, Traumstrände, grüne Berge, Wasserfälle und Palmen – klingt verdächtig nach Paradies. Und natürlich gibt es auch wieder wichtige Forschungsarbeit: Ob das Wasser auf der Südhalbkugel andersherum abläuft, haben wir in Südafrika eigentlich schon geklärt … aber gute Wissenschaft verlangt Wiederholungsversuche.

Eigentlich hatten wir alles gut im Griff. Wirklich. Wir haben Business Class gebucht und dürfen jeweils 30 Kilo Gepäck mitnehmen – und ich war fest davon überzeugt, dass eigentlich alles im Koffer ist. Bis Thomas mir dann ganz beiläufig vorgelesen hat, dass wir zusätzlich pro Person noch 16 Kilo Handgepäck mitnehmen dürfen. Zwei Gepäckstücke. Und eine Handtasche. Tja. Das war natürlich ein Fehler, mir das zu sagen. Denn plötzlich war da ja wieder Platz. Ganz viel Platz! Und da unsere Koffer noch nicht einmal annähernd bei zweimal 30 Kilo angekommen waren, fing ich an umzupacken. Vielleicht brauche ich doch noch ein Kleid mehr. Und eine Hose. Und noch einen Pulli. Und überhaupt – man weiß ja nie. Mauritius kann schließlich sehr überraschend sein. Und dann kam mein kleines Schuhproblem. Ich habe Wasserschuhe fürs Meer, Badeschuhe, ein Paar Pantoletten, Sandalen, Turnschuhe zum Wandern, zwei Paar Sandalen zum schnellen Reinschlüpfen, die natürlich auch zu Kleidern passen müssen … und eigentlich würde ich gerne noch meine Chucks mitnehmen. Thomas sagt nämlich immer, dass er Chucks zum Kleid total toll findet. Punkt. Also müssen die quasi mit. Das Beste kommt aber noch: Thomas hat mir allen Ernstes einen ganzen Rucksack voll mit Schuhen gepackt. Und als ich ihn ein bisschen ungläubig angeschaut habe, meinte er nur, er müsse schließlich auch noch Schuhe mitnehmen: Wanderschuhe, Badeschuhe, Wasserschuhe und zwei Paar Schuhe für die Freizeit zum Wechseln. Ganz ehrlich – wir fliegen zwei Wochen nach Mauritius und eröffnen dort vermutlich nebenbei ein Schuhgeschäft. Das ist doch bekloppt, oder? Dabei sollte das doch ein erholsamer Urlaub werden. Ruhe, Sonne, Meer, einfach mal abschalten. Und was mache ich? Ich habe schon Stress, bevor wir überhaupt losgeflogen sind. Heute Morgen fing ich nämlich schon wieder an, den Koffer umzupacken. Raus, rein. Raus, rein. Das Kleid doch mit. Die Hose vielleicht doch nicht. Den Pulli lieber wieder rein. Die Schuhe noch mal neu sortieren. Eigentlich müsste auf dem Koffer inzwischen stehen: „Bitte nicht öffnen – Inhalt emotional instabil.“ Um 12:30 Uhr ging es dann endlich Richtung Flughafen. Ob das Schuh- und Kleiderproblem bis dahin wirklich endgültig gelöst war? Sagen wir mal so: Der Koffer war zu. Mehr musste in diesem Moment niemand wissen. Irgendwann musste Schluss sein mit raus, rein, doch noch mal umpacken und der Frage, ob ich dieses eine Kleid nun wirklich brauche. Also Reißverschluss zu, Koffer ins Auto und los. Jetzt, kurz vor dem Abflug, kann ich zumindest sagen: Wir haben es geschafft. Mauritius wartet – und falls dort plötzlich irgendwo ein Schuhgeschäft fehlt, könnten wir vermutlich problemlos eins eröffnen.

Liebe Grüße, Michi und Thomas

Koffer zu, Erwartungen hoch – Mauritius, wir kommen!

Die Koffer sind gepackt. Fast jedenfalls. Denn wie immer gibt es diese letzten Kleinigkeiten, bei denen man sich fragt, ob man sie wirklich braucht – und sie dann sicherheitshalber doch noch irgendwo dazwischenquetscht. Aber morgen ist es soweit.

Am 16. September 2026 fliegen wir nach Mauritius und kommen am 30. September 2026 wieder zurück. Zwei Wochen Insel, Meer, Sonne, Freunde, Geburtstag, Bergpläne und hoffentlich jede Menge Geschichten, die es später hier zu erzählen gibt. Unsere Erwartungen sind dabei ziemlich hoch. Sehr hoch sogar. Denn sagen wir es mal so: Dieser Urlaub war nicht gerade günstig. 😄 Also Mauritius – kein Druck, aber wir erwarten schon ein bisschen was.

Eigentlich beginnt unsere Mauritius-Geschichte aber schon viel früher, nämlich in der Karibik. Dort haben wir Heiko und Heidrun kennengelernt. Die beiden kommen aus Sachsen-Anhalt und gehörten zu diesen Urlaubsbekanntschaften, bei denen man schnell merkt: Das bleibt wahrscheinlich nicht bei einem netten Gespräch an Bord. Und tatsächlich blieb es nicht bei einem „Man müsste sich wirklich mal wiedersehen“.

Im Januar telefonierten wir per FaceTime miteinander – und irgendwann im Laufe dieses Gesprächs kam Mauritius zur Sprache. Und dann der große Zufall: Wir hatten alle unabhängig voneinander Mauritius gebucht. Nicht gemeinsam geplant, nicht abgesprochen, einfach so – und auch noch fast zur gleichen Zeit.

Da war natürlich schnell klar: Wenn wir schon zufällig gemeinsam auf Mauritius landen, dann müssen wir das auch richtig nutzen. Thomas und ich hatten für die erste Woche ursprünglich ein anderes Hotel gebucht. Das haben wir dann kurzerhand geändert und wohnen nun vom 17. bis 24. September im Veranda Grand Baie. So können wir mit Heiko und Heidrun nicht nur tagsüber unterwegs sein, sondern auch abends zusammensitzen, essen, trinken, quatschen und wahrscheinlich ziemlich viel lachen.

Seit der Karibik haben wir uns inzwischen auch schon zweimal wiedergesehen. Einmal für ein schönes gemeinsames Wochenende in Mainz inklusive Fernsehgarten. Und erst vor wenigen Wochen dann noch einmal in Goslar.

Dieses Treffen hatte allerdings schon einen ganz klaren Mauritius-Bezug. Thomas und Heiko haben nämlich beschlossen, auf Mauritius gemeinsam einen Berg zu besteigen. Und wenn Männer so etwas planen, muss natürlich vorher trainiert werden. Also ging es auf den Brocken.

Während Heidrun und ich die deutlich angenehmere Variante gewählt haben und shoppen gingen, machten sich Thomas und Heiko von Schierke aus auf den Weg nach oben. Training für Mauritius. Der Brocken hat seine Aufgabe dabei ziemlich ernst genommen. Thomas hatte danach einen Muskelkater, über den noch eine ganze Weile gesprochen wurde. 😄 Ob der Berg auf Mauritius genauso gründlich arbeitet, werden wir bald herausfinden.

Aber bevor überhaupt irgendjemand einen Berg besteigt, gibt es noch ein anderes Versprechen einzulösen. Und das betrifft Heiko. Aus irgendeinem Grund – wie genau wir an diesen Punkt gekommen sind, weiß vermutlich keiner mehr so genau – hat Heiko angekündigt, uns bei unserer Ankunft im Hotel im Bastrock zu begrüßen.

Tja. Das Problem bei solchen Aussagen ist: Wir merken uns so etwas. Sehr genau. 😄 Heiko und Heidrun fliegen schon am Wochenende vor uns los, wir starten erst am Mittwoch. Das bedeutet: Die beiden haben genug Zeit, sich einzugewöhnen, die Gegend zu erkunden und vor allem irgendwo einen geeigneten Bastrock aufzutreiben. An mangelnder Vorbereitungszeit kann es also nicht scheitern.

Die erste Woche im Veranda Grand Baie wird wahrscheinlich ohnehin die etwas lebhaftere unserer beiden Urlaubswochen. Freunde, gemeinsame Ausflüge, schöne Abende, viel Lachen – und mittendrin ein besonderer Tag: Am 20. September hat Thomas Geburtstag. Geburtstag auf Mauritius, mit Freunden, unter Palmen – das klingt schon ziemlich gut.

Nach der ersten Woche verabschieden wir uns von Heiko und Heidrun und wechseln am 24. September ins LUX* Le Morne. Und damit beginnt praktisch Urlaub Nummer zwei. Die zweite Woche soll ruhiger werden: Strand, Meer, gutes Essen, ausschlafen, vielleicht auch einfach mal gar nichts tun. Mauritius genießen und für ein paar Tage alles andere ein bisschen weiter weg sein lassen.

So haben wir diesmal eigentlich zwei Reisen in einer: Woche eins im Veranda Grand Baie: Freunde, Ausflüge, Geburtstag, Bergpläne, gemeinsame Abende – und hoffentlich Heiko im Bastrock. Woche zwei im LUX* Le Morne: Ruhe, Strand, Genuss und ganz viel Mauritius.

Und jetzt? Jetzt stehen die Koffer da. Die letzten Sachen müssen noch rein, morgen geht es los – und die Vorfreude steigt langsam in Richtung Anschlag. Mauritius, wir sind bereit. Und ja: Die Erwartungen sind hoch. Sehr hoch. Aber du warst schließlich auch teuer. 😄

Liebe Grüße Michi und Thomas