Heute stand unsere Inselrundfahrt auf dem Programm. Schon gestern hatten wir uns einen Taxifahrer gebucht, der uns heute einmal quer über Mauritius fahren sollte. Der Preis war vorher festgelegt: umgerechnet 45 Euro pro Paar – für einen ganzen Tag wirklich fair. Unser erster Stopp war ein kleines Museum für Schiffsmodellbau. Dort entstehen die filigranen Modelle tatsächlich noch komplett von Hand. Schon spannend zu sehen, wie viel Geduld und Feinarbeit in so einem kleinen Schiff steckt.
Danach ging es weiter in die Berge. An einem Aussichtspunkt gönnten wir uns erstmal leckere Himbeeren und anschließend drehten wir eine Runde um einen erloschenen Vulkankrater. Die Aussicht war wunderschön und spätestens nach der Runde hatten wir auch das Gefühl, uns unser nächstes Essen redlich verdient zu haben.
Weiter ging es zur Tempelanlage Ganga Talao, auch Grand Bassin genannt, einem der wichtigsten hinduistischen Pilgerorte auf Mauritius. Rund um den heiligen See stehen Tempel und riesige Götterstatuen. Viele Menschen auf Mauritius haben indische Wurzeln, denn ihre Vorfahren kamen vor allem im 19. Jahrhundert als Vertragsarbeiter auf die Insel. Bis heute prägen hinduistische Traditionen, Feste und Tempel das Leben hier ganz deutlich. Für Unterhaltung sorgte außerdem ein kleines Äffchen, das sich ganz selbstverständlich eine Mandarine vom Gabenteller schnappte und damit verschwand. Robert ist übrigens unser Fotograf für die besonderen Momente – er macht nicht nur richtig schöne, sondern auch herrlich witzige Bilder. Thomas und ich haben uns deshalb irgendwann sogar vor den Tempelstatuen auf den Boden gelegt und posiert. Für ein gutes Urlaubsfoto muss man eben manchmal Opfer bringen.
Danach war erstmal Lunch angesagt und wir haben uns kurz gestärkt. Eine Teeplantage haben wir anschließend noch von außen angeschaut, bevor es weiter in eine Art Adventure Park ging. Dort gab es die Siebenfarbige Erde, einen Wasserfall, Riesenschildkröten und jede Menge Natur zu sehen. Die angebotenen Action-Abenteuer haben wir allerdings großzügig anderen überlassen – für uns war das viele Laufen heute schon Action genug.
Zur Stärkung nach dieser Runde gab es einen Mango Lassi und Kaffee. Der Mango Lassi war wirklich richtig lecker. Auf dem Rückweg hielt unser Taxifahrer dann noch an einem Ananasfeld, weil keiner von uns bisher gesehen hatte, wie Ananas eigentlich in der Natur wachsen. Hier essen wir sie fast jeden Morgen zum Frühstück, deshalb war das natürlich interessant. Leider war gerade keine Erntezeit, sonst hätten wir wahrscheinlich direkt zugeschlagen.
Gegen 18 Uhr waren wir wieder im Hotel, haben kurz die Füße hochgelegt und sind danach zum Abendessen gegangen. Das Essen hier ist wirklich richtig lecker. Zum Abschluss ging es natürlich noch an die Strandbar. Das Lustige ist, dass wir es mit unserer Truppe abends tatsächlich bis 23 Uhr schaffen. Wir haben ständig etwas zu lachen, einer setzt noch einen drauf und es ist einfach nur spaßig und herrlich unkompliziert. Genau so soll Urlaub sein.
Liebe Grüße, Michi und Thomas
























































































































