Bodetal und Hexentanzplatz

Hallo alle zusammen und liebe Grüße aus Thale!

Heute wanderten wir die letzte Etappe des Harzer-Hexenstieges und es war eine der schönsten. Uns wurde ja im Vorfeld gesagt, dass es einer der anstrengendsten Abschnitte werden würde und wir können nachvollziehen was gemeint war. Für uns waren die Tage 1 und 3 aber definitiv schlimmer, was wohl an den besonders langen Ettapen lag und auch der 2. Tag auf den Brocken war anstrengender als heute. Die Schwierigkeit heute lag in der Beschaffenheit des Weges. Wir wanderten die meiste Zeit durch das Bodetal, was auch als der „Grand Canyon des Nordens“ beschrieben wird. Wir liefen viel an steilen Felsenklippen entlang und hatte teils steile Auf- und Abstiege auf steinigem/felsigen Untergrund und z.T losen Steinen. Man musste etwas aufpassen beim Laufen und man kam natürlich nicht so gut voran wie an den anderen Tagen, aber es war doch irgendwie schön mal auf anderen „Wegen“ zu gehen. Auch die Aussicht war super und wir finden, dass das Bodetal zurecht als Highlight der Harzwanderung beschrieben wird. Für uns war es wandertechnisch der wohl schönste Tag. 

Auf unserem Weg lag nem der großen Steilwand auch die Teufelsbrücke, die der Sage nach nur mit Hilfe des Teufels erbaut werden konnte. Der Teufel forderte dafür natürlich eine Gegenleistung ein, nämlich die Seele des ersten Überquerers der Brücke. Da der erste „Überquerer“ jedoch eine Ziege war, ging der Teufel leer aus und auch wir konnten ungefährdet weiterlaufen. Nach einer kurzen Kuchenpause kamen wir an der Talstation der Kabinenbahn zum Hexentanzplatz an. Unser Wanderweg ging eigentlich direkt weiter nach Thale, aber da wir schon mal da waren und auch noch recht früh waren entschlossen wir uns auf den Hexentanzplatz zu fahren. Ja, man hätte auch laufen können, aber die 6 km Umweg und starke Steigung erschienen uns aktuell keine wirklich Alternative zu sein. 

Der Hexentanzplatz und auch die Talstation erinnert fast schon an einen kleines Freizeitplatz mit Sommerrodelbahn, Trampolinen, einem Tierpark und auch einem Hexenhaus, das wir uns mal von Innen angeschaut haben. Alles ist wirklich schön angelegt, aber es war uns doch etwas voll und wir hatten ja auch noch ein bisschen Wegstrecke vor uns. Wir machten uns also nach einer kleinen Pause auf die letzte Kilometer des Hexenstiegs und kamen schließlich am frühen Nachmittag am Ziel an. 

Morgen Früh geht es für uns nach Hause und wir blicken zurück auf 106 gewanderte Kilometer, 1.900 zurückgelegte Höhenmeter, 11 verbrauchte Blasenpflaster und 5 anstrengende aber auch super schöne Tage. Hin und wieder muss man erstmal etwas auf dem Zimmer liegen, bis man sich an die schönen Stellen erinnern kann, aber es war definitiv so 🙂

Die Wanderung wurde als „mittelschwer“ eingestuft was eigentlich auch ganz gut passt. Wir waren nie wirklich ausgepowert oder erschöpft sondern kamen immer nur beim Thema Fußschmerzen an unsere Grenzen. Evtl. würden wir ungeübten Wanderern wie uns empfehlen, die Route einen Tag länger zu wählen und so die erste 3 Tage etwas zu entschärfen. Und GANZ wichtig: Gut passende Wanderschuhe! Auch „Wandern im Harz“ können wir als Veranstalter empfehlen. Unser Hauptgepäck wartete immer schon im Hotel auf uns als wir ankamen und mit den Lunchpaketen kamen wir gut durch den Tag. Die gute Erklärung der Route trug dazu bei, dass wir uns nur einmal kurz verlaufen hatten, wobei wir da selbst Schuld waren.

Wir freuen uns jetzt auf ein paar entspannte Resturlaubstage.

Liebe Grüße

Die Hexenmeister Lisa&Maik

Eine ganz schöne Hängepartie

Hallöchen alle zusammen,

heute ging es für uns auf die vorletzte Etappe unseres Urlaubs. Wie gestern schon erzählt, waren wir heute etwas kürzer unterwegs. Insgesamt legten wir 18 km zurück, bis wir im Hotel ankamen. 

Heute trafen wir nach wenigen Minuten Wanderung auf die Mädelsgruppe, die am ersten Tag mit uns gestartet ist. Gemeinsam sind wir die ersten paar Kilometer gewandert und die Zeit verging so auch recht schnell. Unsere Wege sollten sich dann eigentlich trennen, da wir den Weg über eine Hängebrücke gehen wollten und die anderen aufgrund einer Wanderin mit Höhenangst außen herum laufen wollten. Schließlich entschlossen sie sich aber doch mit uns bis zur Brücke zu kommen, sollte ja auch alles gar nicht so schlimm sein. Beim Getratsche auf dem Weg haben wir dann auch erfahren, dass die andere größere Gruppe, die ab dem zweiten Tag beim Frühstück dabei war wohl 10 km von den langen Wanderungen mit der Bahn gefahren ist. So wird auch klar, warum die uns belächeln konnten, wenn wir etwas schwerfällig und humpelnd vom Tisch aufgestanden sind. Eine weitere kleine Zweiergruppe, die die gleiche Route läuft wie wir, haben wir heute Morgen am Hotel erwischt, als sie auf den Bus gewartet haben. Nenene… da würden wir uns am Ende nicht gut fühlen, wenn wir die hoffentlich wohlverdiente Urkunde erhalten. 

An der Brücke angekommen haben wir uns von den anderen verabschiedet, weil es für Maik erstmal eine Waffel zu essen gab. Dann stellten wir uns in die Schlange, um auf die Titan RT, eine 458 Meter lange und ca 100 Meter hohe Hängebrücke zu kommen. Damit ist sie die längste Hängebrücke „ihrer Art“, besser gesagt die Hängebrücke mit dem längsten frei überspannten Teilstück derartiger Brücken. Ich (Lisa) habe es ja nicht so richtig mit Höhe, über Brücken laufen war aber noch nie ein Problem. Ganz entspannt ging es also auf die Brücke über die Talsperre. Schon nach wenigen Metern merkten wir: Die Brücke schwankt… und zwar nicht zu wenig. Das hatten wir uns wohl beide nicht so vorgestellt und sogar Maik sagte, dass er ohne festhalten nicht drüber laufen könnte. Da die Brücke coronabedingt aber nur als Einbahnstraße genutzt werden konnte, gab es gar keine andere Wahl als weiterzugehen. So richtig wohl war aber vor allem mir dabei nicht. Der Vorteil war, dass ich für die gesamte Zeit der Brückenüberquerung keinerlei Schmerzen in den Füßen hatte. Das war wie weggeblasen 😊 Das war alles schon ziemlich cool, aber es war auch schön auf der anderen Seite angekommen zu sein. Hier hätte man noch so einiges an Aktivitäten machen können, z.B. mit der Zipline über die Brücke schweben, sich in der Mitte mit einer Art Bungeesprung in die Tiefen stürzen oder aber die Staumauer senkrecht an der Wand herunterlaufen. Wir hatten Wochen im Vorfeld schon versucht für Maik ein Ticket für den Sprung zu bekommen, aber leider war bereits alles ausgebucht. Aufgeschoben ist ja aber nicht aufgehoben 😏. Es war alles in allem aber ein Highlight unserer Wandertour und wir sind froh den Alternativweg genommen zu haben. 

Ansonsten ist heute gar nicht mehr so viel passiert. Wir sind noch durch ein kleines Dorf gewandert, über eine schöne Koppel gelaufen und an einem Fluss mit vielen Fliegenfischern vorbei gekommen. Gegen 16:00 waren wir heute schon im Zimmer und schonen nach einem ausgiebigen Abendessen unsere Füße für den Endspurt morgen. Wir haben mittlerweile zweimal erzählt bekommen, dass morgen wohl der härteste Teil auf uns warten würde, aber das glauben wir nicht. Und wenn doch, dann ist es der letzte 😁

Wir werden berichten. Schlaft schön und bis morgen,

Lisa&Maik

Tag 3. Es geht bergab

Hallo alle zusammen!

Damit es heute nicht zu viel Gejammere gibt hier erstmal noch ein paar Infos, die wir euch gestern unterschlagen haben. Wir waren gestern auf einer verhältnismäßig kurzen Strecke von 18 km unterwegs. Haben dabei aber die beiden größten Anstiege nach Torfhaus und auf den Brocken hinter uns gebracht. Der Brocken liegt auf 1.141 Metern, sodass wir gestern ca. 600 Meter nach oben gewandert sind. 

Heute ging es wie gestern schon angekündigt hauptsächlich bergab. Besonders die erste Hälfte der Strecke war ziemlich belastend für die Beine. Vom Brocken runter ging es auf einer teilweise recht steilen und durchgängig asphaltierten Straße. Wir kamen aber gut voran und hatten ein recht gutes Gefühl für den Tag, obwohl unsere Füße sich über Nacht immer ein bisschen weniger erholen. Auch die „Knochenbrecher-Kurve“ konnte uns nichts anhaben. Danach folgte allerdings der Glashüttenweg, der einfach nur ätzend war. Man kann es nicht anders sagen. Nur Steine, nur bergab und irgendwie auch nicht so richtig enden wollend. Da wir nicht genau wissen wo er wirklich geendet hat, können wir nur leider auch nicht wirklich sagen wie lange wir da liefen… ein netter Radfahrer sagte uns aber kurz vorher, dass das der einzig richtig blöde Teil auf unserer heutigen Etappe werden würde und der Rest dann „locker“ wird. So viel kurz vorab. Ja, es wurde lockerer… aber wenn man die Füße erstmal auf einem gewissen Level hat, bringt dann auch ein besserer Boden irgendwann nichts mehr. Wir wollen aber nicht nur jammern, wir hatten nämlich zwischendrin auch wirklich schöne Aussichten und eine tolle Strecke an einem kleinen Fluss entlang. Auch zum Ahrensklint haben wir einen kleinen Abstecher gemacht und sind ihn über die Leitern bestiegen. Wir freuten uns auf eine Mittagspause am Hohnehof, der wirklich super schön, aber leider wegen einer geschlossenen Gesellschaft heute für uns geschlossen war. Stattdessen gab es für Maik die im Harz wohl recht bekannte Erbsensuppe bei Kukkis. Zeitgleich fuhr auch die Brockenbahn vor uns am Bahnhof ein, die wir heute alternativ für den Abstieg hätten nutzen können und uns so die ersten 12 km gespart hätten. Haben wir aber nicht, wir wollten ja nicht schummeln. Also ging es weiter in den zweite anhäufte des Tages. 

Ein kleines Highlight hatten wir noch mit dem Königshütter Wasserfall vor uns und nutzen die Gelegenheit auch gleich mal für eine etwas längere Mittagspause. Von da an fiel uns alles relativ schwer. Wir überspringen daher an dieser Stelle die letzte Passage, weil sie überwiegend von Schweigen, Jammern und etwas Fluchen geprägt war… Ca. 6 km vor dem Ziel hatten wir dann noch einmal einen entfernten Blick auf den Brocken, was uns doch ziemlich stolz gemacht hatte. Zum zweiten Mal wurden heute bei Lisa die Schuhe gewechselt, weil nicht ganz klar war welche die besseren für die Füße sind und dann schleppten wir uns zum Endspurt. Maik schickte uns für einen Stempel nochmal auf einen laut Schildern lebensgefährlich Anstieg auf einem wirklich sehr schmalen Pfad, aber was tut man nicht alles..

Etwa 400 Meter vom Hotel entfernt beschlossen wir hochmotiviert und im Nachhinein betrachtet vielleicht etwas benebelt beschlossen wir kurzerhand, noch einen kurzen Abstecher für einen Stempel zu laufen, weil wir diesen wegen einer Umleitung nicht erreichen konnten. Ich (Lisa) hatte in der Beschreibung gelesen, dass es nur 250m waren und das sollte ja noch irgendwie drin sein… leider hatte ich nicht ganz zu Ende gelesen, und wir erreichten nach 250m nur ein Schild wie es weiter gehen sollte. Jetzt hatten wir es angefangen und soo weit konnte es ja auch nicht sein. Da hatten wir uns allerdings etwas verschätzt und so ging es nochmal einen guten Kilometer hoch auf einen Aussichtspunkt, um dann anschließend wieder alles zurück zu laufen. Maik hatte das wohl in der Beschreibung gelesen, mich aber warum auch immer trotzdem nicht gebremst. 

Wir schleppten uns nach der nun abgeschlossenen 28km Wanderung direkt zum Essen und dann in unser Zimmer. Mittlerweile hat Lisa so geschwollene Zehen, dass sie sich nicht mehr wirklich bewegen lassen und mittlerweile 4 Blasen an und unter den Füßen. Maik kämpft mit Blasenpflastern auch weiter gegen seine Blasen an, scheint aber irgendwie allergisch auf die Socken (oder wie wir vermuten aufs Wandern) zu reagieren. Kurz und knapp, heute sind wir erstmal bedient und freuen uns jetzt auf die Nacht.  

Mal sehen wie es morgen weiter geht…

Liebe Grüße

Lisa & Maik

Tag 2: Ein ganz schöner Brocken…

Hallihallo!

Die erste Nacht haben wir in einem wirklich schönen Hotelzimmer gut hinter uns gebracht und mit halbwegs frischen Beinen ging es nach dem Frühstück auch gleich los. Zuerst mussten wir wieder den ganzen Berg, den wir uns gestern runtergeschleppt hatten, wieder hochlaufen, um wieder auf unseren Wanderweg zu kommen. Schon nach kurzer Zeit erreichten wir den ersten Rastplatz mit Stempel, den wir motiviert wie wir waren zügig hinter uns liesen. Immer entlang des Dammgrabens ging an verschiedenen Quellen und Bächen und Brücken entlang. Zu unserem Erstaunen ging es die erste 4-5 km so wie nicht bergauf. „Gut“ dachten wir uns und kamen auch relativ zügig voran. Die Wege wurden schmaler und schmaler, irgendwann immer wurzeliger und bergab hier und da auch ziemlich glatt. Maik ist sogar einmal etwas weggerutscht und gestürzt. Wir mögen solche Wege eigentlich und es war auch einer der schönsten Abschnitte bisher, aber für unsere angeschlagenen Füße war das eher hinderlich.

Sicher unten angekommen machten wir ein kleines Päuschen und dann begann auch schon der Aufstieg nach Torfhaus. Torfhaus liegt in einem Hochmoorbereich und ist heute noch das höchstgelegene Städtchen Niedersachens. Das hatten wir im Vorfeld schon gelesen, richtig bewusst wurde uns das allerdings erst, als wir den Skihang hinauf wanderten. Es wurde richtig anstrengend und ging von hier an nur noch bergauf. Torfhaus war zu DDR Zeiten ein beliebtes Reiseziel im Westen, weil man von hier bei gutem Wetter einen der wenigen Ausblicke auf den im „Osten“ liegenden Brocken erhaschen konnte. Wir erreichten Torfhaus und hatten das erste mal freies Sicht auf den Brocken In unserer Reisebeschreibung heißt es hier wörtlich „Bei gutem Wetter können Sie hier auf dem zum Greifen nahem Brocken blicken“. Wir haben unsere Ansprechpartnerin von der Reiseleitung bisher noch nicht gesehen, aber sie muss sehr sehr lange Arme haben. Nach kurze Freude, dass wir bis zum Gipfel sehen konnten wurde uns klar, dass das Ziel noch recht weit entfernt ist und wir erst die Hälfte der planmäßigen Kilometeranzahl für den heutigen Tag hinter uns gebracht hatten. Also kurz durchschnaufen, Blasenpflaster nochmal nachkleben und los… 

„zum Greifen nah“

Auffällig war, das uns deutlich mehr Wanderer entgegen kamen als in unsere Richtung liefen. Generell hatten wir heute wesentlich mehr Verkehr als gestern, wo wir eigentlich die meiste Zeit niemanden getroffen hatte. Der Brocken ist eben deutlich touristischer. Der Weg zum Brocken war sehr schön, aber auch sehr steil, vor allem der vorletzte Part bis hoch zum alten Bahnhof. Das war nochmal richtig, richtig anstrengend und wir dachten wir hätten es danach geschafft. Von hier ging es aber nochmal ein gutes Stück an den Gleisen der Schmalspurbahn entlang. Sie sieht aus wie der Hogwart’s Express, was uns Harry Potter Fans natürlich super gefallen hat. Wir liefen absichtlich (kleiner Scherz) etwas langsamer, sodass wir sie zweimal an uns vorbei fahren sehen konnten. Kurz vor dem Ziel gab es dann nochmal einen recht langen und in Serpentinen ansteigenden Berg, der uns nochmal 1-2 kleine Stehpäuschen abverlangte bevor wir die -Achtung jetzt gibts Infos- nördlichste natürliche höhenklimatische Waldgrenze Zentraleuropas überwanden und den Gipfel des höchsten Berges Norddeutschlangs erreichten. Auch wenn der Brocken für seine 300 Nebeltage im Jahr bekannt ist, hatten wir klare Sicht und konnten, wie wir später am Aussichtspunkt feststellten, bis nach Kassel gucken. 

Bei der linken rot-weißen Stange hatten wir Mittagspause auf halbem Weg

Für uns ging es nach dem Zielstempel aber erstmal aufs Zimmer. Wir haben heute glaube ich 8x die Jacken an und wieder ausgezogen und wechselten ständig zwischen Schwitzen und Frieren hin und her. Die heiße Dusche hat hier richtig gut getan und nach einem gemütlichen Abendessen mit toller Aussicht liegen wir im Brockenhotel im Bett. 

Vor morgen haben wir nochmal richtig Respekt. Es wartet nochmal eine 25 km-Tour auf uns und am meisten zu denken gibt uns der Abstieg. Bergab haben wir deutlich stärker mit unseren Füßen und Beinen zu kämpfen als bergauf, aber der Gedanke, dass wir dann morgen Abend vermutlich die anstrengendste Etappen geschafft haben treibt uns hoffentlich an. 

Heute war vom Weg und von den Aussichten bisher der schönste Tag und auch wenn er etwas anstrengender war, ging es uns heute nach der Ankunft besser als gestern. Mal sehen wie es morgen so wird.

Liebe Grüße von den Brockenbezwingern!

Tag 1: Von Osterode nach Altenau

Hallo zusammen, 

Das Positive zuerst: Wir sind in unserem Hotelzimmer angekommen und nach einem leckeren Abendessen können wir auch wieder Lachen 👍.

Nun zu unserem Tag. Heute Morgen ging es nach dem Frühstück los zum Startparkplatz. Wenn wir dann auf mich (Lisa) gehört hätten, wären wir von da aus direkt mal in die falsche Richtung gelaufen 😇. Gut, dass Maik aufgepasst hat und uns einen erfolgreichen Start gesichert hat. Nach 1,3 km ging es das erste mal ebenerdig, bis dahin recht steil bergauf. Gut dachte ich… Wenn das jetzt so weiter geht, dann wird das hier ein langer Tag. Der Verdacht bestätigte sich. Also es ging nicht den ganzen Tag bergauf, das wäre übertrieben, aber doch einen sehr großen Teil. Insgesamt haben wir heute etwas über 800 m Höhenunterschied hinter uns gebracht wobei es eigentlich nur am Ende zum Hotel mal ein längeres Stück bergab ging. Ich denke den meisten verraten wir kein Geheimnis wenn wir sagen, dass bergab am Ende eines langen Wandertages aber eher kontraproduktiv für die Beine ist. 

Unser erstes größere Ziel war der Eselplatz, ein ehemaliger Rastplatz für Eselkarawanen. Hier haben wir auch unseren ersten Stempel bekommen und eine kleine Rast beim Esel gemacht. Vorbei am Lerbacher Fenster und dem Marienblick ging es zum Magelbacher Tor. Im Prinzip waren das drei Aussichtspunkte, die uns langsam verdeutlichten, dass wir ziemlich zügig nach oben kommen. Wir waren noch zu Scherzen aufgelegt und haben „Tannenzapfen/Etwas in den Harz gekickt“. Nach dem wir uns bei ca. Kilometer 10 kurzzeitig verlaufen und einen kleinen Umweg eingebaut hatten, kamen wir am „Damm“ zwischen zwei kleinen Seen an und sicherten uns den nächsten Stempel und eine kleine Mittagspause. So langsam machten sich auch unsere Füße bemerkbar, aber wir waren noch guter Dinge. Kurz nach dem Entensupf hatte wir sogar noch Kraft für einen kleines Abstecher zum Innerstesprung, auch wenn die Quelle aktuell so gut wie kein Wasser hat. 

Mittlerweile wanderten wir quer durch das Oberharzer Wasserregal, sodass kleine Kanäle, Seen und Quellen unser ständiger Begleiter waren. Der Streckenverlauf war wirklich richtig schön. es ging noch an dem ein oder anderen Platz, Denkmal oder der Eisenquelle vorbei, aber vor allem zog es uns so langsam immer deutlicher ins Zimmer. Bei ca. km 20 fingen die Füße und Beine langsam deutlich an sich zu melden und das letzte Stück war ein kleiner Kampf. Wir wusste aber, dass wir auf dem Endspurt sind und versuchten den jetzt etwas angenehmeren Boden (mehr Wald, vorher hatten wir oft Kies und Split, was insbesondere den Fußsohlen ordentlich zusetzte) nochmal auszunutzen. Die Kilometerangaben auf den Beschilderungen wurden aber nicht weniger, manchmal sogar mehr, obwohl wir uns eindeutig weiter fortbewegten. Das war ehrlich gesagt nicht so wirklich motivierend und wir merkten, dass wir wohl von hinten an den Zielort heran liefen. es zog sich und zog sich, die Gespräche wurden weniger und man konnte mittlerweile wirklich von Schmerzen in den Füßen sprechen. C.a. 500 Meter vor dem Hotel (was wir natürlich nicht wussten aber schon seit 2 km ahnten) war ich (Lisa) kurz davor auf der Stelle auf dem Boden zu übernachten. Hört sich lustig an, war es aber mittlerweile nicht mehr, es war auf den letzten Kilometern wirklich eine Qual und wir kamen nach ca. 29 km an. 

Wir hatten jetzt noch ca. eine Stunde Pause bevor es zum Essen ging. Es brauchte ein paar motivierende Worte um nochmal die Schuhe anzuziehen, aber wie anfangs schon geschrieben war es wohl die richtige Entscheidung. Wir liegen mittlerweile im Bett und schonen unsere Füße, damit wir morgen eine zwar kürzere aber mit dem Anstieg auf den Brocken und dem Tag heute in den Beinen eine vermutlich ähnliche fordernde Etappe angehen können. 

Wir berichten euch morgen von einem hoffentlich erfolgreichen Tag!

Liebe Grüße

Lisa und Maik

Urlaub im Ferienparadies Schneidemühle und Anreise zum Hexenstieg

Hallo alle zusammen!

Schön, dass ihr uns dieses Jahr wieder auf unseren Sommerurlaub begleiten möchtet. Was sollen wir sagen… wir hätten euch ziemlich genau heute vermutlich die ersten Bilder vom Grand Canyon geschickt, den wir nach L.A. wohl gerade angefahren hätten. Auf diese Urlaubsberichte müsst ihr aufgrund der aktuellen Situation in den USA (und auch dem Rest der Welt) jetzt aber noch ein wenig warten, die Vorfreude steigt aber schon für die nächsten größeren Urlaube. Stattdessen habe wir recht kurzfristig angefangen unseren Urlaub umzuplanen und in Deutschland zu verbringen. 

Letzte Woche hatten wir bereits frei und haben eine wirklich superschöne Woche bei Papa (Lisas Papa) auf dem Ferienhof (https://www.ferienparadies-schneidemuehle.com) an der Mecklenburgischen Seenplatte verbracht. Wir waren viel Angeln, mit Boot, Kajak und Kanu auf dem See unterwegs, Pilze suchen, Tiere füttern und vor allem streicheln 🙂 und natürlich ganz wichtig – viel Zeit mit Papa und Alexandra auf dem Hof verbringen! Wir waren jetzt ja schon öfters da, aber zum ersten Mal eine ganze Woche. Trotzdem verging die Zeit wie im Fluge und wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Mal! Ist auf jeden Fall für alle einen Besuch wert und der ideale Ort um entspannt in den Urlaub zu starten und den Alltag hinter sich zu lassen.

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Der zweite Teil unseres Urlaubs wird vermutlich etwas weniger entspannend, aber bestimmt genauso schön. Maik hat bei seiner Recherche zum „Urlaub in Deutschland“ den Harzer Hexenstieg entdeckt und relativ schnell hatten wir entschieden das zu versuchen. In den kommenden 5 Tagen warten (geplant) 97km Wanderung rund um und auf den Brocken auf uns. Wer mit uns schon mal eine Letterbox gelaufen ist weiß aber, dass es ggf.. ein paar Extrameter werden. Wir freuen uns auf jeden Fall, haben unsere Wanderkarte im Gepäck und werden versuchen ganz ohne App und Routenplaner anzukommen. Heut steht erstmal nur Anreise und Stempelheft (Harzer Wandernadel) sichern auf dem Programm. Morgen starten wir dann in die erste 26 km Etappe. Morgen hört ihr dann, wie es „gelaufen“ ist. 

Liebe Grüße 

Wander-Lisa und Hütten-Maik

Abcoude

Hallihallo,

heute war unser letzter Tag. Nach einer kurzen Planänderung sind wir heute nicht nach Amsterdam gefahren sondern haben den Tag in unserem Dorf verbracht. Nach einem ganz gemütlichen Start in den Tag sind wir eine Runde spazieren gegangen. Neben einem kurzen Abstecher zum Markt ging es auch noch fürs Abendessen einkaufen und ein paar Schnäppchen jagen. Voll gepackt kamen wir wieder gegen Nachmittag wieder in unserer Wohnung an.

Ansonsten ist heute abgesehen von einer ausgiebigen Spielerunde aber nicht mehr viel passiert. Dafür haben wir schon fast alles für die Abfahrt gepackt und dann geht es morgen auf dem Heimweg ins Outlet nach Roermond.

Unser kleiner Silvestertrip war diesmal ganz anders als die letzten Jahre. Vielleicht hatten wir für Amsterdam sogar 1-2 Tage zu viel eingeplant, weil es im Winter dann doch etwas weniger zu tun gibt als im Sommer wenn die Märkte noch geöffnet haben. Trotzdem hatten wir ein paar schöne Tage und haben das neue Jahr gut begonnen.

Bis zum nächsten Urlaub!

Lisa&Maik

Neujahr

Hallihallo,

gestern Abend ist es ja ziemlich spät geworden und als wir in der Wohnung angekommen waren, hatte niemand mehr so richtig Lust auf das neue Jahr anzustoßen. Deswegen startete heute unser spätes Frühstück auch mit einem Rosmarin-Gurken-Sekt, den Madeleine schon von zu Hause mitgebracht hatte. Der Geschmack ist zum Frühstück schon recht speziell, aber zumindest wach waren wir dann alle. Gegen Mittag ging es wieder mit dem Zug nach Amsterdam. Während Madeleine und Wayne nochmal die Innenstadt unsicher machten, ging es für uns zwei ins „Nemo“, ein Science-Museum Mit Technik zum Anfassen. Hier konnte man in den Bereichen Mechanik, Labor, Energie, Weltraum und der Mensch an vielen Station mitmachen und kleine Experimente durchführen. Natürlich waren auch viele Kinder da, aber wir hatten insbesondere im Bereich der „Mensch“-Ausstellung genauso viel Spaß bei Kraft-, Koordinations- und Reaktionsspielen. Sogar die BASF war mit einem eigenen Chemielabor-Bereich vertreten und Lisa konnte erfolgreich die Welt vor herabstürzenden Meteoriten beschützen.

Gegen Nachmittag haben wir uns wieder alle vier getroffen und ein paar Stroopwafel und Poffertjes gegessen. Außerdem haben wir es endlich geschafft ein paar Sorten Käse zu probieren und auch gleich die Sorten “grünes Pesto“ und „Rosmarin Thymian“ mitgenommen. Leider war es heute ziemlich bewölkt in Amsterdam, weswegen wir den geplanten Aussichtspunkt erstmal verschoben habe. Morgen ist ja auch noch ein Tag und vielleicht schaffen es die Amsterdamer ja auch noch, den übrig gebliebenen Müll von gestern Abend zu beseitigen. Heute war es jedenfalls noch ziemlich chaotisch und nicht so schön zum Bummeln.

Wir sind stattdessen wieder in die abwohnend gefahren, haben gekocht, gespielt und das Finale der Darts-WM geschaut. Immerhin war ja mit van Gerwen ein Holländer im Finale. Morgen haben wir auch nochmal einen ganzen Tag in Amsterdam und auch noch 2-3 Kleinigkeiten, die wir gerne noch machen wollen. Davon erzählen wir dann aber morgen wieder 😊

Liebe Grüße

Lisa&Maik

Silvester

Hallo!

Heute hat unser Tag erst gegen Mittag so richtig begonnen. Da wir vor Mitternacht nicht mehr zurück zu unserer Ferienwohnung kommen wollten, sind wir erst nach einem späten Frühstück nach Amsterdam gestartet. Da die Züge ab 20:00 Uhr nicht mehr fahren und erst am nächsten Morgen ab 07:00 wieder zu uns fahren würden, sind wir mit dem Auto zu einer Metrostation gedüst, die zumindest ab 01:30 Uhr wieder angefahren wird.

Auf unserem Programm stand erstmal das IAmsterdam Zeichen vor dem Rijksmuseum, mit dem wir ein schönes Erinnerungsfoto machen wollten. Leider hat das Zeichen aber seit September einen anderen Standort und steht jetzt ziemlich außerhalb am Flughafen. So haben wir aber trotzdem die Eisbahn und das Museum gesehen. Über eine kleine Einkaufsmeile ging es Richtung Hard Rock Café. Etwa 20 Gehminuten entfernt war der Bull Dog , der bekannteste Coffe-Shop Amsterdams. Direkt davor waren viele Bars und Restaurants in denen wir uns erstmal eine kleine Pause gönnten. Da wir noch etwas Zeit bis zum Abendessen hatten ging es zurück zum Rotlichtviertel von gestern Abend. Hier hatten wir am Vorabend eine kleines Spielcenter gesehen, in dem Flipper, Arcade-Automaten und ein Airhockeytisch standen. Dort ließ sich die Zeit bis zum Abendessen gut überbrücken.

Um 19:30 Uhr hatten wir einen Tisch bei einem Italiener reserviert. Als wir ankamen stellten wir fest, dass es mehr ein Lieferservice als ein Restaurant war, aber wir hatten Hunger und nur Gutes gelesen und beschlossen zu bleiben. Die Pizza war wirklich lecker und Nachtisch gab es auch noch. Also eine gute Entscheidung. In erster Linie waren wir aber froh, von der Straße runter zu sein. seit dem späten Nachmittag gingen immer wieder vereinzelte Böller in die Luft. Aber andere Böller als bei uns… deutlich lauter und ohne Lichter. Wir haben uns richtig oft erschrocken und dachten eigentlich bei jeder Gruppe, auf die wir zu liefen, dass sie gleich wieder einen anstecken würden. Zwischendrin haben wir sogar überlegt, ob wir Silvester nicht komplett in eine Bar verlegen sollten, damit wir etwas abseits des Trubels sind. Dort machten wir nach dem Essen auch erstmal Halt. Die Angebote waren super: 10 Shots für 10 Euro, die uns auch gleich in einem Reagenzglas serviert wurden 😁. Um 23:00 Uhr räumten plötzlich alle Bars und Restaurants die Tische und Stühle Von Draußen weg. Es deutete sich schon an, dass es hier gleich etwas lauter werden würde. Auch wir saßen draußen und wurden gebeten rein zu gehen. Da war jedoch alles voll und wir wollten sowieso auf die Magere Bruck, von der wir einen tollen Blück über das Feuerwerk haben sollten.

Die Brücke war zwar anscheinend ein beliebtes Ziel für Silvester, aber lange nicht so voll wie wir befürchteten. Pünktlich um Mitternacht ging es dann so richtig los. Es gab zwar kein offizielles Feuerwerk der Stadt, aber manche machten es sich anscheinend zum Ziel, ein vergleichbares privat zu veranstalten. Nach circa einer halben Stunde machten wir uns auf den Weg durch das Rotlichtviertel zurück zum Bahnhof. Hier war es jetzt richtig voll und eng und immer noch knallten die Böller in den Gassen. Wir waren froh, als wir kurz nach 2 wieder in unserer Wohnung waren.

Amsterdam war mal ein ganz andrer 31.12. als wir es bisher erlebt hatten. Für feierwütige und partybegeisterte sicher absolut super. Uns hat der Abend auch gut gefallen, haben aber Amsterdam an Silvester jetzt auch für uns abgehakt. Ein für uns schönes Jahr 2019 wurde würdig beendet und wir freuen uns auf 2020 mit Euch allen!

Wir hoffen ihr seid auch gut gestartet und melden uns Morgen wieder!

Liebe Grüße

Lisa&Maik

Amsterdam Tag 1

Hallihallo,

für unseren diesjährigen Silvesterurlaub haben wir nicht ganz so viele Programmpunkte wie sonst auf unserer Liste. Wir haben es heute daher ganz gemütlich angehen lassen und erstmal ausgeschlafen und gefrühstückt. Erst gegen 12:00 Uhr ging es es zum Bahnhof und nach etwas mehr als 20 Minuten erreichten wir dann auch schon Amsterdam.
Da wir erst um 17:30 Uhr einen festen Programmpunkt hatten, stand uns die Zeit davor zur freien Verfügung. Wir sind durch die Straßen von Amsterdam geschlendert und haben uns das ein oder andere Geschäft angesehen und ein wenig geshoppt. Überwiegend haben wir uns aber an den Süßigkeiten ausgetobt 😊. Natürlich haben wir uns auch mal einen der zahlreichen Coffee-Shops von Innen angeschaut – den Geruch hat man sowieso die ganze Zeit in der Nase. Anders als bei uns ist in Amsterdam das öffentliche Trinken von Alkohol verboten, der Canabiskonsum jedoch erlaubt. Von dem Thema kann man ja bekanntlich halten was man will, das Ausmaß und den ständigen Geruch empfinden wir aber schon eher als störend.

Wie schon angekündigt wartete heute aber noch ein Programmpunkt auf uns. Schon von zu Hause hatten wir eine „informative Rotlichttour“ gebucht. Wir trafen uns am Nationaldenkmal und erreichten nach einem kurzen Stop an der Condomerie und einem Piercing-Studio die „oude kerk“, das älteste Noch erhaltene Bauwerk Amsterdam und obendrein eine Kirche mitten im Rotlichtviertel. Da hier früher viel mit Ablassbriefen gearbeitet wurde und die „Sünde“ ja nicht weit entfernt war, wurde die Kirche über die Jahre immer weiter vergrößert und erneuert. Einziges Übel, das man aus kirchlicher Sicht tragen musste, war die Erweiterung von 2 Beichtstühlen auf 2 Reihen von Beichtstühlen 😁. Vorbei an den verschiedenen Fenstern auf denen sich je nach Lage mehr oder wenig motivierte Frauen präsentierten, erfuhren wir einiges über Verdienst, Kosten, Sicherheitsvorkehrungen und Strukturen des Viertels. Der Schichtlohn liegt je nach Saison zwischen 800 Euro – 1.500 Euro pro Schicht. Allerdings müssen die Fenster auch für ca. 200 Euro pro Nacht gemietet werden und Steuern fallen auch noch an. Mal ganz abgesehen davon, dass es ein weder stressfreier noch ungefährlicher Job ist. Die einzelnen Zimmer sind mit Notknöpfen ausgestattet, die die Frauen betätigen können, wenn sich die Situation anders als gewünscht gestaltet. Ca. 10x pro Woche wird ein solcher Alarm ausgelöst und die Polizei versucht durch Beamte in Zivil möglichst schnell einschreiten zu können. Zum Abschluss waren wir dann noch alle zusammen in der ältesten Peep-Show Amsterdams, in der wir für 2 Euro für 2 Minuten durch die Scheibe gucken durften. Naja… macht man mal mit, aber ein zweites Mal müsste das dann auch nicht sein 😊.

Zum Abschluss ging es dann zurück in unsere Ferienwohnung. Kochen, eine Runde spielen und dann um 01:00 ins Bett.

Wir hoffen ihr schlaft schon alle gut und startet morgen gut ins neue Jahr!

Liebe Grüße

Lisa&Maik

Ziemlich was los
Streicheln bringt Glück
Der sog. Geburtskanal. Die engste Gasse Amsterdams