Tag 3. Es geht bergab

Hallo alle zusammen!

Damit es heute nicht zu viel Gejammere gibt hier erstmal noch ein paar Infos, die wir euch gestern unterschlagen haben. Wir waren gestern auf einer verhältnismäßig kurzen Strecke von 18 km unterwegs. Haben dabei aber die beiden größten Anstiege nach Torfhaus und auf den Brocken hinter uns gebracht. Der Brocken liegt auf 1.141 Metern, sodass wir gestern ca. 600 Meter nach oben gewandert sind. 

Heute ging es wie gestern schon angekündigt hauptsächlich bergab. Besonders die erste Hälfte der Strecke war ziemlich belastend für die Beine. Vom Brocken runter ging es auf einer teilweise recht steilen und durchgängig asphaltierten Straße. Wir kamen aber gut voran und hatten ein recht gutes Gefühl für den Tag, obwohl unsere Füße sich über Nacht immer ein bisschen weniger erholen. Auch die „Knochenbrecher-Kurve“ konnte uns nichts anhaben. Danach folgte allerdings der Glashüttenweg, der einfach nur ätzend war. Man kann es nicht anders sagen. Nur Steine, nur bergab und irgendwie auch nicht so richtig enden wollend. Da wir nicht genau wissen wo er wirklich geendet hat, können wir nur leider auch nicht wirklich sagen wie lange wir da liefen… ein netter Radfahrer sagte uns aber kurz vorher, dass das der einzig richtig blöde Teil auf unserer heutigen Etappe werden würde und der Rest dann „locker“ wird. So viel kurz vorab. Ja, es wurde lockerer… aber wenn man die Füße erstmal auf einem gewissen Level hat, bringt dann auch ein besserer Boden irgendwann nichts mehr. Wir wollen aber nicht nur jammern, wir hatten nämlich zwischendrin auch wirklich schöne Aussichten und eine tolle Strecke an einem kleinen Fluss entlang. Auch zum Ahrensklint haben wir einen kleinen Abstecher gemacht und sind ihn über die Leitern bestiegen. Wir freuten uns auf eine Mittagspause am Hohnehof, der wirklich super schön, aber leider wegen einer geschlossenen Gesellschaft heute für uns geschlossen war. Stattdessen gab es für Maik die im Harz wohl recht bekannte Erbsensuppe bei Kukkis. Zeitgleich fuhr auch die Brockenbahn vor uns am Bahnhof ein, die wir heute alternativ für den Abstieg hätten nutzen können und uns so die ersten 12 km gespart hätten. Haben wir aber nicht, wir wollten ja nicht schummeln. Also ging es weiter in den zweite anhäufte des Tages. 

Ein kleines Highlight hatten wir noch mit dem Königshütter Wasserfall vor uns und nutzen die Gelegenheit auch gleich mal für eine etwas längere Mittagspause. Von da an fiel uns alles relativ schwer. Wir überspringen daher an dieser Stelle die letzte Passage, weil sie überwiegend von Schweigen, Jammern und etwas Fluchen geprägt war… Ca. 6 km vor dem Ziel hatten wir dann noch einmal einen entfernten Blick auf den Brocken, was uns doch ziemlich stolz gemacht hatte. Zum zweiten Mal wurden heute bei Lisa die Schuhe gewechselt, weil nicht ganz klar war welche die besseren für die Füße sind und dann schleppten wir uns zum Endspurt. Maik schickte uns für einen Stempel nochmal auf einen laut Schildern lebensgefährlich Anstieg auf einem wirklich sehr schmalen Pfad, aber was tut man nicht alles..

Etwa 400 Meter vom Hotel entfernt beschlossen wir hochmotiviert und im Nachhinein betrachtet vielleicht etwas benebelt beschlossen wir kurzerhand, noch einen kurzen Abstecher für einen Stempel zu laufen, weil wir diesen wegen einer Umleitung nicht erreichen konnten. Ich (Lisa) hatte in der Beschreibung gelesen, dass es nur 250m waren und das sollte ja noch irgendwie drin sein… leider hatte ich nicht ganz zu Ende gelesen, und wir erreichten nach 250m nur ein Schild wie es weiter gehen sollte. Jetzt hatten wir es angefangen und soo weit konnte es ja auch nicht sein. Da hatten wir uns allerdings etwas verschätzt und so ging es nochmal einen guten Kilometer hoch auf einen Aussichtspunkt, um dann anschließend wieder alles zurück zu laufen. Maik hatte das wohl in der Beschreibung gelesen, mich aber warum auch immer trotzdem nicht gebremst. 

Wir schleppten uns nach der nun abgeschlossenen 28km Wanderung direkt zum Essen und dann in unser Zimmer. Mittlerweile hat Lisa so geschwollene Zehen, dass sie sich nicht mehr wirklich bewegen lassen und mittlerweile 4 Blasen an und unter den Füßen. Maik kämpft mit Blasenpflastern auch weiter gegen seine Blasen an, scheint aber irgendwie allergisch auf die Socken (oder wie wir vermuten aufs Wandern) zu reagieren. Kurz und knapp, heute sind wir erstmal bedient und freuen uns jetzt auf die Nacht.  

Mal sehen wie es morgen weiter geht…

Liebe Grüße

Lisa & Maik

Tag 2: Ein ganz schöner Brocken…

Hallihallo!

Die erste Nacht haben wir in einem wirklich schönen Hotelzimmer gut hinter uns gebracht und mit halbwegs frischen Beinen ging es nach dem Frühstück auch gleich los. Zuerst mussten wir wieder den ganzen Berg, den wir uns gestern runtergeschleppt hatten, wieder hochlaufen, um wieder auf unseren Wanderweg zu kommen. Schon nach kurzer Zeit erreichten wir den ersten Rastplatz mit Stempel, den wir motiviert wie wir waren zügig hinter uns liesen. Immer entlang des Dammgrabens ging an verschiedenen Quellen und Bächen und Brücken entlang. Zu unserem Erstaunen ging es die erste 4-5 km so wie nicht bergauf. „Gut“ dachten wir uns und kamen auch relativ zügig voran. Die Wege wurden schmaler und schmaler, irgendwann immer wurzeliger und bergab hier und da auch ziemlich glatt. Maik ist sogar einmal etwas weggerutscht und gestürzt. Wir mögen solche Wege eigentlich und es war auch einer der schönsten Abschnitte bisher, aber für unsere angeschlagenen Füße war das eher hinderlich.

Sicher unten angekommen machten wir ein kleines Päuschen und dann begann auch schon der Aufstieg nach Torfhaus. Torfhaus liegt in einem Hochmoorbereich und ist heute noch das höchstgelegene Städtchen Niedersachens. Das hatten wir im Vorfeld schon gelesen, richtig bewusst wurde uns das allerdings erst, als wir den Skihang hinauf wanderten. Es wurde richtig anstrengend und ging von hier an nur noch bergauf. Torfhaus war zu DDR Zeiten ein beliebtes Reiseziel im Westen, weil man von hier bei gutem Wetter einen der wenigen Ausblicke auf den im „Osten“ liegenden Brocken erhaschen konnte. Wir erreichten Torfhaus und hatten das erste mal freies Sicht auf den Brocken In unserer Reisebeschreibung heißt es hier wörtlich „Bei gutem Wetter können Sie hier auf dem zum Greifen nahem Brocken blicken“. Wir haben unsere Ansprechpartnerin von der Reiseleitung bisher noch nicht gesehen, aber sie muss sehr sehr lange Arme haben. Nach kurze Freude, dass wir bis zum Gipfel sehen konnten wurde uns klar, dass das Ziel noch recht weit entfernt ist und wir erst die Hälfte der planmäßigen Kilometeranzahl für den heutigen Tag hinter uns gebracht hatten. Also kurz durchschnaufen, Blasenpflaster nochmal nachkleben und los… 

„zum Greifen nah“

Auffällig war, das uns deutlich mehr Wanderer entgegen kamen als in unsere Richtung liefen. Generell hatten wir heute wesentlich mehr Verkehr als gestern, wo wir eigentlich die meiste Zeit niemanden getroffen hatte. Der Brocken ist eben deutlich touristischer. Der Weg zum Brocken war sehr schön, aber auch sehr steil, vor allem der vorletzte Part bis hoch zum alten Bahnhof. Das war nochmal richtig, richtig anstrengend und wir dachten wir hätten es danach geschafft. Von hier ging es aber nochmal ein gutes Stück an den Gleisen der Schmalspurbahn entlang. Sie sieht aus wie der Hogwart’s Express, was uns Harry Potter Fans natürlich super gefallen hat. Wir liefen absichtlich (kleiner Scherz) etwas langsamer, sodass wir sie zweimal an uns vorbei fahren sehen konnten. Kurz vor dem Ziel gab es dann nochmal einen recht langen und in Serpentinen ansteigenden Berg, der uns nochmal 1-2 kleine Stehpäuschen abverlangte bevor wir die -Achtung jetzt gibts Infos- nördlichste natürliche höhenklimatische Waldgrenze Zentraleuropas überwanden und den Gipfel des höchsten Berges Norddeutschlangs erreichten. Auch wenn der Brocken für seine 300 Nebeltage im Jahr bekannt ist, hatten wir klare Sicht und konnten, wie wir später am Aussichtspunkt feststellten, bis nach Kassel gucken. 

Bei der linken rot-weißen Stange hatten wir Mittagspause auf halbem Weg

Für uns ging es nach dem Zielstempel aber erstmal aufs Zimmer. Wir haben heute glaube ich 8x die Jacken an und wieder ausgezogen und wechselten ständig zwischen Schwitzen und Frieren hin und her. Die heiße Dusche hat hier richtig gut getan und nach einem gemütlichen Abendessen mit toller Aussicht liegen wir im Brockenhotel im Bett. 

Vor morgen haben wir nochmal richtig Respekt. Es wartet nochmal eine 25 km-Tour auf uns und am meisten zu denken gibt uns der Abstieg. Bergab haben wir deutlich stärker mit unseren Füßen und Beinen zu kämpfen als bergauf, aber der Gedanke, dass wir dann morgen Abend vermutlich die anstrengendste Etappen geschafft haben treibt uns hoffentlich an. 

Heute war vom Weg und von den Aussichten bisher der schönste Tag und auch wenn er etwas anstrengender war, ging es uns heute nach der Ankunft besser als gestern. Mal sehen wie es morgen so wird.

Liebe Grüße von den Brockenbezwingern!

Tag 1: Von Osterode nach Altenau

Hallo zusammen, 

Das Positive zuerst: Wir sind in unserem Hotelzimmer angekommen und nach einem leckeren Abendessen können wir auch wieder Lachen 👍.

Nun zu unserem Tag. Heute Morgen ging es nach dem Frühstück los zum Startparkplatz. Wenn wir dann auf mich (Lisa) gehört hätten, wären wir von da aus direkt mal in die falsche Richtung gelaufen 😇. Gut, dass Maik aufgepasst hat und uns einen erfolgreichen Start gesichert hat. Nach 1,3 km ging es das erste mal ebenerdig, bis dahin recht steil bergauf. Gut dachte ich… Wenn das jetzt so weiter geht, dann wird das hier ein langer Tag. Der Verdacht bestätigte sich. Also es ging nicht den ganzen Tag bergauf, das wäre übertrieben, aber doch einen sehr großen Teil. Insgesamt haben wir heute etwas über 800 m Höhenunterschied hinter uns gebracht wobei es eigentlich nur am Ende zum Hotel mal ein längeres Stück bergab ging. Ich denke den meisten verraten wir kein Geheimnis wenn wir sagen, dass bergab am Ende eines langen Wandertages aber eher kontraproduktiv für die Beine ist. 

Unser erstes größere Ziel war der Eselplatz, ein ehemaliger Rastplatz für Eselkarawanen. Hier haben wir auch unseren ersten Stempel bekommen und eine kleine Rast beim Esel gemacht. Vorbei am Lerbacher Fenster und dem Marienblick ging es zum Magelbacher Tor. Im Prinzip waren das drei Aussichtspunkte, die uns langsam verdeutlichten, dass wir ziemlich zügig nach oben kommen. Wir waren noch zu Scherzen aufgelegt und haben „Tannenzapfen/Etwas in den Harz gekickt“. Nach dem wir uns bei ca. Kilometer 10 kurzzeitig verlaufen und einen kleinen Umweg eingebaut hatten, kamen wir am „Damm“ zwischen zwei kleinen Seen an und sicherten uns den nächsten Stempel und eine kleine Mittagspause. So langsam machten sich auch unsere Füße bemerkbar, aber wir waren noch guter Dinge. Kurz nach dem Entensupf hatte wir sogar noch Kraft für einen kleines Abstecher zum Innerstesprung, auch wenn die Quelle aktuell so gut wie kein Wasser hat. 

Mittlerweile wanderten wir quer durch das Oberharzer Wasserregal, sodass kleine Kanäle, Seen und Quellen unser ständiger Begleiter waren. Der Streckenverlauf war wirklich richtig schön. es ging noch an dem ein oder anderen Platz, Denkmal oder der Eisenquelle vorbei, aber vor allem zog es uns so langsam immer deutlicher ins Zimmer. Bei ca. km 20 fingen die Füße und Beine langsam deutlich an sich zu melden und das letzte Stück war ein kleiner Kampf. Wir wusste aber, dass wir auf dem Endspurt sind und versuchten den jetzt etwas angenehmeren Boden (mehr Wald, vorher hatten wir oft Kies und Split, was insbesondere den Fußsohlen ordentlich zusetzte) nochmal auszunutzen. Die Kilometerangaben auf den Beschilderungen wurden aber nicht weniger, manchmal sogar mehr, obwohl wir uns eindeutig weiter fortbewegten. Das war ehrlich gesagt nicht so wirklich motivierend und wir merkten, dass wir wohl von hinten an den Zielort heran liefen. es zog sich und zog sich, die Gespräche wurden weniger und man konnte mittlerweile wirklich von Schmerzen in den Füßen sprechen. C.a. 500 Meter vor dem Hotel (was wir natürlich nicht wussten aber schon seit 2 km ahnten) war ich (Lisa) kurz davor auf der Stelle auf dem Boden zu übernachten. Hört sich lustig an, war es aber mittlerweile nicht mehr, es war auf den letzten Kilometern wirklich eine Qual und wir kamen nach ca. 29 km an. 

Wir hatten jetzt noch ca. eine Stunde Pause bevor es zum Essen ging. Es brauchte ein paar motivierende Worte um nochmal die Schuhe anzuziehen, aber wie anfangs schon geschrieben war es wohl die richtige Entscheidung. Wir liegen mittlerweile im Bett und schonen unsere Füße, damit wir morgen eine zwar kürzere aber mit dem Anstieg auf den Brocken und dem Tag heute in den Beinen eine vermutlich ähnliche fordernde Etappe angehen können. 

Wir berichten euch morgen von einem hoffentlich erfolgreichen Tag!

Liebe Grüße

Lisa und Maik

Urlaub im Ferienparadies Schneidemühle und Anreise zum Hexenstieg

Hallo alle zusammen!

Schön, dass ihr uns dieses Jahr wieder auf unseren Sommerurlaub begleiten möchtet. Was sollen wir sagen… wir hätten euch ziemlich genau heute vermutlich die ersten Bilder vom Grand Canyon geschickt, den wir nach L.A. wohl gerade angefahren hätten. Auf diese Urlaubsberichte müsst ihr aufgrund der aktuellen Situation in den USA (und auch dem Rest der Welt) jetzt aber noch ein wenig warten, die Vorfreude steigt aber schon für die nächsten größeren Urlaube. Stattdessen habe wir recht kurzfristig angefangen unseren Urlaub umzuplanen und in Deutschland zu verbringen. 

Letzte Woche hatten wir bereits frei und haben eine wirklich superschöne Woche bei Papa (Lisas Papa) auf dem Ferienhof (https://www.ferienparadies-schneidemuehle.com) an der Mecklenburgischen Seenplatte verbracht. Wir waren viel Angeln, mit Boot, Kajak und Kanu auf dem See unterwegs, Pilze suchen, Tiere füttern und vor allem streicheln 🙂 und natürlich ganz wichtig – viel Zeit mit Papa und Alexandra auf dem Hof verbringen! Wir waren jetzt ja schon öfters da, aber zum ersten Mal eine ganze Woche. Trotzdem verging die Zeit wie im Fluge und wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Mal! Ist auf jeden Fall für alle einen Besuch wert und der ideale Ort um entspannt in den Urlaub zu starten und den Alltag hinter sich zu lassen.

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Der zweite Teil unseres Urlaubs wird vermutlich etwas weniger entspannend, aber bestimmt genauso schön. Maik hat bei seiner Recherche zum „Urlaub in Deutschland“ den Harzer Hexenstieg entdeckt und relativ schnell hatten wir entschieden das zu versuchen. In den kommenden 5 Tagen warten (geplant) 97km Wanderung rund um und auf den Brocken auf uns. Wer mit uns schon mal eine Letterbox gelaufen ist weiß aber, dass es ggf.. ein paar Extrameter werden. Wir freuen uns auf jeden Fall, haben unsere Wanderkarte im Gepäck und werden versuchen ganz ohne App und Routenplaner anzukommen. Heut steht erstmal nur Anreise und Stempelheft (Harzer Wandernadel) sichern auf dem Programm. Morgen starten wir dann in die erste 26 km Etappe. Morgen hört ihr dann, wie es „gelaufen“ ist. 

Liebe Grüße 

Wander-Lisa und Hütten-Maik

8. August 2020 – Innsbruck/Museum

Hallo

Heute Morgen ging es wieder nach Innsbruck, unser erstes Ziel waren die Kristallwelten von Swarovski (Ausstellung). Das ist schon richtig genial, was man aus Kristallen alles machen und zaubern kann. In den verschiedenen Welten gab es auch einen Winterraum, in dem es schneite und uns eine eisige Abkühlung bescherte.

Dann fuhren wir nach Innsbruck in die Altstadt, um uns genauer umzusehen. Die Altstadt von Innsbruck ist nicht sehr groß und fast alle Sehenswürdigkeiten liegen eng beieinander. Unsere Tour begannen wir bei der Markthalle, da es schon fast Mittag war und wir noch ohne Frühstück waren. Einen leckeren Speck-Käse-Toast gab es dann doch erst etwas später mit Kaffee neben dem golden Dachl in einem Café. Unsere Tour durch Innsbruck begannen wir am Leopoldsbrunnen, vorbei am Staatstheater richtung Hofgasse. Gegenüber dem Flüsterbogen, an dem wir uns liebe Dinge zuflüsterten, ging es in die Maximilians-Ausstellung und anschließend in die Hofburg, einem Museum. Wir nutzten die Innsbruck Citycard, somit waren eigentlich alle Museumsbesuche inclusive und bei Temperaturen über 30 Grad waren diese zudem auch noch toll gekühlt Plätze. Die Hofburg war übrigens sehr schön mit den tollen Säalen und dem noch vorhanden Bildern und Mobiliar. Sogar Abbilder von Sis(s)i, Thomas Lieblingskaiserin haben wir gefunden. Danach ging es dann zu dem Wahrzeichen von Innsbruck dem goldenen Dachl, leider ist davor gerade eine Baustelle, das Dach an sich ist aber schön anzusehen, auch das goldene Dachl Museum haben wir besucht. Man kann dann aus dem Fenster under dem goldenen Dachl auf die Fußgängerzone blicken. Nach diesem Museumsrundgang und etwas Schlendern gab es erst mal zur Stärkung eine kalte Cola und einen Salat. Während dieser Pause beschlossen wir, uns noch den Dom anzusehen, der wirklich sehr sehr schön ist und dann zurück in die Ferienwohnung fahren, da es nun wirklich viel zu heiß war. Die Fußgängerzone in Innsbruck war wie leer gefegt und der Asphalt unter unseren Füßen war ganz weich geworden.

Auf Grund der Hitze beschlossen wir auf der Fahr in die Ferienwohnung, zu packen, etwas zu schlafen und dann am Abend nach Hause zu fahren. So waren wir um Mitternacht bei immer noch 25 Grad wieder zu Hause.

Abschließend bleibt uns zu sagen, dass wir einen tolle Woche in Österreich hatten, viele Eindrücke und Wetterkapriolen. Die Höhenunterschiede und die teilweise dünnere Luft machte uns zu schaffen. Nun freuen wir uns noch auf eine Woche Ferien bei uns auf dem heimischen Sofa.

Liebe Grüße,

Michi und Thomas

7. August 2020 – Bergisel/Zoo Innsbruck

Hallo

Heute kommt unser Bericht aus dem heißen Innsbruck. Wir hatten heute auch 30 Grad, vor 3 Tagen noch 30 cm Schnee und 6 Grad. Wahnsinn…

Unser Tag startete heute schon früh, um 9:00 hatten wir schon einen Tisch zum Frühstück auf der Skisprungschanze Bergisel Sky gebucht. Das ist absolut empfehlenswert, während eines leckeren Frühstücks kann man den mutigen jungen Männern beim Springen von der Skischanze zusehen. Von 9:00 bis 12:00 Uhr kann man dieses Erlebnis genießen, wirklich toll. Sehr makaber fanden wir, die Springer ebenfalls, dass wenn man oben beim Absprung auf der Schanze steht, direkt auf den Friedhof schaut. Es gehört unseres Erachtens wirklich viel Mut dazu…

Im Anschluß wollten wir uns Innsbruck von der anderen Seite von ganz oben betrachten. Wegen der großen Hitze, dem mangelnden Schatten und der dünnen Luft schafften wir es mit der Hungerburgbahn trotzdem nicht bis ganz nach oben. Die Sicht auf Innsbruck war dennoch ganz grandios. Nach einer kurzen Pause setzten wir unsere Innsbruck-Tour im Zoo fort, da wir dort auf viel Schatten hofften. Im Alpenzoo von Innsbruck hatten wir das Gefühl, dass es auch dort nur bergauf geht, kein Schatten vorhanden ist und auch die Tiere sich größtenteils zurückgezogen haben. War aber trotzdem schön, vor allem der Bär hatte es uns sehr angetan. Zum Abschluss gab es noch ein Eis in der Innenstadt und dann ging es total überhitzt zurück in die Ferienwohnung.

Morgen steht Innsbruck zum Sightseeing nochmals auf unserem Plan.

Liebe Grüße aus dem nun auch heißen Österreich,

Michi und Thomas

6. August 2020 – Crystal Cube und Reschenpass

Hallo

In der Nähe der Aussichtsplattform des Fisser Zwölferkopfs steht auf 2.600 m Seehöhe ein Riesen-Würfel schräg mitten in der Landschaft. Hier finden man die Gourmet-Adresse hoch oben am Berg: Den Crystal-Cube in der Region Serfaus-Fiss-Ladis.

Während man sich in diesem Gourmet Restaurant in Serfaus kulinarisch verwöhnen lässt, genießt man auf Grund der vollständigen Verglasung einen fantastischen 360° Panoramablick auf das grandiose Bergpanorama, dies haben wir uns exklusiv für uns zwei gegönnt 🙂

Um 11 Uhr mussten wir an der Bergstation sein, fuhren mit der Seilbahn nach oben wurden dort von einem Jeep abgeholt und zum Würfel gebracht. Der Fahrer, Peter, war dann die nächsten 2,5 Stunden nur für uns da. Genial, zur Begrüßung bekamen wir schon einen Sekt und dann 7 verschiedene Gänge, total lecker. Witzig ist, dass der Glaswürfel für uns alleine war, wir von drinnen raus sehen konnten, die neugierigen Laute von außen aber nicht in den Würfel. Da wurde fotografiert, sich geschminkt usw.. Die Aussicht war genial, das Wetter war genial, einfach alles, gar nicht zu beschreiben… Nach dem leckeren Essen wurden wir wieder an die Seilbahn gefahren.

Den Nachmittag nutzten wir für eine Fahrt über den Reschenpass Richtung Nautens. Ein Stop an dem See mit dem versunkenen Dorf, aus dem See ragt noch die Kirchturmspitze. So schön anzusehen. Da wir ja in Italien waren genossen wir natürlich noch ein Eis in der Sonne, bevor es zurück nach Österreich ging.

5. August 2020 – Stuibenfall in Umhausen

Hallo

Heute haben wir uns auf das Internet verlassen und wollten und sind bis zum Fuße des Stuibenfall (Wasserfall) gewandert. Das Wetter war toll, heute haben wir 23 Grad und nach den letzten Tagen erscheinen uns die Temperturen wirklich schon heiß.

Um 9 Uhr machten wir uns mit unseren immer noch müden Knochen auf den Weg nach Umhausen. Im Internet stand: Vom Parkplatz führt der Wege vorbei am Ötzi-Dorf, Greifvogelpark und Waldcafe bis zum Fuß den Stuibenfalls. Der Weg dauert ca. 40 Minuten und ist auch für Kinder sowie Kinderwagen und Buggys bestens geeignet… Halten wir mal fest, wir kamen vorbei am Ötzi-Dorf, am Greifvogelpark und am Waldcafé, alles Andere war glatt gelogen. Es war ein Schotterweg, es ging steil bergauf, wir hatten um diese Uhrzeit 12 Grad, rangen nach Luft und waren klatschnass geschwitzt. Kleinkinder, Kinderwagen und Buggys waren nicht anzutreffen. Nach ca. 50 Minuten bergauf, ich war schon völlig erschöpft, kamen wir an der ersten Plattform (insgesamt 3 gibt es) des Wasserfalls an. Der Wasserfall war super anzusehen, das war aber auch das einzig Positive an dieser Stellte. Es sollte noch weiter bergauf bis zur zweiten und dritten Plattform gehen und dann kamen noch 700 Stufen. Obwohl es angeblich so ein kinderleichter Weg war, kapitulierte ich. Thomas lies mich an der ersten Plattform zurück und kam nach ca. 20 Minuten, dann genauso platt wie ich zu mir zurück. Wir schafften den Rückweg noch bis zum Waldcafé, in dem wir einen Kaffee tranken und etwas ruhten. Leider konnten wir dem Ötzi-Dorf vor lauter Schwäche keine Aufmerksamkeit mehr schenken. Nach kurzer Fahrt mit dem Auto bestaunten wir den Wasserfall dann doch noch von einer Aussichtsplattform von oben. Zurück im Ort Längenfeld gönnten wir uns eine leckere Pizza. Seit 15 Uhr liegen wir, immer noch entkräftet, in der Ferienwohnung auf dem Sofa und schaffen es noch nicht mal mehr in die Eisdiele…

Wir werden den Rest des Tages genau so auf dem Sofa oder Balkon verbringen und morgen frisch erholt in den Tag starten.

Man sollte einfach nicht alles dem Internet glauben (Fake News) 🙂

Liebe Grüße, Michi und Thomas

4. August 2020 – Sölden/007 Eiskalt

Hallo

Gestern Nachmittag fing es an zu regnen und hörte nicht mehr auf. Heute Morgen beim Aufwachen regnete es immer noch und dazu war es auch noch kalt, wir froren im Bett, da das Fenster offen war, sogar Thomas hatte die Decke bis zu den Ohren hoch gezogen.

Nach dem Duschen machten wir uns auf nach Sölden. Dort steht der ICE Q, das ist ein rundum verglaster Würfel in dem sich ein Gourmetrestaurant befindet und wir für 12:00 Uhr einen Tisch am Fenster bestellt hatten. In Sölden angekommen, besorgten wir die Tickets für die Gaislachkoglbahn, die uns nach oben bringen sollte. Es hatte allen ernstes an der Talstation um 11.00 Uhr 7 Grad und das heute am 4. August 2020. Zum Glück hatten wir für jeden von uns eine Fleecejacke, für auf das T-Shirt unter die Regenjacke. Innerhalb 12 Minuten fährt man mit einmal Umsteigen auf 3048 Meter. Leider konnten wir keinen Ausblick genießen, da die Wolken uns leider wieder die Sicht nahmen. Doch dann kurz vor dem erreichten Ziel, trauten wir kaum unseren Augen. Schnee. Es hatte in der Nacht geschneit und so lagen auf dem Berg ca.. 30 cm Neuschnee, alles weiß, nicht zu fassen, wie gesagt wir haben den 4. August 2020, auch das Personal ließ uns wissen, dass sie doch erstaunt heute morgen waren. Gestern waren wir ja auch 3100 Meter hoch und dort war es schneefrei. Der Anblick war aber unglaublich, da stand dann ein rießengroßer Glaswürfel im Schnee und drinnen befand sich das Gourmetrestaurant. Viele werden diese tolle Lokation kennen, hier wurde nämlich James Bond 007 Spectre gedreht, es gibt auch ein Museum direkt neben dem Lokal, das wir auch besucht haben. Im Lokal, in dem wir übrigens lecker gegessen haben, konnte man auch einen Martini geschüttelt, nicht gerührt, bestellen. Nach dem Museumsbesuch haben wir noch kurz die supertolle weiße Schneepracht im August bestaunt und uns dann aber ganz schnell um ca. 14:30 nach unten gemacht, wir waren ganz schön am bibbern, zum Glück hat unser Auto Sitzheizung.

Unser Weg führte uns weiter auf Europas höchste Straße, die Gletescherstraße, dort wurde die spekatakuläre Verfogungsjagd des Spectre Films gedreht. Da Thomas noch nicht genug von den Kurven hatten, es immer noch kalt war, beschlossen wir ganz spontan, über das Timmelsjoch nach Südtirol/Meran zu fahren. Was soll ich sagen der Kaffee dort in der Sonne bei 24 Grad, herrlich..

So nun sind wir zurück, es ist 20:00 Uhr, wir sind schon wieder platt, haben einen supertollen, kalten, schneereichen, in der Sonne sitzenden Tag hinter uns und freuen uns nun auf das Bett.

Liebe Grüße von den fast erfrorenen Michi und Thomas

3. August 2020 – Vent, Ötztal, Tirol

Hallo!

Heute morgen sind wir mit nicht so schönem Wetter aufgewacht, es war nebelig, oder besser gesagt die Wolken hingen ganz tief in den Bergen und für den ganzen Tag war Regen angesagt. Aber noch regnete es nicht und so machten wir uns um 8:30 Uhr schon auf den Weg zu unserem heutigen Abenteuer 🙂 den Rofenhöfen. In der Region Osttirol, in der wir zur Zeit sind, findet man neben festen Brücken und unterirdischen Tunneln auch häufig Hängebrücken. Die Hängebrücke Rofenhöfe im Ötztal ist eine solche, 46 Meter lang, 31 Meter über der Rofnerschlucht, 1967 erbaut, das sollte unser Ziel sein. Nach gut 40 Minuten kurvenreicher Strecke, zur Freude von Thomas, hatten wir Vent und die Sesselbahn erreicht. Vent liegt 1900 Meter hoch, unser Ziel für den Abstieg 3100 Meter, also entschieden wir uns, nach vielen Mutmacherworten von Thomas, für die Sesselbahn. Sesselbahn wie schrecklich, man muss da irgendwie reinspringen, dann den Bügel runter und die Füße aufstellen, damit der Bügel unten bleibt und dann geht es steil und steiler nach oben. Ich konnte gar nicht nach vorne schauen, aber auch nicht zur Seite, geschweige denn nach unten. Mein Held neben mir, gestand mir dann auch noch, dass ihm auch mulmig zu Mute ist 🙂 Dann mussten wir auch noch umsteigen und es ging weiter hinauf bis auf 3100 Meter. Oben angekommen, waren die Wolken zum Teil so tief, dass wir höchstens 50 Meter weit sehen konnten. Außer uns befand sich auch niemand auf dem Berg, schon in der Sesselbahn waren wir alleine 🙂 War toll. Wir wußten ja, es geht von nun an immer bergab 🙂 Auf den ersten paar Metern sahen wir auch gleich ein Murmeltier und ein paar Bergziegen, sehr sehr süß. Dann ging es weiter bergab, immer mehr Nebel oder Wolken wie man das nennen möchte. Wir überquerten einen kleinen Bach und dann hörten wir auch schon das Läuten von Kuhglocken. Ihr müsst Euch das jetzt so vorstellen: wir gehen nicht auf festen Wegen, sondern über Steine und kleine Rinnsale und können nicht weit sehen und dann plötzlich, durch ein wenig Geläut angekündigt stehen da zwei Kühe vor uns. Ich hatte sofort viel Angst, da war kein Zaun, nur wir und die zwei Kühe. Mein Thomas sagte: Michi, das geht schon, komm, in diesem Moment machte die Kuh dann zwei Schritte auf Thomas zu, der dann doch den Rückzug antrat. Ich war schon vor lauter Angst so schnell es ging über die Steine zurück gegangen. Nach kurzem Warten überzeugte mich Thomas zu einem zweiten Versuch, als Alternative gab es nur den Weg zurück, das wäre aber ein enormer Anstieg gewesen, wollte ich nicht also zweiter Versuch, doch nun fingen die beiden Kühe an zu poppen und ich hatte schon wieder Angst und Zweifel. Nach ca 20 Minuten mit mehreren Versuchen schafften wir es dann an diesen Kühen vorbei und ließen sie mit ihrem Geläute zurück. Der Weg war so steil und die Rofenhöfe und Geierwalli kamen nicht in Sicht. Als wir sie sahen, wurde uns dann auch sofort klar, dass wir bestimmt noch 30 Minuten absteigen, da der Berg so steil war und nun auch noch mein Knie weh taten. Aber wir schafften dies und gönnten uns dann um 12:30 Uhr einen Mittagsvesper. Danach ging es einen schönen Wanderweg zurück in den Ort, die Hngebrücke mit dem reißenden Bach darunter konnte uns nicht schrecken und auch fürchteten wir uns nicht vor den frei laufenden Pferden, das konnte uns auch nicht mehr schrecken. Durchgefroren, mittlerweile hatten wir noch 6 Grad, ging es ans Auto, kurz noch Brot und Schinken kaufen, nun sitzen wir total platt auf dem Sofa in der Ferienwohnung und lassen den Abend ganz ruhig ausklingen.

Liebe Grüße von der mutigen Michi und ihrem Held Thomas 🙂