Hallo, wir wünschen Euch allen einen schönen Ostermontag.
Heute Morgen sind wir bei strahlendem Sonnenschein aufgewacht, das Wetter ist wieder toll, die Sicht fast klar und das Schiff muss auch nicht mehr alle zwei Minuten tuten.
Bei dem Anblick von dem tollen Wetter waren wir beim zurückschlagen der Bettdecken schon voll motiviert. Thomas wollte zum Joggen und ich zum Aqua-Jogging vor dem Frühstück. Thomas hat das auch voll durchgezogen. Ich war am Pool, habe geduscht, die Füße in den Pool gestreckt und sofort bemerkt, dass es mir viel zu kalt ist. Hatte noch kurz überlegt, ob es beim Aqua-Jogging etwas wärmer wird, mich aber dann doch für den Wirlpool entschieden. War prima, ich lag im Whirlpool und konnte ganz entspannt Thomas beim Joggen zusehen 🙂
Heute war im Großen und Ganzen ein sehr erholsamer Tag, wir haben gegammelt, uns Vorträge angehört, gegessen und die letzten Vorbereitungen für morgen in Busan (Südkorea) getroffen.
Pünktlich zum Sonnenaufgang bei diesigem Himmel waren wir wach.
0b wir gestern Abend schnell eingeschlafen oder ins Koma gefallen sind, lässt sich heute am Morgen nicht mehr beurteilen. Unser gestriger Ausflug, Hongkong Intensiv, das hat heute eine ganz neue Bedeutung. Ich merke meine Oberschenkel, Thomas seine Hüfte, trotzdem war er heute Morgen schon beim Joggen und ich habe das ganze vom Bett aus am Bord Fernsehen beobachtet.
Oben links joggt Thomas
Danach ging es zum super Frühstück mit Crêpe mit Nutella, Rührei mit Trüffel, Ei im Glas mit Kaviar, mit viel Obst, Cappuccino, Tee und und und. Die Seeluft tut mir richtig gut, bei Thomas mache ich mir ein wenig Sorgen, er trinkt Tee mit Ingwer und Kurkuma.
Nach dem leckeren und ausreichenden Frühstück ging es erstmals zu den Shops und dann ins Reisebüro. Wie ihr wisst leiden wir ja an akutem Reisefieber und das Jahr ist noch lang…
Für unsere Bildung haben wir heute auch etwas getan und uns einen Vortrag über Keelung (Taiwan) und über Busan (Südkorea) angehört. Taiwan ist unser Ziel morgen. Und im Moment sind wir irgendwo zwischen Hongkong und Taiwan, Land ist noch nicht in Sicht, liegt vielleicht aber auch daran, dass es bei uns schon stockdunkel und 19:30 Uhr ist. Am Mittag haben wir eine neue Reise gebucht für November und waren ein wenig shoppen.
So nun waren wir Abendessen, haben uns auf Fisch beschränkt, da heute ja Karfreitag ist und es ein wenig gesünder sein sollte. Dieser Plan ist dann leider am Nachtisch-Buffet und dem Cocktail gescheitert. Egal…
So, Euch allen noch einen schönen Abend und wir melden uns wieder morgen aus Taiwan, liebe Grüße, Michi und Thomas
Der Tag heute begann schon super schön. Wir liegen mit der Mein Schiff vor Khasab. Ein herrlicher Sonnenaufgang wurde uns geboten und Delfine sprangen um unser Schiff, dazu einen Kaffee im Bademantel auf dem Balkon. Möchte man vor dem Frühstück noch mehr? Wir tendern heute. Das bedeutet, da Khasab nur einen kleinen Hafen hat, dass wir mit den Rettungsbooten vom Schiff aus an Land fahren (tendern). Mal was anderes und uns macht das Spaß.
Da wir uns für einen Ausflug am Mittag entscheiden haben, ging es dann erst mal zum gemütlichen Frühstück. Da heute nicht wirklich viel Bewegung auf unserem Programm stand, ging es voll motiviert ins Fitnessstudio. Thomas auf das Laufband und ich auf das Fahrrad. Nach 30 Minuten war dann aber genug und die Motivation auch weg. Wir entschieden uns für den Pool, aber nicht zum Schwimmen sondern nur zum Planschen und Abkühlen. Um 10:30 Uhr hatten wir schon 31 Grad.
Nach einem kurzen Mittagessen machten wir uns um 12:00 Uhr auf zum Tendern. Von zu Hause aus hatten wir schon eigenständig einen Ausflug gebucht. Wir wollten die Gelegenheit nutzen und die Omani-Fjorde (deswegen nennt man die Gegend auch das Norwegen Arabiens) zu inspizieren und zwar mit einem traditionellen hölzernen Dhau. Los ging es am Hafen von Khasab. Ziel der Bootsfahrt war der 20 km lange Fjord Khor Ash Sham. Es gab einen Badestopp zum Schwimmen oder Schnorcheln. Das Meer war angenehm warm.
Auf dem Boden liegt man ganz bequem auf Teppichen und Kissen, bekam ständig Getränke und Obst gereicht. Wir waren prima versorgt. Der absolute Knaller waren aber die Delfine, die unser Boot begleiteten oder übermütig Luftsprünge machten. Man hatte den Eindruck, die Delfine haben absolut Spaß in den Wellen des Bootes zu schwimmen. Das war total emotional und so super schön.
Jetzt geht es gleich noch zum Abendessen und dann schlafen wir bestimmt super schön.
Gestern Abend mussten wir zur Seenotrettungsübung. Dies ist für jeden Reisenden auf einem Kreuzfahrtschiff Vorschrift. Vor 11 Jahren bei unserer ersten Kreuzfahrt war das noch richtig streng und dauerte bestimmt eine Stunde. Heute geht man zu seinem vorher festgelegten Treffpunkt für den Notfall, bekommt gezeigt, wie man eine Rettungsweste anlegt und man wird darauf hingewiesen, dass man im Notfall wichtige Medikamente und warme Kleidung mitzubringen hat. Das wars, dauert ca. 2 Minuten. Es gibt aber auch noch einen Film, den man auf dem Fernseher ansehen kann.
Im Anschluss daran mussten wir offiziell aus Doha ausreisen. Da wir gestern mit dem Flugzeug in Doha gelandet sind, mussten wir ja gestern auch wieder irgendwie ausreisen (wir brauchen diesen Ausreisestempel im Reisepass). Also kamen die Behörden ins Hafengelände, alle neu eingestiegen Gäste auf dem Schiff mussten offiziell das Schiff wieder verlassen, einmal um das Hafengebäude (in dem es ein riesiges Aquarium gibt) spazieren und dann wieder einreisen und sich dabei gleichzeitig von der Behörde ein Ausreisestempel zu holen. Auf unserer weiteren Reise erledigt das immer Mein Schiff für uns. Sie sammeln am Anfang der Reise die Reisepässe ein, lassen den Pass in jedem Hafen bei der Einreise stempeln und dann wieder bei der Ausreise stempeln
Danach waren wir auf der Halloween-Party. Das war ganz witzig. Es gab Tanzmusik, ein großes Kuchenbuffet im Halloween Style. Cocktails und so manch ein Monster. Nach dem Auslaufen aus dem wunderschönen beleuchteten Doha ging es um 23:00 Uhr ins Bett.
Heute morgen sind wir dann wieder mit 30 Grad und wieder diesigem Wetter aufgewacht, umgeben nur vom Meer, so schön. Die Uhrzeit wurde schon wieder eine Stunde weitergedreht, wir sind schon 3 Stunden voraus. Zum Wetter wollte ich noch sagen: es ist diesig. Öffnet man die Tür ins Freie, ist es so, als würde man in ein Schwimmbad gehen. Ich finde das ganz angenehm, Thomas und der Jammerlappen etwas weniger
Für den Vormittag und auch für den Nachmittag haben wir uns eine Entspannunginsel gebucht. Das sind zwei nebeneinander stehende Liegen in einem abgegrenzten Bereich. Leider hatten wir am Vormittag dort sehr viel Sonne und mussten nach 1,5 von 2 Stunden aufgeben. Kurz geduscht und es ging zum Mittagessen. Wir haben uns
heute Mittag für Salat entschieden. Den Nachmittag konnten wir total relaxt auf der Entspannungsinsel genießen. Es war einfach toll, einfach dort zu liegen und auf das Meer zu schauen. Wir fuhren den ganzen Mittag am Oman vorbei und konnten auch ein Aida Schiff sehen. Da Thomas noch nicht genug entspannt war, besuchte er noch die Sauna, 32° Außentemperatur hatten ihm wohl nicht gereicht.
Am Abend haben wir auf dem Schiff das Fischlokal besucht, war auch lecker. Für das Dessert haben wir dann aber im Buffet-Restaurant die Nachtisch Abteilung geplündert.
Mit Bingo, bei dem wir leider nicht gewonnen haben, haben wir den Abend jetzt schön ausklingen lassen.
Es ist jetzt gleich 22:00 Uhr und wir hüpfen in die Betten. Morgen wollen wir uns endlich mal bewegen. Das Schiff legt um 7:00 Uhr in Muscat an.
Fast hätte ich hier in Frankfurt schon meinen Jammerlappen auspacken müssen. Wir sind um 16:30 Uhr zu Hause losgefahren und sind gut ohne Stau durchgekommen. Thomas macht normalerweise immer den Check in online. Das ging leider gestern nicht. Warum wussten wir nicht. Eine Sitzplatzreservierung hatten wir schon vor zwei Wochen gemacht. Jetzt erklärte uns eine freundliche Mitarbeiter, dass der Flug total überbucht ist und unsere Sitzplatzreservierung leider nicht geklappt hat. Jammerlappen Alarm. Die wollten uns tatsächlich getrennt setzen. Thomas hat der netten Frau und ihrem hinzugerufenen Kollegen aber dann mit einer Geduld erklärt, dass er zwei Sitzplätze reserviert hat und bezahlt und dies auch belegen kann und es ihm egal ist wo er sitzt aber wir sitzen zusammen. Das dauerte wirklich 30 Minuten jetzt sitzen wir drei Reihen vorne dran. Angeblich haben wir sogar bessere Plätze und wir sitzen zusammen. Also konnte man Jammerlappen in der Tasche bleiben. Einige Flug Gäste mussten sich sogar auf eine andere Maschine umbuchen lassen.
Jetzt sitzen wir total entspannt im Burger King und genießen noch einen Hamburger. 19:40 Uhr ist Boarding und 20:40 Uhr dann der Flug. Hoffentlich sitzen wir auch wirklich zusammen. 😀
Sobald wir in Doha gelandet sind, entspannt auf dem Schiff sind gefrühstückt haben werden wir uns melden. Bis dann liebe Grüße Michi mit ne Thomas
Heute ist (war )Thomas’ Geburtstag und wir hatten uns für diesen Tag viel vorgenommen. Aber erst einmal fing es ziemlich blöd an. Ich hatte seit 5:30 Uhr Magen- und Darmbeschwerden, und somit war das Geburtstagskind auch wach. Gegen 8:00 Uhr und ein paar Tabletten später ging es mir soweit gut, dass wir zum Frühstück gehen konnten. Thomas wurde mit einem Geburtstagsständchen begrüßt.
Um 10:15 Uhr wurden wir hier an der Lodge abgeholt, wir hatten uns einen Hubschrauber-Flug über die Victoria Fälle gebucht. Thomas war schon einmal Hubschrauber geflogen, ich aber noch nicht. Am Flugplatz angekommen bekamen wir eine ganz kurze Sicherheitsanweisung und uns wurde gezeigt, wo wir überall entlang fliegen würden. Dann wurden wir gewogen, bekam Kopfhörer und wurden zum Hubschrauber gebracht. Wir waren zu dritt. Kurz vor dem Einstieg wurde mir gesagt, dass ich vorne beim Piloten sitzen darf. Was mir nicht gesagt wurde ist, dass der Sitzplatz neben dem Piloten einen Glas-Fußboden hat. Ich konnte also den ganzen Weg nur nach vorne gucken, traute mich nicht, nach unten zu sehen. Thomas und Arno genossen den Flug, machten fleißig Fotos und filmten. Der Flug dauerte 15 Minuten. Wir flogen die Victoria Wasserfälle entlang und auch über Land. Wir sahen sogar drei Elefanten, die gerade den Sambesi überquerten. Es war einfach ein super tolles Erlebnis, das wir bestimmt nicht vergessen werden.
Gegen Mittag waren wir in der Lodge zurück und es war erst einmal ausruhen angesagt und so lagen wir auf den Betten. Kurz vor 16:00 Uhr ging es weiter zu einer Bootsfahrt, bei der wir noch einmal Flusspferde sehen sollten. Zuerst gab es aber Getränke und Snacks auf dem Boot und dann ging es auch schon los. Nach kurzer Zeit lagen auch wirklich Flusspferde ganz entspannt im Wasser. So gerne hätten wir sie mal an Land gesehen, damit man wirklich sieht, wie groß sie sind. So eine Bootsfahrt dauert gut 2,5 Stunden. Gegen Ende der Fahrt hatten wir das unglaubliche Glück, dass eine Herde von zwölf Elefanten vor uns am Wasser standen und dabei waren, ins Wasser zu gehen. Das war unglaublich und ein perfekter Abschluss für unsere Afrika-Reise. Morgen geht es wieder nach Hause, um 11:30 Uhr werden wir in der Lodge abgeholt.
Die 16 Tage waren unglaublich schön, waren auch ein wenig anstrengend, aber es war absolut super und atemberaubend. Wir hätten ab und zu etwas mehr Schlaf gebraucht, aber man erlebt tagsüber so viel. Das will abends und in der Nacht einfach verarbeitet werden. Wir denken, dass wir nicht das letzte Mal in Afrika waren. Es hat uns so sehr begeistert.
Schön, dass Ihr uns begleitet habt und wir sehen uns bald zu Hause wieder.
Unsere letzte Etappe führte uns heute an die Victoriafälle nach Simbabwe, ein breiter Wasserfall des Sambesi zwischen den Grenzstädten Victoria Falls in Simbabwe und Livingstone in Sambia. Seit 1989 gehören die Wasserfälle zum Weltkulturerbe. Der „donnernde Rauch“ ist der breiteste Wasserfall der Welt. Der riesige Wasserlauf wurde 1851 vom schottischen Missionar David Livingstone entdeckt und nach der britischen Königin Victoria benannt. Die Wasserfälle sind 1700 Meter breit. Livingston war der erste Europäer, der die beeindruckenden Wasserfälle mit eigenen Augen sah.
Wir fuhren heute Morgen schon um 9 Uhr los zum Grenzübergang von Botsuana nach Simbabwe. Fieber messsen oder Schuhe desinfizieren war nicht nötig, aber alle Mann (auch die Frauen) brauchen ein Visum, das 30 US Dollar kostete. Dafür bekommt man aber auch eine ganze Seite im Reisepass bedruckt. Übrigens haben wir nun von dem vielen Hin und Herspringen eine Mange Stempel im Reisepass, das nun auch erklärt, warum man laut Reisebüro drei freie Seiten im Reisepass benötigt…
Die Lodge, in der wir nun für die letzten Tage sind, ist sehr schön, auch die Zimmer mit allen Ecken, fast wie zu Hause. Um 15 Uhr fuhren wir zu den Victoriafällen. Der Eintritt beträgt mittlerweile 50 US Dollar, war aber im Reisepreis schon enthalten. Auch wenn 50 US Dollar ein stolzer Preis ist, ist es auf jeden Fall jeden Cent wert. Am Anfang des Weges entlang der Wasserfälle steht ein Denkmal von Livingston, danach folgen 16 Aussichtspunkte auf die Victoriafälle. Die Aussicht ist grandios, beeindruckend, großartig. Am besten gefielen uns die Aussichtspunkte 8 und 13. Am Ende der Victoriafälle gelangt man noch an eine Brücke, die Simbabwe mit Sambia verbindet. Wer mutig ist, kann dort einen Bungeesprung von der Brücke machen.
So nun sind wir in der Lodge, zurück vom Abendessen und es ist schon 22:30 Uhr und wir sind müde, aber vielleicht bleiben wir noch ein wenig wach und feiern zu zweit in Thomas’ Geburtstag. Den werden wir morgen richtig feiern..
Heute Nacht hatten wir sehr schlecht geschlafen, mich hat diese Frau in Trance bis in die Nacht begleitet und Thomas dann automatisch auch. Um 9:00 Uhr verließen wir die Lodge.
Unser nächstes Ziel war wieder Botsuana. An der Grenze von Namibia nach Botsuana angekommen war das wirklich lustig und reine Willkür. Alle Mann mussten aus dem Bus, dann mussten wir mit unseren Schuhen über einen feuchten Lappen laufen, damit alle Bakterien in Namibia bleiben und nicht nach Botsuana eingeschleppt werden. Danach durften wir in das Pass-Häuschen, unseren Stempel abholen. Die Grenze durften wir aber noch nicht passieren. Zuerst musste jeder seine anderen Schuhe, die im Koffer oder im Bus stehen, holen, sie auch auf den Lappen stellen und dann wieder einpacken. Danach darf man dann zu Fuß über die Grenze und der Bus kommt nach und sammelt uns alle wieder ein. Der Lappen stand vor Dreck. Das Ganze dauerte schon eine ganze Weile, da auch noch andere Reisende die Grenze überschreiten wollen.
Gegen 14:00 Uhr kamen wir in unserer neuen Unterkunft in Botsuana an.
Schier war ich schon wieder zu Tränen gerührt. Es ist alles sauber, wir haben ein Hochglanzfußboden, wir haben ein Badezimmer mit Dusche und Badewanne und warmes Wasser. Vor allen Dingen haben wir Strom und wir haben WLAN und es gibt Kaffee. Thomas und ich sind in die Zimmer gestürmt, haben uns ausgezogen, erst mal geduscht und uns dann auf das Bett geschmissen. Danach ging es uns wieder richtig gut. Den Nachmittag verbrachten wir auf der Terrasse und genossen ein schönes Abendessen. Jetzt ist es 21:00 Uhr und wir liegen im Bett, da wir morgen schon um 5:00 Uhr aus dem Bett müssen, denn wir starten um 5:45 Uhr mit einer Jeep Safari
Wir müssen schon zugeben, wir haben richtig gut geschlafen. Heute Nacht war immer wieder ganz viel los. Etwas hüpfe ins Wasser oder schleichte um unser Zelt herum. Rausgehen und nachsehen war keine Alternative. Geweckt wurden wir von lautem Vogelgezwitscher. Nach dem Frühstück um 8:00 Uhr ging es los zu einer kleinen Jeepsafari, wir wollten unbedingt Elefanten sehen. Schon nach wenigen Kilometern sahen wir drei Löwen, die faul in der Sonne lagen, total entspannt, richtig cool. Weiter ging es und wir sahen Springböcke, Gnus, Vögel, Zebras, aber leider keine Elefanten. Wir machten uns etwas enttäuscht auf den Rückweg, bis plötzlich unser Jeep sich im Sand festfuhr, festgrub. Das braucht man nicht wirklich. Dann hieß es: alle raus aus dem Jeep. So standen wir dann mitten in der Steppe, nicht wissend, was um uns herum an wilden Tieren da war und wir begann am Jeep zu rütteln, unter ihm zu graben, Holzbretter hinzulegen und dann irgendwann war er frei und wir konnten weiter fahren. Ein richtiges Abenteuer. Natürlich trafen wir auch noch auf einen Elefanten 🙂
Zurück in Camp gab es Mittagessen und für 16:00 Uhr war eine Wanderung von drei Stunden bei 38° geplant. Dazu hatten wir überhaupt keine Lust, es war ziemlich heiß und wir lagen circa 30 Minuten am und im Pool, um uns irgendwie abzukühlen und nun sollten wir wandern. Einfach zu sagen „wir bleiben hier“ geht nicht, man müsste eine Verzichtserklärung unterschreiben und und und und. Okay. Dann hieß es, wir laufen nur bis zu diesem Dorf und werden dann dort wieder abgeholt. Besser. Dann tauchten 2 Büffel am Camp auf und wir mussten dann auch noch zum Dorf gefahren werden, da die Wanderung ansonsten zu gefährlich wäre. Glück gehabt. Also ging es mit dem Jeep ins Dorf. Was dort dann los war, war unglaublich. Es wurde uns wieder Handwerkskunst gezeigt und wie man Fallen stellt. Es wurde uns erzählt, dass ein Nilpferd gut schmeckt, aber nur, wenn es frisch ist, ansonsten getrocknet. Dann kam der Schamane des Dorfes und hat uns mit einem Tanz eine gesunde Zukunft vorhergesagt. Bis hier ganz gut. Aber dann haben uns die Dorfbewohner gezeigt, was sie zur Entspannung tun. Es lag eine Frau auf dem Boden und bekam irgendwas an die Nase gehalten zur Inhalation und der Nacken wurde mit etwas eingerieben. Dann fiel sie in eine Art Trancezustand. Sie stand auf, lief herum, wackelig, wie ein Zombie, verdrehte die Augen, und aus ihrem Mund kam etwas grünes undefinierbares. Das war schon ziemlich gruselig für mich. Thomas ist überzeugt, dass das nur gespielt war, aber egal, gruselig war es auf jeden Fall.
Zurück in unserem Camp gab es dann die Krönung des Tages. Direkt vor unserem Zelten stand eine Herde Elefanten mit ihren Jungtieren. Ausgiebig konnten wir sie beobachten, wie sie den Fluss überquerten.
Wunderschön.
Einen besseren Abschluss des Tages kann es gar nicht geben.
Dieses tolle Erlebnis stimmte uns auch mit dieser Lodge versöhnlicher. Eigentlich war sie gar nicht so schlimm, wir waren bei der Ankunft gestern einfach nur erledigt, aber schön war es auch nicht ohne Strom und mit braunem Wasser. Nachdem wir jetzt wieder zwei Tage in Namibia waren, geht es morgen für zwei Tage erneut nach Botsuana.
Wir konnten heute ausschlafen, bis 7:00 Uhr, um 8:00 Uhr gab es Frühstück, um 9:00 Uhr dann die Abfahrt. Gerne wären wir hier in dieser tollen Lodge (eigentlich ist es ein Adventurecamp) noch geblieben, es ist allerdings nicht öffentlich für jeden, sondern nur für zwei Reiseanbieter. Sie war wirklich unbeschreiblich schön. Abends wurde uns ein Lagerfeuer gemacht. Es war im Zelt immer schön zum Essen eingedeckt. Äffchen sprangen herum und das ganze Gelände drumherum, einfach unbeschreiblich.
Es ging wieder zurück nach Namibia in den Ort Kongola. Also mussten wir wieder alle Einreise- und Ausreiseformalitäten von Botsuana nach Namibia ausfüllen und im Bus alles mögliche verstecken, z.B. Fleisch, Obst usw. Bei der Einreise von Botsuana nach Namibia bekamen wir alle Fieber gemessen. Hat man Fieber muss man 5-10 Minuten unter der Klimaanlage stehen und dann wird noch mal gemessen 🙂 Alles ging gut, alle durften einreisen.
Kongola liegt auf einer hochwassersicheren Uferstraße östlich des Flusses Kwando. Dieser durchquert hier den Caprivi-Streifen.
Da unser heutiges Camp ein Selbstversorgungscamp war, ging es dann erst mal zum Einkaufen in die Metro. Unglaublich was da los war. Es gab Mülleimer im Angebot und jeder Einheimische kaufte Mülleimer, aber nicht nur einen sondern gleich 5-10… Wahnsinn!Was sie damit machen, keine Ahnung, denn überall liegt Müll herum. In dem Supermarkt war es heiß, schmutzig und ein unbeschreibliches Gewimmel. Unglaublich, dass schlug mir gleich auf den Magen. Thomas, mein Held, sorgte dafür, dass ich im Büro auf Toilette gehen durfte. Katastrophe. Als wir endlich an der Kasse waren und nur noch eine Kundin vor uns war, bezahlte diese mit einem Beutel voller Münzen. Erstaunt beobachteten wir, wie die Kassiererin anfing, die Münzen zu zählen. Bei 250 Münzen hörten wir auf, mitzuzählen. Das war einfach verrückt.
Dann ging es in unser Camp. Katastrophe… Zelte… kein Strom, kein WLAN. Für unsere Verhältnisse sehr schmuddelig. 38° Grad. Die Zelte stehen etwas hoch, aber direkt am Fluss. Im Inneren gefühlte 45 Grad. Das war der Moment, in dem in diesem Urlaub bei mir zum ersten Mal die Tränen flossen. Einfach vor Erschöpfung und und und…
Ging aber nicht nur mir so, eigentlich sind alle ziemlich platt, es ist doch sehr anstrengend. Die Besitzer des letzten Camps erzählten uns, dass es für diese Jahreszeit hier unwahrscheinlich heiß ist.
Nach einer Stunde Erholung ging es mit dem Boot auf den Fluss. Am Ufer standen viele Antilopen und Gnus und Vögel flattern überall herum. Dann saß am Rand ein kleines Krokodil und unser Fahrer fing es mit der Hand und ließ es anschließend im Boot frei laufen, was natürlich zu lautem und aufgeregtem Lachen führte. Weiter ging es am Fluss entlang, bis wir auf eine richtig große Herde Flusspferde stießen. Das war so toll, sie hatten ein Jungtier dabei, das lag in der Mitte und die anderen bewachten es. Ganz friedlich lagen wir Flusspferde im Wasser. Man konnte bis auf 10m heran. Wirklich schön und atemberaubend. Zum Abschluss des Ausflugs sahen wir natürlich auch noch Elefanten, aber leider nur kurz und ziemlich weit weg.
Zurück im Camp hatte uns unser Reiseleiter ein wirklich leckeres Abendessen zubereitet. Anschließend saßen wir alle noch zusammen. Dann ging es im Stockdunklen zurück an unser Zelt und nun geht es ins Bett.