6. Dezember 2017 – Doha (Katar)

Hallo

Wir hoffen, Ihr hattet alle so einen wunderbaren Nikolaustag wie wir. Thomas sagte, wir haben Schnee mit Sand getauscht und den Schlitten durch Kamele ersetzt.

Heute morgen hatten wir uns zu einer Jeepsafari angemeldet mit dem Motto „von der Wüste zum Meer“. Dies war auch so vielversprechend wie es klingt. Hier in Doha endet die Wüste wirklich direkt am Meer, es gibt keinen Übergang der grün ist, keine Sträucher, keine Bäume, einfach nur Sand und dann das Meer. So schön. Natürlich wurden wir kräftig durchgeschüttelt, aber es war dennoch sehr angenehm, da der Jeep geschlossen und voll klimatisiert war. Die erste Rast gab es an einer kleinen Verpflegungsstation mit Kamelen. Wer wollte, konnte Kamelreiten oder nur Fotos machen. Der zweite Stopp war dann am Meer. Genial.

Was wir aber noch viel beeindruckender fanden, war der Weg zur Jeepsafari. 45 Minuten fährt man vorbei an Baustellen, soweit das Auge reicht. Auf die Nachfrage, was dort gerade gebaut wird (es ist nämlich nichts zu erkennen) kommt die Antwort, 7 Fußballstadien und links eine Stadt. Aber ehrlich, dort steht noch nichts außer Bagger und so. Aber die Einheimischen sagen, die Stadien sind in 3 Jahren fertig, auch die Stadt 🙂 Man überlegt dann wirklich, woran es wohl am Berliner Flughefen mangelt, wenn die hier so flott sind. Nein, man überlegt ernsthaft, was das soll. Was machen die mit der dann fertiggestellten Stadt und den vielen Stadien, wenn die WM 2022 vorbei ist? Noch nicht mal Kids haben wir hier kicken gesehen. Der Knaller war aber die Autobahn. Die Verkehrswege sind nämlich schon quasi fertig. So fuhren wir mit 11 Jeeps auf einer sieben-spurigen Autobahn und sonst keiner 🙂 Nicht vorstellbar, in der Wüste…….

Danach ging es zum Frischmachen kurz aufs Schiff und dann zum nächsten Ausflug, „Doha mit dem Bus und zu Fuß“. Doha ist ganz nett zum Ansehen und Spazieren. Am Abend ist die Skyline ein echter Hingucker. Aber in Doha war unsere Reisegruppe der Hingucker. Es ist nämlich ganz ganz neu, dass Kreuzfahrtschiffe in Katar anlegen. Die „Mein Schiff“ erst zum ersten oder zweiten Mal. die Einheimischen haben unsere Gruppe bestaunt und von uns Fotos gemacht :-). Katar ist bestimmt zur WM eine Reise wert, wir denken vorher muss man hier nicht gewesen sein, war aber sehr interessant. Der ganze Tag hat uns gut gefallen und wir haben viel zu reden über Katar bzgl. Arbeitskräfte, die hier arbeiten und wie sie wohnen und das Thema Frau findet viel Redensbedarf. Schon in Dubai fiel auf, dass bald an jeder Ecke ein Herrenfrisör ist. Frauen finden hier keinen Frisör, auf Anhieb auch keine Missachtung, sie finden in Katar einfach keine Beachtung… 🙂

Liebe Grüße,

Michi und Thomas

5. Dezember 2017

Hallo an alle aus Dubai!

Schwierig, schwierig, man weiß gar nicht womit man anfangen soll.

Zuerst rüttelte uns unser Wecker um 5.30 Uhr mitten aus dem Tiefschlaf. Draußen war es noch dunkel. Gestern waren wir etwas traurig, dass wir nicht gemütlich frühstücken gehen konnten, da der Ausflug „Dubais Altstadt und Burj Al Arab“ schon so früh begann. Aber tatsächlich gab es heute morgen 6.15 Uhr schon frisches warmes Brot, Brötchen und süße Teilchen in allen Variationen, als Beilagen gab es nichts, was es nicht gab… Den Frühstückstisch zu verlassen fiel dann etwas schwerer als das frühe Aufstehen.

Dann starte die Stadtrundfahrt mit Altstadt durch Dubai. Ja was soll man zu dieser Stadt sagen? Sollte es eine Steigerung von Superlativ geben, so heißt diese garantiert Dubai. Glamourös und sonnenverwöhnt. Gepflegte Strände, endlose Einkaufsmöglichkeiten und einzigartiger Luxus. Die Einheimischen, die Emiraties, machen in ihrem Sommer, wenn es hier an die 50 Grad Celsius hat, in München, der Schweiz oder in Österreich Urlaub und lassen sich bei uns medizinisch behandeln, weil es kühl und chic ist. Einige Großstädte haben wir ja schon gesehen, dies ist aber eine Stadt, die jetzt schon quasi alles hat und wächst und wächst… Überall Wolkenkratzer, nicht nur hoch, sondern golden, spektakulär… Baustellen, die kein Ende nehmen. Luxus, wohin man nur schaut. Dabei muss man sich mal überlegen, die hatten nichts und fanden vor ca 50 Jahren, so ca. 1970 Erdöl und schufen aus dem daraus fließendem Geld all diesen Luxus. Nun sind sie dabei, sich so groß zu machen, da sie wissen, dass im Gegensatz zu Abu Dhabi ihr Erdöl nur noch 20 Jahre reichen wird und dann brauchen sie unabdingbar die Touristen. Teilweise denkt man, man steht in Las Vegas, New York oder…. Man stelle sich mal vor, die bauen hier den Louvre nach, weil sie den einfach so mögen, eröffnen ihn auch und es ist zur Zeit ziemlich uninteressant, da sie nicht wirklich Exponate darin haben. Wichtig aber ist: sie haben auch einen Louvre. In Dubai gibt es im Moment noch keinen Zug (Bahn). Der wir zur Zeit gebaut. Dieser Zug soll dann für 140 Meter von Dubai nach Abu Dhabi 14 Minuten benötigen. Die Emirates sagen nicht der Zug soll fahren, sondern sie schießen den Zug. Es gibt hier, zwar noch selten haben wir uns sagen lassen, Drohnen, die heute schon mit 2 Passagieren als Taxi genutzt werden können. Das ist der Wahnsinn. Kommt man nach Dubai, wir schätzen nur nach 20 Jahren wieder, ist hier bestimmt nichts mehr zu erkennen. Für uns war es immer verwunderlich, dass die Emiraties einfach neues Land entstehen lassen können, indem sie Sand aufschütten und künstliche Inseln erschaffen, aber dies erscheint uns heute, wenn man Dubai sieht, als gar nicht verwunderlich. Es gibt hier in Malls Automaten, die spucken Gold in Barren aus. Wir haben den weltgrößten Goldring gesehen und Goldschmuck im Souk in unvorstellbaren Mengen. Aber nicht unsere Geschmack. Dann sind hier noch die Autos. Groß, größer am größten. Der Sprit kostet hier großzügig aufgerundet ca 50 Cent der Liter. Steuern kennt man natürlich auch nicht 🙂

Man kann Kamelschokolade und Kamelseife kaufen. Es ist einfach nur Wahnsinn, wir wissen noch nicht, was uns in Dubai gefehlt hat außer dem Wort, das die Steigerung von superlativ ist. Natürlich haben wir auch die Altstadt, den Souk, ein Museum zur Stadtenwicklung, angefangen mit Perlentaucher und das Burj al Arab sowie das Burj Kalifa geshen, wir können nicht dazu sagen nur staunen und wundern. Großartig. Das alles so aus dem Nichts……

Nun haben wir in Dubai abgelegt und fahren immer noch sprachlos nach Doha.

Ganz viele Liebe Grüße

Michi und Thomas

4. Dezember 2017 Dubai

Hallo an Alle

Wir sind gerade 10000 Meter hoch, es ist 13.15 Uhr (Dubai 16.15 Uhr) und wir fliegen gerade über die Türkei, genauer gesagt über Sava. Unter uns sind schneebedeckte Berge und Thomas behauptet, Häuser zu sehen und wundert sich, wie man dort wohnen kann, so einsam in den Bergen. Ich kann keine Häuser erkennen und wenn, dann müssen das alles Selbstversorger sein, sollte da nämlich wirklich ein Haus sein, dann……. Die Außentemperatur beträgt gerade minus 51 Grad, da ist es ja bei uns richtig warm dagegen. Mir ist etwas langweilig, Thomas schaut schon den zweiten Gruselfilm und ich…… schreibe Euch. Übrigens fliegen wir mit der Emirates, einer Boeing 777, die ist mal richtig groß. So, wir haben noch immer 2129 km vor uns, aber auch 2718 km geschafft. Puh!! Bis später…

Es ist jetzt 14:58 Uhr (daheim) und im Moment geht hier oben die Sonne unter, ein wunderbares Farben-Schauspiel, das man, so sehr man es auch versuchen mag, nicht auf ein Foto bannen kann, wir haben es versucht… aber der Tolle Bildschirm im Sitz vor uns zeigte uns die Hell-Dunkel-Grenze etwas deutlicher, was auch leichter zu fotografieren war. Wir haben wohl die 3 Stunden Zeitunterschied inzwischen hinter uns gebracht, d.h. es ist hier jetzt bereits 18 Uhr, da darf die Sonne untergehen.

So nun ist es kurz nach 19.00 Uhr bei Euch, bei uns schon 22.00 Uhr. Das macht aber gar nichts, denn wir sind schon recht müde. Auf dem Schiff haben wir total gemütlich eingecheckt. Ab dem Flughafen muss man sich nicht mehr um die Koffer kümmern, sie werden einem auf die Kabine gebracht. Das Abendessen war auch total lecker. Den Abend lassen wir nun auf dem oberen Deck ganz entspannt mit einem Cocktail ausklingen. Der morgige Tag beginnt nämlich schon sehr sehr früh. Wir haben von zu Hause aus schon Ausflüge gebucht, die uns gefielen. Die Ausflüge konnte man nur aussuchen, Starzeitpunkt würde uns mitgeteilt werden. Über diese Aussage hatten wir uns keine Gedanken gemacht. Warum auch. Der Startzeitpunkt für morgen wurde uns nun mitgeteilt. Der Ausflug beginnt um 6.45 Uhr. vorher steht noch duschen und Frühstücken auf dem Programm. Super finden wir das :-), somit kommen wir nicht aus dem Alltagsrhythmus. :-]

Liebe warme Grüße aus Dubai

Michi und Thomas

6. August 2017 und 7. August 2017

Hallo ihr lieben Reisebegleiter

Wir hatten gestern Morgen lange geschlafen, dann mal in Ruhe gefrühstückt und um 10.00 Uhr ging die Fahrt dann los. Der Bus brachte uns zu einer Stadtbesichtigung nach Port Elisabeth. Eine nicht sehr schöne Hafenstadt, die nicht wirklich etwas zu bieten hat. Schön, wenn man sie gesehen hat, sie gehört aber sicherlich nicht zu den Highlights dieser Reise. Danach ging es an den Flughafen von Port Elisabeth und um 14.30 Uhr stiegen wir in den Flieger nach Johanesburg. Die Landung war dann 15.50 Uhr. Somit hatten wir genügend Pause, mal etwas zu shoppen und zu essen. Das Shoppen kam in diesem Urlaub wirklich zu kurz. Um 19.00 Uhr ging es dann in den nächsten Flieger nach Frankfurt. In diesem Flieger sitzen wir nun, es ist der 7. August 2017, 5.15 Uhr und das Frühstück wird gerade serviert. Die Nacht war so durchwachsen, wie das Frühstück auch. Gegen 7.00 Uhr werden wir in Frankfurt landen und ein Shuttlebus bringt uns bis vor die Haustür.

Nun noch ein paar abschließende Worte über diesen tollen Urlaub Südafrika. Es war ja mein Wunsch und mein Geburtstagsgeschenk und es war großartig. Persönlich hatten ich, Thomas und auch andere Teilnehmer der Gruppe eine ganz andere Vorstellung von Südafrika und so wurden wir das ein oder andere Mal überrascht. Im Winter kann es zum Beispiel sehr kalt werden (Jeepsafari), Südafrika ist sehr grün im Winter und hat sogar einen Regenwald, auch wenn man sich „Regenwald“ anders vorstellt. Man macht hier Unterschiede zwischen Schwarzen und Farbigen. Die Sprache Afrikaans können wir halbwegs verstehen, da sie holländich klingt. Südafrikaner lieben Fleisch. Sie essen so gerne Fleisch, dass sie dabei die Beilagen ganz vergessen können. Wir haben mal wieder eine Redewendung gelernt, die sagt: „Südafrika, die Welt in einem Land“. Das passt für uns. Alles gibt es hier, Meere, Berge (teilweise mit Schnee) eine tolle Vegetation, Dürre, Wüste und viele viele Eindrücke. Südafrika ist für uns ein tolles, stolzes Land, soweit wir das beurteilen können, hat aber noch ganz viel vor sich. Man sieht ganz deutlich, dass es z.B. kein Sozialstaat ist und wir manchmal auf hohem Niveau jammern. Jederzeit würden wir wieder in eiener Gruppe nach Südafrika reisen, gerade wenn Sie so toll harmonisch ist, wie die unsere. Sehr sympatische Mitreisende haben wir kennengelernt. Ich bin mir auch sicher, käme Gott nochmals in die Lage zu denken, die Menschheit würde eine Arche brauchen, würde er sie am Kap der guten Hoffnung bauen lassen. 

Für mich (uns) geht wirklich ein wunderschöner Traum (Urlaub) zu Ende. Das große Thema Afrika ist für uns noch nicht erledigt.

Gerne möchten wir unsere offenen Fragen noch beantworten.

1. Das Wasser läuft verkehrt herum in den Abfluss. Vorraussetzung ist aber, dass das Ablaufbecken gut gefüllt ist, das Wasser ganz still steht und der Stöpsel auf einmal ganz schnell ruckartig gezogen wird.

2. Das Sternbild Großer Wagen steht in Südafrika nicht Kopf, man kann das Sternbild nicht sehen, da die Erde davor steht. Dafür sieht man hier das Kreuz des Südens und den Jupiter. Übrigens geht rechts neben uns grade die Sonne auf.

3. Der Mann im Mond steht definitiv Kopf in Südafrika, ich habe es gesehen. Wir versuchen, es in wenigen kurzen Sätzen zu erklären: Der aufgehende Mond auf der Südhalbkugel entspricht dem abnehmenden Mond der Nordhalbkugel. Aber wie sieht es am Äquator aus? Dort ist der zunehmende Mond bei seinem Aufgang von oben beleuchtet und beim Untergang von unten. Erklärung: Wenn wir am Äquator beim Mondaufgang zum Horizont schauen und dabei aufrecht stehen und uns in einem geeigneten Liegestuhl im Laufe der nächsten 12 Stunden nach hinten um eine halbe Drehung kippen lassen, sehen wir den zunehmenden Mond immer als obere Kreishälfte, aber um den Preis, dass er selbst am Schluss auf dem Kopf steht. Alles klar?

Bis zur nächsten Reise in die weite Welt,

Michi & Thomas


5. August 2017 Samstag

Hallo 

Heute ist unser letzter ganzer Tag in Südafrika. Die ganze Nacht hindurch hat es fest geregnet. Heute morgen als wir kurz nach 7.00 Uhr zum Frühstück gingen, hörte es auf, um dann erneut mit Beginn unserer Safari zu schütten wie aus Eimern. Wir bekamen Ponchos zum Umhängen, warm angezogen waren wir, dachten wir. Dann ging die Fahrt los, ca. 30 Minuten bis in das Camp. Die 30 Minuten reichten, um mehr oder weniger nass zu sein und das bei so 8 Grad. Pippipause und Haare föhnen unter dem Handtrockner waren erst mal angesagt. Dann ging es weiter und auch der Regen ließ zum Glück nach. Die Safari fing gut an, wir sahen viele Kudus, Zebras, Warzenschweine, Schildkröten, Antilopen, Strauße, diverse Vögel, Schakale, Mistkäfer, Elefanten, sogar eine Büffelherde. 4 Studen, genial aber so richtig kalt.

Gegen Mittag ging es dann zu einem Rastplatz. Das Hotel hatte dort für uns schon ein leckeres Barbecue vorbereitet. Es gab viele Salate, noch mehr Fleisch und leckeren Wein. Perfekt bis auf einen weiteren kleinen Regenguss, der den Grill nach und nach unter Wasser setzte. Danach ging es erneut für 1,5 Stunden auf die Pirsch im offenen Jeep. Es war nur noch kalt, die Tiere waren auch nicht zu sehen, die Ranger sagten sie sind im Gestrüpp, auch wegen der Kälte. Naja nach 1,5 Stunden gab es dann eine ganz kurze Pause mit einem warmen Kaffee. Die Motivation fiel jetzt schon schwer, noch mal 2 Stunden Pirschfahrt im offenen Jeep zu machen. Wir wechselten nun aber den Organisator der Pirsch, bekamen andere Fahrzeuge, immer noch offen, dafür aber neue Ponchos, die gefüttert waren. Herrlich, es wurde etwas wärmer. Diese letzte 2 stündige Pirschfahrt war absolut klasse. Sie ging noch mehr von den Wegen ab, man sah wider Wild. Wir waren explizit auf der Suche nach Löwen, diese liesen sich aber nicht vor unserer Linse blicken. Dafür sahen wir nun Erdmännen und Elefanten. Ziemlich zum Abschluss fuhren wir, ich denke auf den höchsten Punkt im Addo Elephant Park, um den Sonnenuntergang mit einem Glas Wein zu beobachten. Dazu bedarf es jetzt keiner Worte. Einfach schön. Danach begann die Fahrt zurück zum Camp, wobei wir weiter In der Dämmerung vergeblich nach Löwen suchten. Dann stand plötzlich einfach so eine Herde Elefanten vor uns mit 4 Jungen. Sogar die Kälte war für einen Moment weg. Wir alle waren nun wieder mit der Natur versöhnt. Im Camp wartete schon unser Bus, der Fahrer hatte ihn schön vorgeheizt. Im Hotel angekommen wurden wir ganz herzlich mit leckerem ganz ganz süßem Glühwein erwartet. Sofort hatten wir alle rote Bäckchen und uns war wieder warm. Das Abendessen und der letzte gemeinsame Abend im Hotel waren total schön und gemütlich. Jetzt fallen wir aber ins Bett.

Liebe Grüße Michi und Thomas

4. August 2017

Hallole!

Heute sind wir fast den ganzen Tag mit dem Bus gefahren. Unser Ziel der Addo Elephant Nationalpark kurz hinter Port Elisabeth. Das waren heute gut 250 Kilometer mit dem Bus. Für uns sind das ganz fremde Eindrücke, so über das Land zu fahren, immer weiter und weiter ohne dass eine Ortschaft kommt. Natur pur. Am Addo Elephant Park angekommen hatten wir eine Pause von 30 Minunten, um den unbequem gewordenen Kaffee wegzubringen, neuen nachzutanken oder ans Wasserloch zu gehen um die Wildtiere ggf. dort zu beobachten. Unser Plan ging so, erst Toilettenbesuch, dann direkt ans Wsserloch zur Tierbeobachtung, dort sahen wir dann auch Warzenschweine. Wir haben dann noch weiter gewartet und uns dann noch für einen schnellen Kaffee und Sandwich entschieden. Während wir dann total tiefenentspannt den Kaffee genossen, fotografierte die jüngste Teilnehmerin ganz alleine am Wasserloch einen einzelnen Elefanten und einen Büffel. Super…  Wir keinen. Schade. 

Dann ging es zur Wildbeobachtungsfahrt mit dem Reisebus, 2 Stunden lang. Wir sahen Zebras, Kudus, eine Hyäne, eine Elefantengruppe (weit weg), Warenzschweine, Antilope oder Gazelle und eine Schildkröte. Als wir heute morgen mit dem Bus gestartet sind, hatte es im Bus 12 Grad. Da der ein oder andere schon am niesen ist, baten wir den Busfahrer doch bitte die Heizung anzumachen. Das ist nicht so einfach, da man die Heizung von außen anschalten muss. Das hat er aber gerne gemacht. Bei der Wildbeochtungsfahrt mit dem Bus haben wir heute Nachmittag zwar nicht so viele Tiere gesehen, dafür hatten wir im Bus 29 Grad, da die Heizung jetzt super lief. Somit hatten wir dann trotzdem Afrika-Feeling. Dummerweise wollten wir dann mitten im Park, dass die Heizung wieder ausgeschaltet wird. Da dies aber nur außen am Bus gemacht werden kann, wurde es zur Mutprobe für unseren Fahrer (siehe Text des Schildes auf dem Foto). Wir wären ziemlich aufgeschmissen gewesen, wenn ihn dabei ein Löwe gefressen hätte. Aber er hat das sehr tapfer gemeistert.

Das klingt jetzt so, als hätten wir keinen Spaß gehabt. Das ist falsch, es war wirklich gut. Morgen hätten wir (laut Reiseplan) eine Pirschfahrt im Jeep und eine im Reisebus. Wir als Gruppe haben uns aber abgesprochen, wir alle möchten morgen den ganzen Tag acht Stunden im Jeep eine Safari machen. Schade ist nur, dass es seit heute kalt ist und es auch etwas nieselt. Wir bekämen aber alle für morgen einen Regenponcho und eine Decke. Wir freuen uns schon sehr und hoffen auf ganz viele Tiere. 

Das heutige Hotel (Zuurberg Mountain Village) ist übrigens wieder super. Es besteht aus einem großen Hauptgebäude und vielen kleinen Häuschen. Wir haben sogar eine Außendusche, aber bei ca. sechs bis acht Grad morgen früh wird es wohl eine Mutprobe, wahrscheinlich wird die Badewanne doch verlockender sein. 

Bis Morgen,

Michi und Thomas 


3. August 2017

Hallo ihr Lieben!

Heute Morgen machten wir uns auf in den Tsitsikamma Nationalpark. Erster Stopp war an einem schönen Aussichtspunkt. In etwas weitererFerne, aber trotzdem noch mit bloßem Auge sichtbar, konnten wir eine Gruppe Delphine erkennen, sowie auch 2 Wale, die Fontänen bliesen. Das hatten wir auch noch nie gesehen. Wir fuhren weiter auf der Garden Route. Diese isr wirklich sehr schön. Man sieht viele Tiere, Wiesen und auch viele Bäume, was in Südafrika eher selten ist. Leider ist dazwischen immer wieder Land, das vor ein paar Wochen abgebrannt ist.

Unser nächster Halt war eine Brücke über eine große Schlucht. Dort konnte, wer wollte, einen Bunjeesprung wagen, immerhin ist dies der weltweit tiefste Sprung am Seil, den man zur Zeit von einer Brücke machen kann. Leider fand sich aus unserer Gruppe kein Freiwilliger. Trotzdem haben wir dort gut 45 Minuten Pause gemacht, es war total spektakulär diesen mutigen Menschen zuzusehen, wie sie lautstark in die Tiefe sprangen. Sie hatten auf jeden Fall unseren Respekt. 

Am Tsitiskamma National Park angekommen wussten wir nur, das es ein Nationalpark ohne (größere) Tiere ist. Aber er war wunderschön, liegt direkt am indischen Ozeon und hat eine nahezu tropische Vegetation entwickelt. Nicht umsonst heißt Tsitiskamma so viel wie „wasserreicher Platz“. Atemberaubend ist die Brandung des Meers, etwa 5-6 Meter hohe Wellen prallen auf die steinige Bicht. Im Park gibt es Hängebrücke, die Storms Rive Bridge. Sie ist 77 Meter lang und schaukelt etwas. Am Ende der Brücke anglangt dreht man um und geht wieder zurück. Nicht so Kathrin, Lea, Uwe und Thomas. Diese vier haben noch den Berg hinter der Brücke fast ganz erklommen. Vergrößert man das eine Foto, kann man sie erkennen. Thomas trägt ein orangefarbenes Shirt. Dieser Teil des Spaziergangs war aber sehr anstrendend, deshalb haben einige andere und ich aus der Gruppe in einem kleinen Lokal mit einer wohlverdienten Tasse Kaffee gewartet. 

Auf dem Weg zurück in unsere Unterkunft gab es noch einen Stop im Monkeyland. Das ist ein Stück naturbelassenes Arenal voller Affen. Auf mehreren Häktar Wald leben hier die verschiedensten Affenarten friedlich nebeneinander. Wir hatten so viel Spaß, auch beim Fotografieren, wie ihr gleich sehen werdet.

Am Abend gab es für alle ein leckeres Barbecue mit vielen afrikanischen Köstlichkeiten.

Liebe Grüße, Michi und Thomas






 

2. August 2017, Tag 7

Hallo an alle, die ihr uns so schön begleitet.

Heute war ein wunderbarer Tag mit 3 mal schöner Gänsehaut. Nach dem Frühstück besuchten wir die Cango Caves ca. 30 km von Oudtshoorn. Im Gegensatz zu vielen Tropfsteinhöhlen, die wir schon besucht haben, war diese mit 18 Grad wirklich warm. Sie unterscheidet sich aber abgesehen von der Größe nicht wirklich von den Tropfsteinhöhlen in Mallora. Lidia, eine schwarze, deutsprechende Führerin begleitete uns sicher durch die Höhle und passte sorfältig auf, dass niemand verloren ging. Am Ende der Führung, im größten Teil der düsteren Höhle, fragte sie, ob sie uns die Akkustik der Tropfsteinhöhle vorführen dürfe. Nachdem wir ihr dies bestätigt hatten, besorge Sie uns den ersten Gänsehautmoment des Tages. Sie sang in dieser Höhle das Ave Maria, so schön, man bekam sofort Gänsehaut und man verdrückte das ein oder andere Tränchen. Das war so egreifend, man kann das in Worten gar nicht wiedergeben.

Der nächste Ziel war dann Knysna (das liegt nun schon auf der Garden Route). Um dort hinzukommen muss man durch den Outeniqua Pass. Oben auf dem Pass ist die Ausicht gigantisch, die Berge, der indische Ozean…. Das ist die Hauptverbindung zwischen George und Oudtshoorn. Quentiqua ist ein Begriff aus der Sprache der Khoi Khoi, die in dieser Gegend zu Hause waren. Es heißt so viel wie „Männer, beladen mit Honig“ und erinnert daran, dass die Ureinwohner hier Honig gesammelt haben. Der Ortsname Knysna kommt auch aus der Khoisprache und bedeutet „Ort des Holzes“. 

Unser heutiges Hotel steht in Knysna. Eigentlich ist es gar kein Hotel, sondern es sind auf einem Platz viele kleine Holzhäuser. Das Haus, in dem wir übenachten ist aber groß. Thomas und ich haben für die nächsten zwei Nächte zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, eine Küche und eine Veranda mit einem Webergrill. Wir fühlen uns total wohl und sind sicher, dass wir es hier länger aushalten könnten. Unser heutiges Ziel in Knysna war die Lagune. Gegen 17 Uhr fuhren wir mit dem Bus an die Waterfront. Von dort aus ging es mit einem Doppeldecker-Floating-Restaurant (geschlossenen Fähre) zu den Knysna Heads. Die Fähre John Benn ist aus Yellooweood aus dem Knysna Wald gebaut.  Als Kynsna Heads bezeichnet man die Hafeneinfahrt. Diese wird von zwei Sandsteinklippen gesäumt und führt vom indischen Ozean in die Lagune von Knynsa. Die Royal Navy bezeichnete die Einfahrt einst als die gefährlichste der Welt. Mit zwei guten Cocktails fuhren wir in den Sonnenuntergang, total romantisch, und hatten das zweite Gänsehautgefühl des Tages. Das dritte Gänsehautgefühl des Tages hatten wir (eigentlich Thomas) beim Abendessen. Als Vorspeise hatten wir uns eine Auster ausgesucht. Kann man essen, muss man aber nicht. Knysna hat die größte Austernzucht von Südafrika und nirgendwo im Land kann man frischere Austern bekommen. Eine Auster kostet umgerechnet ca. 3 Euro. Außerdem hattten wir zum Abendessen heute noch Springbock, Kudu, Impalla und Krokodil. War alles lecker………..

Liebe Grüße Michi und Thomas


1. August 2017 – Tag 6

Hallo an alle!

Heute haben wir ausgeschlafen. Um 8.00 Uhr ging  es zum Frühstück mit frisch gebackenen Brötchen. Dann begann heute eine längere Fahrt auf der Route 62 durch eine wunderschöne Landschaft, die kleine Karoo. Die kleine Karoo ist ein Hochplateau in Südafrika. Das ist eine langgestreckte Ebene, sie wird im Norden von den Swartberg Höhenzügen und im Süden von den Langeberg und Outeniqua Bergen begrenzt. Wir fuhren bis Calitzdorp, dort machten wir Kaffepause mit einem leckeren Stück Schokoladentorte (garantiert Kalorienarm). Die Einheimischen hatten heute Zahltag. Überall in der Stadt standen sie an den Geldautomaten Schlange und setzten danach ihr Geld sofort in billigen Alkohol um. Wir fanden, das war ein sehr schlechtes Beispiel für die am Bus stehenden, bettelnden Kindern. Für uns einfach unverständlich. Gut gestärkt mit einer Grundlage im Bauch ging es weiter mit dem Bus nach Outshoorn zur Portweinprobe. Wir konnten 6 verschiedene Portweine probieren. Wenn wir es uns richtig gemerkt haben, ist Portwein ein Wein, der mit Weinbrand versetzt wird. Portwein ist nicht unser Geschmack, obwohl er ziemlich süß war.

Die Fahrt ging danach nur noch kurz weiter in unser heutiges Hotel, ebenfalls in Outshoorn. Wir hatten eine Stunde Zeit zum entspannen. Mit ein paar Mitreisenden machten wir aber lieber einen kleinen Bummel durch den Ort. Es wurde Aloe Vera gekauft. Das wächst hier ziemlich viel. Auch haben wir auf der Fahrt durch die Karoo Herden von Mohairziegen und Strauße gesehen. Hier in Outshoorn findet man noch viele Straußenpaläste aus vergangener Zeit, als das Geschäft mit den Federn noch blühte. Heute werden die Strauße hier nur noch zur Fleischproduktion gehalten. Nach unserem Bummel fuhren wir dann auch zur Besichtigung einer solchen Farm. Das war sehr interessant. Straußenmänner können bis zu 120 kg schwer und 2,60 Meter groß werden. Strauße sind also richtig groß. Auf dieser Farm gab es mehrere Strauße, einer von Ihnen hieß Betsy. Thomas durfte Betsy küssen und erhielt „on top“ noch eine Nackenmassage von Betsy und ihren Freundinnen. Im Anschluss ging es dann zum Abendessen und die Geschwister von Betsy wurden verspeist. 

Es war ein rundum schöner Tag und nun sind wir müde und hüpfen ins Bett.

Liebe Grüße, Michi und Thomas



31. Juli 2017, Tag 5 

Hallo an alle

Heute Morgen ging es wieder gegen 8.30 Uhr los. Auf dem Programm stand die Besichtigung des Heimatmuseums in Stellenbosch. Kultur muss auch mal sein. 3 Teilnehmer aus der Gruppe und wir zwei haben aber geschwänzt und sind nochmals gemütlich durch den Ort geschlendert. Bewegung tut uns beiden bei dem leckeren Essen auch mal gut. Danach ging die Fahrt nach Worcester. Der Ort liegt im Landesinneren und gehört zu den größten Weinanbauregionen Südafrikas. Die Stadt liegt im Breede River Tal, umgeben von majestätischen Bergen, traumhaft. In Worcester besuchten wir den botanischen Garten (Karoo Dersert National) . Die Karoo Wüste ist der einzige wahre saftige Garten in der südlichen Hemisphäre. Leider war der Garten heute nicht so schön. Es hat hier schon Wochen lang nicht mehr geregnet, obwohl Winter ist. Alles ist trocken. Wasser sparen ist angeordnet, Pflanzen werden nicht mit Wasser versorgt. Man kann sich  die Fabenpracht aber gut vorstellen. Zum Trost hatten wir heute trotz Winter 28 Grad und super Sonnenschein. Das Wetter war so toll wie bei Euch in Deutschland. Auch haben wir eine große Landschildkröte gesehen und dann doch die ein oder andere schön Pflanze. Die Natur ist hier wirklich herrlich.

Wir fuhren dann nach Robertsen, eine hübsche Stadt entlang der Route 62. Der Ort ist natürlich wieder bekannt für seiene feinen Weine, Käse und Oliven. All dies verdankt der Ort dem lebensspendenden Breede River. Hier wird einem mal ganz deutlich gemacht, wie wichtig Wasser ist. Wir schätzen das gar nicht wirklich. Die Weinroute 62 geht von Welington bis nach Port Elisabeth und ist eine der längsten Weinrouten der Welt. Natürlich haben wir auch heute eine Weinprobe gemacht, diese hatte heute aber einen anderen Hintergrund. Bei dieser Weinprobe haben wir uns einen Wein ausgesucht, den wir mit zu einem Picknick genommen haben. Das Weingut hatte für jeden einen Picknikkorb zusammen gestellt mit Brot, Camenbert, Schinken, Salami, Lachs, Butter, Hühnerpastete, Gelee und türkischem Nougat. Mit dem Wein und dem reichlich gefülleten Picknikkorb, ging es nicht auf eine Wiese sondern an Bord. Wir machten eine einstündige Flussfahrt auf der aus Holz gebauten 24-Sitzer Uncle Ben 1. Wir können nur sagen: toll, toll, toll.  An Land gab es dann noch kurz Kaffee und/oder Schnaps. Ihr könnt mal raten, was Thomas hatte, er liegt gerade schnarchend neben mir auf dem Bett. Im Bus fuhren wir dann in unser heutiges Hotel. Wir übernachten in Montagu in der Mimosa Lodge, total schnuckelig. Das Hotelgebäude ist 130 Jahre alt und besteht heute aus mehreren Gebäuden, sodass jedes Zimmer anders ist, eines schöner als das Andere. Unseres ist sehr groß und hat sowohl Badewanne als auch Dusche, da fällt die Wahl schwer. Wir sind uns in der Gruppe einig, dass wir gerne noch ein paar Tage länger bleiben könnten. Das Abendessen haben wir heute gemeinsam in der Lodge gehabt. Es gab Gnu, ein sehr gut schmeckendes Fleisch, an das man sich gewöhnen könnte.

Lassen wir uns mal überraschen, was der morgige Tag zu bieten hat, wir werden auf jeden Fall berichten.

Liebe Grüße aus Montagu senden Michi und Thomas