Heute Morgen, als wir wach wurden, wirkte der Himmel bedrohlich und zugleich schön. Für heute war Regen angesagt, aber wir machten uns trotzdem gleich nanch dem Frühstück auf, um Split zu erkunden. Unser erstes Ziel war der Fischmarkt, wir gehen im Urlaub immer sehr gerne am Hafen entlang und genießen den Geruch von Meer und Fisch. Da es aber schon ca 9:30 Uhr war, als wir den Fischmarkt erreichten, war dort nicht mehr so viel los, aber eine großen Schwertfisch gab es noch zu bestaunen. Sehenswert ist die historische Altstadt von Split auf jeden Fall. In der Mitte steht der Diokletian (Palast), das Wahrzeichen der Stadt. Vier Stadttore des Palastes umgeben die Stadt. Vom Bronzetor aus gelangt man in die Kellerräume der Altstadt. Auch auf Römer sind wir getroffen. Trotz des guten Essens auf dem Schiff, passten wir noch durch die Pusti Me Proc Straße, eine der engsten Straßen Kroatiens. Zurück ging es an den Fischerhafen Matejuska und wir bestaunten die Boote, Jachten und Schiffe. Auf dem folgenden Gemüsemarkt ließen wir uns einfach mittreiben und dann genossen wir auf dem Platz der Provkurative einen Kaffee und Wasser. Dort steht eine Bar, ein Cafe neben dem anderen, man genießt die idyllische Gelassenheit und taucht in das Treiben von Split einfach ein. Während wir dort entspannt saßen wurde es um uns herum immer dunkler und dunkler, es blitze und donnerte und es wurde richtg kühl. Also machten wir uns auf den Weg zurück zum Schiff, wir waren auch schon 8 km gelaufen. Den Nachmittag genossen wir auf dem Schiff mit Kaffee und warmem Tee. Wir haben nun wieder Sonne, aber auch etwas Seegang und werden in einer Stunde ablegen. Morgen sind wir den genzen Tag auf dem Meer unterwegs, freuen uns auf das Faulenzen, werden im Lokal von Tim Raue frühstücken und dann entspannen. Wir melden uns dann am Samstag aus Slowenien wieder.
Heute Morgen während Thomas noch joggend seine Runden auf dem Promenadendeck gedreht hat, sind wir in Italien (Bari) eingelaufen. Bari liegt auf dem Stiefelabsatz von Italien. In Bari findet man in der Basilika von San Nicola die Reliquien des Heiligen Nikolaus, die im türkischen Myra gestohlen wurden. Der heilige Nikolaus gehört eigentlich nach Myra, dem heutigen Demre in der Türkei. Trotzdem hat er sein Grab und seine beiendruckende Kirche in Bari. Hier kennt man den Nikolaus noch als Orginal Bischof, nicht als Schoko-Fettwanst mit Zipfelmütze. Man sagt, die Gesichte Baris (1807) begann mit einem Verbrechen, Entführung eines Toten, Störung der Totenruhe und Raub. Man ist aber überzeugt, dass Nikolaus hierher gehört, da der Bischof hier geboren wurde die Jahre, die er in der Türkei lebte und dort auch verstarb, zählen nicht.
Nach einem leckeren Frühstück machten wir uns auf nach Bari. Gleich außerhalb des Hafengebietes gab es eine Bimmelbahn, die versprach, man wird zu allen Sehenswürdigkeiten auf Bari gefahren und bekommt dazu einen deutschsprachigen Guide, das ganze dauert 90 Minuten für gerade mal 5 Euro pro Person. Schnäppchen. Klar wußten wir, dass Bari nicht sehr viel zu bieten hat. Also ließen wir uns von dieser Bimmelbahn durchschütteln und stiegen nach wenigen Minuten an der ersten Sehenswürdigkeit aus. Die Basilika San Nicola. Vor der Basilika erzählte uns der Guide vom Nikolaus und wir hatten dann 20 Miuten zur freien Verügung. Also rein, umgesehen, Foto gemacht und dann in die Kruft zum Nikolaus, für Fotos. Dort steht hinter einem Gitter ein Altartür, darunter dann der Sarg, in dem der Nikolaus liegt. Foto machen ist nicht ganz so einfach, wenn man ein Bild ohne Gläubige möchte. Man wartet kurz, meistens. Vor uns waren nur 2 Pesonen. Die erste war ein Mann, der stand minutenlang mit der einen Hand am Gitter, wie festgeklebt, alles wartet, bis er weiter geht. Nichts passiert, es dauert und dauert, dann bewegte er allen Ernstes seine Hand einen Gitterstab weiter und das ganze dauerte wieder. Nach einer gefühlten Ewigkeit machte er dann doch sein Foto und ging weiter. Die nächste Person, eine Frau vor uns, versuchte dann mit ihrem Arm durch die Gitterstäbe irgendwie den Sarg zu erreichen. Dies war aber Hoffnunglos, das ganze Strecken half nichts. So, jetzt wären wir an der Reihe gewesen, wäre da nicht eine Dame von der Seite vor unseren Foto gesprugen. sie stürzte sich zu Boden und begann immer wieder zu Beten. Wir kamen dann auch an die Reihe, Thomas machte total unspektakulär innerhalb von wenigen Sekunden 3 Fotos und das war dann unser Besuch beim Nikolaus.
Danach ging es weiter zur nächsten Kirche, der Guide erklärte, man konnte rein, konnte in die Kruft, aber das haben wir uns gespart. Als nächster Punkt kamen die Nudelherstellenden Frauen von Bari. Diese sitzen vor ihren Häusern und stellen von Hand Nudeln her, die sogenannten Orichiette. Respekt, wieviel Arbeit das ist. Sie sitzen da, formen Nudeln, lasssen sich fotografieren und beantworten höflich Fragen. Nudeln haben wir keine gekauft, da sie sich nur 14 Tage aufbewahren lassen.
Von unserem Guide haben wir uns dann getrennt und gingen an den Hafen, haben den Fischern zugesehen. Von zu Hause aus hatten wir schon eine Stadtralley zu Fuß durch Bari gebucht. Natürlich fanden wir die 3 Sehenswürdigkeiten von Bari wieder und sogar noch eine vierte, einen Pranger… Trotz schlechtem Englisch bei der Wegbeschreibung haben wir die Ralley erfolgreich abgeschlossen und sogar einen sensationellen vierten Platz bei der all time list of champions belegt. Den Rest des Tages verbrachten wir in Cafe und Eisdielen, genossen das herrliche Wetter bei 26 Grad und den italienischen Charme und Flair von Bari. In einer Pizzeria fanden wir sogar einen singenden Pizzabäcker..
Bari war jetzt nicht spektakulär aber schön. Heute Abend laufen wir schon um 18 Uhr aus und sind morgen dann in Split
Heute senden wir Euch Grüße aus dem Land, das die Krawatte erfunden hat.
Was soll man bloß zur dieser schöne Stadt sagen? Sie hat uns sofort verzaubert, schon beim Eintritt durch das Stadttor. Man findet malerische Gassen in der Altstadt und der historische Stadtkern ist schon ein Denkmal für sich. Die Paläste, Klöster, Brunnen, Kirchen führen einen durch das Mittelalter, Renaissance, Barock bis in die heutige Zeit. Das absolute Highlight für uns war die Stadtmauer. Sie ist 2 km lang, geht gefühlt ständig bergauf und die Treppen nehmen auch kein Ende. Aber sie ist jeden Meter wert, stets hat man einen noch schöneren Ausblick über die schierlos unendlich scheinenden roten Dächer von Dubrovnik. Zwischen den Dächern hängt Wäsche und Katzen liegen faul in der Sonne und verschlafen den Tag. Herrlich. Wir als Fans von der Serie Game of Throns fühlten uns wie in Königsland und waren uns sicher, dass der Winter naht. Mittagspause machten wir in einer schmalen Gasse und aßen Cevapcici und die besten Muscheln, die ich bisher gegessen habe. Danach ging es zurück zum Schiff. Heute Abend laufen wir um 21:30 Uhr aus nach Bari. Dubrovnik war wirklich wunderschön. Zur Zeit ist die Regelung so, dass pro Tag nur noch 2 Kreuzfahrtschiffe im Hafen anlegen dürfen, vorhe waren es bis zu 5 Schiffe. Ihr könnt uns glauben, auch mit 2 Schiffen war die Stadt voll. Für den Spaziergang auf der Stadtmauer bezahlt man 28 Euro pro Person. Das ist recht teuer, aber auch wunderschön. Wir haben über 170 Fotos gemacht, aber leider können diese nicht zeigen, wie schön Dubrovnik und unser Tag hier war.
Irgendwie haben wir gestern doch tatsächlich das Auslaufen aus Malta verpasst. Wir waren Abendessen, dann nochmal kurz in Valetta spazieren, bei der Seenotrettungsübung, einen Cocktail trinken und dann, ja dann fielen wir in den Tiefschlaf…
Der heutige Tag ist ein reiner Seetag, am Morgen sah man noch ganz weit entfernt die ialienische Küste und jetzt seit Stunden nur Wasser und Horizont. So schön, einfach auf dem Balkon sitzen und in die Ferne schauem, die Wellen am Rumpf des Schiffes hören…. Wenn da nicht der Hunger wäre. Heute gab es Lachsfrühstück und etwas später hatten wir Krabbensalat und gegrillte Garnelen zum Mittagessen. Sozugsagen ist dieser Seetag ein reiner Wellnesstag, ausruhen und gut essen. Dazwischen waren wir nur kurz shoppen und zu einem Vortrag über Dubrovnik, unserem Ziel morgen, und haben beim Obst schnitzen zugesehen. Jetzt gleich werden wir zum Abendessen gehen. Verwunderlich ist, dass wir vom nichts tun doch genauso müde sind, das wird zum Teil aber auch am vollen Bauch liegen. Wir haben den Plan mal fotografiert, was einem an so einem Seetag angeboten wird… Langeweile kommt auf keinen Fall auf.
Heute morgen klingelte um 2:00 Uhr unser Wecker und um 3.:00 Uhr ging es los nach Stuttgart an den Flughafen. Es war super gut zu fahren, das Parkhaus ist direkt neben dem Terminal und der Flug mit Sundair war sehr angenehm. Wir hatten während des Flugs einen fantastischen Blick auf den Aetna, hatten wir auch noch nicht gesehen. Um 9:15 Uhr sind wir auf Malta gelandet und danach ging es sofort auf das Schiff zum Frühstück. Der erste Eindruck von Valetta, also die 15 Minuten Fahrt vom Flughafen zum Schiff, waren, naja was soll man sagen, doch eher naja…
Da unser Zimmer noch nicht bezugsfertig war, machten wir uns sofort auf zur Stadtbesichtigung. Das machte mir schwer zu schaffen, der wenige Schlaf, der volle Bauch und die 29 Grad, mit unseren Jeans und Shirts, das war schon sehr anstrengend. Valetta entschädigte uns aber für alles. Welch eine schöne Stadt, übrigens die kleinste Hauptstadt eines EU-Staates, alles in einer Farbe (sandfarben) gehalten, ganz Malta ist übrigens nur so groß wie Bremen. Man sagt es gibt in Malta 365 Kirchen, für jeden Tag eine. Die meisten davon haben zwei Kirchtürme mit je einer Uhr. Aber nur eine zeigt die korrekte Uhrzeit an, die andere ist Atrappe, auf der das Zifferblatt nur aufgemalt ist. Der Legende nach soll durch die Kirchturmattrappe der angebliche Teufel so verwirrt werden, dass er nicht pünktlich zum Gottesdienst kommen und die Gläubigen belästigen kann. Wir haben nur ein paar Kirchen und eine Kathedrale betrachtet und auch nur von außen, besser gesagt gemütlich von Bänken oder Straßencafés. Malta war bis 1964 englisch, man erkennt es daran, dass es etwas gefährlich ist, die Strasse zu überqueren, wenn man nicht daran denkt und es gibt rote Telefonzellen. Ganz viele Plätze erinneren an Filmkulissen wie Troja, Gladiator, der Graf von Monte Christo, und und und. Dann kommt von hier auch noch der Malteserorden (Ritter), in Valetta sah man auch viele Einheimische in Tracht, wie gesagt einfach schön.
Aber wie schon gesagt, aufgrund des supertollen heißen Wetters und des Schlafmangels ging es zurück aufs Schiff zum Nachmittagsschlaf und Eis essen. Frisch geduscht werden wir nun zum Abendessen gehen. Heute Abend um 21:15 Uhr findet dann auch noch die Seenotrettungsveranstalung statt. Morgen sind wir den ganzen Tag auf See und werden entspannen…
Übrigens geht es uns wieder gut, wir genießen die Abendsonne, die tolle Aussicht… und denken an Euch
Langsam aber sicher entwickelt sich unser Rheinland-Pfalz/Elsaß Urlaub in einen Wander-Burgen-Urlaub.
Gestern Abend lagen wir allen Ernstes um 21:00 Uhr in den Betten und es dauerte garantiert nicht länger als fünf Minuten und wir waren im Tiefschlaf. Heute Morgen 7:30 Uhr habe ich dann voller Tatendrang Thomas aus dem Teifschlaf geholt und ihn zu unserer nächsten Tour ermuntert. Thomas schwächelt ein klitzekleines bisschen und klagt über Rückenschmerzen, ich vermute das kommt vom Rucksack, gepackt mit vielen lebenswichtigen Dingen, die man täglich mehr oder weniger benötigt und dann das Richtige doch nicht dabei hat, weil es irgendwer wieder ausgepackt hat. Naja. Zuerst ging es auf die Burg Eltz. Äußerst genial an dieser Burg ist, dass man vom Parkplatz aus bergab zum Schloss läuft. Auch diese Burg ist sehr schön und gut erhalten, wir hatten eine schöne Führung und bestaunten die Schatzkammer. Die Burg Eltz war übrigens früher auf dem 500 DM Schein. Thomas musste für den Rückweg nicht wirklich von mir überzeugt werden, den Shuttlebus zu nehmen, der Hinweg ging nämlich ziemlich bergab. Frisch gestärkt mit einem Kaffee im Burggasthof ging es dann in den schönen Ort Cochem. Cochem war uns zwar schon bekannt von einem früheren Besuch, ich hatte aber einen schönen Stadtspaziergang im Internet herausgesucht. Das Ziel hatte ich zu Hause nicht gelesen. Nach einem klitzegleinen Bummel durch die Stadt ging es dann hoch zum Kloster, über Treppen und Treppen mit Gestöhne und Gejammer. Allen Ernstes war das Kloster dann zu, aber nicht so schlimm, die Treppen gingen ja nun herunter. Drei Straßen weiter sollten wir schon wieder steil bergauf… doch wir haben dazugelernt, schnell in den Plan des Stadtspaziergangs geschaut und gemerkt, dass es nun zu Fuß auf die Reichsburg gehen sollte. An dieser Stelle haben wir den Stadtspaziergang Cochem abgebrochen. Es ging ohne Umweg zum leckeren Mittagessen. Auf dem Nachhauseweg haben wir noch in Bingen Halt gemacht, haben uns die Stelle angesehen, an der die Nahe auf den Rhein trifft, schlenderten am Rhein entlang und besuchten noch das Hildegart von Bingen Museum. Super was sie alles konnte und wusste. Weiter ging es nach Bad Bergazbern. Mit einem Eis bummelten wir durch die Fußgängerzone, die uns nicht besonders gefiel. Dann ging es wirklich nach Hause, Thomas‘ Rücken schmerzt immer noch ein wenig, dazu kamen jetzt noch ein wenig die Waden und die Knöchel. Thomas vermutet, ich möchte ihn zu Tode spazieren.
Heute schlafen wir zu Hause und morgen geht es ins Elsaß
Unsere erste Nacht seit Jugendzeiten in einer Jugendherberge. Wie wir auf diese Iddee kamen, wir glauben wir wurden angesteckt von einer befreundeten Familie. Aber das war wirklich in Ordnung. Wir haben ein großes Zimmer mit sechs Betten für uns zwei. Haben ein eigenes Bad mit Dusche und Toilette. Das Zimmer ist praktisch und sauber. Die Nacht war ganz still, wir schlafen ja in der Festung Ehrenbreitstein und die Wände sind so dick, dass man absolut nichts hört. Wir haben Übernachtung mit Frühstück gebucht und zur Frühstückszeit war ein Tisch mit unserm Namen reserviert. Zum Frühstück gab es alles außer Ei. Prima. Fazit: Jugendherberge gerne wieder, kann, muss aber nicht.
Den ganzen Tag ging es heute Treppen rauf, runter, rauf, runter. Kaum zu glauben, wieviel Treppen es in Koblenz gibt. Wir sind zuerst am Stadtrand spaziert, immer an der Wehranlage mit Schießscharten vorbei. Der Ausblick war immer herrlich, die Treppen gingen aber immer weiter und weiter. Später auch wieder runter. Weiß noch nicht, ob runter wirklich besser ist. Danach ging es in die Stadt Koblenz. Mainz ist die größte Stadt von Rheinland-Pfalz, gefolgt von Ludwigshafen, dann kommt Koblenz. Im Ranking Atraktivität kann Koblenz mit Ludwigshafen tauschen. Koblenz ist nett, hat uns aber nicht wirklich begeistert. Eindrucksvoll war dagegen das Kaiser Wilhelm Denkmal am deutschen Eck, dort wo Vater Rhein auf Mutter Mosel trifft. Der Ort ist wirklich schön, man findet viele grüne Ruheoasen und Biergärten. Ferienstimmung. Gerastet haben wir natürlich auch dort in dem schönen Biergarten mit einem alkoholfreien Weizenradler bei 33 Grad im Schatten.
Da unsere Füße noch nicht schmerzten, machten wir uns auf zur Marksburg. Mit den vielen Treppen der Burg hatten wir nicht gerechnet. Es sind schon 119 Stufen bis zur Burg. Die Burg ist super schön, wurde nie zerstört. Wir nahmen an einer Burgführung teil, natürlich ging es auch hier Treppen hoch, Treppen runter.
Wir haben aber gelernt, dass man im Mittelalter Pech an eine Schnur gebunden hat und damit Vögel jagte, daher das Wort Pechvogel. Im inneren einer Schatztruhe ganz unten im Boden findet man das Bild eines Hundes, daher das Sprichwort auf den Hund gekommen und wer sparte legte sein Geld auf das obere Bettgestell, daher das Sprichwort auf die hohe Kante legen. also die sieben Euro hatten sich gelohnt. Wir belohnten uns noch im Burgenkaffee mit viel Wasser, es war so heiß.
Heute Abend werden wir nicht alt, unsere Füße und Waden schmerzen jetzt doch, wir gehen noch was in der Jugendherberge trinken, die Aussicht genießen und dann wieder die Treppen nehmen für in unsere Zimmer. Fahrstuhl gibt es keinen.
Heute haben wir es ganz ruhig angehen lassen. Koffer in das Auto und los ging es nach Rüdesheim. Wir möchten bis Mittwoch in der Nähe von Koblenz bleiben. Gegen 10:00 Uhr sind wir in Rüdesheim angekommen und gingen auch sogleich zu den Schiffsanlegestellen. Auf unserem heutigen Plan stand Schifffahrt auf dem Rhein, die Loreley Fahrt, von Rüdesheim nach St. Goar und wieder zurück. Dauer insgesamt 5 Stunden. Das haben wie uns nach dem Wochenende auch verdient. Während wir auf das Schiff warteten, wurde es am Steg langsam voll. Ich sah meinen Sitzplatz im Freien in Gefahr und bat Thomas vorzugehen und den besten Schattenplatz zu suchen. Wir haben heute nämlich 26 Grad, super Schifffahrtswetter. Thomas fand den besten Platz, am Rand des Schiffes, in der Nähe der Bar und den Toiletten. Perfekt. 10 Minuten später war es nicht mehr perfekt. Eine Reisegruppe aus San Franzisco, mit dem Namen „Deutscher Musik-Verein“ packte neben uns Blechblasinstrumente aus und gaben kostenlos ein Konzert, spielten bayrische Blasmusik. Thomas organisierte den zweibesten Platz auf dem Schiff, besorgte Kaffee und Brezeln und schon war wieder alles gut. Das Schiff ist nur zu einem kleinen Teil besetzt. Seit 2002 gehört diese Region zum Weltkulturerbe. Die Rundfahrt kostet 22,50€ und ist jeden Cent wert. Wir können gar nicht sagen, wie viele Burgen wir heute gesehen haben, ohne uns auch nur ein klein wenig anstrengen zu müssen. So kann Sightseeing dann auch Spaß machen. Die Rückfahrt macht uns aber dann doch sehr müde. Übrigens hat uns der Kapitän sicher um den Loreleyfelsen gelenkt mit dem passenden Loreleylied aus dem Lautsprecher, der Musikverein, hatte da dann Pause… Übrigens kämmte die Loreley nicht nur ihr goldenes Haar und war hübsch und lenkte somit die Kapitäne ab… wir standen heute direkt vor ihr, sie war auch noch nackt 🙂
„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin; ein Märchen aus alten Zeiten, das kommt mir nicht aus dem Sinn…“
Nachdem wir wieder in Rüdesheim angelegt hatten ging es durch diesen schön Ort. Halt machten wir am Rüdesheimer Kaffeehaus und genossen bei 30 Grad einen Rüdesheimer Kaffee (3 Stück Zucker, flambiert mit Asbach Uralt). Thomas erklärte, der Alkohol verbrennt… bei mir nicht, musste mit einer warmen Waffel mit Eis und Kirschen und Wasser verdünnen. Dann ging es in die Drosselgasse, 144 Meter lang, zwei Meter breit. Die sogenannte Saufmeile, eine urige Kneipe neben der anderen, wirklich urig und die Preise mehr als okay. Wir spazierten noch durch den Ort und stellten fest, dass wir uns doch etwas in diese Gegend hier verliebt haben. Wirklich Märchen-/Traumhaft schön. Ein Wochenende auf jeden Fall wert.
Gegen 19:00 Uhr waren wir dann in Koblenz auf der Festung Ehrenbreitstein. Wir übernachten in der Jugendherberge direkt auf der Festung. Der Ausblick ist genial, man schaut direkt auf das deutsche Eck. Nach dem unkomplizierten einchecken ging es dann zum Abendessen nach Koblenz. Mit vollen Bäuche sind wir dann noch an das deutsche Eck gelaufen. Obwohl es schon 22 Uhr ist, sitzen die Leute noch gemütlich auf und um das Denkmal mit einem Wein. Gemütlich…
Heute Morgen ging es nach Dahn. Auf unserem Plan stand, wir lernen heute etwas über die Pfälzischen Elwetrische und wandern ein wenig. Da es in Dahn einen Elwetritsche-Weg gibt, war unser Startpunkt auch schnell ausgesucht. Der Weg beginnt am Haus des Gastes in Dahn mit 7 Schautafeln. Diese informieren über die Entwicklung, das Leben und und die positiven Charaktereigenschaften der Elwetritsche. Dass diese Schautafeln bergaufwärts angebracht waren, darüber haben wir uns zu diesem Zeitpunkt noch keine Gedanken gemacht. Lisa trug den Rucksack, der randvoll war, schließlich möchte sie in drei Wochen in Peru wandern und konnte somit schon mal trainieren. Auf Waldpfaden und naturbelassenen Waldwegen führte der Elewetrischeweg über Bergkämmeum Dahn herum, ca 10 km. Wir waren auf dem Kukucksfelsen, kamen am Nist- und Balzplatz der Elewetritsche vorbei (ihr Balzruf ist übrigens: Tritsch, tritsch). Wir genossen, stöhnend und schnaufend, das Burgenmassiv Alt-Dahn-Grafendahn-Tanstein. Nach einem abenteuerlichen Aufstieg zum Römerfelsen, den Lisa und Thomas wagemutig erklungen haben, ging es zum Busenfelsen, dort hatten wir einen genauso erhabenen, nur nicht ganz so entspannten Blick auf die unter uns gelegene Stadt Dahn. Wir hatten nämlich um 15:00 Uhr einen weiteren Termin in Landau. Gestartet waren wir übrigens um 10:30 Uhr. Von diesem Zeitpunkt schob mich Thomas etwas durch den Wald. Wir waren aber atemlos um 14:00 Uhr pünktlich am Auto zurück und hatten dann auch ausgiebig den Blick auf den Jungfernsprung (Wahrzeichen von Dahn). Über die Elewetritsche wissen wir nun auch alles… Platt und müde ging es dann ohne Kaffeepause nach Landau.
Nach einer erholsamen Fahrt von 45 Minuten kamen wir in Landau am Bace Jump, einer Trampolinhalle an. Eine etwas neuere Attraktion, welcher man dort nachgehen kann. Kaum hatten wir die ersten Schritte in die Halle gemacht, also noch beim Ausfüllen aller Haftungsausschlüsse, merkt man, wie schlecht die Luft dort ist. Aber unsere Lungen waren ja noch voll mit guter Waldluft. Kurz umgezogen und los ging es. Dies ist eine große Halle mit ganz vielen Trampolinen und Hindernissen wie man sie von Ninja Warrior kennt. Also auf! Auf das erste Trampolin, Lisa und Thomas hatten das gleich drauf, ich nicht, hatte ein wenig Angst und so ein Hüpfer ist auch anstrengend. Dies merkte man Thomas und Lisa nach eine paar Sprüngen mit absichtlicher Landung auf dem Po und sofort wieder auf den Beine dann auch an. Kurzatmigkeit, aber weiter ging es. Thomas war so mutig und sprang von einer Höhe von ca 3 Metern in die Kissen, Lisa scheiterte beim dritten Versuch, ich selbst hatte ja schon aufgegeben. Dann ging es zum Ninja Parcour, Thomas schaffte es tatsächlich, sich durch den Parcour zu hangeln. Lisa versenkte dafür mit einem vorangehenden Dreisprung einen Ball im Basketballkorb. Nach einem Wettstreit der beiden auf einem Schwebebalken, war bei Thomas schluss. Lisa hüpfte noch ein paar mal in verschiedenen Posen auf dem Trampolin umher. Da wir dann alle drei keine Luft mehr hatten, es in der Halle sehr heiß war, es überall nach Schweiß und Käsefüße roch, flüchteten wir nass geschwitzt und total platt ins Freie. Nach ca 2 Liter Flüssigkeit konnten wir dann nach Hause fahren. Kurz etwas gegessen und Lisa zum Bahnhof gebracht. Nun liegen wir total Müde auf dem Sofa… und können nur noch tritschen….
Heute Morgen machten wir uns auf nach Mainz, wir wollten die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz ausgiebig mit einer Letterbox (Schnitzeljagd) erkunden. Kreuz und Quer liefen wir durch Mainz, bis wir gefühlt alle Ecken erkundet hatten. Die Straßenschilder in Mainz die senkrecht zum Rhein verlaufen sind rot, die Straßenschilder, die paralell zum Rhein verlaufen sind blau und die Straßen, die weiter vom Rhein entfernt sind, sind weiß. Also wussten wir immer ganz genau wo wir sind. In der Fußgängerzone kurz vor dem Mainzer Dom haben wir den 50. Breitengrad entdeckt. Man würde bei 4 Km/h etwa 263 Tage benötigen, bis man wieder in Mainz landet und man käme z.B. durch die Städte Krakau und Kiew. Den Mainzer Dom fanden wir nicht besonders, die Kirche St. Stephan umso mehr. In der Kirche findet man von Marc Chagall gestaltete blaue Fenster. Die bekannteste Szene ist die Versuchung von Adam und Eva im Paradies. Im Gutenberg Museumsshop haben wir das kleinste Buch der Welt betrachtet, in dem das Vater Unser steht. Ganz angetan waren wir von den Mainzelmännchen-Ampeln. Auch einen Walk of fame des Cabaretts gibt es.
Nach einem leckeren Essen beim Mexikaner ging es zum ZDF Fernsehstudio. Wir hatten eine Führung durch die Fernsehstudios gebucht und durften bei der Generalprobe zum morgigen Fernsehgarten „Mallorca“ dabei sein. Fotographieren war verboten, damit wir Euch nicht verraten können, was wer morgen bei seinem Auftritt macht. Wir könne Euch aber verraten, dass z.B Miki Krause dabei sein wird, ebenso der Fernsehkoch Sebastian Lege. Ach, übrigens hat der ZDF-Fernsehgarten einen neuen Fan. Nämlich „Lisa“ . Lisa war auch diejenige, die sich als Co-Moderatorin von Christian Sievers versuchte.
Mit den Mainzelmännchen haben wir natürlich alle posiert. Der Abschluss des heutigen Abends fand dann im Open Air Kino in Frankenthal statt. Wir sahen uns die Rocky Horror Picture Show an, haben aber in der Hälfte abgebrochen, da es frisch wurde und wir sehr müde waren. Sind insgesamt 12 km gegangen.