
Heute geht’s los! ✈️🌴
Erst einmal Richtung Flughafen – um 16:30 Uhr hebt unser Flieger nach Mauritius ab. Nachtflug, hoffentlich ein bisschen Schlaf, und morgen früh gegen 6 Uhr Ortszeit sind wir da. Für alle, die Mauritius erst mal auf der Karte suchen müssen: Indischer Ozean, östlich von Madagaskar, Südhalbkugel und zwei Stunden vor Deutschland. Während hier langsam der Herbst anklopft, beginnt dort der Frühling. Uns erwarten türkisblaues Wasser, Traumstrände, grüne Berge, Wasserfälle und Palmen – klingt verdächtig nach Paradies. Und natürlich gibt es auch wieder wichtige Forschungsarbeit: Ob das Wasser auf der Südhalbkugel andersherum abläuft, haben wir in Südafrika eigentlich schon geklärt … aber gute Wissenschaft verlangt Wiederholungsversuche.
Eigentlich hatten wir alles gut im Griff. Wirklich. Wir haben Business Class gebucht und dürfen jeweils 30 Kilo Gepäck mitnehmen – und ich war fest davon überzeugt, dass eigentlich alles im Koffer ist. Bis Thomas mir dann ganz beiläufig vorgelesen hat, dass wir zusätzlich pro Person noch 16 Kilo Handgepäck mitnehmen dürfen. Zwei Gepäckstücke. Und eine Handtasche. Tja. Das war natürlich ein Fehler, mir das zu sagen. Denn plötzlich war da ja wieder Platz. Ganz viel Platz! Und da unsere Koffer noch nicht einmal annähernd bei zweimal 30 Kilo angekommen waren, fing ich an umzupacken. Vielleicht brauche ich doch noch ein Kleid mehr. Und eine Hose. Und noch einen Pulli. Und überhaupt – man weiß ja nie. Mauritius kann schließlich sehr überraschend sein. Und dann kam mein kleines Schuhproblem. Ich habe Wasserschuhe fürs Meer, Badeschuhe, ein Paar Pantoletten, Sandalen, Turnschuhe zum Wandern, zwei Paar Sandalen zum schnellen Reinschlüpfen, die natürlich auch zu Kleidern passen müssen … und eigentlich würde ich gerne noch meine Chucks mitnehmen. Thomas sagt nämlich immer, dass er Chucks zum Kleid total toll findet. Punkt. Also müssen die quasi mit. Das Beste kommt aber noch: Thomas hat mir allen Ernstes einen ganzen Rucksack voll mit Schuhen gepackt. Und als ich ihn ein bisschen ungläubig angeschaut habe, meinte er nur, er müsse schließlich auch noch Schuhe mitnehmen: Wanderschuhe, Badeschuhe, Wasserschuhe und zwei Paar Schuhe für die Freizeit zum Wechseln. Ganz ehrlich – wir fliegen zwei Wochen nach Mauritius und eröffnen dort vermutlich nebenbei ein Schuhgeschäft. Das ist doch bekloppt, oder? Dabei sollte das doch ein erholsamer Urlaub werden. Ruhe, Sonne, Meer, einfach mal abschalten. Und was mache ich? Ich habe schon Stress, bevor wir überhaupt losgeflogen sind. Heute Morgen fing ich nämlich schon wieder an, den Koffer umzupacken. Raus, rein. Raus, rein. Das Kleid doch mit. Die Hose vielleicht doch nicht. Den Pulli lieber wieder rein. Die Schuhe noch mal neu sortieren. Eigentlich müsste auf dem Koffer inzwischen stehen: „Bitte nicht öffnen – Inhalt emotional instabil.“ Um 12:30 Uhr ging es dann endlich Richtung Flughafen. Ob das Schuh- und Kleiderproblem bis dahin wirklich endgültig gelöst war? Sagen wir mal so: Der Koffer war zu. Mehr musste in diesem Moment niemand wissen. Irgendwann musste Schluss sein mit raus, rein, doch noch mal umpacken und der Frage, ob ich dieses eine Kleid nun wirklich brauche. Also Reißverschluss zu, Koffer ins Auto und los. Jetzt, kurz vor dem Abflug, kann ich zumindest sagen: Wir haben es geschafft. Mauritius wartet – und falls dort plötzlich irgendwo ein Schuhgeschäft fehlt, könnten wir vermutlich problemlos eins eröffnen.

Liebe Grüße, Michi und Thomas