24. September 2026

24. September 2026

Heute Morgen war es plötzlich ungewohnt ruhig beim Frühstück. Unsere vier Mitreisenden waren abgereist, und auf einmal saßen Thomas und ich ganz alleine da, tranken in Ruhe unseren Kaffee und ließen die vergangenen Tage ein bisschen Revue passieren. Nach einer Woche voller Unternehmungen, Gespräche und ganz viel Lachen war diese Ruhe fast schon ungewohnt.

Dabei kam uns wieder eine Frage in den Kopf, über die wir uns hier schon öfter gewundert hatten: Mauritius gehört doch zu Afrika – warum sehen dann so viele Menschen eher indisch aus?

Die Antwort liegt in der Geschichte der Insel. Im 19. Jahrhundert kamen sehr viele Arbeitskräfte aus Indien nach Mauritius, und viele von ihnen blieben dauerhaft hier. Deshalb ist die Insel bis heute stark indisch geprägt – bei den Menschen, den Tempeln, den Traditionen und natürlich auch beim Essen.

Für Thomas ist das natürlich besonders praktisch, denn indisches Essen liebt er. Für ihn dürfte Mauritius kulinarisch also ruhig noch ein bisschen indischer sein. Insgesamt ist die Insel eine spannende Mischung aus Afrika, Indien, Europa und China – und genau das macht sie so besonders.

Nach einem gemütlichen Frühstück machten Thomas und ich uns noch einmal auf den Weg in die Stadt. Eigentlich wollten wir nur zu einem Geldautomaten, aber diesmal nahmen wir nicht den Weg zu Fuß am Strand entlang, den wir in den letzten Tagen schon öfter gegangen waren. Stattdessen gönnten wir uns die etwas schönere Variante und fuhren mit dem Wassertaxi nach Grand Baie.

So wurde selbst der Weg zum Geldautomaten noch zu einem kleinen Urlaubserlebnis. Die Sonne schien schon richtig schön, und auch das Wasser war am Morgen bereits angenehm warm. So machte die kleine Fahrt mit dem Wassertaxi gleich noch mehr Spaß.

Gegen 11 Uhr waren wir wieder zurück im Hotel. Dann hieß es Koffer packen, denn um 12 Uhr wurden wir abgeholt und zu unserem neuen Hotel gebracht. Damit endete unsere erste Woche im Norden – und für Thomas und mich begann nun der zweite Teil unseres Mauritius-Urlaubs.

Als wir im neuen Hotel ankamen, waren wir erst einmal völlig überwältigt. Schon der Eingangsbereich war kaum zu toppen. Ich glaube, ich bin im Paradies. Es war einfach so wunderschön, dass ich tatsächlich Tränen in den Augen hatte. Alles wirkte unglaublich großzügig, elegant und gleichzeitig entspannt – Palmen, Wasser, offene Bereiche und überall dieser Blick ins Grüne und aufs Meer.

Wir liefen erst einmal ein bisschen durch die Anlage und kamen aus dem Staunen kaum heraus. Nach der lebhaften ersten Woche fühlte sich das hier plötzlich wie eine ganz andere Art Urlaub an. Genau so hatten wir uns unsere zweite Woche vorgestellt: ankommen, genießen, nichts müssen und uns einfach verwöhnen lassen.

Und dann unser Zimmer – beziehungsweise eher unsere kleine Urlaubswelt. Großzügig, wunderschön eingerichtet und mit ganz viel Platz. Spätestens da war klar: Hier könnten wir es definitiv eine Woche aushalten.

Um 16 Uhr machten wir es uns dann am Strand gemütlich. Der liegt direkt vor unserem Haus – näher ans Meer geht eigentlich kaum. Bequeme, gut gepolsterte Liegestühle, Sonnenschirme, Palmen und das Meer direkt vor uns. Was will man eigentlich mehr?

An jedem Sonnenschirm gibt es sogar so einen kleinen Service-Knopf. Drückt man darauf, kommt tatsächlich ein Kellner vorbei und bringt einem Wasser. Also spätestens da war klar: Diese zweite Woche wird wirklich eine Woche zum Verwöhnenlassen.

Den Sonnenuntergang genossen wir dann ganz gemütlich mit Marshmallows. Thomas grillte sie für mich auf einem kleinen Grill – und ja, das war tatsächlich ziemlich romantisch. So kann ein Abend auf Mauritius gerne öfter aussehen.

Vor dem Abendessen machten wir uns noch gemeinsam frisch. Unsere Dusche hier ist so riesig, dass wir problemlos zu zweit hineinpassen – da fühlt man sich fast ein bisschen wie in den Flitterwochen. Und davon gibt es hier im Hotel tatsächlich jede Menge. Aber wir finden: Nach 17 Ehejahren darf man sich ruhig auch noch ein bisschen Flitterwochengefühl gönnen.

Das Abendessen war übrigens genial. Die Auswahl war riesig und wir wussten gar nicht so recht, wo wir anfangen sollten. Nach diesem langen und besonderen Tag waren wir dann aber ziemlich platt. Gegen 22 Uhr fielen wir müde ins Bett – zufrieden, satt und sehr gespannt auf unsere ersten richtigen Tage hier im neuen Hotel.

Liebe Grüße Michi und Thomas

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