14. Mai 2026 – Anreise nach Hamburg

Hallo an alle,

heute ging es endlich los.

Um 5:15 Uhr klingelte bei Thomas und mir der Wecker — gebraucht hätten wir ihn allerdings nicht. Die Vorfreude war sowieso viel zu groß und wirklich geschlafen haben wir beide eher so mittelmäßig.

Reiner brachte uns zum Bahnhof und pünktlich um 8:03 Uhr fuhr unser Zug in Frankenthal los. Bis dahin hatten wir von Lisa, Maik und Henry allerdings noch nichts gehört. Wahrscheinlich herrschte dort gerade kontrolliertes Familienchaos zwischen Koffern, Kinderwagen, Pampers und Frühstück.

Wir dagegen saßen erstmal ganz entspannt im Zug und konnten kaum glauben:
Jetzt geht die Reise wirklich los.

In Frankfurt wurde unser eigentlich recht entspanntes Abteil plötzlich ziemlich voll. Viele Leute stiegen ein und erstmal wurde alles Mögliche verstaut — Koffer, Taschen, Rucksäcke. Manche fanden es dabei offenbar wichtiger, ihr Gepäck unterzubringen, statt andere erstmal durchzulassen.

Dann sagte ein Mitreisender plötzlich etwas mit „9 mm“.
Thomas und ich schauten uns sofort an. Auch andere im Abteil hatten das gehört. Für einen kurzen Moment wurde mir ehrlich gesagt mulmig und ich war unsicher, ob ich das wirklich richtig verstanden hatte.

Thomas beruhigte mich aber erstmal und kurze Zeit später war der Zwischenfall fast schon wieder vergessen. Etwa 30 Minuten später stoppte der Zug plötzlich mitten auf der Strecke. Niemand wusste warum. Kurz darauf kam Polizei durch den Zug und suchte genau den Mann, der die Aussage gemacht hatte. Er wurde kontrolliert und durchsucht, die Personalien wurden aufgenommen. Zum Glück wurde nichts gefunden. Wie sich herausstellte, hatten Mitreisende aus unserem Abteil die Polizei verständigt — und das war absolut richtig so. Sicherheit geht einfach vor.

Blöd war nur, dass Lisa, Maik und Henry bereits eine Stunde vor geplanter Abfahrt in Kassel am Bahnhof standen und unser Zug dann auch noch mit rund 40 Minuten Verspätung dort ankam. Mit Kleinkind ist das natürlich nicht ideal. Aber am Ende waren wir einfach froh, dass alles gut ausgegangen ist.

Um 10:50 Uhr war es dann endlich so weit:
Lisa, Maik und Henry stiegen in Kassel zu.

Thomas half beim Einsteigen, was bei mehreren Koffern, Kinderwagen, Taschen und einem aufgeregten kleinen Henry definitiv sinnvoll war.

Henry fand die Zugfahrt übrigens so spannend, dass an Schlaf überhaupt nicht zu denken war. Viel zu viele Menschen, Geräusche und neue Eindrücke. Statt Mittagsschlaf wurde lieber alles aufmerksam beobachtet.

Zum Glück hatte Oma vorgesorgt und Sticker für Henry besorgt. Damit wurde dann erstmal ausgiebig gespielt — beziehungsweise geklebt, wieder abgezogen und neu verteilt.

Und ehrlich gesagt:
Bei so einem Start in den Urlaub kann man Schlaf auch erstmal verschieben.

Besonders beliebt:
Sticker mitten auf der Stirn.

Henry fand das offensichtlich völlig normal. Wir fanden es ziemlich lustig.

Die Anreise zum Schiff verlief dann zum Glück ziemlich problemlos.

Am Bahnhof konnten wir unsere Koffer direkt abgeben und mussten uns danach um nichts mehr kümmern. Die Koffer wurden von der Crew der Mein Schiff 2 direkt aufs Schiff und später sogar bis vor unsere Kabine gebracht.

Das bedeutete für uns:
endlich ohne Gepäck entspannt Richtung Check-in laufen.

Und dann kam Henrys erster großer Vorteil als kleinster Mitreisender unserer Gruppe:
Dank ihm durften Familien mit Kindern bevorzugt einchecken und wir konnten an der langen Warteschlange vorbeigehen.

Henry selbst nahm diesen VIP-Status übrigens sehr gelassen hin.

Wir Erwachsenen fanden das deutlich aufregender.

Danach ging es erstmal direkt aufs Schiff — und natürlich sofort etwas essen. Schließlich macht Kreuzfahrt hungrig. Selbst dann, wenn man gefühlt gerade erst losgefahren ist.

Das Auslaufen aus Hamburg war für uns Erwachsene wirklich etwas Besonderes. Langsam ging es an der Speicherstadt vorbei, wir konnten die Elbphilharmonie sehen und überall standen Menschen und winkten den Schiffen zu.

Das absolute Highlight war aber, dass die Mein Schiff Relax direkt hinter unserer Mein Schiff 2 auslief. Zwei große Kreuzfahrtschiffe kurz hintereinander aus dem Hamburger Hafen fahren zu sehen, hatte schon etwas ziemlich Spektakuläres.

Nur für Henry war das Auslaufen eher weniger entspannend.

Das laute Tuten der Schiffshörner war ihm eindeutig zu viel. Für einen kurzen Moment war Henry fast genauso laut wie das Horn der Mein Schiff.Zum Glück beruhigte er sich nach dem lauten Horn auch schnell wieder und bestaunte weiter die vielen Lichter, das Wasser und die vorbeiziehende Stadt.

Dabei hatte er den ganzen Tag überhaupt nicht geschlafen. Sein letztes Nickerchen hatte er morgens auf dem Weg zum Bahnhof gemacht. Danach war bis abends um 20:30 Uhr durchgehend Action angesagt — und trotzdem war er die ganze Zeit gut gelaunt und musste einfach alles ganz genau beobachten.

Morgen haben wir einen ganz entspannten Seetag.

Liebe Grüße Lisa, Maik, Henry, Thomas und Michi

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