25.09.22 Vom Bryce Canyon durch den Zion Nationalpark nach Las Vegas

Hallo zusammen und liebe Grüße aus Las Vegas,

Aber fangen wir vorne an. Heute Morgen ging es für uns kalt los. Als wir nach dem Check out zum Auto gelaufen sind, war Frost auf der Windschutzscheibe und die Glättewarnung ist angegangen. Wir zogen uns also schnell unsere Jacken über die T-Shirts und machten uns auf den Weg zum Zion Nationalpark. Wir hatten uns heute vorab für eine eher humane Wanderung entschieden, die dafür aber einen super Ausblick haben sollte. Auf dem Canyon Lookout Trail waren wir etwa eine Stunde unterwegs und die kleine Tour hat richtig Spaß gemacht. Die Wege waren alle sehr naturbelassen und führten über Felsen und durch kleine Höhlen bis zu einem tollen Aussichtspunkt. Heute hätten wir tatsächlich mal ein paar mehr Tiere sehen können wie z.B. einen Berglöwen oder eine Tarantel. Beide sind uns aber nicht begegnet, dafür aber viele kleine Streifenhörnchen. Aus dem Auto heraus haben wir auch eine Art Ziege, die laut Lageplan wohl aber ein Schaf mit Hörnern war gesehen, aber leider nicht mehr fotografieren können. Uns hat der Nationalpark wirklich gut gefallen und er ist vielleicht der erste, für den man auch mal etwas mehr Zeit hätte einplanen können. Die anderen Aussichtspunkte und Wanderstartpunkte hätte man nur mit einem Busshuttle erreichen können und die waren total voll als wir ankamen. Deswegen hatten wir uns lieber für eine früherer Weiterreise nach Las Vegas entschieden. 

P.S.: Wer nach uns mal hier her fährt und Lust auf eine echte Herausforderung hat und noch dazu schwindelfrei ist, der versucht am besten mal sein Glück in der täglichen Lotterie um ein Ticket für die berühmte Wanderung zum „Angels Landig“ zu ergattern. Wir haben uns nach den Videos, die wir dazu gesehen haben entschieden unseren Hut gar nicht erst in den Ring zu werfen, da wir vermutlich gekniffen hätten… wer Lust hat schaut sich auf YouTube mal ein Video dazu an https://m.youtube.com/watch?v=fsukkpXHN28

Uns hat der Zion aber auch so gut gefallen und wieder mal sind wir „von der richtigen Seite“ also von Utha Richtung Springdale in den Park gefahren. Die andere Seite hat sich total gestaut und die Leute haben vermutlich ewig vor dem Tunnel gewartet, der einmal mitten durch einen der Steilwände führt. 

Die nächsten 3 Stunden nach Las Vegas waren eher nüchtern. Hier ist alles ziemlich trocken und wüstenähnlich und es gibt tatsächlich nicht so viel zu sehen, außer wie sich die Temperaturanzeige im Auto langsam der 100*F also ca. 37*C annähert. Die Einfahrt nach Las Vegas ist dann aber natürlich ziemlich cool, auch wenn wir bei Tageslicht angekommen sind. Wir fanden auf Anhieb unser Hotel und Maik hat den etwas chaotischen Verkehr super gemeistert. Das war’s dann aber auch mit Souveränität für diesen Tag. Wir sind im Hotel „The Venetian“, dem zweitgrößten Hotel der Welt (das größte steht wohl aktuell in Malaysia) untergebracht. Das ist natürlich auf der einen Seite super, weil es wirklich fast alles gibt, auf der anderen Seite aber auch einfach viel zu groß. Wir haben von unserem Auto aus 20 Minuten bis zum Check In gebraucht und mussten 3 mal nach dem Weg fragen. Hier standen wir dann erst mal in einer recht langen Schlange und haben dann, ausgestattet mit unserem Zimmerschlüssel, die Suche nach dem Zimmer gestartet. Das Zimmer ist toll und wir haben insgesamt 3 Fernseher… blöd nur, dass wir nur 2 Personen sind 🙈 aber so könnten wir theoretisch in der Badewanne liegen und Football schauen. 

Dann ging es für uns los auf die erste Erkundungstour. Zuerst waren wir ca eine Stunde in unserem Hotel unterwegs, haben und die 2 Foodcourts, das Casino und die Shoppingmeile angeschaut. Zwischendurch gab es Live-Musik und auf einem kleinen Wasserlauf mitten durch die Geschäfte im Hotel sind uns Leute in einer Gondel entgegen gefahren… verrückt… wir kannten die Bilder aus dem Internet, aber es ist doch noch mal anders wenn es vor Ort ist. Als wir den Ausgang gefunden hatten, haben wir die ersten 3 der anderen bekannten Hotels auf dem Strip angeschaut und auch schon die erste Fontänen-Show mitgenommen. Es hört sich nach wenig an, aber wir waren so fast 3 Stunden unterwegs bis uns der Hunger zur Fremont Street getrieben hat. Abseits des Strips mit den vielen Hotels ist diese Straße insbesondere für die Party und auch Essen bekannt. Wir hatten uns im Vorfeld schon das „Heart Attack“ rausgesucht, nachdem Maik mal bei Galileo gesehen hatte, dass hier der Weltrekord für den kalorienreichsten Burger aufgestellt wurde. Es gibt hier nur 3 Regeln: Man muss Bar zahlen, man muss während des Essens einen Krankenhauskittel tragen und wer sein Essen nicht schafft muss zustimmen von der Krankenschwester den Hintern versohlt zu bekommen. Wer sich vor Ort wiegen lässt und mehr als 160 kg wiegt bekommt sein Essen umsonst… verrückt und eigentlich genau das falsche Zeichen, aber gut 😅. Wir haben einmal den kleinsten und einmal den zweitjüngsten Birger bestellt. Es gab eigentlich nur den einen Burger in 8 verschiedenen Größen und wir haben uns also eher im Kinderbereich bewegt und sind trotzdem beide kläglich gescheitert. Anscheinend hat das Trinkgeld aber gepasst, sodass das wir „ungestraft“ gehen konnten. Am Nachbartisch hatte das nicht so gut funktioniert, also wurden beide mitten ins Restaurant gestellt und gebeten sich etwas nach vorne zu beugen und an einer Stange festzuhalten. 3x hat es, zumindest bei den Männern recht ordentlich geklatscht und dann durften auch sie gehen 😅. 

Wir sind dann noch mal eine gute Stunde über die Partymeile gelaufen, haben uns die Livemusik, die Straßenkünstler und die unendlich vielen Lichter angeschaut. Es ist absolut unvorstellbar und wenn wir nicht so platt und vollgefuttert gewesen wären, wären wir bestimmt noch etwas geblieben. 

Jetzt heißt es für uns aber erstmal schlafen und neue Kraft tanken für morgen. 

Lg Lisa&Maik