Von Holzgau nach Elbigenalp

Hallo zusammen,
heute ging es für uns sehr anstrengend los. Wir waren sozusagen gerade aus der Haustür raus, da begann schon der erste von 2 größeren Anstiegen heute. Knapp 3 km ging es stetig bergauf, bis wir vor der Holzgauer Hängebrücke standen. Man hätte laut Reisebeschreibung auch adrenalinfrei durchs Tal an einem Wasserfall vorbei laufen können, aber uns hat die Beschreibung der Brücke als „Seilhängebrücke, welche die wildromantische Höhenbachtalschlucht überspannt“ überzeugt. 200,5 Meter lang, 1,20 Meter breit und 110 Meter hoch und was nicht in der Beschreibung stand… deutlich schwingender/schwankender als erwartet. Es wäre sicherlich eine schöne Aussicht gewesen, aber bis auf einen kleinen Blick zur Seite um ein Foto zu machen haben wir nur das Ende auf der anderen Seite fixiert. Auch wenn es eine coole Abwechslung war, waren wir dann doch froh auf der anderen Seite angekommen zu sein. 

Nach einer kurzen Regenschutzpause, legten wir einen kurzen Abstecher zum Wasserfall ein und setzen dann unseren Weg fort. Heute hat uns, trotz immer wieder kleiner Regenphasen, die wir aber diesmal glücklicherweise immer gut mit einer Unterstellmöglichkeit überbrücken konnten, die Wanderung deutlich besser gefallen als gestern. Es ging über kleine schmale Pfade durch den Wald und zwischendurch fast mal wie durch eine kleine Klamm. Abstiege und Anstiege wechselten sich gut ab, sodass wir immer mal wieder durchschnaufen konnten. 

2,5 km vor dem Ende wollten wir dann wie bisher jeden Tag die Füße im Lech abkühlen. Mittlerweile ist der Lech von der anfänglichen Quelle schon ein richtiger Fluss mit ordentlich Strömung und kleineren Stromschnellen geworden und wir konnten die ersten Rafting-Boote in Aktion sehen. Ich kann gar nicht genau erklären wie es passiert ist, aber während wir am Ufer saßen (Lisa) bzw. standen (Maik) und die Schuhe auszogen, löste sich mein (Lisas) Wanderschuh, nachdem er zunächst klemmte auf einmal doch sehr unerwartet und flutschte mir sozusagen aus der Hand direkt in die Flussströmung. Ich konnte nicht mehr machen als „Maik, Maik, Maik“ rufen, der glücklicherweise in der richtigen Richtung der Strömung stand und mit einem beherzten Schritt ins Wasser gerade noch so meinen Schuh zu fassen bekam. Er stand aber durch die heldenhafte Rettungsaktion selbst mit seinem Schuh komplett im Wasser, sodass wir die letzten 2,4km mit jeweils einem nassen Schuh nach Hause liefen. Einmal selbstverschuldet, einmal als Retter des Rückwegs und vermutlich auch der restlichen Wandertage 🙈.

Heute sind wir im Gasthaus zum schwarzen Adler untergebracht und es gefällt uns hier sehr gut. Mit jeweils einer Knödelsuppe und einer großen Portion Käsespätzle haben wir uns gerade beim Abendessen jedoch ein wenig übernommen und lassen den restlichen Abend jetzt ganz gemütlich ausklingen. 
Ab morgen geht es dann mit den 3 längsten Touren in den Endspurt, aber bisher halten wir uns wacker, auch was den Muskelkater angeht. 


Liebe Grüße

Lisa&Maik

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